Wie schnell muss das Jobcenter Anträge bearbeiten/Anfragen beantworten?

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Babbel
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Wie schnell muss das Jobcenter Anträge bearbeiten/Anfragen beantworten?

Ungelesener Beitragvon Babbel » 19.05.2017, 02:51

Hallo,

nachdem eigentlich ich allen Grund habe zum Anwalt zu gehen (das letzte Gespräch mit der AV glich einer Einschüchterung/Bedrohung) wegen diverser Dinge, die sie verzapft hat, scheint mich meine AV nun mit verzögerten Überweisungen ärgern zu wollen. Meine AV hat sich völlig unverschämt verhalten und scheint mich nun schikanieren zu wollen.

Anträge die vorher in zwei bis drei Wochen bearbeitet gewesen sind (Fahrtkosten, etc.), erhalte ich nun erst nach etwa 3 Monaten überwiesen (das nicht überwiesene Geld summiert sich und fehlt mir Monat für Monat). Ich muss aber immer wieder nachfragen, wann ich das Geld erhalten werde.

Auf Emails erhalte ich keine Antwort mehr (trotz mehrmaliger Nachfrage) oder sehr, sehr verspätet. Dann sehr kurz und ohne Inhalt bzw. ohne Beantwortung meines Anliegens. Auch hier war das Verhalten der AV zuvor anders und ich bekam früher immer sofort eine Antwort.

Welche Rechte habe ich als ALG II-Bezieher was Fristen der Zahlungen angeht und Reaktion auf Emails bei Anfragen?

Danke
Babbel
Zuletzt geändert von Babbel am 19.05.2017, 02:56, insgesamt 6-mal geändert.

CuttySark
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Re: Wie schnell muss das Jobcenter Anträge bearbeiten/Anfragen beantworten?

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 19.05.2017, 05:13

Moin, Moin Babbel,

wie hat dich denn der Mitarbeiter eingeschüchtert und bedroht und wer war Zeuge dieses Vorgangs und hat ihn
möglicherweise auf Video festgehalten, was zwar verboten wäre aber gern praktiziert wird, und was hat dich
letztendlich davon abgehalten dies nicht zu tun? Vermutlich waren es Sachgründe, die dich davon abhielten, denn
wie wolltest Du die Vorgänge beweisen, wenn nur 2 Leute bei einer Besprechung anwesend sind.

Bitte lies die Stellungnahme der Anwaltskanzlei selber:

http://anwalt-renner.de/?p=95

Liebe Grüße
Rolf
Zuletzt geändert von CuttySark am 19.05.2017, 05:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Heinrich
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Re: Wie schnell muss das Jobcenter Anträge bearbeiten/Anfragen beantworten?

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 19.05.2017, 06:49

Hallo Babbel,

ich würde zunächst versuchen, mit dem/der TeamleiterIn zu sprechen, also dem/der Vorgesetzen des AV. Vielleicht bringt's was. Ggf. eine schriftliche Beschwerde einreichen.

H.
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Babbel
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Re: Wie schnell muss das Jobcenter Anträge bearbeiten/Anfragen beantworten?

Ungelesener Beitragvon Babbel » 19.05.2017, 06:54

Hallo Rolf,

beweisen kann kaum etwas, außer den Emails und den Überweisungen, die plötzlich nicht mehr beantwortet/bearbeitet werden.
Zu den Einschüchterungen/Drohungen möchte ich mich momentan nicht näher äußern (möchte meine Anonymität wahren). Nur so viel, dass es eindeutig war und ich kann sagen "unter aller Sau".

Dein Link sagt mir eigentlich nur, dass ich machtlos ausgeliefert bin. Versuch mal einen guten Anwalt als ALG2-Empfänger zu bekommen.
Aber es kann doch nicht sein, dass sie sich plötzlich völlig anders verhalten darf, es sei denn der Teamleiter oder Chef ist damit einverstanden. Ist das die übliche Vorgehensweise die Leute rauszumobben oder müssen die Statistiken vor den Wahlen noch schnell aufgehübscht werden?

Ich frage mich selbst gerade was da abgeht. Ich schreibe meine Bewerbungen, mache Maßnahmen und Coachings mit, gebe alles zuverlässig ab, bemühe selbst um Weiterbildungen, bewerbe mich selbst auf niedrigste Jobs, frage was ich noch tun kann...


Grüße
Babbel

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Re: Wie schnell muss das Jobcenter Anträge bearbeiten/Anfragen beantworten?

Ungelesener Beitragvon Babbel » 19.05.2017, 07:02

Hallo Heinrich,

habe mich schon an eine "Vertrauensperson" gewandt vom Jobcenter wegen des Gesprächs. Diese meinte sie klärt das mit dieser Dame. An den Teamleiter habe ich mich bisher nicht getraut, weil ich für das Gespräch keine Beweise habe, aber hätte es trotzdem fast getan und ehrlich gesagt dachte ich bisher immer, dass man doch mit allen reden und so Dinge klären kann, es sich also wieder legt (habe bei AA angerufen, welche Ansprechpersonen es da gibt; die haben mich ans JC verwiesen). Nun kommen aber noch die verzögerten Zahlungen und die Emails hinzu und ich überlege wieder, ob ich zum Teamleiter soll. Meine Bedenken sind nur, dass es danach nur schlimmer wird und das übliche Taktik vom JC ist.

Grüße
Babbel
Zuletzt geändert von Babbel am 19.05.2017, 07:13, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Wie schnell muss das Jobcenter Anträge bearbeiten/Anfragen beantworten?

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 19.05.2017, 07:13

Hallo Babbel,

Du solltest Dich vielleicht an eine Beratungsstelle vor Ort wenden. Gibt es bei Euch eine Arbeitsloseninitiative oder sowas? Evtl. kommen auch VdK oder SoVD in Frage. Man muß allerdings je Mitglied sein meines Wissens nach.

Betreffs der Beweisbarkeit: wenn Du mit jemandem über die Sache sprichst, dann betone ggf. daß Du auf Deine Aussagen jederzeit eine Eidesstattliche Erklärung abgeben würdest. Natürlich mußt Du auch tatsächlich bereit dazu sein, und Deine Angaben darin müssen der Wahrheit entsprechen.

Ich glaube nicht, daß es dazu kommt, aber die Bereitschaft dazu zu signalisieren kann die eigene Glaubwürdigkeit steigern.

Viel Erfolg

H.
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Re: Wie schnell muss das Jobcenter Anträge bearbeiten/Anfragen beantworten?

Ungelesener Beitragvon Babbel » 19.05.2017, 07:17

Hallo Heinrich,

da bin ich gerade dabei mich mit zu befassen. Ich wollte nächste Woche mal zur Caritas schauen. Allerdings weiß ich nicht wie hilfreich diese Institution in solchen Angelegenheiten berät.
Der Vertrauensperson habe ich bereits eine Art Gedächtnisprotokoll gegeben und das im Gespräch nochmal bekräftigt.

Danke und Grüße
Babbel

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Re: Wie schnell muss das Jobcenter Anträge bearbeiten/Anfragen beantworten?

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 20.05.2017, 05:35

Moin, Moin Babbel,

das verstehe ich ehrlich gesagt nicht, was Du meinst mit Anonymität wahren meinst. Hier bist Du anonym und kannst dich "auskotzen".
Wenn nicht hier, wo dann sonst? Du hast meine Frage aber nicht beantwortet. Wer war Zeuge des Gespräches und kann den Sachverhalt
bestätigen? Niemand? Dann vergiss die Sache, weil völlig aussichtslos.

Wenn Du aber Zeit im Übermaß hast, dann könntest Du wirklich den von Heinrich aufgezeigten Weg gehen, der Dir frische Luft und Zu-
satzbewegung und weniger Geld im Portemonnaie verschafft. Die Mitgliedschaft im SoVD und VDK, die beide ihr Handwerk verstehen,
kostet 6 € im Monat ein Beratungsschein kostet ca. 10 € und erreichen kannst Du nichts.

Bitte überlege vorher worauf Du dich einlassen willst.

LG Rolf
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Re: Wie schnell muss das Jobcenter Anträge bearbeiten/Anfragen beantworten?

Ungelesener Beitragvon Babbel » 20.05.2017, 09:30

Es kann doch aber nicht sein, dass ein SB 6 Monate Zeit hat, um Gelder zu überweisen für Hilfsbedürftige.
Das verhindert ja, dass ich mich weiter weg bewerben kann. Angenommen ich fahre zu einem Bewerbungsgespräch 600km weit weg. Ich denke ihr wisst, wie viel die DB verlangt für ein Ticket, Und das soll man vom Regelsatz zahlen und 6 Monate darauf warten müssen?
Ich habe öfter Gespräche, die weiter weg sind und mit den bisherigen 3 Wochen Bearbeitungszeit kam ich gerade noch so klar. Das ist allerdings auch schon grenzwertig, weil ich das schon lange so mitmache und durch diese ständigen Fahrtkosten zu Maßnahmen und Gesprächen am Ende des Monats nicht mehr weiß wovon ich mich noch ernähren soll.

Wenn sie sich nun immer Monate Zeit lässt, kann ich mich nur noch im direkten Umkreis bewerben. Das Mindert doch meine Chancen bei der Stellensuche.

Heinrich
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Re: Wie schnell muss das Jobcenter Anträge bearbeiten/Anfragen beantworten?

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 20.05.2017, 12:05

Hallo Babbel,

die 6 Monate sind m.W.n. die Frist, die das JC zum Bearbeiten von Erst- bzw. von Fortzahlungsanträgen einhalten muß. Ob es auch Vorgaben für die Maximaldauer von Fahrtkostenerstattungen oder Ähnlichem gibt, ist mir nicht bekannt.

Da Du jedoch schon eine 'Vertrauensperson' hast, bist Du evtl. schon auf dem richtigen Weg. Der Gang zur Caritas kann sicherlich nicht schaden. Ob die Caritas oder eine andere Organisation Dir helfen kann, weiß ich nicht. Aber Probieren geht bekanntermaßen über Studieren.

Ich habe den Eindruck, daß Deine Sachbearbeiterin Dich schlichtweg ärgern will. Warum das geschieht, kann ich nicht sagen.

In jedem Fall aber tust Du meiner Meinung nach gut daran, wenn Du Dir von einer Dritten Partei helfen läßt. Vielleicht kann diese quasi als VermittlerIn fungieren.

Wer diese dritte Partei ist, ist letztlich wurscht. Allerdings sollte sie fachkundig sein = sich mit der Materie Hartz IV auskennen.

Hilfreich wäre es vielleicht auch für Dich, wenn Du künftig nicht mehr alleine zu Terminen mit dem/der SB hingehst.

H.
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