Finanzielle Unterstützung in Ausbildung

Wohngeld, BAFÖG, Unterhalt, usw...

Moderator: Regelteam

hust
Aktiver Nutzer
Aktiver Nutzer
Beiträge: 2
Registriert: 11.04.2018, 22:04
Bewertung: 0

Finanzielle Unterstützung in Ausbildung

Ungelesener Beitragvon hust » 12.04.2018, 06:38

Hallo,
Ich (19) möchte diesen Sommer eine Ausbildung beginnen. Leider liegt der Betrieb 2 Stunden Fahrtzeit entfernt, kann dadurch nicht Zuhause wohnen, verdiene jedoch nur 680€ brutto.
BAB bekomme ich höchstwahrscheinlich nicht, daher frage ich mich, welche Möglichkeiten es noch gäbe, um etwas finanzielle Unterstützung zu bekommen. Wäre ich wohngeldberechtigt? Oder wäre sogar Sozialhilfe eine Option? Kindergeld ist ja klar.
Ich bin für jede Antwort dankbar!
Zuletzt geändert von hust am 12.04.2018, 06:40, insgesamt 1-mal geändert.

Heinrich
Aktiver Nutzer
Aktiver Nutzer
Beiträge: 1189
Registriert: 26.10.2014, 06:46
Bewertung: 22
Bist du mit den Regeln des Forums einverstanden?: Ja

Re: Finanzielle Unterstützung in Ausbildung

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 12.04.2018, 07:27

Hallo hust,

wohngeldberechtigt bist Du nur dann, wenn Du ein Einkommen i.H.v. mind. 80% des Sozialhilfeniveaus hast.

Sozialhilfeniveau = 416 € Regelsatz + angemessene Warmmiete.

Zusammen mit dem Kindergeld könnte das hinkommen. Ich weiß jedoch nicht ob Kindergeld von der Wohngeldstelle als Einkommen gewertet wird. Müsstest Du dort erfragen.

Sozialhilfe fällt aus - die kriegen nur diejenigen, die nicht erwerbsfähig sind.

H.
Ich bin La-la-laie, und meine Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung und/oder Einschätzung zur jeweiligen Situation dar, bzw. schildere ich, was ich selbst in der jeweiligen Situation tun würde.

w12
Administrator
Administrator
Beiträge: 8890
Registriert: 08.09.2004, 16:08
Bewertung: 30
Bist du mit den Regeln des Forums einverstanden?: Ja

Re: Finanzielle Unterstützung in Ausbildung

Ungelesener Beitragvon w12 » 12.04.2018, 13:38

Hallo

§ 20 Gesetzeskonkurrenz WOGG
(1) Besteht für Haushaltsmitglieder ein Anspruch auf Leistungen nach den §§ 13 oder 17 Absatz 1 des Unterhaltssicherungsgesetzes, so haben diese Personen für die Dauer des freiwilligen Wehrdienstes nach § 58b des Soldatengesetzes keinen Wohngeldanspruch; § 3 Absatz 4 und § 11 Absatz 3 dieses Gesetzes gelten entsprechend. Ist der oder dem freiwilligen Wehrdienst Leistenden Wohngeld für einen Zeitraum bewilligt worden, in den der Beginn des freiwilligen Wehrdienstes fällt, so ist das Wohngeld bis zum Ablauf des Bewilligungszeitraums in gleicher Höhe weiter zu leisten; § 27 Absatz 2 und § 28 bleiben unberührt.
(2) Es besteht kein Wohngeldanspruch, wenn allen Haushaltsmitgliedern eine der folgenden Leistungen dem Grunde nach zusteht oder im Fall ihres Antrages dem Grunde nach zustünde:
1.
Leistungen zur Förderung der Ausbildung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz,


Zunächst ist ein Antrag auf BAB vorrangig.

Warum solltest du kein BAB bekommen?

Gruß
w12
Ich bin Laie.
Die von mir gemachten Äusserungen und Kommentare sowie eigene Beiträge spiegeln nur meine pers. Meinung wieder und stellen auch keine Rechtsberatung dar oder ersetzen eine solche.

hust
Aktiver Nutzer
Aktiver Nutzer
Beiträge: 2
Registriert: 11.04.2018, 22:04
Bewertung: 0

Re: Finanzielle Unterstützung in Ausbildung

Ungelesener Beitragvon hust » 12.04.2018, 16:23

Erst einmal vielen Dank für die zügigen Antworten.

Die “angemessene Warmmiete“ ist abhängig von der ortsspezifischen Durchschnittsmiete pro qm, oder?
Das klingt ja gut, falls Kindergeld nicht einberechnet werden. Unterhaltszahlungen zählen aber sicher dazu oder? :?

Laut BAB-Rechner übersteigt mein anzurechnendes Einkommen den Bedarfssatz. Werden denn etwaige finanzielle Verpflichtungen der Eltern gar nicht berücksichtigt, sondern nur das Einkommen?

Grüße
hust

Heinrich
Aktiver Nutzer
Aktiver Nutzer
Beiträge: 1189
Registriert: 26.10.2014, 06:46
Bewertung: 22
Bist du mit den Regeln des Forums einverstanden?: Ja

Re: Finanzielle Unterstützung in Ausbildung

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 13.04.2018, 04:51

Hallo hust,

hust hat geschrieben:Die “angemessene Warmmiete“ ist abhängig von der ortsspezifischen Durchschnittsmiete pro qm, oder?

die angemessene Warmmiete wird von den Kommunen je individuell festgelegt. Auf welcher Basis, ist mir nicht bekannt. Spielt aber auch keine Rolle.

Du kannst die maximal zuläassige Warmmiete bei Jobcenter oder Sozialamt Deines Ausbuildungsortes erfragen, da Du ja dorthin ziehen möchtest.

Ggf. mal hier schauen: http://tacheles-sozialhilfe.de/startseite/bundesweite-kdu-richtlinien/

H.
Ich bin La-la-laie, und meine Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung und/oder Einschätzung zur jeweiligen Situation dar, bzw. schildere ich, was ich selbst in der jeweiligen Situation tun würde.


Zurück zu „Fragen und Antworten zu anderen Themen, wie...“