Soziale Teilhabe und Hartz 4

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Kreis aus Glas
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Soziale Teilhabe und Hartz 4

Ungelesener Beitragvon Kreis aus Glas » 22.03.2018, 10:12

Hallo allerseits,

ich bin Studentin und arbeite gerade an einem kurzen Filmprojekt über Hartz IV und die Frage, welche Auswirkung Hartz IV auf die soziale Teilhabe hat. Ich interessiere mich dafür, welchen Einfluss Langzeitarbeitlosigkeit auf das soziale Umfeld, Hobbies, Interessen, Teilhabe an Kultur und Bildung haben und würde gerne Menschen kennenlernen, die darüber etwas zu berichten haben. Hat sich Ihr Freundeskreis seit Ihrer Arbeitslosigkeit verändert? Können Sie Ihren Interessen so nachkommen, wie Sie gerne würden? Worauf verzichten Sie und wie planen Sie mit dem finanziellen Minimum?

Ich würde gerne von Ihren Erfahrungen hören. Gerne erzähle ich Ihnen auch mehr über mich und das Projekt. Falls Sie Interesse an einem Austausch haben, würde ich Ihnen ein paar Fragen stellen, die mir für mein Projekt weiterhelfen. Die Angaben, die Sie machen, werden selbstverständlich nicht ohne Ihr Einverständnis verwendet.

Schreiben Sie mir eine private Nachricht, falls Sie interessiert sind. Ich freue mich über jeden Austausch!

Viele Grüße,
Kreis aus Glas

Moderation: Aus organisatorischen Gründen in das "richtige" Form verschoben. FG Uwe Kruppa
Zuletzt geändert von Uwe Kruppa am 22.03.2018, 10:33, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Aus organisatorischen Gründen verschoben

CuttySark
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Re: Soziale Teilhabe und Hartz 4

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 22.03.2018, 12:49

Hallo lieber Kreis aus Glas,

ich beziehe Grundsicherung aber die auch berechtigt, denn ich habe nach dem Tod meiner Frau mein Vermögen durch Reisen und zehn Jahre Lebensunterhalt verbraucht, was ich bis heute nicht bereue, da ich die Welt gesehen habe.

Als ich in den ALG II und im Anschluss daran in den HARTZ IV Bezug ging, veränderte sich meine Welt natürlich völlig. Mit heute 416 € Regelsatz vegetiert man nur, man lebt nicht. Die einkalkulierten Gelder für Lebensmittel und alkoholfreien Getränken im Jahr 2018 in Höhe von 145,04 € sind schlechthin ein Scherz. Schon 2008 belegte eine Studie der DGE (DEUTSCHEN GESELLSCHAFT FÜR ERNÄHRUNG) Kosten von monatlich 260 € Für den Alleinstehenden.

HARTZ IV, ein Konstrukt der SPD, war darauf angesetzt diesen Regelsatz, so günstig wie möglich zu gestalten. Hintergrund war Gerhard Schröders Einführung der Niedriglohnsegmentes.

Sie fragen ernsthaft ob sich das Umfeld verändert? Natürlich verändert sich das Umfeld. Theater, Konzerte, Vernissagen sind mir seit diesem Zeitpunkt ein Fremdwort. Karten plus Reisekosten sind nicht aufzubringen. Ein Anzug kostet 500 €. Von welchem Geld sollte den ein Leistungsempfänger bezahlen. Meine Freunde wohnen verteilt in Deutschland. Von Dresden über Wesel, München und Karlsruhe. (Far, far, away- Slade 1974)

https://www.youtube.com/watch?v=6gqCCAb8xbw

Ich habe mich irgendwie in der Grundsicherung eingerichtet aber nur durch meine Erfahrung im Umgang mit Menschen, durch absoluten Egoismus und durch legalen Hinzuverdienst habe ich wie die Schlange ein Loch gefunden und mich breit gemacht.

Sie können mich jederzeit anschreiben. Ich helfe Ihnen gern, denn ich weiß, dass Sie als Studentin jede Hilfe bei Ihrer Arbeit brauchen. Meine Töchter studierten beide an der Uni Bielefeld.

Liebe Grüße
Rolf
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Re: Soziale Teilhabe und Hartz 4

Ungelesener Beitragvon Angela1968 » 22.03.2018, 15:52

Hallo,

Also ich helfe gern bei solchen Studien mit. Nur was bringen diese? Mir wäre es lieber z.B. wenn man aus diesen Studien Erkenntnisse ziehen könnte Arbeitssuchende besser und dauerhaft in Arbeit zu vermitteln. So habe ich eher das Gefühl das diese Studien nichts bringen. Es ist eben blöd Studien zu machen von Dingen die man als Studienersteller nicht kennt und nachvollziehen kann.

Das merkt man dann auch an Fragen wie der ALG II Empfänger seinen Regelbedarf plant. Ich bin z.B. aus dem Ostteil Deutschlands. Habe nie viel Geld gehabt, egal ob ich gerade Sozialleistungen hatte/habe oder in Arbeit war/bin. Da ist mir das schon so in Fleisch und Blut übergegangen zu überlegen welche Ausgabe ist notwendig oder nicht, das ich schon gar nicht mehr anders kann.
Also das ich meine Ausgaben plane hat bei mir nichts damit zu tun ob es sich um Sozialleistungen oder/und Arbeitseinkommen handelt. Man kann ja nur das ausgeben was man hat an Einnahmen. Da fragt man sivch immer ob der Ersteller von solchen Studien über unendlich viele Geldmittel verfügt und daher diese nicht planen muss.

Also so lange nichts zu persönlich wird was ich hier nicht preisgeben möchte, kann die Diskussion über ALG II und seine Folgen von mir aus auch hier im offenen Forum geführt werden.

Angela
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Re: Soziale Teilhabe und Hartz 4

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 22.03.2018, 19:30

Guten Abend Angie,

in diesem Fall ist es völlig egal, was Studien bringen. Hier geht es ausschließlich um eine Arbeit die Kreis aus Glas zu erbringen hat. Sie will bestimmte Auskünfte haben:

Einfluss der Langzeitarbeitlosigkeit auf das soziale Umfeld, Hobbies, Interessen, Teilhabe an Kultur und Bildung.

Hat sich Ihr Freundeskreis seit Ihrer Arbeitslosigkeit verändert?
Können Sie Ihren Interessen so nachkommen, wie Sie gerne würden?
Worauf verzichten Sie und wie planen Sie mit dem finanziellen Minimum?


Seine Ausgaben planen muss jeder Mensch egal ob wer 1.000 € oder 100.000 € Einkommen monatlich hat. Der mit 100.000 € Monatseinkommen wird nicht überlegen ob er zu Aldi oder Rewe fährt, weil da die Erdbeeren 1 € pro kg preiswerter sind. Sparen kann man nur, was man nicht ausgibt.

Da fragt man sivch immer ob der Ersteller von solchen Studien über unendlich viele Geldmittel verfügt und daher diese nicht planen muss.
???????? Angie auch Menschen mit Millionen oder Milliarden Einkommen müssen planen nur anders als arme Menschen.

Gruß
Rolf
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Angela1968
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Re: Soziale Teilhabe und Hartz 4

Ungelesener Beitragvon Angela1968 » 22.03.2018, 19:53

Hallo CuttySark,

wo habe ich mich der Studie verweigert? Habe ja geschriebebn das ich mitmache. Die TE wird was mit meinen Bemerkungen anfangen können. Wir diskutierten schon, wurden aber mehr oder weniger unterbrochen. Mehr will ich dazu nicht sagen.

Du sagst zur Studie eine Arbeit. Mit einer Arbeit verbinde ich eine Hausarbeit. Heisst für mich, ich eigne mir zu Hause Kenntnisse an und vermerke diese dann schriftlich. Eine Studie ist für mich dann schon höherwertig. Also eine Datenerhebung oder Untersuchung einer Sache um daraus Erkenntnisse für oder gegen eine Sache zu bekommen.

Also handelt es sich hier um eine Hausarbeit. Und warum nennt man das nicht so und nennt das hochtrabend Studie wenn s ne Hausarbeit ist? Dann kann das auch nirgends für Irritatationen sorgen,

Angela
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Re: Soziale Teilhabe und Hartz 4

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 22.03.2018, 21:19

Guten Abend Angie,

Kreis aus Glas verwendete mit keinem Wort, dass es sich um eine Studie handelt. Sie nannte es Projekt, ich nenne es Arbeit. Was für Dich eine Arbeit ist spielt hier keine Rolle. Für mich ist es eine planvolle Tätigkeit durch die es Ergebnisse gibt, natürlich auch in Form von Produkten.

Arbeit ist sehr vielschichtig. Wikipedia sagt dazu:

Arbeit steht für: Arbeit (Betriebswirtschaftslehre), Komponente der Produkterzeugung und ein Produktionsfaktor; Arbeit (Philosophie), das bewusste schöpferische Handeln des Menschen; Arbeit (Physik), Energiemenge, die bei einem Vorgang umgesetzt wird; Arbeit (Sozialwissenschaften), bezahlte Erwerbstätigkeit

Liebe Grüße
Rolf
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Re: Soziale Teilhabe und Hartz 4

Ungelesener Beitragvon Laufschuh » 23.03.2018, 02:26

Hallo Kreis aus Glas

In deinem Post hatte ich nichts von einer "Aufwandsentschädigung" lesen können .

Du knallst hier eine Frage raus , und tauchst ab .

Da ich diese , und ähnliche Fragestellungen aus der Vergangenheit kenne , teile ich dir mit ,
daß du von mir , ohne Aufwandsentschädigung , keine Informationen erhältst.

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Re: Soziale Teilhabe und Hartz 4

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 23.03.2018, 03:45

Hallo,

Laufschuh hat geschrieben:In deinem Post hatte ich nichts von einer "Aufwandsentschädigung" lesen können .

Du knallst hier eine Frage raus , und tauchst ab .

"Kreis aus Glas" ist nach eigenen Angaben Studentin und führt ein Projekt (mit) durch. Da wird es schlicht keine Aufwandsentschädigung geben.

H.
Ich bin La-la-laie, und meine Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung und/oder Einschätzung zur jeweiligen Situation dar, bzw. schildere ich, was ich selbst in der jeweiligen Situation tun würde.

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Re: Soziale Teilhabe und Hartz 4

Ungelesener Beitragvon Laufschuh » 23.03.2018, 03:58

Moin Heinrich

Sei gegrüsst .

Wenn es keine Aufwandsentschädigung gibt , dann wäre ich auch mit einer Spende an das Tierheim Berlin
einverstanden , wer (?) das nach eigener Aussage ist werden wir sehen , hoffe ich .

Ich sagte nur , Ich kenne diese Umfragen . Von mir gibts nix ,soo nix ,und soo nix .Gar nix.

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Re: Soziale Teilhabe und Hartz 4

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 23.03.2018, 04:45

Guten Morgen Laufschuh,

ich habe "Kreis aus Glas" gestern - kostenfrei - eine PM geschickt mit Stichpunkten zum Thema. Ich habe dies jedoch nicht so sehr aus Gutherzigkeit oder aus einem Mitteilungsbedürfnis heraus getan, sondern schlicht, um mir die Zeit zu vertreiben, da ich auf etwas warten mußte.

Entgelt hin oder her - eine Studentin ist regulär schätzungsweise Anfang oder Mitte 20 und somit m.M.n. deutlich zu jung, um die Problematik von Langzeitarbeitslosigkeit bzw. von "Hartz IV" überhaupt erfassen zu können.

Das muß man schon selber mindenstens ein paar Jahre mitgemacht haben.

Was also nutzt da so ein kleines und mit Verlaub bedeutungsloses Uni-Filmprojekt?

H.
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