Mögliche Nachteile einer Schwerbehinderung

Fragen zu den Regelleistung zur Sicherung des Lebensunterhalts (§ 20 SGB II)

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Heinrich
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Re: Mögliche Nachteile einer Schwerbehinderung

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 09.11.2017, 10:46

Hallo FastVerzweifelt,

FastVerzweifelt hat geschrieben:Dass man Beratungsscheine für einen Anwalt bekommen kann wusste ich bereits. Aber dass es das auch für einen Steuerberater geben kann, war mir nicht klar.

während CuttySark bei sozialrechtlichen Problemen gerne die beiden Verbände SoVD und VdK empfiehlt, tendiere ich mehr zum "Beratungsschein", da man bei den Verbänden kostenpflichtig Mitglied sein muß um deren Dienste nutzen zu können. Gerade in dringenden Angelegenheiten jedoch ist für mich fraglich, wie schnell man dort beitreten kann.

Den Antrag auf Gewährung von Beratungshilfe kannst Du formlos bzw. persönlich beim für Dich zuständigen Amtsgericht stellen. Personalausweis und ggf. vorhandene Dokumente zur Sache mitnehmen. Soweit ich es selber kenne, kriegt man den Schein bei Bewilligung sofort mit.

Ob es einen Beratungsschein auch für Steuerberater gibt, ist mir bislang nicht bekannt. Ich habe den Link selbst grade noch mal überflogen und möglicherweise ist es so. Eventuell geht es aber eher um die rechtliche Beratung in Steuersachen, die auch ein Anwalt machen kann. Das

Leistungsspektrum eines Steuerberaters weicht da für mich noch ein wenig ab.

Aber nichtsdestotrotz - Du wirst es rauskriegen und ich wünsche gutes Gelingen

H.
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Re: Mögliche Nachteile einer Schwerbehinderung

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 09.11.2017, 11:35

Hallo FastVerzweifelt,

wie kommst Du darauf auch einen Beratungsschein für den Steuerberater zu bekommen? Dem ist nicht so. Ich rate Dir auch nicht in den Kampfmodus zu treten sondern Dein Hirn einzuschalten genau wie es die Menschen machen, die die Paradise Papers nutzen. Gesetze des Staates in dem man lebt rechtlich geschickt umgehen/anwenden, wie es beispielsweise VW im Fall der Prsche Übernahme machte oder wie es George Hamilton machte. Sein Privatjet landete in einer Steuersparoase, in der er Briefkasten Firmen hat und sparte durch diesen Umweg 4 Millionen an Umsatzsteuer. Das sind Dinge,
die ich liebe.

Vergiss den ganzen Mist mit verschwendeten Gedanken an eine eventuelle Möglichkeit wieder einen Job zu bekommen. Ein Ertrinkender käme auch nicht auf die Idee zu überlegen, wo er wohl im kommenden Jahr tätig sein könnte, sondern kümmert sich um das Hier und Jetzt.

LG Rolf
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Re: Mögliche Nachteile einer Schwerbehinderung

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 09.11.2017, 11:42

Oh Heinrich,

ich bin immer wieder erstaunt:

während CuttySark bei sozialrechtlichen Problemen gerne die beiden Verbände SoVD und VdK empfiehlt, tendiere ich mehr zum "Beratungsschein", da man bei den Verbänden kostenpflichtig Mitglied sein muß um deren Dienste nutzen zu können. Gerade in dringenden Angelegenheiten jedoch ist für mich fraglich, wie schnell man dort beitreten kann.


??????????? Warum hast du das dann nicht sofort geklärt? Die Mitgliedschaft für einen Sozialhilfeempfänger kostet 6 € und diese 6 € sein ein durchlaufender Posten. Man zahlt 6 € und bekommt 6 € vom Sozialamt erstattet. Also 0,00 € Aufwand. Man kann innerhalb einer Minute beitreten.

LG Rolf
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FastVerzweifelt
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Re: Mögliche Nachteile einer Schwerbehinderung

Ungelesener Beitragvon FastVerzweifelt » 09.11.2017, 11:43

Hallo Heinrich,

ich habe mit dem Gericht telefoniert. Für den Beratungsschein (Anwalt) muss ich nur noch den Verkehrswert meines Autos herausfinden. Den Beratungsschein für den Steuerberater bekomme ich, wenn der Anwalt darlegt, dass eine Beratung unausweichlich ist, da ich sonst auf Rechte verzichten müsste (Erstattung von Steuern, wegen Nachzahlung der Krankenversicherung), jedoch Pflichten (die Nachzahlung) nachkommen muss. Insbesondere, da ich dadurch in eine Privatinsolvenz geraten könnte. Es können aber auch beide Leistungen (Juristisches und Steuerrechtliches) in Einem erfolgen. Dies würde durch einen geeigneten Fachanwalt für Steuerrecht erfolgen. Man machte mich darauf aufmerksam, dass es in der Nähe einige gute Anwälte gäbe, die sich auf Privatinsolvenzen spezialisiert haben. Ich habe die freie Wahl, mir den passenden Anwalt zu suchen. Er muss nur einer sein, der einen Beratungsschein als Honorar akzeptiert.

Ist aber nur eine mündliche Aussage. Scheinbar will man mich nicht auch noch als aussichtslosen drohenden Insolvenzfall auf dem Schreibtisch haben. Man bevorzuge es, erst nach einem aussergerichtlichen Einigungsversuch tätig zu werden.

Beim VDK habe ich zumindest erreicht, dass ich eine kostenlose unverbindliche Erstberatung bekommen kann, ohne bereits Mitglied zu sein. Man versucht, bis Mitte der nächsten Woche einen passenden Berater zu finden, der Zeit hat. Ich muss evtl. 50 km fahren ... aber das wäre trotzdem ein "guter Deal". Die Kosten für die Mitgliedschaft kann ich scheinbar beim Jobcenter geltend machen.

Es gäbe auch Möglichkeiten, mich in ein Ehrenamt zu vermitteln. Dies hätte angeblich keine negativen Auswirkungen im Bezug auf die Ämter. Eher das Gegenteil. Man würde mich länger in Ruhe lassen und diese Tätigkeit würde sich auch gut in meinem Lebenslauf machen. Privat engagiert ist besser als "Hat nur rumgehartzt".

Ich werde also erst den Termin beim VDK in Anspruch nehmen. Dort werde ich nach dem genauen Procedere bezüglich der Beratungsscheine und der Übernahme der VDK-Kosten durch das Jobcenter fragen und abschätzen lassen, ob ich meinen Antrag auf Anerkennung als Schwerbehinderter vorantreiben oder zurückziehen soll. Auch den bisherigen Weg der Schuldnerberatung kann ich noch mal auf Richtigkeit und Notwendigkeit prüfen lassen. Da war ja schon was gewaltig schiefgegangen, das ich gerade so wieder hinbiegen konnte.

Sollte der Termin beim Jobcenter in die Quere kommen, werde ich mich erst mal krank schreiben lassen. Eine Krankmeldung vom Hausarzt, dass ich aktut erkrankt bin, ist zum Glück kein Problem. Da der Amtsarzt mich für den gesamten Bewilligungszeitraum als Arbeitsunfähig ansieht, sollte das nicht allzu dubios wirken. Erst mal meine Truppen sammeln, bevor mir ein Amt den Krieg erklärt.

Wenn ich da mit spitzen Fingern rangehe und niemand beim Amt verärgern will ... kann ich den Ablauf noch optimieren bzw. mache ich gerade noch etwas falsch?

Heinrich
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Re: Mögliche Nachteile einer Schwerbehinderung

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 10.11.2017, 05:49

Hallo FastVerzweifelt,

ich hatte nur gelesen, daß Du ein Problem hast, was dringlich erschien und Dir aus schon genannten Gründen deshalb den Link zur Beratungshilfe eingestellt.

Da ich Deine Gesamtproblematik nicht im Kopf habe, kann ich die beiden Fragen leider nicht beantworten. Zudem kenne ich mich mit Behinderungen nicht aus.

H.
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Re: Mögliche Nachteile einer Schwerbehinderung

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 10.11.2017, 06:03

Hallo FastVerzweifelt,

in Ergänzung meines vorangegangenen Beitrags:

FastVerzweifelt hat geschrieben:Es gäbe auch Möglichkeiten, mich in ein Ehrenamt zu vermitteln. Dies hätte angeblich keine negativen Auswirkungen im Bezug auf die Ämter. Eher das Gegenteil. Man würde mich länger in Ruhe lassen und diese Tätigkeit würde sich auch gut in meinem Lebenslauf machen. Privat engagiert ist besser als "Hat nur rumgehartzt".


Ein Ehrenamt sollte man aus Überzeugung ausüben und nicht aus taktischen Gründen.

Nur als persönliche Anmerkung.

H.
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Re: Mögliche Nachteile einer Schwerbehinderung

Ungelesener Beitragvon FastVerzweifelt » 01.12.2017, 10:57

Heinrich hat geschrieben:Ein Ehrenamt sollte man aus Überzeugung ausüben und nicht aus taktischen Gründen.

Nur als persönliche Anmerkung.

H.


Ich wurde um vom VDK auf Grund meiner beruflichen Qulifikation gebeten, bei ihnen erhrenamtlich zu helfen. Es wäre also für beide Seiten von Vorteil und wem entsteht dadurch ein Schaden (ich würde keine Bezahlung oder Fahrtkostenerstattung bekommen)?

Was ist daran verwerflich?

Aber zur Beruhigung ... bei einer amtsärztlichen Untersuchung des Jobcenters wurde festgelegt, dass ich 6 Monate nicht arbeiten kann/darf. Aus Versicherungsgründen darf ich deshalb nicht für den VDK tätig werden.

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Re: Mögliche Nachteile einer Schwerbehinderung

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 01.12.2017, 13:21

Hallo FastVerzweifelt,

da hast Du unseren Heinrich aber falsch verstanden. Niemand hat hier etwas gegen ein Ehrenamt. Er bemerkte nur, dass ein Ehrenamt aus Überzeugung
angetreten werden soll, womit er eindeutig Recht hat.

Gruß
Rolf
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