wohngeld/Eingliederungshilfe

Fragen und Antworten zu Hilfen zum Lebensunterhalt in Sonderfällen nach § 34 SGB XII

Moderator: Regelteam

CuttySark
Aktiver Nutzer
Aktiver Nutzer
Beiträge: 1490
Registriert: 25.05.2016, 19:16
Bewertung: 12
Bist du mit den Regeln des Forums einverstanden?: Ja
Wohnort: Brunsbüttel

Re: wohngeld/Eingliederungshilfe

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 25.05.2017, 09:21

Moin, Moin Hase,

vielleicht sollte man sich bei Abschluss einer Versicherung darüber im Klaren sein, welches Risiko damit abgedeckt. Bin ich
im Verkehrsrechtsschutz, dann werden logischerweise keine Schäden aus dem Bereich Miete übernommen. Die Auskunft
keine Kosten zurückzuerstatten ist völliger Quatsch. Zum einen müsste jeder bescheuert sein, wenn er eine Kostenüber-
nahme ablehnen würde, denn sie senkt die Kosten. Nimm die KFZ Versicherung beispielsweise. Ich fahre aus einer Park-
lücke raus und schädige einen anderen PKW. Dann empfiehlt es sich den Unfall zu melden und die Versicherung regulieren
zu lassen. Nach der Regulation durch den Versicherer erstatte ich ihm, wenn es sich für mich lohnt, die Kosten für den
Schaden.

Das ist ein völlig normaler Vorgang.

LG Rolf
Ich bin Laie.
Die von mir gemachten Äußerungen und Kommentare sowie eigene Beiträge spiegeln nur meine persönliche Meinung wider und stellen auch keine Rechtsberatung dar oder ersetzen eine solche.

Hase1
Aktiver Nutzer
Aktiver Nutzer
Beiträge: 27
Registriert: 15.05.2017, 04:11
Bewertung: 0

Re: wohngeld/Eingliederungshilfe

Ungelesener Beitragvon Hase1 » 25.05.2017, 16:24

Hallo,

ich wollte schreiben....75-, € für ein Beratungsgespräch, für 20 Minuten !!
Ob dies richtig und angemessen ist bei einem Anwalt?!


viele Grüsse

Hase1
Aktiver Nutzer
Aktiver Nutzer
Beiträge: 27
Registriert: 15.05.2017, 04:11
Bewertung: 0

Re: wohngeld/Eingliederungshilfe

Ungelesener Beitragvon Hase1 » 25.05.2017, 16:33

Hat dieser Anwalt mich abkassiert !
Bei mir läuft z.Zt.alles schief:-(

w12
Administrator
Administrator
Beiträge: 8929
Registriert: 08.09.2004, 16:08
Bewertung: 30
Bist du mit den Regeln des Forums einverstanden?: Ja

Re: wohngeld/Eingliederungshilfe

Ungelesener Beitragvon w12 » 25.05.2017, 17:59

Hallo Hase1

Der Anwalt rechnet ja nicht nach Minuten ab.

§ 34 RVG Beratung, Gutachten und Mediation
(1) Für einen mündlichen oder schriftlichen Rat oder eine Auskunft (Beratung), die nicht mit einer anderen gebührenpflichtigen Tätigkeit zusammenhängen, für die Ausarbeitung eines schriftlichen Gutachtens und für die Tätigkeit als Mediator soll der Rechtsanwalt auf eine Gebührenvereinbarung hinwirken, soweit in Teil 2 Abschnitt 1 des Vergütungsverzeichnisses keine Gebühren bestimmt sind. Wenn keine Vereinbarung getroffen worden ist, erhält der Rechtsanwalt Gebühren nach den Vorschriften des bürgerlichen Rechts. Ist im Fall des Satzes 2 der Auftraggeber Verbraucher, beträgt die Gebühr für die Beratung oder für die Ausarbeitung eines schriftlichen Gutachtens jeweils höchstens 250 Euro; § 14 Abs. 1 gilt entsprechend; für ein erstes Beratungsgespräch beträgt die Gebühr jedoch höchstens 190 Euro.
(2) Wenn nichts anderes vereinbart ist, ist die Gebühr für die Beratung auf eine Gebühr für eine sonstige Tätigkeit, die mit der Beratung zusammenhängt, anzurechnen.

Wichtiger ist, was hast du für Kenntnisse gewinnen können?

Gruß
w12
Ich bin Laie.
Die von mir gemachten Äusserungen und Kommentare sowie eigene Beiträge spiegeln nur meine pers. Meinung wieder und stellen auch keine Rechtsberatung dar oder ersetzen eine solche.

Hase1
Aktiver Nutzer
Aktiver Nutzer
Beiträge: 27
Registriert: 15.05.2017, 04:11
Bewertung: 0

Re: wohngeld/Eingliederungshilfe

Ungelesener Beitragvon Hase1 » 25.05.2017, 19:10

Hallo W12,

er hat nach Minuten abgerechnet.!
Da ich alles schon ausgearbeitet habe, Dank Dir, und die Paragraphen im Internet dazu ausgedruckt habe, hat er diese durchgelesen und kam zu der Erkenntnis:

dass bei einer vollstationaren Heimunterbringung das gesamte Einkommen vom Patienten eingesetzt werden muss ! Ohne Ausnahmen.

Er hat mich gefragt ob für 15 Minuten 50 Euro okay werden & und für die weiteren 5 Minuten 25 Euro.

Ich hatte aber auch einen Beratungsschein meiner Versicherung.
Er meinte den kann man nicht einsetzen da im Rechtsfall, immer 150 Euro Selbstbehaltvorliegt.Dies wurde schon für die Beratung gelten ?!

was meinst du , dazu w12?

liebe Grüsse

Heinrich
Aktiver Nutzer
Aktiver Nutzer
Beiträge: 1227
Registriert: 26.10.2014, 06:46
Bewertung: 23
Bist du mit den Regeln des Forums einverstanden?: Ja

Re: wohngeld/Eingliederungshilfe

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 26.05.2017, 05:13

Hallo Hase1,

auch wenn Du mich nicht direkt ansprichst:

ich habe selber schon mal 50 DM (damals noch) für eine kurze Beratung gezahlt. Ob der Anwalt damals nach Minuten abrechnete, weiß ich nicht. Die von Dir geschilderte Gebührenhöhe scheint mir aber okay.

Wenn Du bei Deiner Rechtsschutzversicherung einen Selbstbehalt hast, dann hast Du ihn. Vermutlich wird der bereits für die Erstberatung gelten.

Was mich stutzig macht: wieso muß sich der Anwalt die §§, die Du ihm ausgedruckt hast, erst durchlesen? Ein guter Anwalt sollte den Inhalt kennen und ihn sich nicht erst durchlesen müssen.

Irgendwie bin ich aufgrund Deiner Schilderung zum Eindruck gelangt, daß der Anwalt, bei dem Du warst, nur auf Kohle aus war. Vielleicht solltest Du es mal via Beratungsschein vom Amtsgericht bei einem anderen Advokaten versuchen. Kostet dann max. 10 € und vielleicht kommt was anderes bei raus.

H.
Ich bin La-la-laie, und meine Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung und/oder Einschätzung zur jeweiligen Situation dar, bzw. schildere ich, was ich selbst in der jeweiligen Situation tun würde.

CuttySark
Aktiver Nutzer
Aktiver Nutzer
Beiträge: 1490
Registriert: 25.05.2016, 19:16
Bewertung: 12
Bist du mit den Regeln des Forums einverstanden?: Ja
Wohnort: Brunsbüttel

Re: wohngeld/Eingliederungshilfe

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 26.05.2017, 06:03

Moin, Moin Heinrich,
Moin, Moin Hase,

ja Heinrich die guten Anwälte mit den Glaskugeln brauchen sich natürlich nichts durchzulesen, denn die Kugel sagt es Ihnen. Alle anderen müssen schon vorher den Sachverhalt lesen um zu antworten.

Du wusstest von dem Selbstbehalt in der Rechtsschutzversicherung und hattest dich bei Vertragsabschluss bewusst dafür entschieden. Liegt das
Kind im Brunnen wird geklagt. Logischerweise wird der Selbstbehalt fällig, wenn die Versicherung in Anspruch genommen wird.

LG Rolf
Ich bin Laie.
Die von mir gemachten Äußerungen und Kommentare sowie eigene Beiträge spiegeln nur meine persönliche Meinung wider und stellen auch keine Rechtsberatung dar oder ersetzen eine solche.

Hase1
Aktiver Nutzer
Aktiver Nutzer
Beiträge: 27
Registriert: 15.05.2017, 04:11
Bewertung: 0

Re: wohngeld/Eingliederungshilfe

Ungelesener Beitragvon Hase1 » 26.05.2017, 09:44

Hallo Heinrich,
Hallo Rolf,

also ein Punkt habe ich heute bei meiner Versicherung geklart.
Die 1. Beratung wird von meiner Versicherung komplett übernommen -kein Selbstbehalt fällt an. (so steht es auch in dem Schreiben v. der Rechtschutzversicherung)
Der Anwalt hat es falsch interpretiert.

Das 2., finde ich auch, dass der Anwalt nur an Hand meiner Ausdrucke etwas sagen konnte, nicht von hoher Fachkompetenz spricht.
Soweit War ich eigentlich schon mit W12, und selbst.
Man erhofft sich von einem Anwalt ja noch irgendwelche Schlupflöcher wo man ansetzen kann.
Diese gibt es bestimmt....

Ich habe jetzt ggf. 10.000 Euro für eine Eingliederungshilfe weg, und bin dort durch eine falsche Behandlung noch kränker & unzufriedener geworden :-(

Heinrich
Aktiver Nutzer
Aktiver Nutzer
Beiträge: 1227
Registriert: 26.10.2014, 06:46
Bewertung: 23
Bist du mit den Regeln des Forums einverstanden?: Ja

Re: wohngeld/Eingliederungshilfe

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 26.05.2017, 10:26

Hallo Hase1,

dann wiederhole ich den Vorschlag, daß Du den Anwalt wechseln solltest. Oder wende Dich an eine Beratungsstelle vor Ort: Caritas, Diakonie, VdK*, SoVD* oder eine andere.

*je Kostenpflichtige Mitgliedschaft erforderlich

H.
Ich bin La-la-laie, und meine Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung und/oder Einschätzung zur jeweiligen Situation dar, bzw. schildere ich, was ich selbst in der jeweiligen Situation tun würde.

w12
Administrator
Administrator
Beiträge: 8929
Registriert: 08.09.2004, 16:08
Bewertung: 30
Bist du mit den Regeln des Forums einverstanden?: Ja

Re: wohngeld/Eingliederungshilfe

Ungelesener Beitragvon w12 » 26.05.2017, 11:25

Hallo

Schlupflöcher gibt es in der Regel nur dort, wo der Gesetzgeber diese bewusst für seine Freunde eingebaut bzw. nach Kenntnis, noch nicht geschlossen hat.

Ich gehe davon aus, dass du den Schriftverkehr (insbesondere ergangene Bescheide)aus der Vergangenheit dem Anwalt vorgelegt hast.
Auch ein Guter (also jemand wie ich) muss oft nachlesen.

Ich bin mir in meiner Meinung zwar sicher, aber da nichts Schriftliches vorliegt, trägt man eine gewisse Verantwortung, auch wenn diese keine persönlichen Folgen hat.

Gruß
w12
Ich bin Laie.

Die von mir gemachten Äusserungen und Kommentare sowie eigene Beiträge spiegeln nur meine pers. Meinung wieder und stellen auch keine Rechtsberatung dar oder ersetzen eine solche.


Zurück zu „Hilfe zum Lebensunterhalt in Sonderfällen nach § 34 SGB XII“