Psychisch Kranker kündigt Arbeit

Fragen und Antworten zu Hilfen zum Lebensunterhalt in Sonderfällen nach § 34 SGB XII

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Vater
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Psychisch Kranker kündigt Arbeit

Ungelesener Beitragvon Vater » 25.06.2016, 14:33

Hallo in die kompetente Runde.

Als Vater eines 28 jährigen, psychisch kranken Sohnes habe ich viele Fragen.
Mein Sohn war und ist schon mehrfach akut an paranoider Schizophrenie erkrankt.

Er müsste auch jetzt aktuell in stationäre Behandlung, lehnt dies aber ab. Einweisung per Gerichtsbeschluss gibt es nur bei sehr starker Fremd- oder Eigengefährdung, die derzeit nicht klar belegbar ist.
In einigen Monaten soll voraussichtlich die Rente für Erwerbsunfähigkeit (derzeit 70%) eingereicht werden.
Nun hat er vor wenigen Tagen schriftlich – während seiner akuten Krankheit – bei seinem Arbeitgeber gekündigt, der ja (anteilig) Krankenkassenbeiträge abführt.

Hier beginnen nun meine Fragen hier im Forum:
Falls er sich nun arbeitslos im Job-Center meldet, wird er von dort aus krankenversichert?
Wirkt sich diese evtl. Krankenversicherung auf sein derzeit erhaltenes Krankengeld aus? (geringer?)


Falls er sich nicht beim Arbeitsamt meldet, was würde dann mit seinem Krankengeld passieren? Komplett entfallen?

Viele Fragen kann ich noch gar nicht stellen, da das für mich als Vater (Rentner) bei solchen Angelegenheiten überfordert. Ich war mit solch einer Thematik noch nie in meinem Leben beschäftigt.
Wo könnte ich mir Hilfe dazu holen? Der bisher eingebundene sozialpsychiatrische Dienst hat mir bisher wenig dazu sagen können. Gibt es andere kompetente Stellen? Gibt es bei der (ev.) Kirche evtl. solche Ansprechpartner?

Bin ich hier im Forum überhaupt richtig oder gibt es da speziellere Foren?

Danke schon jetzt für jeden hilfreichen praktischen Tipp.

Gruß

Detlef

Angela1968
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Re: Psychisch Kranker kündigt Arbeit

Ungelesener Beitragvon Angela1968 » 25.06.2016, 15:07

Hallo,

besser wäre gewesen das er sich zum Arzt begeben hätte um sich AU schreiben zu lassen. Hatte auch den Vorteil gehabt das er Lohnfortzalung, also 100% seines Geldes vom AG bekommen hätte. So wird das JC ggfls. die AfA erstmal nachprüfen ob es Gründe für die Kündigung gab und somit das ALG I bzw. (aufstockend) ALG II sofort gezahlt wird. Sollte seine Erkrankung als wichtiger Kündgungsgrund nicht anerkannt werden, wird 3 Monate kein ALG I bzw. 3 Monate ALG II verkürzt um 30% gezahlt incl. KV- Beiträge.

Sollte er sich nicht bei der Behörde melden sieht es schlecht aus mit Geld, außer er sucht sich wieder ne neue Arbeit oder hst soviel Ersprtes das er davon leben kann. Seine KV müsste er dann selbst zahlen.

Wohnt Dein Sohn bei Dir und Du befürchtest das Du Deine Miete nun nicht mehr erhälst oder wieso fragst Du ? Normalerweise sollte ein 28jähriger selbst für seine Handlungen verantwortlich sein und diese tragen.

Solange Du ihm hilfst wrid er sowieso nicht einsehen das er sich selbst helen muss. Ab und an ist nicht helfen die beste Hilfe. Lasse ihn erst mal handeln und helfe erst wenn er selbst einsieht das er Hilfe benötigt.

Angela
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Vater
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Re: Psychisch Kranker kündigt Arbeit

Ungelesener Beitragvon Vater » 25.06.2016, 15:18

DANKE für die Antwort.



Er ist AU geschrieben. Er ist psychisch krank und macht leider Sachen die nicht immer nachvollziebar sind.
Lohnfortzahlung ist schon lange abgelaufen.

ER hat (psychisch krank) SELBER gekündigt!

Er war schon lange selbstständig, eigenverantwortlich und wohnt NICHT bei mir. Nur macht er halt Sachen, die ihn ruienieren können. Ich hab aktuell wenig (eher keine) Einflussmöglichkeiten.

EINSICHT bei einem psychisch Krenken kann SEHR lange dauern.

Gruß

Detlef

Angela1968
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Re: Psychisch Kranker kündigt Arbeit

Ungelesener Beitragvon Angela1968 » 25.06.2016, 15:41

Hallo Detlef,

ich verstehe Dich das Du helfen möchtest. Aber Du schreibst ja selbst das er bedingt durch seine Erkrankung Sachen macht die nicht nachvollziehbar sind.

Das ist natürlich blöd, er ist AU und kündigt sebst. Könnte mir sehr gut vorstellen das man seitens der Behörde, egal ob JC oder Afa, dann nicht nachvollziehen kann das er selbst gekündigt hat. Höchstens wenn er eine ärztliche Bescheinigung hat wo der Arzt ihm schreibst das ihm das Arbeiten in dem Betrieb und dem Bereich bedingt durch seine Erkrankung gesundheitlich abträglich ist. Selbst dann bespricht man sich vorher mit der entsprechenden Behörde um sich abzusichern. Evtl. hätte aber bei einer solchen Bescheingung der AG sogar gekündigt oder man hätte ihn fragen können ob man woanders "leidensgerecht" einsetzbar ist. Ich zeige Dir nur auf welche Argumente die Behörde auch bei einer solchen Bescheinigung haben könnte.

Detlef, mir brauchst Du das nicht zu schreiben. Bedingt durch meine Arbeit habe ich sehr viel mit psychisch kranken zu tun. Bei manchen kommt NIE die Einsicht das sie krank sind, nur die anderen sind es.

Es ist gut das du Dich erkundigst. Aber an Deiner Stelle würde ich erst mal nicht mehr tun und nur aus der Ferne beobachten. Auch wenn es Dir als Vater verdammt schwer fallen wird. Erst wenn Dein Sohn ankommen sollte, dann kannst Du ja aus Deinem Wissen hier schöpfen und helfen.

Angela
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Vater
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Re: Psychisch Kranker kündigt Arbeit

Ungelesener Beitragvon Vater » 25.06.2016, 15:53

"Höchstens wenn er eine ärztliche Bescheinigung hat wo der Arzt ihm schreibst das ihm das Arbeiten in dem Betrieb und dem Bereich bedingt durch seine Erkrankung gesundheitlich abträglich ist. "

Vielleicht ist dies ein Ansatz - später?

Er fühlte sich - als er noch aktiv war - durch die Aufgaben krankmachend beeinflusst.
Aber das muss erst - vom Artzt - geschrieben und dann auch noch anerkannt werden.

Danke Angela

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Re: Psychisch Kranker kündigt Arbeit

Ungelesener Beitragvon Angela1968 » 25.06.2016, 16:01

Hallo,

aber diese Bescheinigung hätte VOR seiner Kündigung vorliegen müssen. Dann könnte die Behörde, wie ich schon geschrieben habe, auch argumentieren, das er ja bim AG hätte noch mal fragen könnne ob er ihm einen seiner Gesundheit angemessenen Arbeitspaltz geben kann bzw. ob er ihn kündigen kann. Oder eben mit der Behörde sprechen bevor man kündigt. Und was ich noch vergessen habe, warum hat er sich nicht schon längst woanders beworben und solange mit seiner Kündigung gewartet bis er einen neuen Arbeitsplatz hat?

Also tut mir leid das ich Dir bzw. Deinem Sohn den Zahn ziehen muss. Er wrd wohl die Suppe auslöffeln müssen die er sich selbst eingebrockt hat.

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Re: Psychisch Kranker kündigt Arbeit

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 25.06.2016, 16:52

Moin, Moin Vater,

ich kann Deine Sorgen sehr wohl nachvollziehen, da die Situation Deines Sohnes allein vom rechtlichen Standpunkt sehr düster ist.
Letztendlich kannst aber auch Du nichts machen, da Du nicht der amtlich bestellte Betreuer bist. Allenfalls kannst Du mit Deinem
Sohn wohlwollend reden.

Mein Plan wäre folgender:

Sohn meldet sich arbeitslos.
Mit der Meldung der Arbeitslosigkeit wird geprüft, wer Leistungen erbringen muss.

A) Die Agentur für Arbeit, wenn die Bedingungen zum Bezug von ALG I gegeben sind.
b) Das Jobcenter, wenn das ALG I niedriger ist als es das ALG II ist (Aufstockung)

Da Dein Sohn gekündigt hat bekommt er 3 Monate Sperrzeit - WICHTIG FÜR DIE KRANKENVERSICHERUNG

Das muss mit der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter sauber geklärt werden, denn dein Sohn muss ja gesetzlich krankenversichert
sein.

Sollte Dein Sohn jedoch so krank, dass er die Tragweite seiner Handlung/en nicht überblicken konnte würde ich sicherheitshalber einen
Anwalt einschalten. Es wäre dann gegebenenfalls zu prüfen ob Dein Sohn zurechnungsfähig war. Den Weg mit dem Arbeitgeber direkt zu
reden habe ich kurzzeitig überlegt, aber mal ehrlich....... der Arbeitgeber dürfte über die Kündigung froh sein.

Für mich wäre es als Vater wichtig zu wissen, womit Du rechnen musst. Also den Arzt befragen und die Zukunftsprognose in Erfahrung
bringen. Rechnet der Arzt mit einer langen Behandlungsdauer, dann gäbe es noch die Möglichkeit Deinem Sohn über die Sozialhilfe
Einkommen zu geben. Die Höhe der Sozialhilfe ist identisch mit dem ALG II. Also 404 € Regelsatz plus KdU (Kosten der Unterkunft
........... (Kaltmiete + Nebenkosten + Heizung)

Das ganze zuzüglich der Kosten für die Krankenversicherung.

Bitte aufpassen. Dein Sohn darf nur 28 Jahre x 150 € = 4.200 € + 750 € Vorsorgeaufwand = 4.950 € an Vermögen besitzen plus ein Auto
im Wert von 7.500 €. In der Sozialhilfe ist das noch anders. Kommt die Sozialhilfe in Betracht bitte dringend nachfragen.

LG Rolf
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Re: Psychisch Kranker kündigt Arbeit

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 26.06.2016, 06:17

Hallo "Vater",

er wird von der Agentur für Arbeit vermutlich eine Sperrzeit bekommen, da er selber gekündigt hat. In der Sperrzeit ist er m.W.n. nicht krankenversichert. Das Jobcenter wird sich in solchen Fällen vermutlich ähnlich verhalten, kann ich aber nicht genau sagen.

Gegen eine Sperrzeit kann er versuchen vorzugehen. Wenn anerkannt wird, daß er quasi aus gesundheitlichen Gründen kündigen mußte, gibt's eventuell keine Sperrzeit oder eine kürzere. Möglicherweise braucht er einen guten Anwalt.

Er kann übrigens, auch wenn er als "psychisch krank" (ein Terminus, mit dem für meine Begriffe heutzutage sehr leichtfertig umgegangen wird) gilt, kündigen, wo, wie und wen oder was er will. Nach meinem Beurteilungsvermögen gilt auch ein psychisch Kranker als voll geschäftsfähig, solange er volljährig ist und keinen gesetzlichen Betreuer hat.

Er darf sich übrigens auch ruinieren, wenn er Bock darauf hat.

Das Thema "Einsicht" ist so eine Sache für sich: bei einem psychisch Kranken mag sie dauern, bei angebl. psychisch Gesunden kann sie noch viel längern dauern :grin:

Außerdem muß auch nicht jeder immer das tun, was für andere nachvollziehbar ist :)

Wenn ich aber jetzt mal unterstelle, daß er tatsächlich krank ist und möglichweise vor unüberlegten Aktionen geschützt werden sollte, kann ich nur einen gesetzlichen Betreuer vorschlagen, der in solche Entscheidungen dann miteingebunden wird.

Vielleicht diesbezüglich mal mit einem entprechenden Anwalt kommunizieren oder eine Beratungsstelle wie z.B. Caritas kontaktieren.

Ist ein brisantes Thema

H.
Ich bin La-la-laie, und meine Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung und/oder Einschätzung zur jeweiligen Situation dar, bzw. schildere ich, was ich selbst in der jeweiligen Situation tun würde.

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Re: Psychisch Kranker kündigt Arbeit

Ungelesener Beitragvon Angela1968 » 26.06.2016, 11:43

Hal Heinrich,

Du schreibst auf der einen Seite richtig:
Er darf sich übrigens auch ruinieren, wenn er Bock darauf hat.


Auf der anderen Seite rätst Du:
Wenn ich aber jetzt mal unterstelle, daß er tatsächlich krank ist und möglichweise vor unüberlegten Aktionen geschützt werden sollte, kann ich nur einen gesetzlichen Betreuer vorschlagen, der in solche Entscheidungen dann miteingebunden wird.


Das wird dann nicht so einfach wenn derjenige der die Betreuung an de Backe bekommt keine Einsicht zeigt und bei der Betreuung nicht nur nicht mitmacht, sondern sich dieser entgegenstellt. Außerdem wird das Gericht erstmal ein ärztliches Attest einfordern ob er wirklich Betreung benötigt.

Weiterhin schreibstst Du
Außerdem muß auch nicht jeder immer das tun, was für andere nachvollziehbar ist


Dem stimme ich nur zu wenn Du nicht von anderen finanzielle Hilfen haben möchtest, weil Du eben diese und keine andere Entscheidung getroffen hast. Solange Du auf keine finaziellen Hilfen von anderen, wegen Deiner fragwürdigen/falschen Entscheidung haben möchtest, mag Deine Antwort zutreffend sein.

Auch Deinem Satz
Das Thema "Einsicht" ist so eine Sache für sich: bei einem psychisch Kranken mag sie dauern, bei angebl. psychisch Gesunden kann sie noch viel längern dauern


kann ich nur beipflichten. Ich kenne hier auch User auf die das voll zutrifft.

Angela
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Ludwig012
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Re: Psychisch Kranker kündigt Arbeit

Ungelesener Beitragvon Ludwig012 » 06.07.2016, 23:18

Wann wird ei­ne Sperr­zeit verhängt?

Gemäß § 159 Abs.1 Satz 1 SGB III tritt ei­ne Sperr­zeit ein, wenn sich der Ar­beit­neh­mer ver­si­che­rungs­wid­rig ver­hal­ten hat, oh­ne dafür ei­nen wich­ti­gen Grund zu ha­ben. Ver­si­che­rungs­wid­ri­ges Ver­hal­ten liegt gemäß § 159 Abs.1 Satz 2 SGB III vor, wenn der Ar­beits­lo­se das Beschäfti­gungs­verhält­nis gelöst oder durch ein ar­beits­ver­trags­wid­ri­ges Ver­hal­ten An­lass für die Lösung des Beschäfti­gungs­verhält­nis­ses ge­ge­ben und da­durch vorsätz­lich oder grob fahrlässig die Ar­beits­lo­sig­keit her­bei­geführt hat (Sperr­zeit bei Ar­beits­auf­ga­be).

Hier dürfte höchst zweifelhaft sein, ob Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit vorliegt. Da könnte die Krankheit des Sohnes entgegenstehen.


Krankenversicherungsschutz

Während des ers­ten Mo­nats ei­ner Sperr­zeit be­steht zwar kei­ne Ver­si­che­rungs­pflicht in der ge­setz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung, doch hat der Ar­beits­lo­se während ei­nes Mo­nats nach Be­en­di­gung ei­ner zu­vor be­ste­hen­den Pflicht­mit­glied­schaft gemäß § 19 Abs.2 Fünf­tes Buch So­zi­al­ge­setz­buch (SGB V) wei­ter­hin An­spruch auf Leis­tun­gen der Kran­ken­ver­si­che­rung. Nach Ab­lauf die­ses Mo­nats, d.h. ab Be­ginn des zwei­ten Mo­nats bis zur zwölf­ten Wo­che ei­ner Sperr­zeit setzt die re­guläre Kran­ken­ver­si­che­rung der Ar­beits­lo­sen (KV­dA) ein (§ 5 Abs.1 Nr.2 SGB V). An­spruch auf Kran­ken­geld be­steht während ei­ner Sperr­zeit nicht (§ 49 Abs.1 Nr.3a SGB V).


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