Viele Fragen: 22, schwanger, Studium abbrechen, welches Amt , ohne Wohnung

Wohngeld, BAFÖG, Unterhalt, usw...

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Sandywiesbeck
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Viele Fragen: 22, schwanger, Studium abbrechen, welches Amt , ohne Wohnung

Ungelesener Beitragvon Sandywiesbeck » 25.06.2017, 15:25

Guten Tag,
Ich habe mich hier angemeldet da ich nicht weiß wo meine Tochter sich am besten melden soll :
Also ich bin die Mutter und unterstütze sie jetzt weil sie schwanger geworden ist und ihr Freund sie sitzen gelassen hat .

Die Situation:
Meine Tochter ist 22 Jahre , studiert noch aktuell in Bayern, wir wohnen in Hessen (sie hat hier in Frankfurt auch noch ihren gemeldeten Wohnsitz bei ihrem Vater) . In Bayern muss sie aus der WG am 15. August ausziehen (wegen Eigenbedarf der Eigentümer) . Sie ist in der 13. SSW. Sie will das erste Jahr zu Hause bleiben ( Termin ist Ende Dezember) und für das Kind sorgen, und danach eine Ausbildung in Teilzeit machen. Ab Januar 2019. Also ihr Studium offiziell abbrechen
Ihr Exfreund verdient 1600 € netto und hat sich von ihr wegen der Schwangerschaft distanziert und möchte keinen Kontakt mehr.
Ihr eigener Vater ist Moslem und wohnt in einer kleinen Wohnung , natürlich kann sie dort jetzt nicht unterkommen (auch wenn sie dort ihre Meldeadresse und ersten Wohnsitz hat) . Sie möchte auf jeden Fall wieder in Frankfurt wohnen.
Sie bekommt noch Bafög (viertes Semester, hat aber wegen Krankheit und psychischer Probleme kaum Prüfungen mitgeschrieben und wollte das Studium sowieso jetzt abbrechen. Zum 31.7.
Das Studium haben wir als Eltern fast komplett finanziert (Bafög war nur 134 €)

Die Fragen:
Bei welchem Amt müssen wir uns melden ?
Ist es sinnvoll das Studium jetzt , weil sie ja schwanger ist , offiziell abzubrechen ?
Würde sie vom Arbeitsamt Leistungen bekommen obwohl sie ja Studentin war ?
Kann man Mitte August, wenn das Wohnungsamt keine Wohnung vermittelt hat (WBS ist beantragt) auf eigene Faust einfach eine günstige Wohnung mieten in der Hoffnung dass das Amt diese bezahlt ? Wie sicher wäre das denn ( ich selber habe auch nur ein kleines Apartment, damit ich ihr das Studium finanzieren könnte, gemietet , so dass meine Tochter auch leider nicht bei mir wohnen kann.
Ist der Vater des Kindes ihr gegenüber unterhaltspflichtig ( für das Kind sowieso das ist klar) oder wir als Eltern immer noch da sie ja erst 22 Jahre ist ?

Sorry für den langen Text, vielen vielen Dank schon mal dass ihr euch die Zeit nimmt mir zu antworten !
LG Sandra
Zuletzt geändert von Sandywiesbeck am 25.06.2017, 15:44, insgesamt 1-mal geändert.

vierzehnnothelfer
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Re: Viele Fragen: 22, schwanger, Studium abbrechen, welches Amt , ohne Wohnung

Ungelesener Beitragvon vierzehnnothelfer » 25.06.2017, 15:38

Liebe Sandy,
ja. Der Vater ist IHR unterhaltspflichtig und zwar ab sechs Wochen vor der Geburt
bis zum dritten Geburtstag des Kindes. Sie muss allerdings seine Vaterschaft nachweisen
und beweisen. (Unterhaltshöhe siehe Düsseldorfer Tabelle und auch den Betrag, den
er von seinem Verdienst für sich behalten darf.) Sie muss schauen, wie die Tabelle der
angemessenen Wohnungen sind in der Gegend, wo sie wohnen will. Und sie muss
auch sehen, ob sie weiterstudieren oder langfristig etwas anderes machen will.
Der Vater muss dann auch Unterhalt für das Kind zahlen, ab Geburt bis 25. Geburtstag
oder Abschluss der Erstausbildung.

Sie soll zuerst überlegen, wo sie wohnen und was sie nach der Geburt machen will.

Sandywiesbeck
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Re: Viele Fragen: 22, schwanger, Studium abbrechen, welches Amt , ohne Wohnung

Ungelesener Beitragvon Sandywiesbeck » 25.06.2017, 15:48

Ja sie möchte wieder in Frankfurt wohnen. Das Studium möchte sie offiziell Ende Juli abbrechen. Das erste Jahr möchte sie sich selber um das Kind kümmern und zu Hause bleiben und danach eine Ausbildung machen. Wenn das finanziell möglich ist .
Welchen Vater meinst du jetzt mit unterhaltspflichtig bis 25 Jahre , ihr eigener Vater oder der Vater ihres Kindes ? Vielen Dank für die Mühe mir zu antworten liebe Grüße Sandra

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Re: Viele Fragen: 22, schwanger, Studium abbrechen, welches Amt , ohne Wohnung

Ungelesener Beitragvon vierzehnnothelfer » 25.06.2017, 16:33

der Vater des Kindes. Sie muss erst einmal
sehen, dass sie nachweist, dass er der Vater ist.
Er muss dann ab sechs Wochen vor der Geburt für sie
Unterhalt zahlen. Für das Kind ab Geburt.
Wenn sie ein Jahr pausieren will, für ein Jahr. Sonst
bis das Kind drei ist für sie und bis das Kind 25 ist oder
eine Ausbildung hat für das Kind. Aber wichtig ist
der Vaterschaftstest.

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Re: Viele Fragen: 22, schwanger, Studium abbrechen, welches Amt , ohne Wohnung

Ungelesener Beitragvon Angela1968 » 25.06.2017, 19:17

Hallo Sandy Wiesbeck,

mich hat es schon ein wenig gewundert Deine Frage wessen Vater für das Kind Deiner Tochter aufzukommen hat. Normal sollte da keine Frage aufkommen. Denn eigentlich sind immer die Eltern eines Kindes für die Erziehung des Kindes zuständig und auch für die Finanzierung dessen. Oder ist der Vater Deiner Tochter etwa auch der Vater vom Kind Deiner Tochter? Dann wäre Deine Frage zu verstehen.

Das Amt oder der Staat sind normalerweise nur bei ziemicher Mittellosigkeit beider Eltern für die Finanzierung des Kindes zuständig.

Angela
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Re: Viele Fragen: 22, schwanger, Studium abbrechen, welches Amt , ohne Wohnung

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 25.06.2017, 21:37

Hallo Sandy Wiesbeck,

wenn du denkst es geht nicht mehr, warte ab - es kommt noch mehr..., was ich für Euch (Tochter, Vater, Mutter, Kindsvater) nicht hoffe,
denn die Situation ist schlimm genug.

Habe ich die Situation richtig verstanden?
Du und der Ex seid auseinander. Die Tochter studiert in Bayern, ist beim Vater in Frankfurt gemeldet, der Moslem ist und welche Staatsan-
gehörigkeit hat? Lebt er als Single oder in Partnerschaft? Die Tochter möchte wieder nach Frankfurt zurück und der ehemalige Freund ist
ncht mehr interessiert an ihr.

Ich würde folgendermaßen vorgehen:
Sie soll sofort einen Termin mit der Studienberatung ihrer Universität vereinbaren und sich beraten lassen damit keine Fehler passieren,
wenn Sie doch weiter studieren würde, denn dort ist ihr Fall sicher kein Einzelfall.

Sie sollte weiterhin mit dem Jobcenter/Agentur für Arbeit in Bayern reden um zu sehen, welche Möglichkeiten sie in Frankfurt hat. Dort
kann man ihr keine Zusagen geben aber die grobe Richtung aufzeigen, was zu tun ist.

Dann sollte sie zum örtlichen Jugendamt in Bayern gehen und sich beraten lassen, wie sie vorgehen soll im Hinblik auf die Schwangerschaft.
In Hessen sind die Bedingungen sicherlich nicht dekungsgleich aber die Richtung stimmt. Dort wird man sie "aufklären", wie sie mit dem
Kindsvater umgehen soll. Er wäre unterhaltspflichtig drei Monate vor der Geburt 36 Monate nach der Geburt aber....... der arme Kerl hat
ja nur 1600€ Brutto, sein Freibetrag wäre rund 1.080 € aber damit ist Unterhalt ein NULL SUMMEN SPIEL. Daher ist die Beratung lebens-
wichtig für sie.

Drücke Euch ganz fest die Daumen.

LG Rolf

Nach der Geburt sieht es anders aus aber...... nicht zu viel auf einmal.
Zuletzt geändert von CuttySark am 25.06.2017, 21:39, insgesamt 1-mal geändert.
Ich bin Laie.
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vierzehnnothelfer
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Re: Viele Fragen: 22, schwanger, Studium abbrechen, welches Amt , ohne Wohnung

Ungelesener Beitragvon vierzehnnothelfer » 26.06.2017, 06:39

1600 NETTO, da kann er doch etwas zahlen.

Sandywiesbeck
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Re: Viele Fragen: 22, schwanger, Studium abbrechen, welches Amt , ohne Wohnung

Ungelesener Beitragvon Sandywiesbeck » 26.06.2017, 07:35

CuttySark hat geschrieben:Hallo Sandy Wiesbeck,

wenn du denkst es geht nicht mehr, warte ab - es kommt noch mehr..., was ich für Euch (Tochter, Vater, Mutter, Kindsvater) nicht hoffe,
denn die Situation ist schlimm genug.

Habe ich die Situation richtig verstanden?
Du und der Ex seid auseinander. Die Tochter studiert in Bayern, ist beim Vater in Frankfurt gemeldet, der Moslem ist und welche Staatsan-
gehörigkeit hat? Lebt er als Single oder in Partnerschaft? Die Tochter möchte wieder nach Frankfurt zurück und der ehemalige Freund ist
ncht mehr interessiert an ihr.
Also mein Exmann und ich sind seit 12 Jahren geschieden. Seine Staatsangehörigkeit und ob er in einer Partnerschaft sind für den Fall wohl nicht relevant, eventuell sollte meine Tochter ihren Wohnsitz dort abmelden, falls ihr von irgendeinem Amt was zustehen sollte. Der Kindsvater müsste ca. 500€ an meine Tochter zahlen( 1600 netto) , dann könnte er seine Wohnung in Bonn nicht mehr behalten ( was mir persönlich sehr leid tun würde)

Ich würde folgendermaßen vorgehen:
Sie soll sofort einen Termin mit der Studienberatung ihrer Universität vereinbaren und sich beraten lassen damit keine Fehler passieren,
wenn Sie doch weiter studieren würde, denn dort ist ihr Fall sicher kein Einzelfall.
Fand mehrmals statt, sie wird ihr Studium Ende Juli abbrechen

Sie sollte weiterhin mit dem Jobcenter/Agentur für Arbeit in Bayern reden um zu sehen, welche Möglichkeiten sie in Frankfurt hat. Dort
kann man ihr keine Zusagen geben aber die grobe Richtung aufzeigen, was zu tun ist.

Dann sollte sie zum örtlichen Jugendamt in Bayern gehen und sich beraten lassen, wie sie vorgehen soll im Hinblik auf die Schwangerschaft.
In Hessen sind die Bedingungen sicherlich nicht dekungsgleich aber die Richtung stimmt. Dort wird man sie "aufklären", wie sie mit dem
Kindsvater umgehen soll. Er wäre unterhaltspflichtig drei Monate vor der Geburt 36 Monate nach der Geburt aber....... der arme Kerl hat
ja nur 1600€ Brutto, sein Freibetrag wäre rund 1.080 € aber damit ist Unterhalt ein NULL SUMMEN SPIEL. Daher ist die Beratung lebens-
wichtig für sie.
500€ muss er zahlen ( er hat sich selber beraten lassen) .

Drücke Euch ganz fest die Daumen.
Danke
LG Rolf

Nach der Geburt sieht es anders aus aber...... nicht zu viel auf einmal.

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Re: Viele Fragen: 22, schwanger, Studium abbrechen, welches Amt , ohne Wohnung

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 26.06.2017, 08:21

Moin, Moin viezehnnothelfer,

stimmt. Ich hatte Brutto in Erinnerung.
Entschuldige bitte.

LG Rolf
Ich bin Laie.
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Re: Viele Fragen: 22, schwanger, Studium abbrechen, welches Amt , ohne Wohnung

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 26.06.2017, 08:26

Hallo Sandywiesbeck,

entschuldige bitte. Ich hatte 1600 Brutto in Erinnerung.
Also bekäme die Tochter Geld aber das reicht bei weitem
nicht.

Nach der Geburt können Eltern bis auf rund 770 € ge-
pfändet werden.

LG Rolf :)
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