Verweis auf VDK, Caritas etc.

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Ghostwriter
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Re: "Eingliederungshilfe" nach §53 SGB XII

Ungelesener Beitragvon Ghostwriter » 28.10.2018, 07:11

@ Cutty Sark,

allmählich drängt sich mir der Verdacht auf, das du "auf Teufel komm´ raus" Mitglieder-WERBUNG für den VdK und SoVD machst. Fast in jeder Antwort von dir ist zu lesen, doch diesen Vereinen / Verbänden beizutreten, weil man ja der Mitgliedsbeitrag erstattet wird. Ist das vielleicht eine deiner regelmäßigen "Einnahmequellen"? ....von denen du in anderen Antworten sprichst?

Was soll das?

Der Mitgliedsbeitrag fließt nur in besonderen Umständen in den Leistungskatalog mit ein und ist KEINE Selbstverständlichkeit, noch sind die Jobcenter (SGB II) und die Sozialämter (SGB XII) rechtlich dazu verpflichtet, die Kosten der Mitgliedschaft zu übernehmen.

Gruß GW

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Re: "Eingliederungshilfe" nach §53 SGB XII

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 28.10.2018, 07:53

Hallo Ghostwriter,

erschwerend kommt hinzu, daß vor einiger Zeit ein User auf Anraten des "CuttySark" bei einem dieser beiden Verbände nachgefragt hat wg. einer Mitgliedschaft und danach hier im Forum schrieb, daß man dort eine Anmeldegbühr von - wenn ich mich richtig erinnere - 100 € erhob. Ob sich diese Gebühr nur auf einen Ortsverband bezog oder ob das generell bei diesem beiden Verbänden so üblich ist, ist mir nicht bekannt. Nichtsdestotrotz ist eine derart saftige Anmeldegbühr für einen Sozialverband alles andere als sozial.

H.
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Re: "Eingliederungshilfe" nach §53 SGB XII

Ungelesener Beitragvon Uwe Kruppa » 28.10.2018, 09:22

Hallo @ Ghostwriter, @ Heinrich

1.) Bitte schreibt so etwas im "Forum zum Forum"
2.) Es ist dem Betreffenden von unserer Seite aus nicht verboten auf die Angebote des VdK und SoVD aufmerksam zu machen. Genauso wenig ist es verboten den Ratsuchenden auf eine Rechtsberatung durch einen Anwalt oder Beratung vor Ort (Caritas, usw...) hinzuweisen.

Wie stellt ihr euch die Alternativen vor? Schreibt es doch bitte einmal in das "Forum zum Forum", dann können wir es dort gerne diskutieren und vielleicht bessere Möglichkeiten finden.

@ Heinrich
Heinrich hat geschrieben:erschwerend kommt hinzu...


Selbstverständlich haben wir das auch gelesen und uns, auch so nebenbei, darum gekümmert. Der User hatte es verwechselt, denn der sovd verlangt, neben den normalen Mitgliedsgebühren, für bestimmte Tätigkeiten eine Selbstbeteiligung, in diesem Fall war es die Selbstbeteiligung für ein Klageverfahren 1. Instanz (https://www.sovd.de/fileadmin/downloads ... rdnung.pdf).

Freundliche Grüße
Uwe Kruppa
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Re: "Eingliederungshilfe" nach §53 SGB XII

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 28.10.2018, 10:34

Moin, Moin Ghostwriter,

Du schreibst:

<allmählich drängt sich mir der Verdacht auf, das du "auf Teufel komm´ raus" Mitglieder-WERBUNG für den VdK und SoVD machst. Fast in jeder Antwort von dir ist zu lesen, doch diesen Vereinen / Verbänden beizutreten, weil man ja der Mitgliedsbeitrag erstattet wird. Ist das vielleicht eine deiner regelmäßigen "Einnahmequellen"? ....von denen du in anderen Antworten sprichst?>

Wenn du mir Tipps geben könntest, wie ich aus meinen Empfehlungen für SoVD und VDK Einkommen generieren könnte, so wäre ich dir sehr dankbar. Natürlich gelingt dir das aber nicht, somit ist dein Kommentar in meinen Augen NONSENS.

<Was soll das?>

Ich halte beide Verbände für vorteilhaft, wenn sich ein Bedürftiger gegen Unrecht wehren will. Wen könnte ich deiner Meinung nach noch empfehlen? Welche Organisation wird von mir benachteiligt? Bin dir im Interesse aller „Wehrhaften“ dankbar besser die Palette zu vergrößern.

<Der Mitgliedsbeitrag fließt nur in besonderen Umständen in den Leistungskatalog mit ein und ist KEINE Selbstverständlichkeit, noch sind die Jobcenter (SGB II) und die Sozialämter (SGB XII) rechtlich dazu verpflichtet, die Kosten der Mitgliedschaft zu übernehmen.>

Ich habe nie behauptet, dass die Kosten direkt übernommen werden. Sie werden aber unter der Position „EINZUSETZENDES EINKOMMEN“ vom Einkommen abgesetzt, genau wie mein Gewerkschaftsbeitrag, die Haftpflicht-, die Hausratversicherung und erhöhen auf diesem Weg die Zahlung des Amtes.

Dadurch hat das Mitglied KEINE KOSTENBETEILIGUNG, also Mitgliedsbeitrag aus eigener Tasche 0,00 €.

Liebe Grüße
Rolf
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Re: "Eingliederungshilfe" nach §53 SGB XII

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 28.10.2018, 10:51

Moin, Moin Heinrich,


wenn etwas von Dir wiedergegeben wird, solltest Du den Sachverhalt belegen und prüfen. Da Du Dich scheinbar aber darum nicht kümmerst, habe ich Dir auch die Beitragstabelle eingestellt. Weder SoVD noch VDK haben eine Aufnahmegebühr, wohl aber eine Kostenbeteiligung bei Gerichtsverfahren. Ich habe nun diese Kostenordnung für den SoVD herausgesucht:

https://www.sovd-nds.de/fileadmin/downl ... rdnung.pdf

https://www.sovd.de/fileadmin/downloads ... rdnung.pdf

Ich klage derzeit gegen den Kreis wegen einer beabsichtigten Anrechnung von Lebensmittelkosten während meiner Krankenhausaufenthalte. Ich brauche jedoch wegen längerer Mitgliedschaft keine Kosten zu tragen.

Tue mir bitte einen Gefallen, wenn Dir etwas nicht gefällt, so schreibe mir eine PN, dann erkläre ich Dir das.

Liebe Grüße
Rolf
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Verweis auf VDK, Caritas etc.

Ungelesener Beitragvon w12 » 28.10.2018, 10:53

Hallo @CuttySark

Bei Sozialhilfe und Arbeitslosengeld II
Die Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) XII errechnet sich aus der Differenz zwischen dem anerkannten Bedarf und dem Einkommen des Leistungsberechtigten. Bei dieser Berechnung wird das Einkommen um die Mitgliedsbeiträge zu einem Sozialverband gekürzt.
Daher erhöht sich die Leistung um diesen Betrag. So hat das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom 27. Januar 1994 (Az.: 5 C 29/91) für einen Rentner entschieden. Es hat dies damit begründet, dass der Mitgliedsbeitrag eine mit der Erzielung des Renteneinkommens verbundene notwendige Ausgabe ist (jetzt § 82 Abs. 2 Nr. 4 SGB XII). Das hat das Verwaltungsgericht Wiesbaden mit Gerichtsbescheid vom 11. Mai 2005 für einen Sozialhilfeempfänger bestätigt (Az.: 2 E 1890/04 (1)). Es bestehen deshalb keine Bedenken, diese Rechtsprechung auf alle Mitgliedsgruppen in unserem Verband anzuwenden.
Wegen der entsprechenden Regelung im Sozialgesetzbuch II (§ 11 Abs. 1 Nr. 5) ist diese Rechtsprechung auch auf das Arbeitslosengeld II übertragbar. Das Gleiche gilt natürlich für die Kriegsopferfürsorge.
Das bedeutet, dass in allen Fällen, in den Leistungen der Sozialhilfe, der Grundsicherung für Arbeitssuchende oder der Kriegsopferfürsorge beantragt werden, der Mitgliedsbeitrag zum Sozialverband VdK vom Einkommen abgesetzt werden muss. Das gilt insbesondere für Bewohner von Alten- und Pflegeheimen, deren Heimkosten vom Sozialamt getragen werden.
https://www.vdk.de/sachsen/pages/mitgli ... edsbeitrag


Das solltest du klarer formulieren.

Hallo @Heinrich

Ich denke, da du fast immer auf die Beratungshilfe hinweist, stellt sich auch die Frage nach deiner Provision.

Hallo zusammen

Grundsätzlich ist doch festzustellen, dass ein Forum nur ganz begrenzte Hilfe anbieten kann.

In der Regel zunächst eine erste Einschätzung, die aber sehr oft schnell wieder anders ausfällt, da der Hilfesuchende unbewusst falsche Angaben macht oder einfach wesentliche Angaben nicht gemacht hat.

In vielen Fällen kommt es bereits darauf an, dass ein Widerspruch fachlich korrekt formuliert wird.

Ein Besuch beim Jobcenter kann für jemanden der nicht entsprechend versiert ist, schnell im Fiasko enden.
Es ist also sinnvoll in vielen Fällen eine Beratungsstelle vor Ort aufzusuchen.

Es gibt viele lokale Beratungsgruppierungen, aber da man in der Regel nicht den Bezugsort kennt, macht es Sinn auf überregionale Verbände zu verweisen.

Gruß
w12
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Re: Verweis auf VDK, Caritas etc.

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 28.10.2018, 11:17

Moin, Moin w12,

das ist genau der Grund, warum ich auf SoVD, VDK, Caritas und innere Mission verweise, wobei die beiden ersten Organisationen auch den Klageweg beschreiten und der Mitgliedsbeitrag von ca. 6 € durch Anrechnung auf 0,00 € reduziert wird. Ich bin im SoVD, weil das Büro für mich gut erreichbar ist. Die Organisationen sind bundesweit vertreten und sehr gut durchorganisiert-.

Liebe Grüße
Rolf
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Re: Verweis auf VDK, Caritas etc.

Ungelesener Beitragvon Uwe Kruppa » 28.10.2018, 11:24

Moderation: Ich habe aus organisatorischen Gründen die betreffenden Beiträge in diesen Thread verschoben. So wird das ganze übersichtlicher und der Ursprungsthread des Ratsuchenden nicht mit internen Diskussionen gestört. FG Uwe Kruppa
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Re: Verweis auf VDK, Caritas etc.

Ungelesener Beitragvon Ghostwriter » 28.10.2018, 12:56

An alle Beteiligten im diesem Thread,

Ich habe mich bezgl. der Übernahme dieser Mitglieds- und Versicherungsbeiträge bei dem zuständigen JC, bzw. beim zuständigen Sozialamt erkundigt:

Wenn jemand VOR dem Bezug von Grundsicherungsleistungen in Pflichtversicherungen und den genannten Vereinen/Verbänden Mitglied war/ist, ist eine Übernahme dieser Kosten möglich.

Wenn sich jemand aber animiert, durch die reichlichen Verweise von Cutty Sark, fühlt, diesen Vereinen erst während des Bezuges der Grundsicherungen, sowohl nach SGB II oder SGB XII, beizutreten, so werden diese Mitglieds- und Versicherungsbeiträge NICHT übernommen.

Diese Aussage halte ich für logisch und nachvollziehbar, denn wer vor einem Leistungsbezug aus Kostengründen kein Mitglied war, sollte auch während des Leistungsbezuges nicht nur deswegen Mitglied werden, weil es dann die Allgemenheit bezahlt.

Somit erachte ich die Hinweise von Cutty Sark, die Beiträge werden erstattet, als NICHT ZUTREFFEND!

Gruß GW

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Re: Verweis auf VDK, Caritas etc.

Ungelesener Beitragvon w12 » 28.10.2018, 15:26

Hallo Ghostwriter

Es ist doch ein Unterschied, ob diese zusätzlich als Erweiterung der Regelleistung übernommen werden oder ob sie von einem vorhandenen Einkommen, insbesondere von der Rente, abgesetzt werden können.

Nehmen wir mal Bremen, Richtlinien § 82 SGB XII:
Zu den notwendigen Beiträgen für Berufsverbände (auch für Rentner/innen) zählen:
- Gewerkschaftsbeiträge
- Beiträge zum Beamtenbund
- Beiträge zu Verbänden, wie dem Sozialverband Deutschland (früher: Reichsbund) und VdK
- Beiträge zur Arbeitnehmerkammer


Für die Gerichte ist insbesondere wichtig, dass es sich um Versicherungen handelt, die von einem größeren Teil der Menschen abgeschlossen werden.
Rentner sind sicherlich oft Mitglied im VDK.

Für Sterbegeldversicherungen wurde klargestellt, dass diese nur dann anerkannt (abgesetzt oder zusätzlich üernommen) werden können, wenn sie vor Eintritt der Hilfsbedürftigkeit bestanden haben.

Es kommt auf die Fragestellung gegenüber dem Amt an und ob der SB auch die Unterschiede kennt und mitteilt.

Gruß
w12
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