mal eine politische Frage

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Angela1968
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Re: mal eine politische Frage

Ungelesener Beitragvon Angela1968 » 23.05.2016, 21:36

Hallo mofaman,

leider ist es mir als ehem. DDR Bürgerin nicht möglich zu unterscheiden warum eine Trennung bei ALG II leichter ist/war als bei der Sozialhilfe. Damals gab es noch kein Internet wo man sich informeiren konnte und ich, insbesondere als Frau, hatte ganz andere Probleme damals.

Mal hatte ich Arbeit, mal keine, dann wieder ne Fort. und Weiterbildung. Erst mal fehlte mur der Mann der mir ein Kind hätte bescheren können. Dann wollte ich mich nicht nur alleine auf diesen als Versorger verlassen. Also war mir klar solange ich keine sichere Arbeit habe, kommt mir kein Kind ins Haus.

Kurzzeitg hätte ich den Mann gehabt. Aber der wäre finanziell noch gesunheitlich in der Lae gewesen für Kinder aufzukommen. Nun habe ich zwar einen sicheren Job, könnte mr von daher nun Kinder "anschaffen". Nun bin ich aber in einem Alter wo ichs Kindern nicht mehr zumuten möchte von mir erzogen zu werde und einen Mann gibbt es auch nicht mehr in meinem Leben.

Aber ich habe schon oft geforscht in miri wie ich zu meiner Entscheidung stehe. Ich habe sie keinen Tag bereut.

Ich hoffe das es das war worüber Du diskutieren wolltest. Denn so ganz habe ich das nämlich nicht verstanden.

Angela
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mofamann
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Re: mal eine politische Frage

Ungelesener Beitragvon mofamann » 24.05.2016, 06:19

Hallo Angela 1968, die Frage die sich da stellt ist: Wie wäre dein Leben gelaufen, wie hättest du also entschieden, wenn es kein Hartz 4 und auch keine Sozialhilfe geben würde bzw. gegeben hätte. Und nicht nur du (als Einzelfall) sondern: Wie sähe das Leben allgemein aus? Wenn schon lange jede neue Beziehung mit hoher Wahrscheinlichkeit nach absehbarer Zeit wieder auseinander geht und das auch dann, wenn Kinder im Spiel sind, dann wird jeder Mann zweimal überlegen, ob er das Wagnis eingeht, mit jemanden Kinder haben zu wollen. Immerhin verliert er seine Kinder mit hoher Wahrscheinlichkeit, nämlich dann wenn die Mutter der gemeinsamen Kinder beschließt zu gehen oder ihn raus zu werfen. Er ist in diesem heute sehr wahrscheinlichen Fall machtlos. In einer Gesellschaft ohne Sozialhilfe und sgb2 wäre die trennungswahrscheinlichkeit sehr viel geringer. Denn da wäre die sich trennende Mutter mit ihren Kindern ein Versorgungsfall für das Umfeld, also Eltern, Geschwister, Freunde etc, die genau deswegen ein Interesse haben, dass die jungen Eltern sich nicht trennen, worauf sie auch drängen werden. Ich skizziere hier eine andere Gesellschaft. Eine mit weniger Staat, dafür mit mehr Familie. Gruß Uwe.
Emanzipation der Frau = kaum Kinder = Abschaffung der Familien = Hartz4 = Obermachos z.B. aus Nordafrika kommen = kinderlose Genderfrauen schuften wieder für Obermachos :D Wer hätte das gedacht, dass die Emanzipationsbewegung wegen der damit einher gehenden Verantwortungsscheuheit (kaum Kinder) wieder ein neues Machotum nach sich zieht?

Angela1968
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Re: mal eine politische Frage

Ungelesener Beitragvon Angela1968 » 24.05.2016, 07:04

Halo mofamann,

die Frage kann ich Dir leicht beantworten. Mir war schlicht weg egal wie das Geld hiess was ich gerade bezogen habe. Und Sozialhilfe habe ich sowieso nie bezogen. Wenn dann war es ALHI und die war zum Schluss so nierig das ich mich häte zwar ernähren konnte aber nur teilweise Miete zahlen und den Rest eben beim Vermieter abarbeiten. Ich habe damals zum Schluss eine ALHI von 450 Euro gehabt. Ich wusste damals nicht das ich unter Umständen hätte ergänzend Sozialhilfe bekommen können. Nur immer war ja bei mur die Schwierigkeit das meine Vermieterin gleichzeitig meine Mutter ist. Da weis ich nich wie das von der Sozialhilfebehörde damals gewertet worden wäre.

Erst als dann ALG II eingeführt wurde konnte ich meine Miete wieder vollständig bezahlen. Kam mir wie ein Krösus vor als ich dann 645 Euro im Monat hatte und dadurch das ich dann noch einen 1 Euro Job angenommen hae, waren es weitere 165 Euro. So das ich aufeinmal über 800 Euro zur Verfügung hatte. Ich brauchte nun nicht über die Abschaffung meines Autos nachzudenken.

Aber nicht das ALG II mich dazu geführt hätte nun auf der faulen Haut zu liegen. Hab ja trotzdem wieter nach Arbeit gesucht. Denn ich wollte ja von meinem Einkommen leben und nicth von Sozialleistungen.

Habs ja auch fast geschafft. Heute habe ich ein Nettoeinkommen von 785 Euro udn beziehe nur noch 245 Euro ALG II. Und da ich in der Pflegebranche arbeite wo es noch einen Extra Mindestlohn gibt, der auch jedes Jahr steigt, werde ich voraussichtlich in 5-7 Jahren ganz raus sein.

Also ich habe es damals als Kind und Jugendliche in der DDR so mitbekommen das man sich deshalb auf Kind und Familie konzentrieren konnte, weil die Arbeit gesichert war. Man musste nicht überlegen auf was man noch Aspruch hat wenn man keine Arbiet hat oder will. Obwohl sich ja viele auch Kinder anschaffen um eben nicht arbieten gehen zu müssen. Aber so lange ich mir nur Gedanken machen muss wie ich an Geld komme, sei es durch Arbeit oder Sozialeistungen kann man sich nach meiner Meinung eben nicht mehr so auf anderes konzentrieren.

Angela
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Re: mal eine politische Frage

Ungelesener Beitragvon mofamann » 24.05.2016, 07:25

Hallo Angela1968,

wenn du in der Pflege arbeitest und da Erfahrung hast, dann kann ich dir garantieren, dass du sofort auch einen Vollzeitjob bekommen kannst. Also ein Nettogehalt von mindestens 1300 Euro, selbst wenn du keine examinierte Kraft bist. Vielleicht müsstest du dazu umziehen, in eine Kleinstadt mit moderaten Mieten vielleicht. Es ginge aber auch eine große Metropole wie Berlin oder Hamburg. da sind die Mieten höher, dafür aber auch die Gehälter und die Auswahl an Arbeitgebern. Allerdings müsste deine Mutter sich in dem Fall einen neuen Mieter suchen. Vielleicht würde sie sich nicht freuen. dafür aber der Steuerzahler.

Wie gesagt: Es geht um das Große und Ganze und nicht um das "was wäre wenn" des Einzelfalls.

Auf meine Argumente für eine neue Gesellschaft (weniger Staat, dafür aber mehr Familie) bist du leider nicht eingegangen.

Beste Grüße

Mofamann
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Re: mal eine politische Frage

Ungelesener Beitragvon Uwe Kruppa » 24.05.2016, 08:29

Hallo "mofamann"...

Zuerst will ich auf deine Frage

mofamann hat geschrieben: Warum distanziert das Regelteam sich von meinem Text? Gibt es dafür Argumente?


antworten, in dem ich auf die Regeln des Forums hinweise. Siehe => app.php/rules#Regel-2k

Die in den Inhalten von Autoren enthaltenen Meinungen geben nicht die Meinung des Betreibers wieder. Die Beiträge drücken die Sicht des Autors aus, jedoch nicht zwangsläufig die Sicht dieses Diskussionsforums.Der Betreiber prüft nicht, ob die von Autoren gemachten Angaben korrekt sind. Der Betreiber haftet nicht für die Inhalte Dritter.


Im Übrigen war ausfolgenden Gründen dein Beitrag zu zulassen. Siehe => http://www.forum-sozialhilfe.de/about/m ... elfalt.htm

Die durch die offene Ausrichtung entstehende Meinungsvielfalt im Forum beinhaltet die Chance, durch einen gruppenübergreifenden Erfahrungsaustausch voneinander zu lernen und zu profitieren. Auch kritische Aussagen, die auch mal provokativ sein dürfen, sind daher durchaus zulässig.

Im Sinne der Meinungsvielfalt wird von den Diskutierenden also eine gewisse Grundtoleranz und Bereitschaft zur aktiven Auseinandersetzung verlangt. Diese Forderung ist sicher nicht leicht umzusetzen, besonders schwierig ist es dann, wenn Schwarz/Weiß-Denken (z.B. "Alle Hilfeempfänger/-innen sind faul", "Alle Sachbearbeiter/-innen halten Leistungen zurück") massiv und sehr provokativ eingebracht wird.


Soweit zur Handlungsweise des Regelteams.

Zur Sache:

Die von Dir aufgestellte These

mofamann hat geschrieben:…weniger Staat, dafür aber mehr Familie


Halte ich nicht nur falsch, sondern auch Grundgesetzwidrig. Nämlich aus folgenden Gründen:

Das Sozialstaatesgebot ist eines der grundlegenden Strukturprinzipien des deutschen Staats. Dies gilt sowohl in tatsächlicher wie in rechtlicher Hinsicht. Die tatsächliche Bedeutung des Sozialstaates lässt sich daran ermessen, dass die soziale Marktwirtschaft und mit ihr auch die Sozialstaatlichkeit der Bundesrepublik Deutschland über Jahrzehnte und bis zum heutigen Tag ein hohes Maß an Wohlstand für breite Kreise der Bevölkerung und sozialen Frieden gebracht haben. Ohne Übertreibung lässt sich feststellen, dass der Sozialstaat einen nicht unwesentlichen Teil der nationalen Identität Deutschlands ausmacht und für den sozialen Zusammenhalt und die innere Einheit Deutschlands von überragender Bedeutung ist. Rechtlich ist das Sozialstaatsgebot im Grundgesetz in mehreren Bestimmungen verankert: Die Bundesrepublik Deutschland ist nach Art. 20 Abs. 1 GG ein demokratischer und sozialer Rechtsstaat. Nach Art. 28 Abs. 1 GG muss auch die verfassungsmäßige Ordnung in den Ländern „den Grundsätzen des republikanischen, demokratischen und sozialen Rechtsstaates im Sinne dieses Grundgesetzes entsprechen“. Der Europa-Artikel 23 des Grundgesetzes schließlich ermächtigt die Bundesrepublik dazu, an der Entwicklung der Europäischen Union mitzuwirken, die (unter anderem) „demokratischen, rechtsstaatlichen, sozialen und föderativen Grundsätzen“ verpflichtet ist.

Das Grundgesetz sichert nur wenige soziale Grundrechte zu. Beispielsweise legt Art. 6 Abs. 4 fest: "Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft."

Mehrere Grundrechtsartikel fordern jedoch vom Staat soziales Handeln:
a) Aus der Verpflichtung der staatlichen Gewalt, die Menschenwürde zu achten und zu schützen (Art. 1), folgt, dass der Staat allen seinen Bürgern das materielle Existenzminimum sichern muss.
b) Die Gleichberechtigung von Mann und Frau und das Diskriminierungsverbot, also das Verbot, jemanden aus irgendwelchen Gründen zu benachteiligen (Art. 3 Abs. 2 und 3), verpflichten dazu, soziale Ungleichheiten zu beseitigen und für Gleichbehandlung, zum Beispiel am Arbeitsplatz, zu sorgen.
c) Der Schutz von Ehe und Familie (Art. 6) gibt dem Staat auf, die finanziellen Belastungen durch Kindergeld und Steuervergünstigungen zu erleichtern und Mütter durch Kündigungsschutz und Mutterschaftsgeld abzusichern.
d) Die Koalitionsfreiheit (Art. 9 Abs. 3) garantiert Arbeitnehmern, dass sie ihre Stellung im Arbeitsleben durch Bildung von Gewerkschaften verbessern können.
e) Die Sozialbindung des Eigentums (Art. 14 Abs. 2) ist ein Teil des Sozialstaatsgebots.

Soweit die rein rechtliche Betrachtung.

Gruß
Uwe Kruppa
Die von mir gemachten Äußerungen, Kommentare sowie eigene Beiträge spiegeln nur meine pers. Meinung wieder und stellen keine Rechtsberatung dar oder ersetzen eine solche. Ich beantworte Fragen nur auf Grundlage der gemachten Angaben. Das hinzufügen oder weglassen von Angaben können zu einer völlig anderen rechtlichen Einschätzung und Bewertung führen.

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Re: mal eine politische Frage

Ungelesener Beitragvon mofamann » 24.05.2016, 08:54

Hallo Herr Kruppka,

das Sozialstaatsgebot ist wichtig und wird von mir nicht angegriffen. Es geht hier um die Frage, ab wann der Sozialstaat sich eben geradezu familienfeindlich und damit nachwuchsfeindlich auswirkt, weil es unter Vortäuschung von Hilfebedürftigkeit zu viele Fälle von "Mitnahmen" gibt und weil jeder viel eher auf seine Angehörigen verzichten kann. Darauf bist du mit keinem Wort eingegangen.

Das BSHG gab es seit 1961. Den Artikel 20 schon vorher. Das Sozialstaatsprinzip ist auch gewährleistet, wenn Obdachlose weiterhin nach dem SOG des jeweiligen Bundeslandes in Unterkünften untergebracht werden (was manche Gemeinde übrigens mittlerweile anhand von Wartelisten verweigert, obwohl das gegen das Sozialstaatsgebot klar verstößt - und niemanden regt das auf) und wenn dort die Verpflegung in Naturalien läuft Tafeln haben dann eine höhere Bedeutung als heute, wo sie durch ihren vermeintlichen Hilfsdienst so manchen Regelsatz zu einem extra-Taschengeld machen. So läuft es in Amerika. Dort gibt es nur pro Leben 1 Jahr lang "Welfare".

Der von dir erwähnte Art.6 (4) ist übrigens interessant im Bezug auf die Gleichberechtigung, weil dort (also im Grundgesetz selbst) eben gegen den Gleichberechtigungsgrundsatz verstoßen wird. Nur die Mutter (Frau) verdient den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft. Der Vater (Mann) nicht! Keine für Gleichberechtigung engagierte Frau greift das an. Das geht einfach so durch. Stünde da, dass "jeder Vater" den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft verdient (und eben nicht jede Mutter), dann wäre aber was los. Oder?

Hier sieht man, wie sehr das alles noch immer wackelt und wie sehr es fortlaufend auf den Prüfstand gehört. Auch ist es nicht in Stein gemeißelt, dass das Verfassungsgericht bis in alle Ewigkeit daran fest hält, dass es zur Menschenwürde gehört, dem (vermeintlich) Hilfebedürftigen Geld in die Hand zu geben. Wir müssen darauf reagieren, wenn derartige Rechtssätze in der Lebenswirklichkeit Schäden erzeugt haben. Zumindest müssen wir fragen dürfen: "Gibt es Schäden, die sich in Zukunft dramatisch auswirken können"? Gravierende Versorgungsprobleme durch eine hoffnungslos überalterte Gesellschaft, dann in der Wirtschaftsflaute, bedeutet eine echte Gefahr, der man heute noch begegnen könnte.

Das Grundgesetz und die Urteile des Bundesverfassungsgericht sind jedenfalls nicht erfunden worden, um Diskussionen wie diese zu verhindern oder auszuschalten. Alles kann neu überprüft werden!

Viele Grüße

Mofamann
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Re: mal eine politische Frage

Ungelesener Beitragvon mofamann » 24.05.2016, 10:43

Und noch etwas, lieber Herr Kruppka. Lebenszufriedenheit und innerer Zusammenhalt in einer Gesellschaft sind wie der "soziale Frieden" höchst subjektiv. Wenn es sich um eine zusehens aussterbende Gesellschaft handelt, dann ist das mit zu berücksichtigen, denn Kontinuität ist ein objektiv fesstellbarer Indikator. Wer hat etwas davon, wenn eine Gesellschaft vor lauter allgemeiner Zufriedenheit ausstirbt und wenn sie auf diese Weise bald von denen ersetzt wird, denen man das Feld überließ? Gruß mofamann
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sallyX
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Re: mal eine politische Frage

Ungelesener Beitragvon sallyX » 24.05.2016, 12:08

Ich gehe jetzt mal davon aus, dass du mit gutem Beispiel voran gehst?

sally

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Re: mal eine politische Frage

Ungelesener Beitragvon mofamann » 24.05.2016, 13:25

Hallo SallyX, die gesellschaftlichen Umstände, die dazu führen, dass seit Generationen in Deutschland einheimische Familien es quasi eingestellt haben, Nachwuchs zu haben und entsprechend der hierzulande tradierten Werte und Normen aufzuziehen, wirken auch auf mich. Unter diesen lausigen Bedingungen werde auch ich keine weiteren Kinder haben wollen. Das ist es ja! Mein gutes Beispiel ist, dass ich aufzeige, was (noch) niemand sehen will. Ich bin kein Masochist, der Kinder in die Welt setzt, die dann spätestens in der Schule mit Billigung ihrer kinderlosen Lehrer und Lehrerinnen via Internet mit Porno - und Gewaltdarstellungen versorgt werden und die, wenn ich das nicht dulde, zur Strafe sozial isoliert leben müssen, weil alle ihre Altersgenossen das dürfen, weil deren Eltern es infolge der Ratschläge kinderloser "Experten" es nicht schlimm finden. Gruß mofamann
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Re: mal eine politische Frage

Ungelesener Beitragvon w12 » 24.05.2016, 13:28

Hallo

Wer einen Menschen verachtet, wird niemals etwas aus
ihm machen können. Nichts von dem, was wir im anderen
verachten, ist uns selbst ganz fremd. Wie oft erwarten wir
von anderen mehr, als wir selbst zu leisten willig sind. Warum
haben wir bisher vom Menschen, seiner Versuchlichkeit und
Schwäche so unnüchtern gedacht? Wir müssen lernen, die
Menschen weniger auf das, was sie tun und unterlassen, als auf
das, was sie erleiden, anzusehen. Das einzig fruchtbare Verhältnis
zu den Menschen – gerade zu den Schwachen – ist Liebe,
d. h. der Wille, mit ihnen Gemeinschaft zu halten.
Gott selbst
hat die Menschen nicht verachtet, sondern ist Mensch geworden
um der Menschen willen.
Es gibt aber auch eine aufrichtig gemeinte Menschenliebe, die
der Menschenverachtung gleich kommt. Sie beruht auf der
Beurteilung des Menschen nach den in ihm schlummernden
Werten, nach seiner tiefsten Gesundheit, Vernünftigkeit,
Güte. … Man liebt ein selbstgemachtes Bild des Menschen,
das kaum noch eine Ähnlichkeit mit der Wirklichkeit hat und
man verachtet damit schließlich doch wieder den wirklichen
Menschen, den Gott geliebt und dessen Wesen er angenommen
hat.

http://www.dietrich-bonhoeffer.net/zitat/id/591/
Gruß
w12
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