Von ALG2 zur Grunsicherung SGB Xll

Fragen und Antworten zu Hilfen zum Lebensunterhalt in Sonderfällen nach § 34 SGB XII

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MKopter
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Von ALG2 zur Grunsicherung SGB Xll

Ungelesener Beitragvon MKopter » 04.12.2013, 18:37

Hallo alle,
Bin ganz neu hier, und hoffe hier gute Ratschläge zu bekommen.
Bis Oktober war für mich das Jobcenter zuständig. Da ich die letzten 28 Monate ohne Unterbrechung Krankgeschrieben war, hatte ich im Februar einen Rentenantrag gestellt.
Nach verschiedenen Untersuchungen, Gutachten durch die DRV habe ich im Oktober meinen Rentenbescheid bekommen.
Rente wegen voller Erwerbsminderung, befristet bis 31.08 2022
Da die Rente stark unterhalb der Grundsicherung liegt, hat mir die DRV gleich einen Antrag auf Grundsicherung mitgeschickt.
Habe dann gleich dem JC mitgeteilt, das ich ab November zum ende des Monats 354,64 Euro Rente bekommen werde, und sie dies für die Leistung berücksichtigen sollen.
Habe dann vom JC den Bescheid bekommen, das ich damit nicht mehr ALG2 Berechtigt bin und einen Antrag auf Grundsicherung beim Sozialamt stellen soll.
Habe den Antrag ausgefüllt und beim Sozialamt eingereicht. Das Sozialamt hat mir daraufhin einen weiteren Antrag zugeschickt, wo ich die gleiche Daten nochmals ausfüllen mußte.
Also doppelte Datenerhebung.
Für Dezember kam dann auch die Rente, sowie unverändert ALG2 auf mein Konto.
Fragte beim JC nach, ob dies evtl. Weihnachtsgeld ist von dem ich nichts weis?? und Teilte dem Sozialamt dies Zahlung mit, um doppelte Zahlungen zu vermeiden.
Jetzt kam wieder ein Schreiben vom Sozialamt, wo sie wieder Unterlagen anfordern, die dem Amt aber schon vorliegen oder vorgelegt wurden.
Gleichzeit wird mir auch unterstellt, das ich Ebayhändler sein, was nicht stimmt.
Ich habe dann und wann mal etwas über Ebay gekauft, aber nie etwas verkauft.
Gruß Klaus

wevell
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Re: Von ALG2 zur Grunsicherung SGB Xll

Ungelesener Beitragvon wevell » 04.12.2013, 18:43

Hallo,

wofür möchtest du Ratschläge bekommen?
Es grüsst

wevell

Ralf1960
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Re: Von ALG2 zur Grunsicherung SGB Xll

Ungelesener Beitragvon Ralf1960 » 04.12.2013, 19:19

Hy auch,

dieses " Ebay" Thema ist in letzter Zeit deutlich mehr im Umlauf, das dieser Mißbrauch schon solche Ausmaße an genommen hat. Vielleicht war die SB auch etwas blind beim durchforsten deiner Kontoauszüge, ich würde ihr mitteilen das
zwischen Zahlungsausgang und Zahlungseingang auch auf Kontoauszügen deutliche Unterschiede gemacht wird.

Ansonsten - es ist auch hier inzwischen ein Elend mit Datenerhebungen in zwei und dreifacher Form, hab es grad bei nem Bekannten auch hinter mir der als Wechsler alles neu beibringen musste... dann nochmal angefordert wurde.

Anscheinend der ganz normale Wahnsinn in der Behörde - dir beleibt nix übrig als wieder die Belege zu bringen, aber lass es dir diesmal bestätigen. Im übrigen ist mir bei ähnlichem Fall letzt der Geduldsfaden gerissen und eine Beschwerde beim Sachgebietsleiter hat dann doch tatsächlich geholfen. Sollte man aber nur machen wenns kurz vor 12 ist.

Ansonsten ist alles okay - du bekommst die Grundsicherung ja erst wenn dein Antrag durch ist - freu dich das dein ALG II Amt noch bezahlt hat weil sonst sitzt du auf dem trockenen. Man wird dann einen Rückforderungsbescheid zustellen... manchmal ist auch schon zwischen den beiden Ämtern ausgeglichen worden. Es braucht dich nicht zu tangieren. Du hast alles hoffentlich nachvollziehbar mitgeteilt... mehr kannst du nicht tun.

Glaub mir - bei anderen geht es richtig schief, wir haben hier ne Halbtagskraft im SGB XII bekommen die schafft es drei Monate zu brauchen um einen Wechsel von ALGII in die Grundsicherung abzuschliessen. Ganze 5 Monate bis die Krankenkasse im Computer eingepflegt war - die im ALGII Bereich jahrelang bekannt war. Man hat ja wenigstens nach den Mahnungen die Krankenkasse angerufen und mitgeteilt das es " technische Probleme " gibt.. UFF

Bis denne.

Gruß
Ralf
Ich schreibe über meine eigenen Erfahrungen mit Ämtern , ansonsten bin ich Laie und meine Beiträge und Kommentare stellen keine Rechtsberatung dar.

CuttySark

Re: Von ALG2 zur Grunsicherung SGB Xll

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 05.12.2013, 01:47

Moin, Moin Ralf,

was meinst Du, wenn Du von Ebay Missbrauch schreibst?
An Hand der Kontoauszüge kannst Du erkennen ob es Geldeingänge oder aber Geldausgaben sind.
In diesem Fall ist die Rechtslage völlig klar.

LG Rolf

MKopter
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Re: Von ALG2 zur Grunsicherung SGB Xll

Ungelesener Beitragvon MKopter » 05.12.2013, 09:42

@ Rolf
Wie geschrieben, kaufe ich ab und wann bei Ebay was gebrauchtes, wenn mir der Neukauf zu teuer ist.
Ich kaufe auch bei Lidl Lebensmittel! Bin Ich deshalb ein Lebensmittelhändler (ohne Lizens)
Stelle auch Anträge beim Sozialamt! Bin ich deshalb ein Sozialarbeiter???
usw.

lg Klaus

Ralf1960
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Re: Von ALG2 zur Grunsicherung SGB Xll

Ungelesener Beitragvon Ralf1960 » 05.12.2013, 10:01

Hy Rolf....

hat es dich noch nicht erreicht das man Ebay dazu verdonnern will die Daten offenzulegen um nachzuweisen wer als " Ebay-Händler " fungiert und im Leistungsbezug steht ?

Was Kontoauszüge betrifft scheint das hier noch harmlos zu sein und die SB scheint ne Brille zu brauchen wenn sie Eingänge nicht von Ausgängen unterscheiden kann. Übereifrig wohl.

Ich danke da kann man noch ganz gut Paroli bieten und nen Augenarzt empfehlen. Allerdings gibt es ja auch Indikatoren und Verdachtsmomente wenn jemand zu viel im Ebay kauft - zu wenig für den normalen Lebensunterhalt
sich auszahlen lässt. Das siud dann die ganz Überschlauen die dann konstruieren das jemand im Ebay einkauft und sich das Täschchen voll macht und privat mit Gewinn die " Schnäppchen " wieder verkauft.

Heutzutage ist schon jeder ein Verbrecher der anscheinend in Ebay einkauft... ich bin gespannt wie diese Posse sich noch entwickelt. Wenns so weitergeht kann man manchen Sachbearbeitern dann nen Sheriffstern anne Brust kleben - dazu scheinen diese sich berufen zu fühlen wenn sie im TV wohl die falschen Filme anschauen :-)

Gruß
Ralf
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CuttySark

Re: Von ALG2 zur Grunsicherung SGB Xll

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 29.01.2014, 18:04

Moin, Moin Ralf,

ich stoße gerade auf diesen Beitrag, der zwar aus dem letzten Jahr ist aber immer noch aktuell ist.
eBay ist aktuell mein Thema, da ich in meinem Besitz befindliche Gegenstände verkaufen will.
Geplant ist der Verkauf über eBay Kleinanzeigen mit persönlicher Abholung durch den Käufer.
Ich will mir nicht die Problematik des Versandes aufhalsen.

Mein Freibetrag im ALG II würde 150x63 Jahre + 750€ = Gesamtschonvermögen von 10.200€.
Angegeben habe ich lediglich 1000€ Bargeld bei Antragsstellung und habe somit 9.200 frei um Vermögen umzuwandeln.

LG Rolf

Ralf1960
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Re: Von ALG2 zur Grunsicherung SGB Xll

Ungelesener Beitragvon Ralf1960 » 29.01.2014, 18:38

Hy Rolf,

du machst das schon ! Wenn die jemanden ärgern wollen hätten jene ja den richtigen Gegner gefunden.

Ich finde es immer wieder interessant bei solchen Themen wenn man den Begriff " Vermögen " so ausschlachtet.... besonders dann wenn man
Kleinigkeiten über Ebay verkloppt wird da ein Halles draus gemacht und es werden gewerbliche Hintergründe unterstellt. Da ist es echt an der Zeit das konkretisiert wird ab wann
der Verkauf von Dingen die man nicht mehr braucht und im Keller verstauben zum " Einkommen " gezählt wird.

In der Regel sind es doch Dinge die nichtmal einem Pfänder als " Vermögen oder wertvoll " auffallen würden - so auch niemandem der daran kein Interesse hat. Für mich ist das
einfach kein Vermögen - und wenn schon etwas dabei wäre das besonderen Erlös bringt wäre es immer noch ne Umwandlung.

Schon mit der Ebay-Schweinerei mit den Daten ist da echt Handlungsbedarf sonst wirds wieder ne Flut von Prozessen geben.

Wenn mir ein Sachbearbeiter krumm kommen würde weil ich über Ebay kaufe, oder etwas verkaufe das ich nicht mehr brauche gäbe es ein Gewitter. Ich bin auch nicht der Buchhalter fürs
Amt - und das Amt kein Konkursverwalter ! Wenn man fragt gibt es Auskunft, Kontoauszüge und wenn dann noch Fragen offen sind die mit Unterstellungen verbunden sind lass ich es auch vors Gericht gehen.

Was sich Sachbearbeiter oft herausnehmen ist ein Unding - ich muss weder ständig Buch über Einnahmen und Ausgaben führen - noch muss ich jeden Furz erklären der nicht tatsächlich in seiner Ausbreitung Leistungsrelevant wäre...

Es macht schon nen Unterschied ob es mal um 50 Euro geht fürn altes Dampfradio... oder um 500 Euro bei nem einzelnen Verkauf. Aber manche SB,s übertreiben es echt !

Letztendlich ist es ne Art Tauschbörse, du tauschst gegen bares und tauschst das Geld wieder ein gegen etwas das du grad gebrauchen kannst.. egal obs die Salami ist oder n neues Ballerspiel fürn Fernseher.

Da müssen mal echt n paar von den selbsternannten Sozialsheriffs auf Sachbearbeiterrang in ihre Schranken verwiesen werden... die Unverhältnissmässigkeit einer Reaktionen und das Auskunftsverlangen sollte mal deutlich geklärt werden.

Gruß

Ralf
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