Kosten für Abholung des eigenen Kindes und Aufwand während Betreuung bei mir

Fragen zu den Regelleistung zur Sicherung des Lebensunterhalts (§ 20 SGB II)

Moderator: Regelteam

Hyperionnn
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Kosten für Abholung des eigenen Kindes und Aufwand während Betreuung bei mir

Ungelesener Beitragvon Hyperionnn » 29.03.2018, 00:21

Hallo liebe Hartz IV Wissende!

Ich bin von meiner Ehefrau getrennt lebend, die Scheidung läuft.

Ich habe meinen 3-jährigen Sohn so ca 2 bis 3 mal pro Monat bei mir. Manchmal bringt ihn mir meine Exfrau mit dem Auto, manchmal fahre ich mit dem Zug zu ihr und hole ihn am Freitag um 11:30 im Kindergarten, manchmal aber bringt sie ihn mir erst um 16:00 an den Zug.

Fahrtaufwand von ihr mit ihrem Auto: 01:10 - km 80 - es geht nicht darum, dass ihre Kosten erstattet werden.

Fahrtaufwand für mich Bus - Bahn - S-Bahn - Bus 03:21 einfach. Kosten mit Bahncard 11,30 € einfach, 22,60 hin und retour, Metropolticket 21 € ist dann günstiger.

Damit komme ich auf Freitag Abholung 21 € und Sonntag wieder hinbringen 21 €.

Ich habe jetzt erfahren, dass mir dafür Geld vom Jobcenter zusteht.

Wie muss ich es belegen, dass die Besuche stattgefunden haben? Wenn ich ihn hole, habe ich ja die Zugfahrkarten als Beleg und Beweis. Wenn meine EheFrau ihn bringt und wieder holt, dann habe ich das natürlich nicht.

Wieviel kann ich für die Betreuungskosten wegen "temporärer Bedarfsgemeinschaft" von Freitag 11:30 bis Sonntag 18:00 beantragen?

Kann ich dies auch noch rückwirkend machen? Ich mache das ja schon seit 2-3 Monaten und habe das bisher selber bezahlt. Mit meiner Ehefrau ist alles friedlich, die würde mir stets bestätigen, was wahr und real war und oder ist.

Ganz herzlichen Dank fürs Lesen, Eindenken und Antworten
Hyperionnn

CuttySark
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Re: Kosten für Abholung des eigenen Kindes und Aufwand während Betreuung bei mir

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 29.03.2018, 04:49

Guten Morgen Hyaperionnn,

bitte lies:

https://www.scheidung-online.de/kinder/ ... ngskosten/

Umgangsrecht und Hartz 4:

Wenn der umgangsberechtigte Elternteil Leistungen nach dem SGB II (“Hartz 4”) bezieht, dann kann er vom Jobcenter einen Zuschuss zu den Kosten des Umgangs erhalten (Verwaltungsgericht Schleswig, NJW 2003, 79).
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass für das Kind für die Dauer seines Aufenthaltes beim SGB-II-beziehenden Elternteil tageweise Sozialgeld gezahlt wird. Den Antrag kann der “Besuchs”-Elternteil selbst stellen (BSG FamRZ 2014,126).


Gruß
Rolf
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Hyperionnn
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Re: Kosten für Abholung des eigenen Kindes und Aufwand während Betreuung bei mir

Ungelesener Beitragvon Hyperionnn » 30.03.2018, 20:19

Hallo CuttySark,

vielen Dank für deine Antwort.

"Wenn der umgangsberechtigte Elternteil Leistungen nach dem SGB II (“Hartz 4”) bezieht, dann kann er vom Jobcenter einen Zuschuss zu den Kosten des Umgangs erhalten (Verwaltungsgericht Schleswig, NJW 2003, 79)."

ist das eine kann oder eine Muß Regelung?

herz licht Grüße Hyperionnn

CuttySark
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Re: Kosten für Abholung des eigenen Kindes und Aufwand während Betreuung bei mir

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 31.03.2018, 02:10

Hallo Hyperionnn,

??????????????????
Ich denke eher eine MUSS Regel.
Wie sollte man ansonsten entscheiden?
Mutter sieht geil aus = Unterstützung
Vater das Gegenteil = Ablehnung

Gruß
Rolf
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Heinrich
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Re: Kosten für Abholung des eigenen Kindes und Aufwand während Betreuung bei mir

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 31.03.2018, 06:58

Hallo Hyperionnn,

Hyperionnn hat geschrieben:"Wenn der umgangsberechtigte Elternteil Leistungen nach dem SGB II (“Hartz 4”) bezieht, dann kann er vom Jobcenter einen Zuschuss zu den Kosten des Umgangs erhalten (Verwaltungsgericht Schleswig, NJW 2003, 79)."

ohne es zu wissen denke ich, daß Deine Frage sich so beantwortet.

H.
Ich bin La-la-laie, und meine Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung und/oder Einschätzung zur jeweiligen Situation dar, bzw. schildere ich, was ich selbst in der jeweiligen Situation tun würde.

CuttySark
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Re: Kosten für Abholung des eigenen Kindes und Aufwand während Betreuung bei mir

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 31.03.2018, 10:02

Hallo Heinrich,

schön wäre es, wenn Du uns diese Sonderfälle erklären würdest. Wer kann diese Leistung bekommen und bei wem wird sie abgelehnt, ohne ein Gleichheitsprinzip zu verletzen?

Bin schon richtig gespannt auf Deine Ausführungen.

Liebe österliche Grüße
Rolf
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sobriety
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Re: Kosten für Abholung des eigenen Kindes und Aufwand während Betreuung bei mir

Ungelesener Beitragvon sobriety » 02.04.2018, 01:11

1.
Temporäre Bedarfsgemeinschaft
(TBG)
Ein
minderjähriges
Kind getrennt lebender hilfebedürftiger Eltern ist
auch dann dauerhaft beiden elterlichen Haushalten zuzuordnen,
wenn es sich regelmäßig
wechselseitig
in beiden elterlichen
Haus-
halt
en aufhält.
Zu einer Prüfung des jeweiligen Aufenthaltes des
minderjährigen
Kindes kommt es dann, wenn die getrennt lebenden Eltern

hilfebedürftig sind,

Leistungen beziehen und

die Aufteilung der Leistungen für das Kind beantragen.
In diesem Fall sp
richt man von einer Temporären B
edarfsgemein-
schaft (TBG).
Der Aufenthalt der K
inder ist dann
unabhängig vom
Sorge
- und Umgangsrecht der Eltern anhand der tatsächlichen Ver-
hältnisse zu beurteile


In TBG
-Fällen
ist sicherzustellen, dass der Lebensunterhalt des
minderjährigen
Kindes in beiden BG gesichert ist. Die Regel-
und
ggf. Mehrbedarfe
des Kindes/der Kinder sind
nur dann auf beide BG
aufzuteilen, wenn b
eide Elternteile
hilfebedürftig sind oder
durch die
Aufnahme des Kindes
/der Kinder
in die BG
hilfebedürftig
werden
und
eine Aufteilung der Leistungen beantrage


https://con.arbeitsagentur.de/prod/apok ... 014177.pdf
Es grüßt sobriety


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