Sozialhilfe/Grundsicherung frage zum Antrag

Hilfen zu Unterkunft und Heizung (§ 29 SGB XII)

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Spree
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Sozialhilfe/Grundsicherung frage zum Antrag

Ungelesener Beitragvon Spree » 11.01.2018, 22:03

Guten Abend zusammen ich habe vorgestern Post bekommen vom Jobcenter, dass ich Sozialhilfe/Grundsicherung beantragen soll nach Sozialgesetzbuch XII nun war ich heute beim zuständigen Amt habe mir einen Antragsformular abgeholt nun bin ich gerade dabei den Antrag auszufüllen habe da ein paar Probleme, wo ich mir nicht ganz sicher bin.

Ich bin 29Jahre alt Wohne noch zuhause kann wegen Starke Depressionen derzeit nicht arbeiten gehen das hat auch der Amtsarzt bestätigt.

Nun zum Problem beim Antrag muss ich die Einkünfte von meiner Mutter und meinen Bruder der auch noch zu Hause wohnt Angeben, obwohl wir keine Bedarfsgemeinschaft sind, bei meinen Arbeitslosengeld 2 Antrag musste ich das damals auch nicht Angeben da ich meine eigene Bedarfsgemeinschaft bilde ich darf bei meiner Mutter mietfrei Wohnen daher die Frage muss ich Einkommensverhältnisse der Antragsteller/-in und der im gemeinsamen Haushalt lebenden Personen ausfüllen oder nicht ? oder muss ich überhaupt angeben was meine Mutter und Bruder an Geld haben ?


Mit freundlichen Grüßen

Spree

CuttySark
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Re: Sozialhilfe/Grundsicherung frage zum Antrag

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 12.01.2018, 06:24

Guten Morgen Spree,

kommst da auch her? Habe mal den Spreewald mit einer Freundin besucht und natürlich auch Lübben und Lübbenau. Hat mir sehr gut gefallen. Nun zur Beantwortung Deines Problems.

Ich würde an Deiner Stelle in einen der beiden Sozialverbände (SoVD oder VDK) eintreten, die Dich in allen rechtlichen Belangen was Sozialversicherungen angeht beraten und vertreten. Monatsbeitrag ist 6 €, der aber vollumfänglich erstattet wird durch die Einkommensanrechnung. Dort kannst Du alles in Ruhe besprechen. Mir macht es keinen Sinn mietfrei zu wohnen, wenn Dir das SGB II die KDU zahlt und irgendwann wirst Du sicher auch mal alleine wohnen. Dann würde es auch Sinn machen einen Schwerbehindertenantrag zu stellen.

Besprich alles weitere mit den Fachleuten.

Gruß
Rolf
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Heinrich
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Re: Sozialhilfe/Grundsicherung frage zum Antrag

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 12.01.2018, 07:52

Hallo CuttySark,

CuttySark hat geschrieben:Monatsbeitrag ist 6 €, der aber vollumfänglich erstattet wird durch die Einkommensanrechnung.

hier scheint es kein anrechenbares Einkommen zu geben, so daß hier nichts "erstattet" wird. Außerdem braucht man doch bei einer so simplen Fragestellung und einer hoffentlich vorübergehenden Erwerbsunfähigkeit nicht gleich einem Sozialverband beizutreten.

@Spree:
Du solltest die gewünschten Angaben machen. Möglicherweise will das Sozialamt prüfen ob Unterhaltsansprüche gegen Deine Familie geltend gemacht werden können. Aber jetzt nicht gleich Panik schieben- erstmal abwarten, wie das Sozialamt dann auf Deinen Antrag reagiert.

H.
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CuttySark
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Re: Sozialhilfe/Grundsicherung frage zum Antrag

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 12.01.2018, 13:57

Hallo Heinrich,

hier scheint es kein anrechenbares Einkommen zu geben Das scheint so zu sein aber ist es so tatsächlich? Die Frau ist 29 Jahre alt und im Regelfall arbeitet ein Mensch ab dem 16. oder 19. Lebensjahr mit höherem Schulabschluss. Ergo könnte sie 10 Jahre gearbeitet haben. Ist sie krank, so wie sie es beschreibt, dann käme eine Verrentung in Betracht oder Reha Leitungen der DRV oder Sie könnte den Anspruch auf eine Schwerbehinderung haben. Unter Umständen hätte sie vielleicht noch Anspruch auf Kindergeld?

Wie schwierig es ist mit depressiven Menschen umzugehen, davon kann ich Lieder singen. Wenn ich Claudia den Rat gebe sich dem SoVD oder dem VDK anzuschließen, so hat das in meinen Augen einen Sinn. Insbesondere, weil Claudia für die Mitgliedschaft nicht einen einzigen Cent aufwendet.

Diese Empfehlung würde ich jederzeit wieder geben.

Gruß
Rolf
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