Zufllussprinzip für Gewinnausschüttungen von Beteiligungsgesellschaft.?

Fragen zu Einkommen und Vermögen (§§ 11, 12 SGB II)

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wmk_2018
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Zufllussprinzip für Gewinnausschüttungen von Beteiligungsgesellschaft.?

Ungelesener Beitragvon wmk_2018 » 16.09.2018, 16:48

Hallo,

seit bald 20 Jahren bin ich an einer Gesellschaft zum Betrieb von Solaranlagen beteiligt. Phasenweise habe ich Alg I bzw. II bezogen. Dabei habe ich festgestellt, dass nur von Bedeutung war, was ich an Gewinnausschüttung auf mein Konto bekommen habe. Nach einem Umzug ist wegen Kostenübernahme des "Betreuten Einzelwohnen" der Bezirk Oberbayern mit Sozialhilfe eingesprungen. Da ich wg. ALG I/II die Gewinnausschüttungen sowieso vermieden d.h. zurückstellen lassen habe, dachte ich würde sowieso das Zuflussprinzip gelten und habe nichts von der Beteiligung angegeben.
Muss ich mir jetzt ernstlich Sorgen machen und das selbst melden?Anlässlich einer Steuerrückzahlung, die ich mit dem Steuerbescheid belegen muss, da steht der gewerbliche Anteil von der Gesellschaft natürlich auch drin.
Kann mir jemand schreiben, wie weit das Zuflussprinzip gilt?

Danke schon mal
Markus

CuttySark
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Re: Zufllussprinzip für Gewinnausschüttungen von Beteiligungsgesellschaft.?

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 17.09.2018, 05:08

Moin Markus,

auch wenn Gewinne nicht ausgezahlt wurden, so hättest Du diese angeben müssen. Dir bleibt nichts anderes über als die Hosen herunterzulassen. Da es in Deutschland keine Todesstrafe gibt, was soll Dir da passieren?

LG Rolf
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w12
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Re: Zufllussprinzip für Gewinnausschüttungen von Beteiligungsgesellschaft.?

Ungelesener Beitragvon w12 » 18.09.2018, 13:17

Hallo wmk_2018

Zunächst ist zu bemerken, dass die Gesellschaftsanteile Vermögen darstellen.
Dieses war bei Antragsstellung anzugeben und es wäre geprüft worden, ob das Schonvermögen überschritten wird und die Anteile zu verwerten sind (sofern möglich).

Die Gewinnausschüttung ist sicherlich als Einkommen zu bewerten.
Diese ist auch direkt zum Leben verwertbar.
Das du die Ausschüttung auf einen späteren Zeitpunkt durch aktives Handeln verschiebst, ist unerheblich.

Sollte das Vermögen zum Zeitpunkt der Antragstellung verschwiegen worden sein, dann kann es zu erheblichen Problemen (bis zur kompletten Rückforderung der Hilfe) führen.

Ich rate dann dringend zu einer anwaltlichen Beratung!

Gruß
w12
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