Bevorstehende Kündigung - Aufhebungsvertrag - Abfindung

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CuttySark
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Bevorstehende Kündigung - Aufhebungsvertrag - Abfindung

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 31.08.2019, 07:45

Moin, Moin,

ich wende mich heute an Euch, weil eine liebe Freundin von mir am Freitag 30. August die Kündigung erhielt, die Sie noch nicht unterschrieben hat.

Sachverhalt:
Arbeitnehmerin geboren am 09. Januar 1962 - 57 Jahre alt - Betriebseintritt 16. Februar 2016 - Kündigung am 30. August 2019 durch Aufhebungsvertrag zum 31. Dezember 2019, den sie noch nicht unterschrieben hat.

Hintergrund:
Filialbetrieb mit 3 Filialen der Spielzeug und Gartenmöbel verkauft. Die Filiale in Gütersloh, in der Sie arbeitet, wird/wurde mit dem Betriebsteil Gartenmöbel, auf den Ihr Anstellungsvertrag läuft, am 31. August 2019 wegen Auslauf des Pachtvertrages geschlossen. Die Zentrale ist in Lippstadt, der Arbeitsvertrag läuft auf die Zentrale in Lippstadt mit Beschäftigungsort Filiale Gütersloh.Die Filialen Lippstadt und Paderborn bestehen weiterhin. Die Filiale Lippstadt sucht derzeit Mitarbeiter, die aber auch schwere Lasten (Granitständer für Sonnenschirme 90 kg) schleppen müssen., was sie nicht kann. Sie ist nur bis 25 kg belastbar.

Frage an Euch:
Was soll ich ihr raten? Kündigungsschutzklage mit Abfindung oder die Kündigung akzeptieren und unterschreiben?

Liebe Grüße
Rolf
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Ghostwriter
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Re: Bevorstehende Kündigung - Aufhebungsvertrag - Abfindung

Ungelesener Beitragvon Ghostwriter » 31.08.2019, 16:42

Guten Tag Cutty Sark,

Deine Bekannte sollte auf jeden Fall innerhalb von 3 Wochen (Frist!) Kündigungsschutzklage einreichen!

Üblicherweise muss der Betrieb ihr einen freien Arbeitsplatz in den anderen Filialen anbieten. Unabhängig der Tatsache .......

CuttySark hat geschrieben:die aber auch schwere Lasten (Granitständer für Sonnenschirme 90 kg) schleppen müssen.


Kein Mitarbeiter kann gezwungen werden, etwas zu heben oder zu schleppen, was die eigene Gesundheit gefährdet, nennt sich Arbeitgeberfürsorge!

Gruß Ghostwriter

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Re: Bevorstehende Kündigung - Aufhebungsvertrag - Abfindung

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 31.08.2019, 17:25

Moin Ghostwriter,

erst einmal herzlichen Dank für Deinen Beitrag. dröseln wir das einmal auf:

1) Kündigungsschutzklage 3 Wochen - hast Du völlig recht - basiert auf § 4 Kündigungsschutzgesetz
2) Das ist mir von der Logik her klar oder zumindest nachvollziehbar.
3) Ihr muss ein Arbeitsplatz in einer anderen Filiale angeboten werden. Das sehe ich ebenso.

Liebe Grüße
Rolf

Wie siehst Du das mit der Abfindung, wenn Sie die Kündigung akzeptieren würde?
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Re: Bevorstehende Kündigung - Aufhebungsvertrag - Abfindung

Ungelesener Beitragvon Ghostwriter » 01.09.2019, 07:27

Guten Morgen Cutty Sark,

CuttySark hat geschrieben:Wie siehst Du das mit der Abfindung, wenn Sie die Kündigung akzeptieren würde?


Eine ganz, ganz schlechte Wahl!

1. Abfindung klingt gut, aber der Verlust des Arbeitsplatzes wiegt es nicht auf.
2. Mögliche Anrechnung auf ALG I / ALG II
3. Mögliche Sperrzeit???

4. Wie stehen wohl die Chancen einer 57-jährigen auf einen neuen Arbeitsplatz auf den 1. Arbeitsmarkt?

Gruß Ghostwriter

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Re: Bevorstehende Kündigung - Aufhebungsvertrag - Abfindung

Ungelesener Beitragvon Ghostwriter » 01.09.2019, 08:15

Ergänzung zu meinem letzten Beitrag:

Da hier nur eine 3-jährigen Betriebszugehörigkeit vorliegt, wird die Abfindung (heutzutage 1/2 Monatsgehalt x Betriebszugehörigkeit in Jahren) nicht hoch ausfallen, also max. 1,5 - 2 Monatsgehälter brutto.

Gruß GW

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Re: Bevorstehende Kündigung - Aufhebungsvertrag - Abfindung

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 01.09.2019, 15:26

Moin Ghostwriter,

vom Ansatz her völlig brechtigt. 0,5 Gehälter pro Beschäftigungsjahr also genau, wie Du schreibst 1,5 bis 2 Monatsgehälter. Ich pokere mit 3 Monatsgehältern aus folgendem Grund. Filialbetrieb, wo Sie in den beiden Filialen Lippstadt und Paderborn eingesetzt werden könnte, was Sie auch
machen würde. Zumindest würde ich mir zutrauen, die Kündigung um weitere 3 Monate nach hinten rauszuzögern, was dem Betrieb Kosten verursachen würde. Am 9. Januar würde Sie 58 Jahre alt werden und käme n die Förderung, wie ich es gerade für eine Mitbewohnerin im Haus erreicht habe.

Einen neuen Arbeitsplatz für Januar, Februar oder März 2020 hätte ich für Sie schon. Lach!

Liebe Grüße und nochmls Danke!
Rolf
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Re: Bevorstehende Kündigung - Aufhebungsvertrag - Abfindung

Ungelesener Beitragvon Ghostwriter » 02.09.2019, 07:17

Morgen Cutty Sark,

was fragst du hier eigentlich an, wenn der Weg von dir schon vorgeplant ist? Habe das Gefühl, deine Bekannte hat dabei "nix mehr zu melden"!

....und um was für ´ne Förderung geht es ab Ü58?

----------------Alles rein rhetorisch --------------------

CuttySark hat geschrieben:die Kündigung um weitere 3 Monate nach hinten rauszuzögern


Wenn deine Bekannte Kündigungsschutzklage einreicht, ist die Kündigung "vom Tisch". Einsatz in einer der beiden Filialen und alles geht seinen Weg. Da braucht man nix ...rauszögern!!!

GW
(Ich bin mit diesem Thema (kopfschüttel) jetzt durch)

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Re: Bevorstehende Kündigung - Aufhebungsvertrag - Abfindung

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 02.09.2019, 12:01

Moin Ghostwriter,

da Du mit dem Thema durch bist, brauche ich mich logischerweise nicht mehr zu artikulieren.

Liebe Grüße
Rolf
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