Sozialhilfe + Überschreibung eines selbstbewohnten Hauses

Fragen zu Einkommen und Vermögen (§§ 11, 12 SGB II)

Moderator: Regelteam

Thuering
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Re: Sozialhilfe + Überschreibung eines selbstbewohnten Hauses

Ungelesener Beitragvon Thuering » 28.09.2018, 16:36

Danke für die zahlreichen Antworten!

Vererben würde ich es gerne an Freundin.

Mein letzter "Strohhalm (eher Hälmchen):
Die Hoffnung, dass das Amt" einsieht", dass im Falle, ich ziehe in eine Mietwohnung, die Kosten höher wären. Wenn ich im Haus bleibe, spart das Amt 150 Euro! Noch habe ich die Schenkungsurkunde nicht unterschrieben. Wenn ich ablehne, verkauft meine Mutter und ich bekomme 0. Dies könnte ich doch dem Amt so mitteilen? Auf eventuelle Reparaturkosten würde ich ebenfalls verzichten.
Wenn das Amt mir das zugestehen sollte, können die das irgendwann wieder rückgängig machen?

Grüße
Thuering

Herr Larsson
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Re: Sozialhilfe + Überschreibung eines selbstbewohnten Hauses

Ungelesener Beitragvon Herr Larsson » 28.09.2018, 17:36

Thuering hat geschrieben:Danke für die zahlreichen Antworten!

Vererben würde ich es gerne an Freundin.

Mein letzter "Strohhalm (eher Hälmchen):
Die Hoffnung, dass das Amt" einsieht", dass im Falle, ich ziehe in eine Mietwohnung, die Kosten höher wären. Wenn ich im Haus bleibe, spart das Amt 150 Euro! Noch habe ich die Schenkungsurkunde nicht unterschrieben. Wenn ich ablehne, verkauft meine Mutter und ich bekomme 0. Dies könnte ich doch dem Amt so mitteilen? Auf eventuelle Reparaturkosten würde ich ebenfalls verzichten.
Wenn das Amt mir das zugestehen sollte, können die das irgendwann wieder rückgängig machen?

Grüße
Thuering

Ämter halten sich in erster Linie mal an die Gesetzeslage. Für mich ist deine Argumentation durchaus logisch, aber ob sie Gesetzeskonform ist vermag ich nicht zu beurteilen. Prinzipiell kannst du beim Amt vorsprechen und deine Gedanken mitteilen und sehen, ob das möglich ist. Der bessere Weg aber wäre wirklich eine Beratung bei einem Anwalt für Sozialrecht.

CuttySark
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Re: Sozialhilfe + Überschreibung eines selbstbewohnten Hauses

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 29.09.2018, 05:52

Moin, Moin Thuering,

vielleicht wäre es ratsam, wenn Du Dir verinnerlichen würdest, dass "Immobilien-Angelegenheit" prinzipiell in die Hände eines Notars gehören mit dem alle Fragen rund um das Thema Immobilie besprochen werden. Egal, wie immer Du handelst, hast Du die Arschkarte. Es geht um nichts anderes als um die Frage:

Wie komme ich am vorteilhaftesten in dieser Situation weg. Egal, wie immer Deine Mutter handelt, Deinen Pflichtteil kann sie Dir nicht wegnehmen. Mir stellen sich weitere Fragen zum Thema Haus.

Wie ist das Haus in den Besitz Deiner Mutter gekommen?

Liebe Grüße
Rolf
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Ghostwriter
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Re: Sozialhilfe + Überschreibung eines selbstbewohnten Hauses

Ungelesener Beitragvon Ghostwriter » 29.09.2018, 07:39

Guten Morgen CuttySark,

und wie soll deine Frage, bzw. die Beantwortung jetzt dem TE bei seiner Eingangsfrage weiterhelfen?

CuttySark hat geschrieben:Wie ist das Haus in den Besitz Deiner Mutter gekommen?


Ist doch völlig uninteressant! Das Haus gehört der Mutter und "Fertig!".

Gruß GW

Thuering
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Re: Sozialhilfe + Überschreibung eines selbstbewohnten Hauses

Ungelesener Beitragvon Thuering » 29.09.2018, 12:38

Hallo Rolf,

sie hat das Haus normal gekauft. Pflichtteil würde es bei einem Verkauf nicht geben, noch lebt sie ja und kann mit ihrem Vermögen machen, was sie will.
Außerdem hätte ich ja sowieso nichts von dem Geld, da das Sozialamt "die Finger drauf hätte".

Es läuft ja alles uber Notar, die Schenkungsurkunde wurde mir schon zugesandt. Braucht "nur" noch meine Unterschrift.
Nächste Woche "will" ich auf's Amt, bis dahin muss ich mich entscheiden. Mir graut schon davor!!

Grüße
Thuering

Verzwickte Situation.

Thuering
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Re: Sozialhilfe + Überschreibung eines selbstbewohnten Hauses

Ungelesener Beitragvon Thuering » 29.09.2018, 12:52

Bestünde die Möglichkeit zu vereinbaren, dass ich das Haus nach Schenkung nicht verkaufen darf?

Nur: könnte es sein, dass das Sozialamt mir dann das Geld nur als Kredit gewährt und sich ins Grundbuch eintragen lässt?

Grüße
Thuering

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Re: Sozialhilfe + Überschreibung eines selbstbewohnten Hauses

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 29.09.2018, 17:14

Moin, Moin Ghostwriter,

mir ging es um eventuelle Erbansprüche, wenn das Haus beispielsweise durch den Tod des Vaters in den Besitz der Mutter gekommen wäre und das Erbteil des Kindes nicht ausgezahlt worden wäre.

LG Rolf
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Re: Sozialhilfe + Überschreibung eines selbstbewohnten Hauses

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 29.09.2018, 17:26

Hallo Thuering,

blöde Situation. Bitte ließ meine Antwort an Ghostwriter, die erklärt, warum ich fragte, wie das Haus in den Besitz Deiner Mutter kam.

Dass Du zum jetzigen Zeitpunkt keine Erbansprüche geltend machen kannst, ist mir klar. Du musst zum Notar und die Sache mit ihm erörtern. Es ist völlig klar, dass Leistungen vom Amt nur gegen Eintragungen ins Grundbuch gemacht würden.

Liebe Grüße
Rolf
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Thuering
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Re: Sozialhilfe + Überschreibung eines selbstbewohnten Hauses

Ungelesener Beitragvon Thuering » 30.09.2018, 15:56

Hallo noch mal an Euch Helfende! :-):

Bestünde nicht die Möglichkeit, mich vom Sozialamt abzumelden, nach 6 Monaten ohne Leistungsbezug, mich neu anmelden und das Haus dann als "Vermögen" gewertet wird, d.h, es fällt dann unter Schonvermögen? Das wäre voll annehmbar für mich.

Die Frage ist nur:
Ab wann zählt das Haus für das Amt (!) mein Eigentum?
1. Ab Aufsetzungsdatum der Schenkung durch meiner Mutter (Datum, vorige Woche, also zu früh) oder
2. Ab Unterzeichnung meinerseits (in 3 oder 4 Tagen)?
oder
3. Ab meiner offiziellen Eintragung in das Grundbuch?

Am Dienstag (muss!) ich zum Sozialamt, meine Mutter will die Unterschrift.
Konkret:
Am Dienstag würde ich mich beim Amt anmelden und nach 6 (oder 5?) Monaten Neuantrag stellen.
So ich dem Amt sagen, dass ich eine Schenkung des Hauses zu erwarten habe?

Die 2. Möglichkeit wäre, dem Amt zu sagen, dass (eventuell!) eine Schenkung des Hauses ansteht aber nur, wenn ich die Nebenkosten + Ausgleich der Grundsicherung (schätze, 180 Euro) bekomme.
Wenn nicht, würde die Schenkung nicht zustande kommen, da meine Mutter das haus verkauft und ich mir eine Mietwohnung nehmen muß. In diesem Falle zahlt das Amt ca. 200 Euro mehr!

Grüße
Thuering

Ghostwriter
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Re: Sozialhilfe + Überschreibung eines selbstbewohnten Hauses

Ungelesener Beitragvon Ghostwriter » 30.09.2018, 17:22

Hallo Thuering,

bei einer Schenkung wird der Wert der Immobilie 10 Jahre rückwirkend gerechnet. Wert der Immobilie = 100%, jedes Jahr werden 10% der Summe runtergerechnet.

Es nützt dir also nix, dich für 6 Monate "abzumelden". Die Schenkung ist abgeschlossen, wenn du annimmst!

Auch deine anderen Überlegungen, so sinnvoll sie sein mögen, sind unnütz, da die Behörde keinen Spielraum für deine Überlegungen hat.

Gruß GW
Zuletzt geändert von Ghostwriter am 30.09.2018, 17:24, insgesamt 1-mal geändert.


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