Wie schnell muss das Jobcenter Anträge bearbeiten/Anfragen beantworten?

Moderator: Regelteam

CuttySark
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Re: Wie schnell muss das Jobcenter Anträge bearbeiten/Anfragen beantworten?

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 20.05.2017, 14:06

Hallo Babbel,

wie sollte die späte Zahlung verhindern, dass Du dich bewerben kannst? Bewerben kannst Du dich ohne einen einzigen Cent auszugeben,
Vorstellungsgespräche könntest Du dann allerdings nicht führen. Ergo drehst Du den Spieß um und schreibst:

Liebe Sachbearbeiterin,
wie Sie wissen genieße ich mein Leben als Arbeitslose mit einem Regelsatz von 409 €. Davon habe ich bedingt durch langfristige Verträge
wie Privathaftpflicht-, Hausratversicherung, Strom und Tageszeitung bereits 100 € ausgegeben. Belege zu meinen Ausgaben anbei. Von den
restlichen 309 € muss ich mich Kleiden, Essen, Schuhe kaufen und Reparaturen bezahlen. Daher ist es mir nicht mehr möglich Fahrtkosten
zu den Arbeitgebern vorzufinanzieren, was Sie sicherlich sehr gut verstehen können.

Die letzten 3 Bewerbungen zahlten Sie nach Antragseingang am XXXXXXXX 6 Monate mit 400 € für die Fahrten. Belege anbei. Sie verstehen,
dass ich diese Praxis nicht weiter mitmachen kann. Bitte überweisen Sie zukünftig vor Antritt meiner Bewerbungsfahrt, ansonsten reise ich
erst, wenn das Geld auf meinem Konto ist.

Mit herzlichsten Grüßen
Babbel

Dann sitzt Du zuhause und harrst der Dinge die da kommen.

LG Babbel

Ps: Ich bin immer für die Kontaktaufnahme zu Caritas, Innere Mission, Beratungsstellen in freier Trägerschaft, SoVD und VDK. Aber bitte
schön, was sollen die "Berater" machen. Die zwischenmenschlichen Wege ssind da in meinen Augen angezeigter.
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Babbel
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Re: Wie schnell muss das Jobcenter Anträge bearbeiten/Anfragen beantworten?

Ungelesener Beitragvon Babbel » 21.05.2017, 18:04

Vielen Dank Heinrich und CuttySark für die Ratschläge.

Warum sich die AV so verhält ist mir selbst nicht ganz klar. Sie hat zwischen ihren Einschüchterungsversuchen/Drohungen den Satz eingeworfen, dass ihr Chef Erwartungen hätte -völlig ohne Zusammenhang.
Sie hat sich halt vor dem Gespräch schon gehörig was erlaubt. Hätte ich damals einen Zeugen gehabt und wäre ich zum Anwalt gegangen, wäre sie wohl ihren Job los und vielleicht Schlimmeres. Darüber hatte ich hinweg gesehen. Dann geschah das was ich in einem anderen Beitrag schrieb.

Ich vermute sie tut gerade alles, um von sich selbst jede Schuld abzuwenden und mich blöd dastehen zu lassen als arbeitsunwillig, um ihre eigenen Fehler zu vertuschen vor dem Chef.

@ CuttySark
Auf das fehlende Geld hatte ich bereits hingewiesen in einer der letzten Emails, als ich nach den Anträgen fragte. Ich erhielt keine Antwort.
Selbst wenn ich ihr das so schreibe, wie du rätst, erhalte ich vermutlich auch keine Antwort :/.
Vielleicht sollte ich mal nach den Gründen fragen, an welcher Stelle es hakt. Tatsächlich an der AV oder vielleicht an der Leistungsabteilung (was ich nicht glaube). Aber ich werde sicher keine Antwort erhalten .. :/.
Zuletzt geändert von Babbel am 21.05.2017, 18:05, insgesamt 2-mal geändert.

Babbel
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Re: Wie schnell muss das Jobcenter Anträge bearbeiten/Anfragen beantworten?

Ungelesener Beitragvon Babbel » 21.05.2017, 19:03

Sie hat schon das letzte Zimmer im obersten Stockwerke beziehen müssen und bekam Protokolle von Teambesprechungen aufgedrückt. Damit war sie sehr unzufrieden. Vielleicht gab es mit anderen schon Ärger vor mir.

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Re: Wie schnell muss das Jobcenter Anträge bearbeiten/Anfragen beantworten?

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 21.05.2017, 20:31

Hallo Babbel,

wir drehen uns im Kreis ohne voranzukommen. Kein Zeuge gleich keine Beweisführung gleich Anwalt, SoVD oder VDK
einschalten Quatsch. Ergo bleibt Dir nichts anderes über als meinem Rat zu folgen, den Brief zu schreiben und ihn per
Einschreiben versenden oder persönlich abgeben mit einer Eingangsbestätigung.

Bitte schreibe dann noch in den Brief: Ich warte 21 Tage auf Ihre Antwort auf meinen Brief. Sollte ich dann immer noch
keine Antwort von Ihnen erhalten haben wende ich mich mit den Ihnen zugesandten Beweismitteln an den Chef der Ar-
beitsverwaltung. Wie sie wissen sind diverse Briefe/Mails/Faxe von Ihnen nicht beantwortet worden. Kopien füge ich
meinem Schreiben bei.

Du musst dich nicht für dumm verkaufen lassen. Du hast die Nachweise komplett geführt und aus der Nummer kommt
die Sachbearbeiterin nicht raus.

LG Rolf
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Re: Wie schnell muss das Jobcenter Anträge bearbeiten/Anfragen beantworten?

Ungelesener Beitragvon Babbel » 22.05.2017, 17:24

Hm...das Caritas-Büro ist bis Ende des Monats eh geschlossen :(.
Mein Geld reicht diesen Monat nicht, um in die Stadt zu fahren, um dort Rat zu suchen, da ich noch ein Bewerbungscoaching haben werde und dieses weiter weg stattfindet.
Zu Essen und Trinken kann ich mir nichts mehr kaufen und ich habe kaum noch etwas daheim. Ab Übermorgen werde ich Leitungswasser trinken müssen. So knapp war es bei mir noch nie mit dem Geld. Diesen Zustand des Hungerns kenne ich zwar (jeden Monat dasselbe), allerdings kam ich bisher immer bis 3-4 Tage vor Monatsende damit klar .. danach gab es halt nur noch Nudeln mit allem was ich noch finden konnte vermischt.
Hab auf nichts mehr Bock, bin nicht einmal wütend. Hab einfach keine Lust mehr. Dann lass die Sachbearbeiterin mich erniedrigen...sich wehren kostet nur Nerven. Ein Beistand kostet auch wieder Geld, wenigstens die Fahrtkosten, und ob ich für jeden Termin eine Person finde, ist die nächste Frage.

Hartz4 ist unmenschlich.
Zuletzt geändert von Babbel am 22.05.2017, 17:32, insgesamt 3-mal geändert.

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Re: Wie schnell muss das Jobcenter Anträge bearbeiten/Anfragen beantworten?

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 22.05.2017, 20:30

Hallo Babbel,

eine beschissene Situation in der Du dich befindest. Das kann ich nachvollziehen. Aber es nutzt wenig den Kopf in den Sand zu stecken.
Jede/r Betroffene muss Wege für sich finden, wie er mit dem Regelsatz sein Überleben meistert, denn von 409 € kann kein Mensch auf
dauerhaft leben, wenn die Deutsche Gesellschaft für Ernährung 2008 in ihrer Studie veröffentlichte, dass 2008 für die vollwertige Er-
nährung eines Singles 260 € angesetzt werden müssen.

Solltest Du derzeit noch einen Rechtsanspruch auf Gelder des Jobcenters haben, so würde ich dort mit den Belegen auftauchen und das
Geld sofort auszahlen lassen.

Ansonsten kann ich Dir nur den Rat geben Eltern Freunde, Bekannte anzupumpen um die letzten 9 Tage zu "überstehen".

Daumen drück!!!
Rolf
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Re: Wie schnell muss das Jobcenter Anträge bearbeiten/Anfragen beantworten?

Ungelesener Beitragvon Babbel » 24.05.2017, 17:26

CuttySark, Heinrich und die anderen...

..tut mir leid, aber ich kenne mich wirklich nicht aus. Habe noch nie einen Rechtsanwalt gebraucht. Jetzt bin ich nervlich bald am Ende.

Wisst ihr, ob es die Möglichkeit gibt, einen Rechtsanwalt zu engagieren, der dann alles, alles, alles was vom Jobcenter kommt annimmt, sich durchliest und bearbeitet und der schaut, dass ich zuverlässig mein Geld erhalte? Einer der mir ALLES abnimmt. Ich will mich damit nicht mehr beschäftigen müssen und mich auf Bewerbungen konzentrieren können.

Diesen Gratis-Beratungsschein bekomme ich nur für einzelne konkrete Fälle, oder? Hätte aber gerne jemanden, der Monat für Monat den ganzen Müll macht.
Muss ich dann so eine Rechtsschutzversicherung abschließen oder wie ist das? Kann man sich das mit Hartz4 leisten?

Danke.
Babbel :(

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Re: Wie schnell muss das Jobcenter Anträge bearbeiten/Anfragen beantworten?

Ungelesener Beitragvon Angela1968 » 24.05.2017, 17:45

Hallo Babbel,

ein wenig musste ich lächeln, will mich auf Bewerbungen konzentrieren,aber nicht mehr den Schriftkram mit dem JC haben. Dann verzichte auf ALG II. Da hast Du keinen Schriftkram mehr mit dem JC zu bewältigen.

Dann könnte man sich noch einen staatlich bestelten Betreuer vom Betreuungsgericht "zuteilen" lassen. Aber da könnte es sein das Du für einen Betreuer zu gesund bist.

Man könnte sich aber auch vom üppigen ALG II ein(e)n Privatsekretär (in) leisten.

Aber im Ernst, frage mal die Caritas Beratungsstelle ob sie Dir helfend unter die Arme greifen können/wollen.

Angela
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Babbel
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Re: Wie schnell muss das Jobcenter Anträge bearbeiten/Anfragen beantworten?

Ungelesener Beitragvon Babbel » 24.05.2017, 17:51

Wenn du wüsstest, was ich schon alles bekommen habe vom Jobcenter, Angela.
Ein Mal hat das zwei Jahre gedauert und trotz Anwalt, Notar und Sparkasse hatte ich nur Bauchschmerzen.
Einer Verwandten hat man die private Rente aufgelöst und wie sich in einem späteren Urteil einer anderen Klägerin herausstellte war das nicht rechtens. Meine Verwandte und Schwerbehinderte musste diesen Mini-Betrag aufbrauchen. Ihr hat man als Hartz4-Empfänger einen Jungspund-Anwalt hingesetzt, weil freie Wahl hat man kaum. Man nimmt den Schein, geht irgendwohin und hat Pech oder Glück. Meist Pech, weil ein erfahrener Anwalt gibt's sich mit dem kleinen Verdienst kaum ab.
Zuletzt geändert von Babbel am 24.05.2017, 17:57, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Wie schnell muss das Jobcenter Anträge bearbeiten/Anfragen beantworten?

Ungelesener Beitragvon Angela1968 » 24.05.2017, 18:05

Hallo Babbel,

ich gehe "nebenbei" noch arbeiten und muss mich noch mit Mitwirkungsschreiben, unterstellenden Schreiben das ich mit meiner Vermieterin in einer HG lebe und Unterstellungen das ich angeblich zu viel Vermögenhabe weil ALG II und mein Arbeiseinkommen sowohl als Vermögen und Einkommen gerechnet werden herumschlagen und diese entsprechend beantworten. Dazu muss ich immer noch 2X im Jahr meinen WBA stellen und wenn ich den richtig ausfülle kommen noch zig Nachfordeungen von Nachweisen die seit Jahren schon vorliegen.

Dann habe ich etliche Ärzte denen ich alle 3 Monate meine Aufwartung machen muss. Dann geht es im Moment meiner Mutter nicht allzu gut und ich muss einige ihere Aufgaben mit übernehmen. Ich staune auch immer wieder das ich das alles unter einem Hut bringe und bewältige.

Angela
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