Wohngeld Rückzahlung

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B'Lana
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Wohngeld Rückzahlung

Ungelesener Beitragvon B'Lana » 17.10.2017, 08:39

Hallo und danke für die Aufnahme,

mein Mann ist Vollzeit beschäftigt, ich bin leider ( erfolglos ) auf Arbeitssuche. Wir haben 2 Kinder. Ich habe Juni 16 Wohngeld beantragt. Dieses wurde in Höhe 141,- € für ein Jahr gewährt. Mein Mann bekam im laufenden Jahr dann mehr Geld, da es aber extrem schwankte, konnten wir nicht genau sagen, ob wir über die 15% kamen.
Ich stellte dann einen Weitergewährungsantrag und siehe da.. wir sind drüber. Nun gut, irgendwo ist halt nun mal die Grenze.
Die Weitergewährung wurde also abgelehnt und für das vergangene Jahr wurde eine Rückzahlungsaufforderung geschickt. Ich habe die Berechnungen umfassend geprüft und komme auf das selbe Ergebniss. Ok, wir haben mehr Gehalt ( das ist ja schön ) und dann steht uns eben kein Wohngeld mehr zu. Nur haben wir nun nicht soooo viel Geld mehr, dass wir hätten Rücklagen hätten bilden können. Wir sind 36,90 € über dem Hartz4 Satz. Über Sinn und UNgerechtigkeit möchte ich hier gar nicht sprechen. Aber ich habe mal gelesen, dass man verbrauchte Leistungen nicht unbedingt zurück zahlen muß, weil sie ja eben verbraucht wurden und man ja trotzdem nicht in Saus und Braus lebte. Aber Sozialgeld ist kein Wohngeld.

Versteht mich bitt enicht falsch. Ich will nichts, was mir nicht zusteht. Ich hätte wirklich gerne einen Job. Aber derzeit ist leider nichts in Sicht. Wir müssen nun 1692,- € zurück zahlen.. nur von was? Wenn ich vom Gehalt alles abziehe ( Miete, Kitagebühren, Versicherungen, Telefon, Internet ) bleiben uns 754,- € für Lebensmittel, Klamotten und Tank. Von was soll ich denn nun von mir aus auch in Raten das zurück zahlen.
und dabei bleibt es ja nicht. Wir müssen auch ( weil wir eben mehr Geld nun haben ) die Kitagebühren anteilig zurück zahlen, besser gesagt, den zuschuss zum Essen. Das sind auch noch mal 880,- €

Kinderzuschlag steht uns natürlich auch nicht zu, der Antrag wurde eben wegen diesen 36,90 abgelehnt.

Wir leben hier nicht in Saus und Braus, wir haben 17 Jahre alte Autos, unsere Kinder tragen Aldi und Lidl ( find ich jetzt auch nicht so schlimm, nur nicht das hier denkt, wir leben hier super toll und wollen kein Geld zurück zahlen ) Es geht nicht um WOLLEN, es geht um nicht können.

Was mich aber nun wirklich an der Berechnung verwirrt ist der Betrag für die Miete. Bei uns werden 730,- € Miete berücksichtigt, was unsere Mietkosten aber nicht wirklich denkt. Ich wohne im Rhein Main Gebiet und ich wohne wirklich günstig. Aber 730,- € das ist gerade mal die Kaltmiete. Bei Hartz 4 werden aber doch die Nebenkosten und Miete in tatsächlicher Höhe berücksichtigt, sofern die Wohnung der Familiengröße und Mietpreis der Umgebung passt. Ich weiß, dass unsere WOhnung, so wie sie ist, für Hartz4 komplett angerechnet wird. Aber bei Wohngeld dann "nur" 730,- € das ist doch eine Benachteiligung der Familien, die arbeiten gehen.

ok, nun hab ich viel geschrieben. Den bescheid an sich möchte ich nicht anzweifeln. Aber ich weiß nicht, von WAS wir es zurück zahlen sollen. Hab ich irgendwelche Möglichkeiten?

Danke und Grüße

Elfriede
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Re: Wohngeld Rückzahlung

Ungelesener Beitragvon Elfriede » 17.10.2017, 09:20

Hallo Lana
Ja, das ist sehr schwierig.
Hab auch Gläubiger im Naken sitzen.die versuchen mir Raten von 20 Euro im Monat aufzu schwatzen
Wären Bei 2000. Euro etwa 10 jahre.
Ok.ich sag einfach mal,lasse dich beraten von einem sozialhilfe verband.im ort. Ich weiss wirklich wie das ist.versteh dich gut.
Viel glück wünsche ich dir. Gruss elfriede
Zuletzt geändert von Elfriede am 17.10.2017, 09:21, insgesamt 1-mal geändert.

Heinrich
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Re: Wohngeld Rückzahlung

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 17.10.2017, 10:13

Hallo B'Lana,

ich gebe zu, daß Wohngeld nicht ganz meine Baustelle ist, vermute aber, daß es um die Anspruchsberechtigung geht - wie bei allen staatlichen Leistungen.

Wenn Ihr nachhaltig zu viel verdient habt und deswegen quasi rückwirkend nicht mehr anspruchsberechtigt seid für Wohngeld, dann ist das so.

Für die Rückzahlung läßt sich sicherlich Ratenzahlung vereinbaren.

Nichtsdestotrotz schließe ich mich meiner Vorrednerin an und empfehle eine ausführliche fachliche Beratung vor Ort. Entweder von einer Beratungsstelle oder ggf. von einem Fachanwalt für Wohnrecht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Beratungshilfe

H.
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Re: Wohngeld Rückzahlung

Ungelesener Beitragvon w12 » 17.10.2017, 18:05

Hallo B'Lana

Eine vorübergehende Änderung der Verhältnisse (nicht über 2 Monate) wäre unbedenklich.
Ggf. den Bescheid doch mal prüfen lassen.

Im SGB II ist die Höhe der Wohnungskosten nicht abhängig vom Umfeld, sondern von der, für den jeweiligen Ort, festgesetzten angemessenen Miete.
Ob ggf. ein Anspruch auf ALG II besteht, solltet ihr prüfen.

Gruß
w12
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Die von mir gemachten Äusserungen und Kommentare sowie eigene Beiträge spiegeln nur meine pers. Meinung wieder und stellen auch keine Rechtsberatung dar oder ersetzen eine solche.


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