Mindesteinkommen Wohngeld

Wohngeld, BAFÖG, Unterhalt, usw...

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CuttySark
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Re: Mindesteinkommen Wohngeld

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 25.12.2017, 07:55

Moin, Moin Berta,

danke für die Erklärung aber auch das Ergebnis ist kein Problem. Wie w12 schon schreibt, ist das mit der Tochter kein Problem. Also umsetzen und fertig.

Frohe Weihnachten
Rolf
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Heinrich
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Re: Mindesteinkommen Wohngeld

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 25.12.2017, 09:36

Hallo BertaB,

zunächst mal frohes Fest.

Ich finde den Vorschlag von w12, daß sich Deine Tochter die Höhe des Elternunterhaltes von einem Fachmann vor Ort ausrechnen lassen sollte, hervorragend. Dann werdet Ihr mit hoher Wahrscheinlichkeit sehen, daß dieser Betrag die 140 € (signifikant) unterschreitet.

Ergänzend solltest Du mal einen Wohngeldrechner nutzen und als Einkommen 710 € oder ggf. etwas mehr eingeben. Das entspricht in etwa Deiner Rente plus Zuwendung der Tochter. Ich bin zuversichtlich, daß das Wohngeld geringer ausfallen wird als die zu erwartende aufstockende Sozialhilfe in Höhe von etwa 300€.

Wenn die Sozialhilfe dann höher ist als das Wohngeld + der Elternunterhalt geringer ist als die 140 €, dann gibt es soweit keinen Grund mehr, keine Sozialhilfe zu beantragen.

Und noch als Anmerkung: Angst ist nicht immer ein guter Ratgeber bei Problemlösungen ;)

H.
Ich bin La-la-laie, und meine Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung und/oder Einschätzung zur jeweiligen Situation dar, bzw. schildere ich, was ich selbst in der jeweiligen Situation tun würde.

BertaB

Re: Mindesteinkommen Wohngeld

Ungelesener Beitragvon BertaB » 25.12.2017, 10:41

Wenn meine Tochter wieder arbeiten geht, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass sie beide über 3240 Euro kommen. Wie gesagt kenne ich die genauen finanziellen Verhältnisse nicht. Gestern habe ich kurz mit ihr darüber gesprochen und sie meinte, dass sie dann darüber ist. Sie sagt, dass sie mir lieber freiwillig mit ca. 150 Euro helfen würde.

Ich selbst habe vor 25 Jahren schon mal Sozialhilfe bekommen als ich Alleinerziehend war und ich möchte das nicht noch mal haben, wenn es sich irgendwie vermeiden lässt. Also gehe ich lieber die Variante Wohngeld erst mal an und hoffe so sehr, dass die Aufstockung meiner Tochter nicht allzu hoch ausfallen wird. Vielleicht kann ich sie ja dann auch bei der Kinderbetreuung unterstützen, so dass sie sich diese ihrerseits wieder sparen kann.

Jetzt möchte ich mich aber noch ganz herzlich bei euch bedanken, dass ihr trotz Weihnachten mir hier geschrieben habt und doch etwas Licht ins die Sache gebracht habt, dass meine Lage nicht so auswegslos ist.

Nachtrag: ich gehe jetzt diese oder nächste Woche mit meiner Tochter zur Wohngeldstelle und lasse mal alles ausrechnen.
Zuletzt geändert von BertaB am 25.12.2017, 10:46, insgesamt 1-mal geändert.

CuttySark
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Re: Mindesteinkommen Wohngeld

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 25.12.2017, 12:14

Ach BertaB,

jeder Mensch hat das Recht seinen Weg zu gehen. Ich hatte Dir geschrieben, welcher Weg sinnvoll ist. Wenn Du andere Weg gehst, ist das Dein Problem.
Du zahlst dann rund 20 € an Rundfunk- und Fernsehgebühr. Deine Tochter kann Deine Unterhaltszahlung, da schwarz gezahlt, nicht dem Finanzamt gegenüber als Ausgabe absetzen und darf zu Belohnung noch Deine Beerdigung bezahlen. Der heimliche Wunsch jeden Kindes.

Mitnehmen was mitzunehmen ist. Also jetzt eine Sterbegeldversicherung abschließen, da zahlt das Sozialamt. Später nicht mehr. Jetzt Sozialhilfe beziehen und wenn sich Dinge im Leben Deiner Tochter ändern, vielleicht wird sie ja auch wieder geschieden oder der Mann verstirbt, dann erneut überlegen.

Da Du schon groß bist, denke ich, dass Du den Gang zum Amt für Wohngeld und auch zum Sozialamt alleine schaffst.

Liebe Grüße
Rolf
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Re: Mindesteinkommen Wohngeld

Ungelesener Beitragvon w12 » 25.12.2017, 12:56

Hallo

Es geht auch um den Verdacht des Missbrauchs.

Ab Antragstellung gewährt die Tochter einen (freiwilligen) Unterhalt in Höhe von genau ausreichend.
Dieser sollten dann aber nicht nur ausreichend für 80 % sein.
Sie wäre bei Sozialhilfe unterhaltsverpflichtet und müsste ggf. mehr zahlen.

Da ich aber die Urteile zum WG für einen solchen Fall nicht kenne, ist das nur meine Einschätzung.

Die Tochter möchte nur 150 Euro zahlen, obwohl sie mehr als genug Geld hat, auch wenn dadurch die Mutter nicht genug zum Leben hat.
Das ist Fakt.

Werten möchte ich das nicht.

Gruß
w12
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Re: Mindesteinkommen Wohngeld

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 25.12.2017, 16:42

Hallo w12,

mein Vorschlag ist doch völlig Ergebnis offen. BertaB stellt einen Wohngeldantrag und gleichzeitig einen Sozialhilfeantrag. In beiden Fällen kommt es zu Berechnungen. Nehmen wir mal an: Wohngeldanspruch 50 € und Sozialhilfeanspruch 250 €. Dann könnte BertaB immer noch sagen: ich verzichte auf meinen Sozialhilfeanspruch.

Aber so hat Sie eine klare Entscheidungsgrundlage. Sie könnte sich die 250 € von der Tochter zahlen lassen und ihr 100 € wieder zurückerstatten. Dann könnte die Tochter Zahlung steuerlich verwerten.

Gruß
Rolf
Zuletzt geändert von CuttySark am 25.12.2017, 16:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Mindesteinkommen Wohngeld

Ungelesener Beitragvon w12 » 26.12.2017, 16:12

Hallo

Der Antrag auf Sozialhilfe ist bereits Ausschlussgrund für Wohngeld.

Das Soziallamt wird prüfen, ob und in welcher Höhe Unterhalt, übergeleitet werden kann.
Dann ggf. ob Wohngeld vorrangig in Anspruch zu nehmen ist.

Beim Antrag Sozialhilfe kein Unterhalt, beim Antrag Wohngeld 150 Euro.

Möge die Macht mit BertaB sein.

Gruß
w12
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BertaB

Re: Mindesteinkommen Wohngeld

Ungelesener Beitragvon BertaB » 27.12.2017, 09:18

ich war heute morgen auf der Wohngeldstelle. Um es kurz zu machen: der Unterhalt von meiner Tochter wird angerechnet. Als Nachweis muss ich die Kontoauszüge einreichen auf denen der Unterhalt steht. Und somit würde mein Einkommen dann für Wohngeld reichen.

Ich weiß, es kann mancher nicht nachvollziehen, dass ich diesen Weg des Wohngeldes gegangen bin und nicht die HLU. Das Trauma von früher steckt mir aber immer noch in den Knochen von früher beim Bezug von HLU. Und so ist es mir lieber, wenn mir meine Tochter freiwillig hilft und ich so klar komme. Als Entschädigung helfe ich ihr natürlich auch bei der Kinderbetreuung oder beim Putzen, so weit es mir mit meiner Erkrankung möglich ist.

Jetzt hoffe ich, dass ganz viele Menschen gut ins Neue Jahr kommen und nicht zu viele Sorgen haben, die sie erdrücken. Das wünsche ich euch von ganzem Herzen.

Heinrich
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Re: Mindesteinkommen Wohngeld

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 27.12.2017, 10:16

Hallo BertaB,

BertaB hat geschrieben:iIch weiß, es kann mancher nicht nachvollziehen, dass ich diesen Weg des Wohngeldes gegangen bin

nachvollziehen kann ich Deinen Wunsch sehr gut, dennoch sehe ich den Bezug von Wohngeld als problematisch:

1. da die zu erwartende HzL nach meiner Schätzung höher ausfällt als Wohngeld und somit vorrangig wäre

2. die Tochter mit 140 € möglicherweiuse mehr zahlt als an Elternunterhalt anfallen würde

3. nach der genannten "Entschädigung", die Du Deiner Tochter für die 140 € zu leisten gedenkst, klingt das Ganze für mich nach einem inoffiziellen Arbeitsverhältnis. Ein monatliches "Taschengeld" von Deiner Tochter an Dich - ohne Gegenleistung, auch, wenn Du sie vielleicht gerne erbringst, - ist nicht möglich?

Ich halte das alles für sehr bedenklich aber es ist nicht meine Angelegenheit.

Auch Dir alles Gute.

H.
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BertaB

Re: Mindesteinkommen Wohngeld

Ungelesener Beitragvon BertaB » 27.12.2017, 10:23

Nein Heinrich. Meine Tochter sagte, dass sie mir auf jeden Fall hilft, so weit sie das finanziell verkraften kann. Es beruhigt mich vielleicht etwas, dass auch ich ihr ja helfe, wenn ich ab und zu auf den Enkel aufpasse. Es beruhigt mein Gewissen. Durch meine Erkrankung wird meine Hilfe aber nicht so ausfallen, wie eine Tochter das sich so wünschen würde. Aber vielleicht kann ich ein kleines Stück beitragen, wenn auch nicht viel.

Nachtrag: es ist wohl auch so, dass Wohngeld vorrang hat vor HLU, wenn das Einkommen reicht. Durch das Wohngeld, die Rente und den Unterhalt komme ich jetzt auf den HLU Satz.
Zuletzt geändert von BertaB am 27.12.2017, 10:28, insgesamt 1-mal geändert.


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