Suche Argumente gegen den Abschluss einer EGV

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Angela1968
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Suche Argumente gegen den Abschluss einer EGV

Ungelesener Beitragvon Angela1968 » 14.05.2016, 16:44

Hallo liebe Freunde des Forums,

wie ihr ja wisst bin ich nun seit 7 Jahren in Arbeit. Muss aber auf Grund dessen das ich nur Teilzeit, in dem Falle nur 25 Wochenstunden arbeiten kann, noch aufstockende ALG II Leistungen in Empfang nehmen. Bis jetzt war es für mich auch kein Problem diese EGV zu unterschreiben, da mein Einkommen nicht höher war als mein ALG II Bedarf und die EGV statt ein halbes Jahr 1 Jahr gültig ist.

Auf Grund dessen das ich aber Pflegemindestlohn erhalte, konte ich die letzten 7 Jahre meine Bedürftigket jedes Jahr kontinuirlich senken. In diesem Jahr ist mein Nettoeinkommen sogar ca. 30 Euro höher als mein Gesamt ALG II Bedarf ohne Arbeit. Und mein ausgzahltes ALG II ist nun niedrger als meine Freibeträge.

Ich möchte nun so argumentieren das ich die Stundenzahl arbeite die ich auch gesundheitlich schaffe, was das JC so akzeptierte und ja auch bisher durch die Aufhebung der Bewerbungspflicht dokumentiert hat. Auch wenn ich mich woanders bewerben würde/müsste würde ich die gleiche Stundenanzahl arbeiten und den gleichen Stundenlohn erhalten. Außerdem ist mein Nettoarbeitseinkommen bereits höher als mein ALG II Bedarf ohne Arbeit, so das ich nur noch aufstockende Leistung unterhalb meines Freibetrages bekommen muss. Durch den jährlich steigenden Pflegemindestlohn wird sich auch mein Arbeitseinkommen weiter erhöhen, so das ich davon ausgehe das ich in etwas 5-7 Jahren keine ALG II Leistungen mehr empfangen muss. Da ich ja nun im Sinne des ALG II eingegliedert sein dürfte sehe ich den Abschluss einer EGV als gegenstandslos für mich an.

Kann ich so argumentieren, hab ich noch was vergessen etc?

Angela
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w12
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Re: Suche Argumente gegen den Abschluss einer EGV

Ungelesener Beitragvon w12 » 14.05.2016, 17:39

Hallo Angela1968

2) Vom Abschluss einer EinV kann unter den nachstehenden Voraussetzungen abgesehen werden:

(a)Ist eine erwerbsfähige leistungsberechtigte Person bereits auf dem Arbeitsmarkt integriert (ProfillageI) und bezieht ergänzend
Leistungen nach dem SGB II, kann auf den Abschluss einer EinV verzichtet werden, wenn nicht erwartet werden kann, dass eine Möglichkeit besteht, den Leistungsbezug der erwerbsfähigen leistungsberechtigten Person durch

- eine Änderung im Beschäftigungsverhältnis,
- einen Stellenwechsel oder
- das Angebot von Eingliederungsmaßnahmen (z. B. berufsbegleitende Fortbildung)

nachhaltig zu beenden bzw. zu senken. Da durch künftige Entwicklungen in der persönlichen Situation der erwerbsfähigen leistungsberechtigten Person, die Chancen für eine Verringerung der Hilfebedürftigkeit beeinflusst werden können, sollte spätestens nach 6
Monaten die Situation der erwerbsfähigen leistungsberechtigten Person neu beurteilt werden.



https://www.arbeitsagentur.de/web/conte ... TBAI627529

Gruß
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Re: Suche Argumente gegen den Abschluss einer EGV

Ungelesener Beitragvon Angela1968 » 14.05.2016, 17:45

Hallo W12,

Du bist ein Schatz. Und da ich ja nachweisen kann das ich den Pflegemindestlohn bekomme und seit den letzten 7 Jahren und auch weiterhin meine Bedürftigkeit absenken werde, kann doch dann auf die Nachprüfung auch noch verzichtet werden? Oder würde mein Glück da zu weit gehen?

Angela
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Re: Suche Argumente gegen den Abschluss einer EGV

Ungelesener Beitragvon w12 » 15.05.2016, 12:06

Hallo Angela1968

Aber es ist nur ein “Kann“!

Gruß
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sallyX
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Re: Suche Argumente gegen den Abschluss einer EGV

Ungelesener Beitragvon sallyX » 15.05.2016, 15:45

Mal dazwischen gefragt: Was ist denn ein Pflegemindestlohn?

LG sally

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Re: Suche Argumente gegen den Abschluss einer EGV

Ungelesener Beitragvon Angela1968 » 15.05.2016, 16:35

Hallo SallyX,

ich bin erstaunt das es noch jemaden gibt der nicht weis was Pflegemindestlohn ist.

Hier ein paar Links dazu
http://www.der-mindestlohn-wirkt.de/ml/ ... tlohn.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Mindestar ... branche%29

Hoffe das Du nun Bescheid weist nach den Links

Angela
Zuletzt geändert von Angela1968 am 15.05.2016, 16:36, insgesamt 1-mal geändert.
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sallyX
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Re: Suche Argumente gegen den Abschluss einer EGV

Ungelesener Beitragvon sallyX » 15.05.2016, 17:00

Was ein Mindestlohn ist, weiß ich natürlich. Aber was ich nicht verstanden hatte ist, ob du einen Elternteil pflegst oder im Pflegeheim arbeitest.

Allerdings glaube ich nicht, dass du in 5 bis 7 Jahren frei von ALG II bist, denn die Unkosten werden ja auch steigen.

Und wenn du krank bist, warum bekommst du dann nicht eine Teilerwerbsunfähigkeitsrente?

sally

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Re: Suche Argumente gegen den Abschluss einer EGV

Ungelesener Beitragvon Angela1968 » 15.05.2016, 17:23

Hallo SallyX,

ich war der Meinung das hier jeder weis was ich von Beruf bin, habe es hier oft genug geschrieben und in meinem Profil steht es auch. Es geht ja nicht um die Unkosten die steigen, sondern um den ALG II Bedarf. Und dieser ist nun mal bei einem Aufstocer bei seinem normalen ALG II Bedarf (Regelsatz plus evtl. Mehrbedarfe plus Miete) plus dem höchsten Freibetrag 300 Euro ohne Kind bzw. 330 Euro mit Kind. Da mein normaler ALG II Bedarf bei 755 Euro liegt, müsste ich ein Nettoeinkommen von über 1055 Euro haben um aus ALG II zu kommen.

Und je mehr ich an Brutto/Nettoeinkommen habe um so weniger habe ich Anspruch auf ALG II Leistungen. Wenn Du Dir meine Links durchgelsen hast wrist Du ja gesehen haben das der Pflegemindesstlohn jährlich steigt und somit sinkt auch mein Bedarf.Habe in den 5-7 Jahren aber noch einberechnet das der Regelbedarf jährlich um 10 Euro im Monat steigt.

Ich bin nicht krank, sondern anerkannt schwerbehindert. Und ich wüsste nicht was mir eine Teilerwerbsrente nutzt. Meine dezeitge Prognose wenn ich ohne Abschläge in die normale Rente gehe sind zur Zeit 356 Euro monatlich. Und eine Teilerwerbsrente, wenn ich sie überhaupt bekäme, wäre weitaus niedriger. Und zur Zeit erhatle ich noch aufstockende ALG II Leistugen von 245 Euro. Da stehe ich mir doch mit aufstockenden ALG II Leistungen besser.

Und ich weis nicht ob ich mit einer Teilerwerbsrente überhapt noch SV-pflchtig arbeiten gehen dürfte. Soweit ich informiert bin ,darf ich da nur noch 450 Euro verdienen. Aber ich geh davon aus das ich sowieso keine bekommen würde. Dafür geht es mir zu gut. Gerade die Arbeitslosigkeit hat mich ja schwerbehindert werden lassen und seit ich wieder in (Teilzeit)Arbeit bin geht es mir wieder besser.

Ich habe ja auch kein Problem das ich noch aufstockende ALG II Leistugen empfangen muss. Nur ein Problem mit der EGV und eine Teilerwerbsrente würde mir da auch nicht helfen.

Angela
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Re: Suche Argumente gegen den Abschluss einer EGV

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 16.05.2016, 06:35

Hallo Angela1968,

Angela1968 hat geschrieben:ich bin erstaunt das es noch jemaden gibt der nicht weis was Pflegemindestlohn ist.

es ist nicht jede/r in der Pflege tätig. Woher also sollte jede/r wissen, was das ist?

H.
Ich bin La-la-laie, und meine Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung und/oder Einschätzung zur jeweiligen Situation dar, bzw. schildere ich, was ich selbst in der jeweiligen Situation tun würde.

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Re: Suche Argumente gegen den Abschluss einer EGV

Ungelesener Beitragvon Angela1968 » 16.05.2016, 09:33

Hallo Heinrich,

wenn ich mich aber mit dem Mindestlohn beschäftgt habe weis ich das es auch Branchenminestlöhne gibt. Und wenn ich das Wort Pflegemindestlohn lese müsste ich zumindstens wissen das es eine Art Mindestlohn ist. Und wenn dann die Frage noch auftauchen würde ob das ein Mindestlohn für Pflegekräfte ist, das wäre für mich noch verständlich gewesen. Hier hatte ich aber das Gefühl das die TE mit dem ganzen Wort nichts anfangen konnte.

Aber inzwischen müsste die TE ja mittels meiner Links gut aufgeklärt worden sein.

Angela
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