Warum Kontoauszüge der letzten zwei Monate vorlegen -- gängige Praxis bei Leistungseinstellung?

Fragen zu Einkommen und Vermögen (§§ 11, 12 SGB II)

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Christiane M.
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Re: Warum Kontoauszüge der letzten zwei Monate vorlegen -- gängige Praxis bei Leistungseinstellung?

Ungelesener Beitragvon Christiane M. » 30.10.2018, 02:43

Also ich sehe da keinen Unterschied. Ob nun vom Konto auf einmal 1500 Euro für ein Bett abgehen oder ob 1500 Euro abgehoben werden, um irgendwo in einem Geschäft ein solches Bett bar zu zahlen- es fehlen 1500 Euro am Vermögensbestand. Die SBs sind ja nicht blöd - die rechnen sich aus, wie lange Summe X. halten wird, wieviele Monate auf Grundsicherungsniveau. Dann stellen sie fest, ja wo sind denn die restlichen 1500 oder 3000 Euro geblieben, und du musst Dich erklären. Leute wie die, die Du angeführt hast, haben mit ihren Hohesummen-Koffern Narrenfreiheit in unserem Land , aber wehe so ein armer Teufel wie ein Grusi-Wiedereintreter macht so was, dann muss er später darüber genau Rechenschaft ablegen, für was er das Geld ausgegeben hat, damit es nachvollziehbar ist.

CuttySark
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Re: Warum Kontoauszüge der letzten zwei Monate vorlegen -- gängige Praxis bei Leistungseinstellung?

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 30.10.2018, 07:30

Moin, Moin Christiane M.,

nehmt die aufgebaute Drohkulisse als das, was sie ist: WIRKUNGSLOSE ABSCHRECKUNG. Geld muss bei Menschen im Sozialhilfebezug immer in der Barform aufbewahrt werden. Selbst Menschen in höchsten staatlichen Positionen lieben die Aufbewahrung in Form von Bargeld, wie der Link belegt:

https://de.wikipedia.org/wiki/CDU-Spendenaff%C3 %A4re

Da gingen Millionen per Bargeld durch die Hände. Dies machten unsere großen Vorbilder nicht "just for fun", sondern weil die Verwendung in Form von Bargeld einfach die bessere Art ist, weil nicht nachvollziehbar. Auch große Unternehmen legen Bargeld auf "besonderem Weg" an, wie man bei Siemens sah. 1,5 Milliarden waren es in diesem Fall. Diese Form von Einnahmen liebten beim Umbau meines Elternhauses 2002 alle Unternehmen und mir ist es ja egal, wie ich zahle. Als Privatmann brauche ich keine Rechnung, da ich Sie eh nicht absetzen kann. Mir reicht lediglich eine Quittung, dass die Maßnahme komplett abgerechnet ist. Ich bin als Privatmensch nicht zur Buchhaltung verpflichtet, Unternehmen sehr wohl.

Also macht Dir/Euch doch nichts vor. Weniger als das Existenzminimum darf niemand in der Tasche haben, ergo muss gezahlt werden. In Deutschland hing noch niemand tot über dem Zaun, nur weil er sein Erbe verbraten hat.

Liebe Grüße
Rolf
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Christiane M.
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Re: Warum Kontoauszüge der letzten zwei Monate vorlegen -- gängige Praxis bei Leistungseinstellung?

Ungelesener Beitragvon Christiane M. » 30.10.2018, 12:52

Danke Rolf,
Sagen wir mal so, um der Bargeldabschaffung entgegen zu wirken, ist es ja eine gute Sache, wenn man nichts mehr online und mit Kreditkarte zahlt, sondern nur noch bar.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Amt es einfach akzeptiert, wenn nach deren Berechnung das Geld schneller verbraucht ist als es sollte, und ich habe keine Belege dafür. Welch ein Unterschied besteht eigentlich darin, wenn ich alles bar zahle, die Rechnungen aufbewahre und sie dann später dem Amt vorlege, oder das Geld auf dem Konto lasse, von dort die Rechnungen per ÜW zahle und das Amt dann die Kontoauszüge sieht?

Dein Link funktioniert nicht.

CuttySark
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Re: Warum Kontoauszüge der letzten zwei Monate vorlegen -- gängige Praxis bei Leistungseinstellung?

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 30.10.2018, 13:35

Moin, Moin Christiane,

stimmt, warum auch immer. Der richtige Link ist:

https://de.wikipedia.org/wiki/CDU-Spendenaffäre

(Jedes Mal, wenn ich ihn kopieren, wollte ging der Link in den fehlerhaften Link über. Warum auch immer)

Christiane, Du musst mir ja auch nichts glauben. Was bitte schön sollte das Amt den tun? Dich verhungern lassen? Ich habe noch nie einen Menschen in Deutschland tot über dem Zaun hängen sehen. Du bist als Privatmann nicht zur Buchführung verpflichtet, als Unternehmen schon.

Du musst dem Amt keine Belege vorlegen, wie kommst Du darauf? Wenn Du etwas absetzen willst, also ich beispielsweise den Mitgliedsbeitrag von 6 € für den SoVD, meine Kosten für die Privathaftpflicht- und Hausratversicherung der Württembergischen aber ich muss dem Amt nicht nachweisen, wo mein Regelsatz geblieben ist.

Wenn Du so argumentierst, dass Du die Du die Beträge nachweist, dann besteht natürlich kein Unterschied aber die Herren der CDU transportierten kein Geld durch Deutschland um es nachzuweisen und Siemens schaffte sich keine schwarzen Kassen an um nachzuweisen. Mit diesem Geld macht man andere Dinge.

LG Rolf
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