Leben zu Lasten eines Volkes

und sich nicht um Hartz IV, Grundsicherung oder Sozialhilfe dreht.

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CuttySark
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Leben zu Lasten eines Volkes

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 08.06.2017, 17:16

Moin, Moin zusammen,

ich habe mich, als ich mit 63 Jahren in EU Rente ging, aus meiner politischen Arbeit zurückgezogen. Der Entschluss basierte auf Enttäuschung,
wenn nicht gar Verbitterung, die ich von 1968 an mehr und mehr aufbaute. Das Gefühl der Ohnmacht machte sich in mir breit und je älter ich
wurde um so mehr erkannte ich die Idiotie unseres Systems, denn es verbesserte sich nicht, wie der Bürgern meinen könnte. Kapitaleigner
"kauften" Politiker.

Die Schattenwirtschaft wuchs und wuchs. Schwarzgeld hatten viele, wobei der Privatmann das Geld verbrauchte während Unternehmer das Geld
in Form von Tafelgeld in Bankschließfächern in der Zeit von 1948 bis ca. 1980 aufbewahrte oder in der Schweiz anlegte. Geändert wurde das
System ganz behutsam um bloß niemandem weh zu tun.

Siemens hinterzieht 1,5 Milliarde € durch schwarze Kassen.
VW steckt sich eine Milliarde € in die Tasche durch Fehler im Gesetz.

Und heute erfahren wir auf Seiten der Zeit, dass Banken und Kapitaleigner 31 Milliarden dem deutschen Steuerzahler geklaut haben. Der Vorfall
wurde durch eine Frau aufgedeckt............

http://www.zeit.de/2017/24/cum-ex-steue ... on.link.sf

Wie kann ich noch diesem Staat vertrauen, der 15 Millionen Menschen durch die Sozialgesetzgebung und das Rentenrecht verarmen lässt, die
Einkommenssteuer- und Gewerbesteuer senkt und die Kapitalertragssteuer abschafft.

LG Rolf

Angela1968
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Re: Leben zu Lasten eines Volkes

Ungelesener Beitragvon Angela1968 » 08.06.2017, 19:49

Hallo CuttySark,

ich musste immer die Erfahrung machen wenn ich mich auf andere verlasse bin ich verlassen. Dieses Gefühl hat sich seit der politischen Wende noch verstärkt. Also versuche ich mich so wenig wie möglich auf andere zu verlassen und nehme die Dinge selbst in die Hand. Seitdem ich so verfahre kommt es selten bis gar nicht mehr vor das mich jemand enttäuscht.

Solltest Du auch so machen.

Angela
Wer etwas möchte - sucht Wege
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CuttySark
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Re: Leben zu Lasten eines Volkes

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 08.06.2017, 20:23

Hallo Angie.

ich verstehe nicht, was Du mir mit Deinem Beitrag sagen willst. Jeder Mensch muss sich zwangsläufig um seine Angelegenheiten kümmern,
wenn er sie erfolgreich umsetzen will.

Ich klage an, weil der Staat als Hüter unser aller Wohl sich vom Kapital hat kaufen lassen. Jeder wusste, dass Tafelgeld nicht versteuert
wurde, da es nicht nachvollziehbar war. Bundesbehörden war es untersagt Grenzkontrollen nach Liechtenstein, Monaco, Vaduz und der
Schweiz durchzuführen, um Schwarzgelder aufzuspüren. Die letzten bekannten Steuerschlupflöcher werden 2017 geschlossen. Also brauchte
unser Staat 69 Jahre dafür.

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/mei ... 94663.html

Jetzt kippt auf, dass Banken und Kapitaleigner 31 Milliarden Steuern hinterzogen haben. Wie bitte schön Angie sollte Otto-Normalverbraucher
davon etwas mitbekommen?

LG Rolf

Phil.1977
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Re: Leben zu Lasten eines Volkes

Ungelesener Beitragvon Phil.1977 » 09.06.2017, 12:58

Moin!

Von welchem betrogenen Volk redest Du eigentlich?

Gruß
P.



P.S.: Proletarier aller Länder, vereinigt Euch!
Refugees welcome! - Wider jede Logorrhoe!

CuttySark
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Re: Leben zu Lasten eines Volkes

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 10.06.2017, 06:33

Guten Morgen Phil.1977,

vielleicht liest Du zuerst einmal den Bericht in der ZEIT.
Dann erübrigt sich Deine Frage.

LG Rolf

w12
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Re: Leben zu Lasten eines Volkes

Ungelesener Beitragvon w12 » 10.06.2017, 13:01

Hallo

Wie die Beispiele, die endlos erweiterbar sind, zeigen, hat ein (sehr sehr kleiner) Teil der Bevölkerung, die Regelung ihrer Interessen in die Hand genommen.
Dazu benutzt sie allerdings noch eine Reihe von anderen willfährigen Händen.

Wie die ständige Propaganda, dass jeder seines Glückes Schmied ist (Selbstverantwortung für sein Schicksal), sich selbst in den Reihen der von Armut und Ausgrenzung betroffenen Menschen manifestiert hat, ist sehr erschreckend.

Der Wahlausgang in Großbritannien hat gezeigt, dass, durchaus zunächst noch eine andere politische Richtung denkbar sein könnte.
Insbesondere junge Wähler gaben dazu ihre Stimme.

Dennoch würde sich wohl kaum etwas ändern, da eine Änderung langwierig wäre und (nicht vergessen, es ist Krieg der Klassen) die Oberen ein großes Heer an Gefolgsleuten haben.
Und der Prozess wird schmerzlich sein (siehe das Ausmerzen von Griechenland).

Der erste Schritt sollte sein, zu erkennen, dass die Lenker hoch intelligent und skrupellos sind, über Fachleute auf allen Gebieten verfügen (insbesondere für die Beeinflussung der Massen über die diversen treuen Medien) und nicht alles, was zunächst wie ein Fehler ausseht, auf längere Sicht auch einer ist (Opfer im Schach).

Erfreuen wir uns weiter über so Meilensteine wie der Sieg über den Wegfall der Begrenzung der Fahrtkosten zum Jobcenter (6 Euro) und sinnieren über unsere Schuld, Mittel des Staates zum “Leben“ in Anspruch zu nehmen.

Gruß
w12
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Re: Leben zu Lasten eines Volkes

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 10.06.2017, 15:10

Hallo w12,

Nebelbomben werden in jedem politischen System gezielt geworfen um Sachverhalte zu verschleiern, wie uns alle die Erfahrung
unseres Lebens lehrt. Geld bedeutet Macht und die Macht über Medien ist der Schlüssel zu allen Verteilungskämpfen aber auch der
Schlüssel zur Gleichschaltung.

Nimm den heutigen Facebook Tag als Beispiel für eine Volksverarschung.

SPIEGEL ONLINE berichtet: Freitag 09.06.2017 um 23:28 Uhr
<Hartz IV muss weg, stattdessen sollen Arbeitslose eine Mindestsicherung von 1050 Euro bekommen. Sanktionen etwa wegen nicht
angenommener Jobangebote soll es nicht mehr geben. Es wäre eine Erhöhung um mehr als 100 Prozent: Derzeit beträgt der Hartz-
Regelsatz für Alleinstehende 409 Euro pro Monat.>

Nehmen wir die sachliche Realität eines ALG II Beziehers/Grundsicherung- oder Sozialhilfebeziehers im Ort 25541 Brunsbüttel. Der
Bezieher erhält 409,00 € Regelsatz + 435,00 € KdU maximal = 844 € maximaler Sozialhilfebezug. Die Forderung der LINKEN wie im
Spiegel aufgeführt:

1050 € Forderung - gezahlt werden maximal 844 € = eine angestrebte Erhöhung von 24,41 % statt 100 % wie vom Spiegel veröffentlicht.

Nur wer macht sich im Volk die Mühe und rechnet?

Unser politisches System ist in die Jahre gekommen. Es muss nicht nur repariert werden sondern erneuert werden.

LG Rolf

w12
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Re: Leben zu Lasten eines Volkes

Ungelesener Beitragvon w12 » 10.06.2017, 19:16

Hallo CuttySark

Was ist mit der KV?

In München wäre das eine Kürzung der bisherigen Leistung.

Grundeinkommen würde bedeuten alles tummelt sich in einer Provinz an der polnischen Grenze, da wo die Mieten noch nicht grenzenlos sind.

Im Übrigen gab es bei Bild die Aufklärung darüber, in welcher Stadt das meiste Hartz IV gezahlt wird.
Es wurde damit suggeriert, dass die Sätze in jeder Stadt anders sind.
Es wird bewusst der Einfluss der KDU verschwiegen.

Genauso gehört bei jedem Bericht der Zusatz dazu, dass KG angerechnet wird.

Über ein System, nicht das Grundeinkommen, das alle Bereiche zusammenfasst, auch um Verwaltungskosten einzusparen, wird man sehr intensiv nachdenken müssen.

Ich denke, es wäre am einfachsten, wenn man Neid über Bord wirft und z.B. Vermögen in Grenzen bei jedem unangetastet lässt.

Gruß
w12
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Re: Leben zu Lasten eines Volkes

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 11.06.2017, 05:26

Hallo w12,

Beispiele wie das Volk durch die Politik verarscht wird gibt es zuhauf. Seit 1998 reden wir über die Reform der Abgeordnetenbezüge hinsichtlich
der Rentenversicherung. Die Reformvorschläge für unsere Abgeordneten liegen von der FDP eingereicht noch heute in den Schubladen der Ver-
waltung. Die Rentenreform für 82.000.000 Menschen in Deutschland wurde innerhalb eines halben Jahres beschlossen.

http://www.faz.net/aktuell/politik/inla ... 46397.html

Gezielt gestreute Desinformationen tun ihr übriges um das jetzige System am Leben zu erhalten. DIE LINKE ist in meinen Augen derzeit die
einzige Partei mit einem sozialen Parteiprogramm. Die Forderung von 12 € Mindestlohn trage ich vollumfänglich, Wir brauchen eine Reform
der Sozialgesetzgebung mit einer garantierten Mindestrente und Rentenfaktoren, die Bürgern ein Leben ohne staatlich Zuschüsse ermöglichen.

Glaubst Du im Ernst, dass unsere Abgeordneten eine Reform der Verwaltung einleiten? Die Verwaltung der Sozialbehörden sichert damit ihre
Pfründe.

Ich bin nach all den Jahren politischen Kampfes müde geworden.

Gruß
Rolf
Zuletzt geändert von CuttySark am 11.06.2017, 05:27, insgesamt 1-mal geändert.


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