Anfrage Grundsicherung obwohl man in wg Wohnt

Fragen und Antworten zu Hilfen zum Lebensunterhalt in Sonderfällen nach § 34 SGB XII

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capitanjack
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Anfrage Grundsicherung obwohl man in wg Wohnt

Ungelesener Beitragvon capitanjack » 07.02.2014, 12:16

Hallo Zusammen , ich bin ganz neu hier,
Und würde gern wissen ,
ein Freund und Ich haben eine Wohnung uns zusammen Genommen da keiner von uns sich wirklich allein mehr eine Wohnung halten kann , er bekommt Arbeitslosen Geld 1 Jetzt seit diesen Monats und ich halt meine 100%Erwerbsminderungs Rente,
Und ich weiß nicht ob ich Wohn Geld oder Grundsicherung dazu bekommen kann , aber man sagt dann bestimmt sie leben zusammen , aber er schläft halt im Schlafzimmer und ich im Wohnzimmer , wir haben aber nur eine kleine Wohnung wo man halt auch den Kühlschrank sich teilen Muss etc . Wer weiß ob ich da trotzdem Wohngeld oder Grundsicherung dazu bekommen kann ?? Denn es geht ja auch obendrein um diese Gez die Anfällt und ich kann mich nicht befreien lassen da ich ja auch nur diese Rente Bekomme .

CuttySark

Re: Anfrage Grundsicherung obwohl man in wg Wohnt

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 07.02.2014, 14:13

Hallo captainjack,

wieso erst das Kind in den Brunnen schmeissen und sich dann informieren?
Sinvoll wäre der Gang in eine Beratungsstelle gewesen um Dich zu informieren.
Du hättest einen Anspruch auf 45qm Wohnraum bis zu einem Höchstsatz XXX Euro Deiner Gemeinde, Kommune, Stadt zuzüglich 391€ Regelsatz abzuüglich Einkommen.

Bei dem Bekannten vierhält es sich genauso.

Nun habt ihr den Schlamassel am Hals und könnt das nur vor Ort klären.

LG Rolf

johnny malone
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Re: Anfrage Grundsicherung obwohl man in wg Wohnt

Ungelesener Beitragvon johnny malone » 08.02.2014, 06:53

hallo captainjack,

der grundsicherungsregelsatz beträgt aktuell nach meinem wissen 391 € pro alleinstehendem erwachsenen. wenn deine eu-rente geringer ist als diese 391 € + dein teil der warmmiete, dann solltest du einen antrag auf grundsicherung stellen.
mit freundlichem gruß

jonathan s. malone :flags-waveusa:

Harry
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Re: Anfrage Grundsicherung obwohl man in wg Wohnt

Ungelesener Beitragvon Harry » 09.02.2014, 01:05

Hi,

als WG braucht man schon 2 (Schlaf)zimmer, auch sollte man bei der Anmietung der Wohnung vermerken das es sich um eine WG handelt.

Da ihr zusammen die Wohnung angemietet hab und kein WG angemeldet habt, seit ihr ein Paar sprich eine Bedarfgemeinschaft.

capitanjack hat geschrieben:Denn es geht ja auch obendrein um diese Gez die Anfällt und ich kann mich nicht befreien lassen da ich ja auch nur diese Rente Bekomme .

Selbst wenn du befreit bist, gilt ein Beitrag pro Haushalt. Das heist da nicht alle befreit sind, muss einer der nicht befreiten bezahlen.

P.S. Falls ihr zusammen gerechnet noch bedürftig seit, dann würdet ihr als BG befreit.

Accolon
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Re: Anfrage Grundsicherung obwohl man in wg Wohnt

Ungelesener Beitragvon Accolon » 27.02.2014, 16:21

Hallo!

Es ist vollkommen unerheblich, wieviele Schlafzimmer eine WG-Wohnung hat.
Grundsätzlich spielt nicht einmal die Anzahl der Betten eine Rolle...

Außerdem kennt das SGB XII den Begriff der "Bedarfsgemeinschaft" nicht - den gibts nur im SGB II.

Das SGB XII die Begriffe der "eheähnlichen Gemeinschaft" und der "Haushaltsgemeinschaft" - die sind ein bisserl anders.
Im Bereich der Hilfe zum Lebensunterhalt wird erstmal grundsätzlich davon ausgegangen, dass beim Zusammenleben mehrerer Personen diese auch "gemeinsam wirtschaften (Haushaltsgemeinschaft) und dass die nachfragende Person von den anderen Personen Leistungen zum Lebensunterhalt erhält, soweit dies nach deren Einkommen und Vermögen erwartet werden kann." (§ 39 SGB XII)
Für die Grundsicherung gilt allerdings nur: "Einkommen und Vermögen des nicht getrennt lebenden Ehegatten oder Lebenspartners sowie des Partners einer eheähnlichen oder lebenspartnerschaftsähnlichen Gemeinschaft, die dessen notwendigen Lebensunterhalt nach § 27a übersteigen, sind zu berücksichtigen." Hier muss also mindestens eine eheähnliche Gemeinschaft vorliegen, damit der Mitbewohner auch für den Lebensunterhalt aufkommen muss.

Was nun genau eine eheähnliche Gemeinschaft ist und was nicht - da kann man sich lange streiten.
In erster Linie geht es um die Intention des Zusammenlebens: Hat man eine Art von Liebesbeziehung am Start mit dem Ziel des dauerhaften / langfristigen Lebens als Lebensgefährten?
Außerdem: Wirtschaftet man aus einer Tasche? Teilt man sich die Kosten für Lebensmittel? Gibt es ein gemeinsames Konto? Teilt man sich alle Räume oder nur Bad / Küche / Wohnzimmer? Etc. pp.

So, wie die Umstände hier beschrieben worden sind, besteht eine gute Chance auf einen Grundsicherungsanspruch oder ggf. Wohngeld - einfach mal nen Antrag stellen. :)


Viel Erfolg!
Das Leben ist zu kurz für schlechten Kaffee.


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