Rückkehr in Gesetzliche Krankenkasse verweigert

Fragen zu den Regelleistung zur Sicherung des Lebensunterhalts (§ 20 SGB II)

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kalle12
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Rückkehr in Gesetzliche Krankenkasse verweigert

Ungelesener Beitragvon kalle12 » 12.02.2018, 11:15

Hallo,

seit meiner Antrag auf ALGII vor 4 Monaten bin ich immer noch nicht Krankenversichert.
Zuletzt war ich vor 2007 gesetzlich Krankenversichert und diese verweigert die Wideraufnahme da ich über 55 Jahre bin und lange Zeit nicht Pflicht/ bzw. gar nicht versichert war.
Eigentlich dachte ich das ich bei Antrag auf ALGII automatisch vom Leistungsträger Jobcenter pflichtversichert werde aber dem ist nicht so.
Hier teilt man mir nur mit das ich eine Bestätigung zur Aufnahme vorlegen soll.
Es heißt doch das nach dem Gesetzt in Deutschland niemand ohne Krankenversicherung sein darf und die Gesetzlichen zur Aufnahme verpflichtet sind.
Sieht die realität anders aus ?
Viele Grüsse
Zuletzt geändert von kalle12 am 12.02.2018, 11:26, insgesamt 1-mal geändert.

Heinrich
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Re: Rückkehr in Gesetzliche Krankenkasse verweigert

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 12.02.2018, 12:52

Hallo kalle12,

es ist schon richtig, daß in D seit 200x Krankenversicherungspflicht herrscht.

Auch ist richtig, daß das JC Dich normalerweise automatisch pflichtversichert in der GKV, wenn Du eine entsprechende Krankenkasse benennst. Deshalb will man die Aufnahmebestätigung.

Das Problem scheint darin zu liegen, daß Deine alte KK Dich nicht mehr haben will. Hast Du versucht, einer anderen beizutreten?

Wenn Dir Deine alte bzw. die gesetzlichen Krankenkassen die Aufnahme verweigern, dann solltest Du das klärende Gespräch suchen bzw. Dich an eine Beratungsstelle für Arbeitslose wenden. Evtl. auch an einen Anwalt, damit Du schnellstmöglich wieder krankenversichert bist.

H.
Ich bin La-la-laie, und meine Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung und/oder Einschätzung zur jeweiligen Situation dar, bzw. schildere ich, was ich selbst in der jeweiligen Situation tun würde.

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Re: Rückkehr in Gesetzliche Krankenkasse verweigert

Ungelesener Beitragvon DennisBln » 12.02.2018, 12:58

Hallo, Kalle!
Das Problem wird falsch angegangen. Wenn Du nicht Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung bist, bist Du zwangsläufig privatversichert. Das JC übernimmt bei Privatversicherten den Basistarif, also hole Dir von Deiner PKV die Unterlagen des Basistarifs und reiche diese beim JC ein. Ansonsten kommt irgendwann von Deiner Privaten KV eine böse Mahnung. Ohne Versicherungsschutz bei Bezug von ALG II kann man in D nicht dastehen. Das Problem im konkreten Fall ist wohl, daß Deine private KV nicht gekündigt ist (was logisch ist, da hierzu eine andere KV Deine Aufnahme bestätigen müßte, andernfalls die Kündigung nicht wirksam wird). Das Henne-Ei-Problem. Erstmal den Basistarif, dann kümmere Dich um den Beitritt in die GKV, damit Du überhaupt erstmal einen Schutz hast.

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Re: Rückkehr in Gesetzliche Krankenkasse verweigert

Ungelesener Beitragvon kalle12 » 12.02.2018, 13:13

@ DennisBln,

es gibt und gab keine PKV ! Ich war zuletzt 2005 bei einer Gesetzlichen Krankenversicherung versichert.....seither nicht mehr ...unglaublich ich weiß...aber leider wahr !

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Re: Rückkehr in Gesetzliche Krankenkasse verweigert

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 12.02.2018, 17:48

Guten Abend kalle12,

das ist wohl ein Problem, was Du mit der GKV (gesetzlichen Krankenversicherung) hast und das Du sicherlich nicht alleine lösen kannst. Du musst Dich an Caritas oder Innere Mission wenden und Beratung suchen.

http://www.sparen.de/expertentipp/ob-ge ... chert-sein

Hier wird Dir niemand helfen können. Das auf Dich zukommende Problem ist verdammt ernst. Die Krankenversicherungspflicht besteht seit 2007 und seitdem schuldest Du der GKV Krankenversicherungsbeiträge.

Gruß
Rolf

Ps: Ich würde Dein Verhalten schon als kriminell bezeichnen. Nimm bitte den Beratungsvorschlag sehr ernst.
Zuletzt geändert von CuttySark am 12.02.2018, 17:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Rückkehr in Gesetzliche Krankenkasse verweigert

Ungelesener Beitragvon kalle12 » 12.02.2018, 18:29

@ CuttySark....

Du würdest mein Verhalten schon als kriminell bezeichen ...so so !
Verate mir doch mal warum ich seit diesem Zeitraum der GKV Beiträge schulde ?
In dem nichtversicherten Zeitraum war ich fünf Jahre Selbstständig also umgehend nach meiner letzten Versicherung 2005 als Angestellter.
Ich war maximal über einen längeren Zeitraum Nichtversichert als Selbstständiger und habe meine Arztkosten immer aus eigener Tasche bezahlt.
Ich würde mein Verhalten im Nachhinein als Leichtsinnig und Dummheit bezeichnen wofür mir einmal richtig in den Arsch getreten gehört....aber bitte nur einmal. Und jetzt will ich wieder in die GKV wo ich zuletzt versichert war ...so wie es das Gesetz vorsieht.

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Re: Rückkehr in Gesetzliche Krankenkasse verweigert

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 12.02.2018, 20:40

Hallo Kalle,

sich streiten ist doch völliger Unsinn. Du warst seit 2007 verpflichtet Dich zu versichern. Drüber besteht sicherlich kein Diskussionsgrund. Ergo wäre es Deine Pflicht gewesen Dich zu versichern und ergo ist es Dein Job die Beiträge nachzuentrichten. So einfach ist der Sachverhalt. Wenn Du darüber streiten willst, dann bitte mit dem Gesundheitsministerium und niemand anderem.

Leider geht es nicht nach Deinem Willen, sondern nach der Gesetzgebung. Ist sie so, wie Du sagst, dann ist doch alles in bester Ordnung mal abgesehen von den 10 oder 11 Jahren Beiträgen, die Du nach entrichten musst.

Vermutlich muss Dich die Krankenkasse, bei der Du zuletzt versichert warst aufnehmen, und mit Ihr kannst Du dann die Beitragssache klären.

Gruß
Rolf

Ps: Ach Kalle, lies ganz einfach den von mir eingestellten Link.
Zuletzt geändert von CuttySark am 12.02.2018, 20:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Rückkehr in Gesetzliche Krankenkasse verweigert

Ungelesener Beitragvon kalle12 » 12.02.2018, 21:30

Hallo Rolf,

ich will mich alles andere als streiten Rolf dazu bin ich nicht diesem Forum beigetreten. Aber ich reagiere ziemlich empfindlich wenn man mich oder mein Handeln als Kriminell bezeichnet.
Deinen Link, danke dafür, habe ich sicherlich gelesen der aber nur Grundsätzliches beinhaltet und mir bekannt.
Auch habe ich nochmal mit der damaligen Krankenkasse telefoniert die mir nun Anträge zusenden wollen. Zum Punkt Rückversicherung und fehlender Beitragszahlung sagte man mir hier das es sogar eine Verjährungsfrist gibt von 10 Jahren zu fehlenden Beiträgen was in meinem Fall bedeuten würde so der Sachbearbeiter, das ich mit unterzeichnen einer Verzichtserklärung zu Ansprüchen in dieser Zeit gegen sie sogar nur für zwei Jahre ca. 50,- € pro Monat nachzahlen müsse. Damit käme ich relativ gut weg abgesehen davon das ich in den 12 Jahren mindestens 80.000,- € selbst an Ärzte bezahlt habe die mein Geld gerne genommen haben und ich behandelt wurde wie ein König. Ich darf einmal anmerken das ein Selbstzahler weitaus mehr für eine Behandlung berechnet bekommt als es eine gesetzliche Krankenkasse dem Arzt zahlen würde... auch das sind Tatsachen.
Was mir gewaltig stinkt ist das es eigentlich ganz einfache Gesetze gibt und diese doch nicht funktionieren. In meinem Fall das es eigentlich Angelegenheit des Jobcenter wäre die ALGII gewährt, sich aber um eine Versicherung bei einer GKV nicht kümmert obwohl das Gesetz sagt das Bezieher von ALGII gesetzlich Plichtversichert werden müssen und vom Leistungsräger angemeldet.
Ist aber auch jetzt egal....ich hoffe das sich alles zum positiven wendet.
Jedenfalls werde ich Einladungen des Jobcenters bis zur Aufnahme/Versicherung in die GKV nicht mehr nachkommen da sich die berechtigte Frage erhebt wer bei einen Unfall etc. die Kosten trägt.
Gruß
Kalle
Zuletzt geändert von kalle12 am 12.02.2018, 21:36, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Rückkehr in Gesetzliche Krankenkasse verweigert

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 13.02.2018, 04:47

Hallo kalle12,

kalle12 hat geschrieben:Was mir gewaltig stinkt ist das es eigentlich ganz einfache Gesetze gibt und diese doch nicht funktionieren. In meinem Fall das es eigentlich Angelegenheit des Jobcenter wäre die ALGII gewährt, sich aber um eine Versicherung bei einer GKV nicht kümmert obwohl das Gesetz sagt das Bezieher von ALGII gesetzlich Plichtversichert werden müssen und vom Leistungsräger angemeldet.

um Deinen Versicherungsschutz mußt Du Dich schon selbst kümmern. Das Jobcenter meldet Dich sicherlich in der von Dir gewümschten GKV an, wenn Du diese dem Jobcenter benennst.

Oder in anderen Worten: Die Krankenkasse, in der Du versichert sein möchtest, mußt Du schon selbst wählen! Das Jobcenter meldet Dich dann nur als Leistungsbezieher dort an und übernimmt die Beiträge. Die (Aus)Wahl des Versicherungsträgers (Krankenkasse) übernimmt das Jobcenter jedoch nicht für Dich!

H.
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Re: Rückkehr in Gesetzliche Krankenkasse verweigert

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 13.02.2018, 06:36

Guten Morgen Heinrich,

auch wieder eine Deiner tollen Ansichten, die aber nichts mit der Realität zu tun haben. Pflichtversicherer ist die Krankenkasse, in der der letzte Beitrag entrichtet wurde. Die Krankenkasse nimmt Ihrem Kunden aber nicht ab, mehr als zehn Jahre nicht versichert gewesen zu sein.

Würde kalle12 jetzt einen Midi-Job annehmen, dann dürfte er zwischen allen gesetzlichen Krankenversichern wählen.

LG Rolf

Ps: Ich warte immer noch auf die Auskunft für Wohnungssuchende mit kaputter Schufa. Dazu hast Du bis jetzt auch nichts gesagt.
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