Gibt es einen Unterschied in der Höhe zwischen Wohngeld und Hilfe zum Lebensunterhalt?

Fragen zu den Regelleistung zur Sicherung des Lebensunterhalts (§ 20 SGB II)

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susanne
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Gibt es einen Unterschied in der Höhe zwischen Wohngeld und Hilfe zum Lebensunterhalt?

Ungelesener Beitragvon susanne » 29.03.2018, 16:14

Hallo Ihr Lieben,
vielleicht kann hier jemand mir, als Neuling hier helfen.
Ich bin seit Januar 2018 Frührentnerin und wollte beim Sozialamt Wohngeld beantragen. Dort sagte mir eine Mitarbeiterin, dass es von der Höhe her vorteilhafter sei, Hilfe zum Lebensunterhalt statt Wohngeld zu beantragen. Das tat ich. jetzt habe ich endlich meinen Bescheid. Doch die Höhe meiner Rente plus Hilfe zum Lebensunterhalt ist mit Hartz 4 identisch.
Wie kann es denn vorteilhafter sein? Weiß jemand, ob ich mehr bekommen würde, wenn ich doch zu Beginn Wohngeld beantragt hätte, so wie ich es wollte.
Danke, wenn mir jemand helfen kann. Vielleicht weiß auch jemand, an welche Stelle man sich persönlich wenden könnte, die einen darüber Auskunft geben kann.

Colloredo
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Re: Gibt es einen Unterschied in der Höhe zwischen Wohngeld und Hilfe zum Lebensunterhalt?

Ungelesener Beitragvon Colloredo » 29.03.2018, 16:28

Hallo Susanne,

Hilfe zum Lebensunterhalt / Grundsicherung im Alter / Hartz 4 sind alle circa gleich hoch (nur bei der Anrechnung von Lohn gibt es größere Unterschiede). Daher ist es nur logisch, dass Rente und Hilfe zum Lebensunterhalt genau so hoch ist wie bisher das Hartz 4.

Wohngeld ist ein komplett andere Berechnung. Je nach Höhe des Einkommens und der Miete kann mal das Wohngeld und mal die Sozialhilfe höher sein. Normalerweise prüft Sozialamt automatisch ob der Anspruch auf Wohngeld eventuell höher ist als der Anspruch auf Sozialhilfe. Dann müssten sie nämlich keine Sozialhilfe zahlen und hätten weniger Arbeit.

Du kannst nach einem Wohngeldrechner googeln und dort schauen, wie hoch dein Wohngeld wäre. Du kannst natürlich auch beim Wohngeldamt deiner Gemeinde nachfragen.

Grüße, C.

susanne
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Re: Gibt es einen Unterschied in der Höhe zwischen Wohngeld und Hilfe zum Lebensunterhalt?

Ungelesener Beitragvon susanne » 29.03.2018, 16:39

Danke für die schnelle Antwort. Aber dann hätte man mir eigentlich nicht sagen brauchen, dass Hilfe zum Lebensunterhalt mehr bringt.

Heinrich
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Re: Gibt es einen Unterschied in der Höhe zwischen Wohngeld und Hilfe zum Lebensunterhalt?

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 30.03.2018, 05:46

Hallo susanne,

man hat Dich wohl schlicht unzureichend beraten.

Vorrang hat nach meinem Kenntnisstand immer die Leistungsart, die für den Antragsteller vom Betrag her höher ausfällt:

wenn das Wohngeld höher wäre als HzL, dann müsstest Du Wohlgeld beantragen. Im umgekehrten Fall ist alles richtig so wie es jetzt ist.

Wie bereits empfohlen, würde ich mal online Wohngeldrechner durchprobieren und die Ergebnisse mit Deiner HzL vergleichen.

Sollte das Wohngeld höher ausfallen, entprechenden Antrag stellen und Sozialamt informieren.

H.
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Re: Gibt es einen Unterschied in der Höhe zwischen Wohngeld und Hilfe zum Lebensunterhalt?

Ungelesener Beitragvon Pete123 » 30.03.2018, 06:32

Moin,
mal etwas langsam,hier ist noch überhaupt nicht klar das eine Falschberatung stattgefunden hat.Und bei der einfachen Sachlage ist doch eher nicht davon auszugehen.

Susanne,jetzt rechne mal selber deinen Wohngeldanspruch aus: http://www.wohngeld.org/wohngeldrechner.html ,dann bist du schlauer.
Gruß Pete123 :)

Heinrich
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Re: Gibt es einen Unterschied in der Höhe zwischen Wohngeld und Hilfe zum Lebensunterhalt?

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 30.03.2018, 07:22

Hallo Pete123,

susanne hat geschrieben:Dort sagte mir eine Mitarbeiterin, dass es von der Höhe her vorteilhafter sei, Hilfe zum Lebensunterhalt statt Wohngeld zu beantragen.

wenn die Mitarbeiterin die Höhe des Wohngeldanspruchs nicht kennt, wovon ich hierbei ausgehe, ist das für mich eine unzureichende Beratung. Möglicherweise aber ist die EM-Rente nur gering, so daß die obige Schlußfolgerung gezogen wurde.

Deshalb sprach ich auch nicht von einer Falschberatung, sondern von einer ggf. ("wohl") unzureichenden.

H.
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Re: Gibt es einen Unterschied in der Höhe zwischen Wohngeld und Hilfe zum Lebensunterhalt?

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 30.03.2018, 09:08

Hallo Heinrich,

was ist eine unzureichende Beratung? Nichts anderes als eine Falschberatung.

Gruß
Rolf
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susanne
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Re: Gibt es einen Unterschied in der Höhe zwischen Wohngeld und Hilfe zum Lebensunterhalt?

Ungelesener Beitragvon susanne » 31.03.2018, 02:40

Also für alle, die nochmal reinschauen. Meine Warmmiete beträgt 355,99 €. Ich bekomme Frührente 618,-€ und Hilfe zum Lebensunterhalt dazu 152,-€.
Aber Danke an alle Schreiber und ich werde es mal mit dem Wohngeldrechner versuchen. Bin Laie.

Pete123
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Re: Gibt es einen Unterschied in der Höhe zwischen Wohngeld und Hilfe zum Lebensunterhalt?

Ungelesener Beitragvon Pete123 » 31.03.2018, 03:28

Hallo Nachtschwärmerin Susanne,was sagt denn der Wohngeldrechner?
Gruß Pete123 :)

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Re: Gibt es einen Unterschied in der Höhe zwischen Wohngeld und Hilfe zum Lebensunterhalt?

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 31.03.2018, 06:20

Guten Morgen Susanne,

So hat jeder seinen Beruf. Ich war Immobilienkaufmann und Du bist Laie. Ich habe es geschafft den Wohngeldrechner zu benutzen, dann wirst Du es auch schaffen. Das bisschen Differenzial- und Integralrechnung und Ableitung und lineare Approximation beherrscht Du sicher im Schlaf.

Quatsch beiseite........ Lass den Versuch mit dem Wohngeldrechner sein, da er fehlerhaft rechnet. Marschiere zu Deiner Kommune, berichte denen, was Du uns geschrieben hast und lass das "Ding" für Dich durchrechnen. Nur so bekommst Du ein richtiges Ergebnis.

Ich hätte eine ganz andere Überlegung. Bitte tritt in den SoVD oder den VDK ein, wo spielt keine Rolle. Der Monatsbeitrag von 6 € wird bei der Berechnung von Deinem Einkommen abgezogen und damit wird Deine Sozialhilfe um 6 € höher. Also ein Nullsummenspiel. Beide Institutionen sind gleichwertig. Ich habe mich für den SoVD entschieden, weil mir das Büro fahrtechnisch besser gefällt. Von der Beratung über Schwerbehindertenausweis, Prüfung des Bescheides, Prüfung der Rente und vor dem Sozialgericht klagen, machen die alles.

Ich kann Dir nur diesen Rat geben, zumal es Dich nichts kostet.

Liebe österliche Grüße
Rolf
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