Info - GEZ

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SimoneL
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Info - GEZ

Ungelesener Beitragvon SimoneL » 06.05.2006, 20:39

Wer Rundfunk und Fernsehen nutzt, muss dafür seit April 2005 pro Quartal 51,09 Euro Gebühren entrichten. Doch vielen Bürgern wird sie erlassen. Die Befreiung bei der Gebühreneinzugszentrale (GEZ) kommt in Frage für diejenigen, die schwerbehindert sind und einen Behindertenausweis mit der Eintragung „RF“ vorweisen können, BAföG erhalten und nicht mehr bei ihren Eltern leben, Sozialhilfe oder Grundsicherung im Alter beziehen oder Arbeitslosengeld (ALG) II erhalten.

Die Gebührenbefreiung gilt aber nicht für alle Bezieher von Arbeitslosengeld II.

Wer zusätzlich zum ALG II noch einen befristeten Zuschlag erhält, durch den der finanzielle „Absturz“ vom ALG I zum ALG II abgefedert werden soll, muss weiterhin die vollen Gebühren für Rundfunk und Fernsehen zahlen.


Dagegen wird durch Ein-Euro-Jobs sowie angemeldete Nebenjobs die Befreiung der ALG-II-Bezieher von der Gebührenzahlung nicht gefährdet. Die Gebühren werden aber nur so lange erlassen, wie das Arbeitslosengeld II oder auch die anderen Leistungen, bewilligt worden sind. Wenn das ALG II etwa von Januar bis Juni 2006 zugestanden wurde, erlässt die GEZ auch nur bis Ende Juni 2006 die Gebühren. Danach muss umgehend ein neuer Antrag auf Befreiung gestellt werden.

Wer es verpasst hat, rechtzeitig einen Folgeantrag zu stellen, der kann das aber auch später noch nachholen. In diesem Fall erstattet die GEZ ausnahmsweise auch die von ihr schon eingezogenen Beträge. Generell ist eine rückwirkende Antragstellung aber nicht möglich.

Die Gebühren entfallen grundsätzlich erst ab dem Monat nach der Antragstellung. Dem Antrag muss eine beglaubigte Kopie des Bewilligungsbescheides oder des Schwerbehindertenausweises mit RF-Merkzeichen beigefügt werden. Eine einfache Kopie reicht aus, wenn die zuständige Behörde auf dem Antragsformular bestätigt hat, dass die Daten des Originals mit den Antragsdaten übereinstimmen.

GEZ-Befreite können auch Telefongebühren sparen - aber nur, wenn sie Kunden der Deutschen Telekom sind. Wer keinen GEZ-Obulus zahlt, hat nämlich auch Anspruch auf den Sozialtarif, den die Telekom einkommensschwachen Kunden freiwillig gewährt. Sie können so monatlich nochmals 8,05 Euro (inklusive Mehrwertsteuer) sparen. Für Blinde, Gehörlose und Sprachbehinderte (Grad der Behinderung: mindestens 90 Prozent) gelten höhere Sätze: Ihre Gebühren werden um 10,12 Euro ermäßigt.

Antragsformulare findet man beim Sozialamt, bei der Arbeitsagentur oder unter www.gez.de. Der ausgefüllte Befreiungsantrag geht an die kurze Postadresse: GEZ, 50656 Köln.
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w12
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Re: Info - GEZ

Ungelesener Beitragvon w12 » 20.09.2012, 11:25

Hallo liebe Forenmitglieder

Da auf dieser Beitrag im „Archiv“ unbeantwortet blieb, dient diese Mitteilung dazu, ihn aus der Hauptzeile “unbeantwortete Fragen“ zu entfernen.

Selbstverständlich kann jederzeit eine neue Diskussion gestartet werden.

Herzlichen Dank für euer Verständnis.

Gruß
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