Anrechnung einer Abfindung bei Wohngeldbezug

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meggy34
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Anrechnung einer Abfindung bei Wohngeldbezug

Ungelesener Beitragvon meggy34 » 12.08.2009, 22:13

Wird bei Bezug von Wohngeld eine Abfindung als Einkommen angerechnet oder besteht die Möglichkeit diese als Schonvermögen zu sichern ggf. Schulden damit zu begleichen?

Danke für Eure Hilfe

w12
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Re: Anrechnung einer Abfindung bei Wohngeldbezug

Ungelesener Beitragvon w12 » 12.08.2009, 22:59

Hallo meggy34

Was genau gemeint ist, hast du nicht geschrieben, aber:

15.21 Einmaliges Einkommen
(1) Einmaliges Einkommen im Sinne des § 15 Abs. 2 Satz 1 WoGG kann
insbesondere eine Gehalts-, Renten-, Unterhaltsnachzahlung oder eine
Abfindung sein, gleichgültig ob sie in einer Summe oder in Raten geleistet
wird. Kein einmaliges Einkommen sind die jahresbezogenen Leistungen, die
einmal im Jahr in einer Summe ausgezahlt werden, wie z. B. Urlaubsgeld,
Weihnachtsgeld und 13. Monatsgehalt (vgl. Nummer 15.31).
(2) Nach § 15 Abs. 2 Satz 1 WoGG ist einmaliges Einkommen ggf. anteilig
einem außerhalb des Bewilligungszeitraum liegenden Zeitraum zuzurechnen,
soweit es für diesen bestimmt ist. Es ist dann nur mit dem etwa verbleibenden
Rest als Einkommen im zu erwartenden Bewilligungszeitraum zu
berücksichtigen.


http://www.studentenwerk-oldenburg.de/s ... wv2009.pdf

Gruß
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meggy34
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Re: Anrechnung einer Abfindung bei Wohngeldbezug

Ungelesener Beitragvon meggy34 » 13.08.2009, 19:30

Danke für Deine Hilfe

Zum genaueren Verständnis:
Ich erhalte aufgrund einer betriebsbedingten Kündigung eine Abfindung in Höhe von 5000.-Euro, welche ich bei Bezug von ALG II als Schonvermögen sichern könnte um damit auch Schulden nachweislich zu tilgen.
Wie ich gehört habe ist es demnach nicht möglich, wenn ich Wohngeld beziehe, diesen Betrag zu sichern, hierbei muß ich wohl mit einem ablehnenden Bescheid rechnen?

LG Meggy34

w12
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Re: Anrechnung einer Abfindung bei Wohngeldbezug

Ungelesener Beitragvon w12 » 13.08.2009, 19:58

Hallo meggy34

(3) Nach § 15 Abs. 2 Satz 2 WoGG ist einmaliges Einkommen in Form einer
Entlassungsentschädigung den nach dem Ende des Arbeitsverhältnisses
folgenden drei Jahren zuzurechnen, es sei denn, die der
Entlassungsentschädigung zugrunde liegende Vereinbarung enthält eine
Aussage über einen anderen Zurechnungszeitraum. Dies gilt auch dann, wenn
die Entlassungsentschädigung vor der Wohngeldantragstellung zugeflossen
ist.


Grundsätzlich wäre ggf. auch der Tatbestand nach § 143a SGB III zu beachten.

Zur Info:
http://www.arbeitsagentur.de/zentraler- ... gen-AN.pdf

Ansonsten richtet sich Bedingung nach dem SGB II.

Hier wäre der Zufluss während des Bezuges auch einmaliges Einkommen, das
angerechnet wird.

Gruß
w12
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