Bessere Welt? Das Modell der Alternativen Hegemonie: Die unsichtbare Hand der Erziehung zum Guten

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Hartz565656
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Bessere Welt? Das Modell der Alternativen Hegemonie: Die unsichtbare Hand der Erziehung zum Guten

Ungelesener Beitragvon Hartz565656 » 06.12.2018, 10:55

Hartz4 muss weg! Wir brauchen ein besseres System! Nicht nur für die Sozialhilfe! Nicht nur für Deutschland! Für die ganze Welt!

In vielen Wissenschaftsnetzwerken wird im Moment ein neues Modell heiß diskutiert, dass den Kapitalismus zügeln und umleiten soll:

Das Modell der Alternativen Hegemonie: Die unsichtbare Hand der Erziehung zum Guten.


Beispielsweise hier, wo es kostenlos - auf deutsch und englisch - abrufbar ist:
Moderation: Dieser Link musste gelöscht werden, da
Erich von Werner Gesellschaft hat geschrieben:Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig.
Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.


eine Urheberrechtsverletzung nicht auszuschließen ist.
Freundliche Grüße
Uwe Kruppa


Ich finde die Idee tatsächlich interessant und würde sie deswegen gerne vorstellen, da auch ich der Meinung bin, dass wir etwas tun müssen.

Folgende (sehr grobe) Zusammenfassung habe ich von der Seite http://www.understandandchange.com der Erich von Werner Society übernommen. Ich denke, sie fasst das Ganze aber ordentlich zusammen:



Das Alternative Hegemonie Modell (AH-Modell)
Die unsichtbare Hand der Erziehung zum Guten



Was ist die Grundidee des Alternative-Hegemonie-Modells (AH-Modell)?

Das AH-Modell ist eine Evolution des bisherigen internationalen Politik-und-WirtschaftsSystems. Es entwickelt dieses weiter, behält bestehende Strukturen bei und leitet negativ wirkende Dynamiken um. Das AH-Modell erzieht Staaten, als auch Unternehmen zu einem werthaltigen Verhalten. Es belohnt dieses Verhalten und bestraft negative Abweichungen.

Durch diese Anreize ist positives Verhalten profitabel und nachhaltig. Dabei macht sich das AH-Modell die gleichen Kräfte zu nutzen, die in einem kapitalistischen System herrschen, leitet sie aber in eine neue Richtung: Aus der unsichtbaren Hand des Markts, wird die unsichtbare Hand der Erziehung.

Dieses gelingt über eine Bündelung der technologischen Forschungs- und Entwicklungsarbeit in neueingerichteten Technologiezentren. Besagte Technologiezentren bündeln wissenschaftliche Kompetenz, entwickeln und testen nachhaltige Technologie zur konkreten Nutzung in den Mitgliedsländern. Die Produktion und Verteilung übernehmen kooperierende Unternehmen, die weiter nach marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten tätig sind. Umgesetzt und finanziert wird das AH-Modell über einen AH-Fonds. Der AH-Fonds wird Eigentümer und Marktteilnehmer. Er übernimmt die Rolle eines nachhaltigen Superkonzerns, der durch einen Vorstand, analog einer Aktiengesellschaft, geleitet wird. Kontrolliert wird der AH-Fonds-Vorstand durch ein Gremium („Aufsichtsrat“), das sich aus Mitgliedern einzelner Länder zusammensetzt und den nationalen demokratischen Instanzen sowie der Geberkonferenz zur Rechenschaftslegung verpflichtet ist.

Die entwickelten Technologien werden nur den Märkten jener Staaten zur Verfügung gestellt, die ein positives und nachhaltiges Verhalten („Mindestkriterien“) aufzeigen. Die Erfüllung der Kriterien ist auch Voraussetzung, um am AH-Fonds beteiligt zu werden. Besagte Kriterien (z.B. Menschenrechte, Pressefreiheut, soziale Standards usw..) werden stetig überwacht. Staaten, die sich den Kriterien verweigern werden vom technologischen Fortschritt ausgeschlossen, aber indirekt durch die unsichtbare Hand der Erziehung zur freiwilligen Anpassung ermuntert. Dadurch, dass Nationalstaaten, Warenwirtschaftssysteme oder kulturelle Besonderheiten erhalten bleiben, ist von einer allgemeinen Akzeptanz der Bevölkerung auszugehen, die wiederum für ihr positives und friedliches Verhalten belohnt wird.

Die Finanzierung erfolgt über eine prozentuale Abgabe des Bruttosozialproduktes. Weitere Einnahme rühren durch Lizenzvergaben. Der AH-Fonds vergibt Nutzungs- und Produktionslizenzen an kooperierende, Kriterien einhaltende Unternehmen gegen Entgelt. Die Unternehmen beliefern die festgelegten Märkte. Sie werden bei diesen Produkten reglementiert. Damit werden nachhaltige Technologien und der Fortschritt über bekannte Vertriebswege eingestreut.

Durch die reine Marktmacht des AH-Fonds, sowie Exklusivität, werden bestehende Unternehmen zur Kooperation hin erzogen. Diese Marktmacht wird auch für die Beschaffung von Ressourcen (Wissenstransfer, Personal usw.) eingesetzt. Für Staaten und Unternehmen gilt gleichermaßen: Sie werden sich weiter egoistisch verhalten und einen maximalen Nutzen für sich herbeiführen wollen. Nun aber, verheißt positives Verhalten, d.h. Kooperation und Erfüllung der Kriterien, Profitmaximierung und maximalen Nutzen. Daher passen sich Staaten und Unternehmen großenteils freiwillig an. Die Kräfte des Marktes werden in eine positive Richtung gelenkt. Die unsichtbare Hand der Erziehung wirkt und sie ist das zentrale Element des AH-Modells.

Durch dieses werthaltige Verhalten und der Entwicklung des Fortschrittes sollen die zentralen Probleme des Planeten gelöst oder zumindest eingedämmt werden. Diktaturen und Autokratien werden langfristig zum Auslaufmodell. Es entsteht eine neue Weltgemeinschaft, die auf kulturelle Besonderheiten Rücksicht nimmt und trotzdem zukunftsgewandt ist. Eine alternative Hegemonie, die zum Guten erzieht.


Wie sähe der Fahrplan des AH-Modells aus?

Phase 0 (2019 – 2023)
• Verbreitung der Idee des AH-Modells
• Versuch des Startens einer Volksbewegung • Überzeugung von prominenten Fürsprechern
• Lobbyarbeit bei Regierungen und Unternehmen
• Ausarbeitung der Mindestkriterien für Staaten und Unternehmen
• Abklären der rechtlichen, wirtschaftlichen und politischen Dimension des Modells
• Dauerhafte Propaganda-Offensive

Phase 1 (2023 – 2025)
• Erste Geberkonferenzen o Teilnehmende Staaten müssen Mindestkriterien erfüllen
o Autokratien und Diktaturen bleiben ausgeschlossen
o Stufenmodell für Zwischenstaaten denkbar
• Finanzierung und Kontrollmechanismen sowie Forschungs- und Entwicklungsziele werden festgelegt
• Erste Mitarbeiter- und Wissensbeschaffung
• Erste Gespräche mit Unternehmen • Auflage des AH-Fonds

Phase 2 (2025 – 2030)
• AH-Fonds errichtet erstes Technologiezentrum
• Nutzen der Marktmacht, um Wissens- und Personaltransfer einzuleiten
• Kooperationsvereinbarung mit Unternehmen, die Nachhaltigkeitskriterien (Produktionsbedingungen, Umweltschutz usw..) erfüllen oder dieses anstreben
• Beginn der Forschungs- und Entwicklungsarbeit

Phase 3 (ab 2030)
• AH-Fonds ist kapitalgewaltiger Marktteilnehmer
• Forschungs- und Produktionslizenzvergabe an kooperierende Unternehmen
• Lizenz nur für werthaltige Staaten • Überwachung der Lizenzen; ggf. Entzug
• Stopp des technologischen Transfers bei Verstoß gegen Mindestkriterien
• Der Erziehungsmechanismus wirkt („unsichtbare Hand der Erziehung“)

Phase 4 (ab 2033)
• Neue Technologien bewirken Boom in teilnehmenden Staaten
• „Kapitalistische Auswüchse“ verschwinden
• Die bisherige Marktwirtschaft bleibt aber erhalten
• Einschränkungen betreffen nur die Lizenzen, zwingen aber zu werthaltigem unternehmerischen Verhalten
• Diese Staaten werden zu Leuchttürmen und Sehnsuchtsorten für technologisch rückständige Gebilde • Bevölkerung der „Nichterfüller“ nimmt Rückstand wahr
• Druck auf „Nichterfüller-Regierungen“
• Nationalstaaten werden daher zu Werten und zur Nachhaltigkeit erzogen
• Die unsichtbare Hand der Erziehung entfaltet totale Wirkung

Phase 5 (ab 2060)
• Autokratien und Diktaturen gibt es nicht mehr
• Nationalstaaten und kulturelle Integrität werden nicht in Frage gestellt, werden aber durch das Anreizsystem in eine positive Richtung gesteuert. Daher ist ein hohes Identifikationspotential gegeben
• Daher Versöhnung des Internationalismus mit dem Patriotismus
• Forschung- und Entwicklung wird nicht mehr durch den Gedanken der Profitmaximierung eingeschränkt
• Das AH-Modell hat große Probleme gelöst (z.B. Klimaproblematik, Umweltschutz, Demokratieprobleme, Kriege) und kann nun weitere angehen (z.B. Überbevölkerung oder globaler Hunger)

Finanzierung
• 2% des BIP der Mitglieder
• Alternative Beteiligung der Bevölkerung z.B. über das Altersvorsorgesystem
• Alternative Beteiligung von nachhaltigen Unternehmen denkbar
• Einnahmen aus Lizenzvergaben
• Einnahmen aus aufgekauften Unternehmen (z.B. über Aktienbeteiligungen)

Kontrolle und Vermeidung von Machtmissbrauch
Der AH-Fonds wird wie ein Unternehmen geleitet und durch einen bestellten Vorstand geführt. Der Vorstand ist dem Aufsichtsrat Rechenschaft schuldig, dessen Mitgliedern von den Geberländern berufen werden. Der Aufsichtsrat ist der Geberkonferenz, der Öffentlichkeit und den nationalen Parlamenten Rechenschaft schuldig. Zudem gibt es gesonderte Transparenzpflichten. Innerhalb des Fonds wird zusätzlich eine unabhängige Stelle installiert, welche die Mindestkriterien für Staaten und Unternehmen überwacht. Der Vorstand ist dieser gegenüber nicht weisungsbefugt.

Umsetzbarkeit
Realistisch, da weitaus tiefergehende Kooperationen (z.B. Europäische Union, Weltbank, Internationale Währungsfonds) bereits realpolitisch durchgesetzt wurden und es sich nicht um eine Revolution, sondern um eine Evolution zum Vorteil der Bevölkerung handelt: Erziehung zum Guten.

Fazit

Das Alternative-Hegemonie-Modell ist mehr als nur ein Regierungsmodell. Das alleine würde an den bestehenden Strukturen scheitern. Es ist allumfassend und eine Idee. Mit ihm beginnt eine neue Zeit. Es erhält und entwickelt weiter. Letztendlich ist das AH-Modell die bessere unsichtbare Hand: Alternative Hegemonie durch Technologie und Erziehung zum Guten.


Was denkt ihr? Ich und viele halten die Idee für verbreitungswürdig und mache das hier auch
Zuletzt geändert von Uwe Kruppa am 06.12.2018, 11:33, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Link entfernt

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