Wohnberechtgungsschein und Umzug

Hilfen zu Unterkunft und Heizung (§ 29 SGB XII)

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RedOrchidee
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Wohnberechtgungsschein und Umzug

Ungelesener Beitragvon RedOrchidee » 31.10.2016, 17:46

Hallo,
Ich beziehe eine Eu Rente wegen voller Erwerbsminderung, werde mit Grusi aufgestockt, habe einen SBA mit 100GdB Merkzeichen G und B,
benutze Uags, Rollator und jetzt bekomme ich ein E-Mobil.
Zudem ist das a zum G beantragt.
Nun bekam ich die Kündigung der Wohnung, da der Vermieter verkaufen will.
Ich hab 5 Jahre dort zur Miete gewohnt.
Nun brauch ich einen Wohnberechtigungsschein, wo die mir zustehende Quadratmeterzahl vermerkt ist und dieses "barrierfrei".
Muss dieser Vermerk extra drauf stehen?
Leider bekam ich bis jetzt nur 50 Quadratmeter genehmigt, am Mittwoch geh ich das vierte mal zum Wohnungsamt.

Wer kommt für diese ganzen Kosten der Wohnungssucherei (auch Ämter aufsuchen) auf?

Beim Bearbeiter von der Grusi fragte ich nach Umzugskosten, da ich ja ausziehen muss. Bis 250km werden mir 250 € genehmigt, sagte die Dame.
Worauf ich sagte, das ich den kompletten Umzug bräuchte, d.h. auch einpacken , abbauen, aufstellen usw.,
denn ich habe keinen Menschen, der helfen könnte.
Dann Frage nach passenden Möbeln, da ich mich wohnungstechnisch halbiere, passen meine grossen Möbel ja nicht in die neue Wohnung.
ich bekam zur Antwort, das ich ja vllt. meine Möbel zum Tausch in die Diakonie bringen könnte, um von dort gebrauchte zu bekommen.
Ist das rechtens?
Und auf die Frage, ob das Amt für die ganzen Ummeldungen aufkommt, die ja automatisch durch den Umzug enstehen, belakm ich ein Nein vom Amt.
Ich hoffe auf zufriedenstellende Antworten, denn das Ganze ist soooo nervenaufreibend und auch anstrengend für einen schwerbehinderten Menschen.
Gruß RedOrchidee

CuttySark
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Re: Wohnberechtgungsschein und Umzug

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 01.11.2016, 02:40

Moin, Moin RedOrchidee,

tu Dir erst einmal Ruhe an. Der Grundsatz heißt: KAUFT BRICHT MIETE NICHT. Lese zuerst einmal diese beiden Links:

http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__566.html

http://www.rechtsanwaltdrpalm.de/wohnungskauf.htm

Meine Herangehensweise wäre folgende:

Du bist sicherlich bei Deinen gesundheitlichen Problemen Mitglied des SoVD oder des VdK. Wenn nein, dann sofort eintreten.
Die Kosten für beide Verbände in Höhe von ca. 6 € monatlich werden im Rahmen der Grundsicherung getragen. Belasten also
nicht Deine finanzielle Situation. Mit denen kannst Du alle Problematiken rund um die sozialen Dinge besprechen und man ver-
tritt dich in allen sozialrechtlichen Belangen.

Du solltest Dir also Ruhe antun und die Denkmurmel pflegen. Wolltest Du eh aus der Wohnung, dann könnte aus dieser Umzugs-
geschichte clever angefangen sogar noch ein Geschäft werden. Der Vermieter ist in einer beschissenen rechtlichen Situation
und würde dir sicherlich einige Hunderter bar auf die Kralle zahlen.

Löse bitte zuerst diese Grundsatzentscheidung und dann können wir uns gern über die anderen Dinge austauschen.

LG Rolf
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Heinrich
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Re: Wohnberechtgungsschein und Umzug

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 01.11.2016, 05:28

Hallo RedOrchidee,

ich würde Dir empfehlen, Dich an eine Beratungsstelle vor Ort zu wenden, da Du m.M.n. 'handfeste' Unterstützung brauchst. Die Beantwortung von ein paar Fragen hier hilft Dir m.M.n. nicht viel weiter, da es ggf. auch um die Durchsetzung von Rechten geht.

Vielleicht empfiehlt sich für Dich der VdK - Sozialverband Deutschland. Man muß allerdings Mitglied sein um Unterstützung zu bekommen. Ansonsten vielleicht Caritas oder Diakonie.

H.
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RedOrchidee
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Re: Wohnberechtgungsschein und Umzug

Ungelesener Beitragvon RedOrchidee » 01.11.2016, 13:51

Hallo und danke für die schnellen Antworten.
Ja, ich bin VDK Mitglied seit ein paar Jahren schon.
Auf mein Anfragen bezüglich des WBSs und der Kündigung der Wohnung konnte man mir bis jetzt noch nicht helfen, mit der Antwort,
den WBS macht das Wohnungsamt und Mietrecht macht der VDK nicht. Es wurde mir aber zugesagt, sich diesebezüglich kundig zu machen.
Vllt. muss ich einfach viel ruhiger werden.
Also morgen gehts wieder weiter mit den Ämtern.
Ich lasse euch wissen, wie es weiter geht.
mfG

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Re: Wohnberechtgungsschein und Umzug

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 01.11.2016, 15:21

Moin, Moin RedOrchidee,

Du solltest im Netz stöbern, was Du sonst noch beantragen könntest, wie beispielsweise Haushaltshilfe,
Telefonermäßigung ect.

Melde Dich, wenn Du so weit bist.

LG Rolf
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Re: Wohnberechtgungsschein und Umzug

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 02.11.2016, 04:27

Hallo RedOrchidee,

mit Mietrecht hat Deine Angelegenheit aus meiner Sicht wenig zu tun.

Vielleicht mal eine andere Beratungsstelle ausprobieren. Der VdK muß nicht der "Nabel der Welt" sein.

H.
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Re: Wohnberechtgungsschein und Umzug

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 02.11.2016, 04:35

Moin, Moin Heinrich,

vermutest Du, dass die Kündigung der Wohnung Sache des Sexualstrafrechts ist? Dann hätte der VdK aber auch nichts damit zu tun.
Zu welchem Rechtsgebiet gehört bloß die Kündigung einer Wohnung? Grüble................


LG Rolf
Zuletzt geändert von CuttySark am 02.11.2016, 04:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wohnberechtgungsschein und Umzug

Ungelesener Beitragvon RedOrchidee » 26.03.2017, 06:33

hallo,
konnte jetzt einiges klären und regeln.
Hab WBS mit 65qm bekommen auf Grund meiner Schwerbehinderung.
Die Umzugskosten werden nun in voller Höhe dank dem VDK auch übernommen.
Aber ich finde keine Wohnung.
Ist sie behindertengerecht, ist sie zu teuer, passt es von der Miete, ist sie nicht behindertengerecht.
Und ehrlich gesagt, der WBS hilft mir nicht viel, weil es kaum noch (oder keinen) sozialen Wohnungsbau gibt in der Stadt, wo ich hinziehen möchte.
Das gleiche sagte man mir aber auch hier.
LG RedOrchidee


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