Versicherungsschutz bei ALG II

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Grumpy
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Versicherungsschutz bei ALG II

Ungelesener Beitragvon Grumpy » 18.09.2018, 14:16

Hallo!

Ist das Jobcenter eigentlich verpflichtet, fortlaufenden Versicherungsschutz (Krankenkasse) zu
gewähren? Ich meine, wie verhält es sich eigentlich, wenn das Jobcenter unrechtmäßig
Leistungen für eine gewisse Zeit komplett versagt, und dann auch keine Beiträge an die Krankenkasse
mehr gezahlt werden?
Umgekehrt habe ich schon gehört, wenn der Fehler beim Bezieher von ALG II liegt (-> Sanktions-
grund) hat man selber das Problem.

MfG

w12
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Re: Versicherungsschutz bei ALG II

Ungelesener Beitragvon w12 » 18.09.2018, 15:15

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Grumpy
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Re: Versicherungsschutz bei ALG II

Ungelesener Beitragvon Grumpy » 18.09.2018, 18:28

Puh, und wo darf ich da genau schauen? Das sind ja über dreißig Seiten.

MfG

w12
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Re: Versicherungsschutz bei ALG II

Ungelesener Beitragvon w12 » 18.09.2018, 20:32

Hallo Grumpy

Ab 1.3

z.B. weitere Leistung bei Sanktion, wenn Sachleistungen erbracht werden (siehe aber auch Sachleistungen, die keine Versicherung begründen), vorläufige Einstellung.
Zuschuss, wenn nur durch die KV Beiträge Hilfsbedürftigkeit vorliegt.

Gruß
w12
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Heinrich
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Re: Versicherungsschutz bei ALG II

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 19.09.2018, 06:42

Hallo Grumpy,

Grumpy hat geschrieben:wenn das Jobcenter unrechtmäßig
Leistungen für eine gewisse Zeit komplett versagt, und dann auch keine Beiträge an die Krankenkasse
mehr gezahlt werden?

wenn Du eine Zeit lang gar nichts vcon denen kriegst, dann bist Du m.M.n. so lange auch nicht krankenversichert.

Wenn Du jedoch gegen die unrechtmäßige Leistungsversagung vorgehst und das nachweisen kannst, dann würde ich mich damit an die KK wenden.

Spätestens, wenn das JC die Leistungen wieder (rückwirkend) aufnimmt, sollte sich das Problem lösen.

H.
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Re: Versicherungsschutz bei ALG II

Ungelesener Beitragvon Angela1968 » 19.09.2018, 18:23

Gallo grumpy,

reden wir hier über eine echtte (angeblich zu unrecht erlassene) Sanktion oder planst Du schon gegen Deine Pflichten zu verstossen und möchtest abklopfen was dann passiert?

Also habe ich eine nach meiner Meinung zu unrecht erhaltene Sanktion bekommenm, sollte man auf jeden Fall sofort Widerspruch einlegen. Du müsstest ja auch einen Anhörungsbogen erhalten haben und konntest die Sicht Deiner Dinge schon darlegen.

Wenn ich das alles gemacht hast, erst dann musst Du Dir über das andere den Kopf zerbrechen falls man Deiner Argumentation nicht folgen will bzw. kann.

In meinen Augen hat jemand der nicht erst über Widerspruch und Co. nachdenkt, schon zugegebnen das der Santionsgrund stimmt.

Angela
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Re: Versicherungsschutz bei ALG II

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 20.09.2018, 14:35

Hallo Angie,

gute Argumentation.

LG Rolf
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Re: Versicherungsschutz bei ALG II

Ungelesener Beitragvon Grumpy » 21.09.2018, 13:31

Hallo!
Also ich bin nicht sanktioniert worden, sondern bei mir wurden die Leistungen eine Zeitlang
"ruhend" gestellt, weil man Vermögen vermutete. Zu Unrecht allerdings!
Es ergab sich hieraus eine Zahlungslücke, auch gegenüber meiner Krankenkasse.
Ein Widerspruch erfolgte, dieser wurde allerdings abgeschmettert, so daß
die Zahlungslücke also weiterhin besteht
Mit meiner Krankenkasse habe ich versucht darüber zu sprechen, diese wollte mir
aber nicht helfen. Vielleicht noch einmal ein Versuch starten, oder habe ich hier Heinrich
falsch verstanden?

Gruß
Zuletzt geändert von Grumpy am 21.09.2018, 13:33, insgesamt 1-mal geändert.

Herr Larsson
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Re: Versicherungsschutz bei ALG II

Ungelesener Beitragvon Herr Larsson » 21.09.2018, 13:54

Grumpy hat geschrieben:Hallo!
Also ich bin nicht sanktioniert worden, sondern bei mir wurden die Leistungen eine Zeitlang
"ruhend" gestellt, weil man Vermögen vermutete. Zu Unrecht allerdings!
Es ergab sich hieraus eine Zahlungslücke, auch gegenüber meiner Krankenkasse.
Ein Widerspruch erfolgte, dieser wurde allerdings abgeschmettert, so daß
die Zahlungslücke also weiterhin besteht
Mit meiner Krankenkasse habe ich versucht darüber zu sprechen, diese wollte mir
aber nicht helfen. Vielleicht noch einmal ein Versuch starten, oder habe ich hier Heinrich
falsch verstanden?

Gruß

Also wenn dein Bezug eingestlellt wurde, weil du angeblich Vermögen besitzt, du aber nachweisen konntest, dass dem nicht so ist, dann müsstet du ja für besagten Zeitraum eine rückwirkende Zahlung erhalten haben und somit müsste das JC auch die ausstehenden KK Beiträge rückwirkend begleichen.
Wenn dein Widerspruch gegen die vorrübergehende Bezugseinstellung abgeschmettert wurde, dann konntest du wohl nicht nachweisen, dass du nicht vermögend warst. Dann must du schauen, wie du die ausstehenden KK Beiträge selbst bezahlst.

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Re: Versicherungsschutz bei ALG II

Ungelesener Beitragvon Angela1968 » 22.09.2018, 13:20

Hallo Gumpy,

auch mir unterstellte man nach der Bewilligung obwohl ich alles angegeben habe das ich über der Vermögensfreigrenze liegen sollte. Ich schaltete damals eine RA´tin ein und bekam dann am Ende eine detailierte Aufstellung warum, weshalb, wieso ich zu viel Vernögen haben sollte. Meine Ra´tin und ich haben dann beraten ob es Zweck hat und ich willens bin noch vor Gericht zu gehen oder das auf sich beruihen zu lassen, das ich nur über die Vermögensgrenze kam, weil Arbeitseinkommen und aufstockendes ALG II als Einkommen und Vermögen angerechnet wurden. Wir sind nicht vor Gericht gezogen, aber ich berücksichtige nun diese Anrechnungsweise.

Gut, das war meine Entscheidung. Wenn Du aber mit der Entscheidung des JC nicht zufrieden bist/warst, der Gerichtsweg hätte Dir dioch auch offengestandsen.

Tja, so musst Du mit der Entscheidung des JC und auch Deiner leben und für DEine KK Beiträge selbst aufkommen.

Schade das ich nicht weis wie lange Dein Nichtbezug schon andauert.Evtl. liegst Du ja inzwischen durch Dein Nichtbezug unter der Vemögenfreigrenze. Aber das knnst Du nur durch einen erneuten Antrag rausfubden

Angela
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