Wohngeld und minijob Vertrag für Tochter

Fragen zu Einkommen und Vermögen (§§ 11, 12 SGB II)

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_cat
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Wohngeld und minijob Vertrag für Tochter

Ungelesener Beitragvon _cat » 18.03.2019, 17:42

:smoke: hallo zusammen.
Ich bekomme wohngeld und arbeite ganz normal auf 30 Std in der Woche.
Da meine Tochter (wohnt nicht mehr bei mir) in den Urlaub fahren wollte, und aber bereits in der gleichen Firma eine Vollzeit Tätigkeit hat, bat sie mich für Sie einen Minijob Vertrag in Ihrer Firma anzuschließen.
Ich blödes Schaf habe den Vertrag unterschrieben habe aber weder das Geld bekommen noch bin ich in den zwei Monaten arbeiten gegangen.
Jetzt hat sich die wohngeldstelle gemeldet. Die wollen eine Stellungnahme. Frage wäre jetzt soll ich den minijob zugeben und lieber dann Betrag zurück zahlen für 2 Monate oder soll ich die Wahrheit sagen dass ich nichts von dem Geld gesehen habe?? Wäre toll wenn mir jemand einen Rat geben könnte

Heinrich
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Re: Wohngeld und minijob Vertrag für Tochter

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 18.03.2019, 18:06

Hallo _cat,

so ganz verstehe ich (noch) nicht:

Du arbeitest Teilzeit in einer Firma, Deine jetzt nicht mehr bei Dir lebende Tochter arbeitet Vollzeit in der gleichen Firma und bat Dich zudem, für sich einen Minijobvertrag mit dem gleichen Unternehmen abzuschließen, welchen Du nun anstelle von ihr unterschrieben hast??

Mal ganz abgesehen davon, daß der Minijob-Arbeitsvertrag dann vermutlich ungültig ist, solltest Du der Wohngeldstelle wahrheitsgemäß Auskunft darüber geben, was sich ereignet bzw. darüber, was sich nicht ereignet hat. Auf keinen Fall Lügen!

Ggf. würde ich (zuvor) eine Rechtsberatung vor Ort empfehlen.

H.
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_cat
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Re: Wohngeld und minijob Vertrag für Tochter

Ungelesener Beitragvon _cat » 18.03.2019, 19:44

Meine Tochter lebt nicht mehr bei mir wir arbeiten beide in unterschiedlichen Betrieben. In dem Betrieb wo sie beschäftigt ist hatte sie die Möglichkeit zusätzlich einen Minijob anzunehmen weil sie aber bereits VZ in dem Betrieb arbeitet, konnte sie nicht noch einen Minijob annehmen. Dafur bin ich eingesprungen und unterschrieb den Mini job Vertrag für sie. Sie bekam allerdings das Geld und arbeitete auch dafür. Jetzt hat es die wohngeldstelle erfahren durch jährlichen Datenabegleich. Es waren zwei Monate Dez und Januar.. Ich bin auch schon wieder abgemeldet. Sie drohen mit Strafanzeige. Ich würde gern die Wahrheit sagen. Aber ich benötige auch das Geld weiterhin und könnte jetzt keine Rückzahlung tätigen.. Ich weiss nicht wie ich mich am besten verhalten sollte

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Re: Wohngeld und minijob Vertrag für Tochter

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 19.03.2019, 00:16

Moin,Moin _cat,

so etwas nennt sich schlichtweg Betrug und die Folgen wirst Du tragen müssen.
Ab zum Anwalt und den klären lassen, wie die Kuh vom Eis kommt.

LG Rolf
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Heinrich
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Re: Wohngeld und minijob Vertrag für Tochter

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 19.03.2019, 06:28

Hallo _cat,

_cat hat geschrieben:Ich weiss nicht wie ich mich am besten verhalten sollte

nimm' Dir einen Anwalt. Aus meiner Sicht habt Ihr Euch beide strafbar gemacht.

H.
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Re: Wohngeld und minijob Vertrag für Tochter

Ungelesener Beitragvon w12 » 19.03.2019, 11:18

Hallo

Und der Arbeitgeber, der Gute?
Überstunden auszahlen? Zuviele Abgaben?

Ja, dieser blöde Sozialstaat, versaut dem /der MitarbeiterIn auch noch den Urlaub und dem armen AG den Gewinn.

Beim Wohngeld ist (kann) die Unterlassung der Mitteilung (auch) eine Ordnungswidrigkeit sein.

Ich denke Anwalt wird argumentieren:

War nur für zwei Monate geplant (Weihnachtsaushilfe, war der Vertrag befristet?), deshalb nur eine vorübergehende Änderung des Einkommens (siehe Verwaltungsvorschriften Wohngeld, also nicht leistungsrelevant).
Falsche Einschätzung der Meldepflicht (dennoch Unkenntnis entspricht grober Fahrlässigkeit).

Amt fordert ggf. zurück (je nach tatsächlicher Sachlage)

Tochter verzichtet die nächsten Jahre auf Urlaub und zahlt den Betrag an Mutter zurück (incl. ggf. Ordnungsstrafe), nennt man Lehrgeld.

Gruß
w12
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