Umzug abgelehnt zum 2.

Fragen zu den Leistungen für Unterkunft und Heizung (§ 22 SGB II)

Moderator: Regelteam

Shanaya
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Umzug abgelehnt zum 2.

Ungelesener Beitragvon Shanaya » 12.05.2017, 16:55

Hallo Leute!
Ich bin neu hier und habe auch gleich noch einige Fragen bzw. ein großes Anliegen.

Derzeit wohne ich in Sachsen in einer kleinen 7000 Einwohner Stadt. Ich möchte gerne in eine größere Stadt umziehen, da ich in meinem Wohnort leider keinerlei Arbeit finde und daher dementsprechend umziehen möchte.
Ich bin 28 Jahre alt habe weder Führerschein noch ein Auto. Derzeit lebe ich noch bei meinen Eltern Zuhause.
Nur ich beziehe Hartz IV meine beiden Eltern sind berufstätig.

Am Mittwoch ist mein Antrag auf Umzug beim JC eingegangen. Heute zum Freitag habe ich die Antwort erhalten, das eine Bestätigung zum Umzug nach dem heutigen Stand nicht möglich sei. Der Umzug würde erst bearbeitet werden, wenn ich eine Arbeitsstelle bzw. auch ein Wohnungsangebot einreichen kann. Leider kann ich mit meiner Sachbearbeiterin nicht reden und das macht es um so schwieriger. Denn wenn ich eine Arbeit vorweisen könnte,- wäre diese Bestätigung natürlich einfacher. Aber wie ich oben schon beschrieben habe, bin ich leider nicht wirklich Mobil. Für mich ist es eine sehr schwere Situation, weil ich ohne den Umzug keine wirkliche Möglichkeit habe umzuziehen. (Die Arbeitgeber möchten ja jemanden haben der gleich verfügbar ist). Anderseits bin ich seit sehr vielen Jahren Arbeitssuchend und das macht es auch nicht gerade einfacher etwas passendes zu finden.

Könnte jemand der sich damit auskennt mir vielleicht helfen? Beziehungsweise auch sagen was möglicherweise die nächsten Schritte wären die man da diesbezüglich zu beachten hat? Weil ich weiß wirklich nicht mehr weiter und bin mit meinem Latein am Ende.

Danke schon mal im voraus.

Heinrich
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Re: Umzug abgelehnt zum 2.

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 13.05.2017, 05:44

Hallo Shanaya,

ganz so 'bombig' sieht das nach meinem Dafürhalten nicht aus.

Bewirb' Dich zunächst mal über Deine Stadtgrenzen hinaus, und wenn Du was gefunden hast, beantrage den Umzug erneut. Falls das Jobcenter dann noch mit dem Unzug zu tun hat. Notfalls mußt Du kurzzeitig oder ggf. eine Weile pendeln.

Anders herum wird's schwierig.

H.
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Re: Umzug abgelehnt zum 2.

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 13.05.2017, 06:15

Moin, Moin Shanaya,

Du hast 2 Möglichkeiten:

1) Du stemmst den Umzug privat mit Hilfe und Sponsoring von Eltern, Freunden, Bekannten
oder
2) Du folgst dem Vorschlag der Sachbearbeiterin der nachvollziehbar ist.

Deine Schwächen kennst Du, warum stellst Du sie nicht ab? Ohne Führerschein auf dem Land
ist es kaum möglich zu leben. Was ist mit Schul- und Berufsausbildung?

LG Rolf
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Re: Umzug abgelehnt zum 2.

Ungelesener Beitragvon Angela1968 » 13.05.2017, 12:23

Hallo Shanaya,

und Du meinst an einen neuen Wohnort würde sich Deine Stuation ändern? Auch an einem neuen Wohnort hast Du noch keinen Führerschein und kein Auto oder hast Du schon einen Ort im Auge der Dir das alles schenkt und hinterher trägt? Was machst Du wenn an Deinem neuen Wohnort genau die gleichen Problme wieder auftreten? Dann wieder umziehen?

Sei mir nicht böse, aber eher habe ich das Gefühl das da was mit Deinen Eltern ist und es da Probleme gibt das Du da noch wohnst.

Meine Strategie wäre jetzt mich zu erkundigen was es für Möglchkeiten des Führerschein-Erwerbs für einen ALG II Empänger gibt. Gleichzeitig würde ich meine Bewerbugnsaktivitäten noch verstärken und mich auf alles was meiner Berufsausbildung und Qualifikation annähernd entspricht bewerben. Ich würde dann auch ins Auge fassen wenn man mir erst mal einen 450 Euro Job anbietet. Erstens könntest Du dann mit dem zusätzlichen Geld Deinen Führerscheinerwerb selbst bezahlen und hättest schon mal einen Fuß in der Arbetswelt.

Evtl hast Du ja auch Glück und ein AG der nicht ais Deinem derzeitgen Wohnort kommt möchte Dich haben. Dann hättest Du natürlich für das JC den perfekten Grund zum Umzug und das JC dürfte dann normalerweise nicht mehr rumzicken

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Shanaya
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Re: Umzug abgelehnt zum 2.

Ungelesener Beitragvon Shanaya » 13.05.2017, 13:05

Hey,
Erst einmal danke für die Antworten.

Ich habe leider kein Geld für einen Führerschein bzw. Auto. (Durch meine Psyche kann ich das auch derzeit nicht bzw. traue mir das nicht zu)
Bin gelernte Verkäuferin. Natürlich kann man sagen, dass es sehr viele Stellen gibt,- aber dennoch stellt mich keiner ein, wenn ich so weit weg wohne.
Möchte ja sehr gerne nach Dresden ziehen. Gegen Pendeln hätte ich nichts,- aber die Busverbindungen sind eben sehr schlecht....
Ich bin mir durchaus bewusst, das ich nicht überall alles haben kann. Sowieso möchte ich in Dresden dann auch bleiben ich bin kein Mensch der unbedingt 1000x umziehen muss.
Wenn ich mit meinen 28 Jahren ausziehen möchte ist es das normalste der Welt! Damals ja damals konnte man auch eher ausziehen,- ich kenne sehr viele die beizeiten ausziehen konnten(und da waren auch viele darunter die U25 waren und die hatten auch keine Arbeit aber ALg2) Aber das ist leider glückssache.
Ich möchte ja auch ausziehen, weil ich weg vom Alg2 sein möchte!

Den Umzug würde ich selbst bezahlen, mir geht es eher darum das ich eine Bestätigung für das JC in Dresden benötige um hineinzuziehen.

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Re: Umzug abgelehnt zum 2.

Ungelesener Beitragvon Angela1968 » 13.05.2017, 13:44

Hallo Shanaya,

und warum bist Du dann nicht so ehrlich und sagst das es Dir auch wichtig ist aus dem Elternhaus auszuziehen? Ich würde nämlich aus dem Bauch heraus sagen das wenn Du gleich beim JC ganz ehrlich mit angegeben hättest das Du auch aus dem Elternhas ausziehen möchtest, weil es Deine Eltern und Du es so möchten wäre Dein Umzugswunsch eher berücksichtigt worden. So sehe ich da jetzt eher weniger Chancen weil man das jetzt als vorgeschoben sehen könnte. Evtl. sehen das aber unsere Profis anders und könnten Dir da helfen.

Ein wenig muss ich schon lächeln. Umziehen weil man von ALG II weg möchte. Da musst Du mir mal Dein Geheimnis verraten wie das geht. Normalerweise wäre für mich z.B die Aufnahme einer sehr gut bezahlten Arbeit, ein reicher Gönner oder/und Erbe die einzige Möglichkeit von ALG II wegzukommen.

Auf der einen Seite schreibst Du das du Dir aus psychischen und finaziellen Gründen den Führerschein nicht zutraust, aber einen Umzug den Du sogar selbst bezahlen kannst ist für Dich kein Problem. Aber den Widerspruch muss ich nicht verstehen.

Ein weiterer Widerspruch ist für mich das Du mit dem Umzug planst weg von ALG II zu kommen. Dann frag ich mich warum Du dann die Erlaubnis vom JC in Dresden brauchst wenn Du dort planst kein ALG II mehr zu beziehen. Wenn Du kein ALG II dort beziehst musst du auch kein JC mehr fragen.

Aber gut lassen wir mal die ganzen Widersprüche weg. Fakt ist finanziell kannst Du Dir den Umzug leisten. Wenn Du wirklich vor Ort kein ALG II mehr beziehst benötigst Du keine Um bzw. Zuzugsgenehmigung vom JC in Dresden. Wie schafft man das am besten das man kein ALG II mehr bezieht?

1. gut bezahlte Arbeit suchen
2. reichen Gönner suchen der es Dir ermöglicht ohne ALG II zu leben
3. Erbe

Also wird Dir nichts andres übrigbleiben als einen der 3 Punkte oder alle zu erreichen und dann steht Deinem Umzug nichts mehr im Wege.

Im übrigen was die Abagen der AG betrifft müssen diese nicht alle wirklich stimmen. Mir hat man schon alle möglichen Dinge genannt warum man mich nicht einstellen will und kann. Wenn ich um eine Stellungnahme bat was ich für künftige Bewerbugen besser machen könnte bestätgte man mir aber plötzlich immer das es nicht an der Art meiner Bewerbung gelegen hat und meine Bewerbungsunterlagen Top seien.

Angela
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Re: Umzug abgelehnt zum 2.

Ungelesener Beitragvon w12 » 13.05.2017, 17:10

Hallo Shanaya

Grundsätzlich gibt es die “härteren“ Einschränkungen nur für U25.

Wie ich schon mal geschrieben habe, würde es der Gesetzgeber sicherlich gerne sehen, wenn hier italienische Verhältnisse (im Hotel Mama bis 35) herrschen würden.

Aber selbst das BVerFG ist der Meinung, allerdings für U25 noch nicht, dass, je älter man wird, man immer mehr ein Recht auf Selbstbestimmung hat und die Eltern darauf, dass sie nicht mehr ein Hotel führen müssen.

Allerdings besteht natürlich kein zwingender unmittelbarer Grund für einen Umzug, der bestätigt werden könnte.

Für das Amt: Eltern wollen alleine sein, nur kleines Zimmer, Damen/Herrenbesuch nur von 16 – 17 Uhr erlaubt.

Mit dem Amt im Dresden Kontakt aufnehmen, Angemessenheitsgrenzen einsehen, Wohnungsangebot dem Amt in Dresden (das ist zuständig) vorlegen und genehmigen lassen

Gruß
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Re: Umzug abgelehnt zum 2.

Ungelesener Beitragvon Shanaya » 13.05.2017, 17:26

@W12
Danke erst einmal für die Antwort,-

also ich habe mit dem Amt in Dresden gesprochen. Also vor ein paar Wochen,- die wollten nur eine Bestätigung von meinem jetzigen JC haben. Weil beide JC gegenseitig "ja ich darf" sagen müssen. (zumindestens habe ich das so verstanden)
Wenn ich den Umzug jetzt selbst bezahlen würde, also ohne Arbeit reinziehen würde, hätte ich dann das Anrecht auf eine Erstausstattung? Bzw. Kaution?
Wie auch im Thema erwähnt war dies die 2te Ablehnung. Die erste bezog sich auf ein anderes Bundesland,- mir war natürlich durchaus bewusst, das dies abgelehnt werden müsse.....Wollte es aber wenigstens versuchen.

Also auf jedenfall weiß ich schon einmal wie teuer bzw. wie groß die Wohnung dort sein darf. Habe mir noch keine Wohnungen angeschaut(nur im Internet aber noch keine besichtigt), da ich bedenken hatte, dass man mir das so oder so nicht gewähren würd. (Erfahrung der 1. Ablehnung)
Bin mir nur nicht ganz so sicher ob eine sogenannte Bestätigung auch das gleiche ist wie eine Bestätigung das ich umziehen darf.
(tut mir leid für die Frage aber was bedeutet noch einmal "BVerFG")
Lg.~
Zuletzt geändert von Shanaya am 13.05.2017, 17:30, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Umzug abgelehnt zum 2.

Ungelesener Beitragvon w12 » 13.05.2017, 18:27

Hallo Shanaya

Die Ablehnung ist ja ein Bescheid und muss begründet sein.
Welche Gründe für den Umzug hast du genannt?

Wie ist den deine Wohnsitution?

Gruß
w12
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Re: Umzug abgelehnt zum 2.

Ungelesener Beitragvon Shanaya » 13.05.2017, 19:38

Im Brief ist folgender Inhalt also in kurzen Stichpunkten,-

- Das eine Bestätigung zum Umzug nach dem heutigen Stand nicht möglich sei.
- Umzug wird erst bearbeitet, wenn ich eine Arbeitsstelle dem JC vorlegen kann bzw. noch ein Wohnungsangebot mit dazu lege
Was dementsprechend auch angemessen ist,- aber das dürfte ja natürlich klar sein.
Aber stünde mir denn eine Erstausstattung zu bzw eine Kaution, wenn ich mal angenommen einfach so umziehen würde ohne Arbeit?

Lg~


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