Fragen zur Finanzierung einer Renovierung

Hilfen zu Unterkunft und Heizung (§ 29 SGB XII)

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w12
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Re: Fragen zur Finanzierung einer Renovierung

Ungelesener Beitragvon w12 » 11.11.2016, 19:55

Hallo Denkverbot

Du solltest das mit deinem SB besprechen.

Ich kann mir nur vorstellen, dass der Kredit privat gegeben wird.

Zwar ist ein Kredit, der mit einer wirksamen Rückzahlungsverpflichtung gegeben wird, nicht als Einkommen zu betrachten, aber hier kann durchaus immer so ein Hauch von Schenkung zu spüren sein.
Insbesondere 70 Euro erscheint mir zu hoch.

Gruß
w12
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CuttySark
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Re: Fragen zur Finanzierung einer Renovierung

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 12.11.2016, 00:07

Moin, Moin w12,

ich habe gerade die Annuität berechnet. 3.000 € - 48 Monate Kreditlaufzeit - 1,89 % Zinssatz Barclays Bank = 64,92 € im Monat.
Den Kredit bekommt er aber von keiner Bank OHNE BÜRGEN.

Das mit den Privatpersonen habe ich Denkverbot ja auch gesagt. Die sind dumm genug sich darauf einzulassen. Unser Branchen-
spruch hieß: WER BÜRGT WIRD ERWÜRGT.

Viel interessanter halte ich jedoch Heinrichs Vorschlag, der auch für Denkverbot der interessanteste sein dürfte. Heinrich schrieb:

<Persönlicher Rat: Du solltest versuchen, das Geld - rückzahlbar oder ggf. nicht rückzahlbar - direkt vom Amt zu bekommen.
Damit ersparst Du Dir das ganze Theater mit einem Bankkredit. Allerdings mußt Du dann ggf. jemandem vom Amt bei Dir in die
Wohnung lassen, damit die sich davon überzeugen können, daß der Renovierungsbedarf tatsächlich besteht.>

Schön wäre es, wenn uns Heinrich die Umsetzung dieses Beispiel vor Augen führen würde. So könnten wir alle mal von seinen fun-
dierten Kenntnissen profitieren. Da stehen Tausende von Interessenten Schlange. Volkswirtschaftlich wäre diese Kreditlösung ein
Vorschlag für den Nobelpreis.

LG Rolf
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Re: Fragen zur Finanzierung einer Renovierung

Ungelesener Beitragvon sallyX » 12.11.2016, 00:22

Ich frage mich wie du an einen Kredit kommen willst?

sallyX

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Re: Fragen zur Finanzierung einer Renovierung

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 12.11.2016, 06:37

Moin, Moin sallyX,

das meine Liebe wird sich jeder fragen, zeigt uns Laien allerdings auch sehr deutlich, dass Koryphäen im Bereich der Sozial-
hilfefinanzierung, wie unser Mitglied Heinrich, durch Ihr Spezialwissen einfach besser geeignet sind Lösungen durchzusetzen.
Ich habe Heinrich gebeten uns dieses Wissen zu vermitteln, denn Millionen Sozialhilfeempfänger werden sehr dankbar sein,
Kredite zu bekommen und insbesondere, wenn sie nicht zurückgezahlt werden müssen. Dann würde auch ich mich bereit
schlagen lassen einen Kredit aufzunehmen.

Die von Heinrich ausgearbeitete Philosophie ist stark Nobelpreis verdächtig, dass kannst du mir glauben. Mohammad Yunus
und er würden dann auf einem Podest stehen, wobei das Podest von Mohammad Yunus allerdings bereits sehr stark korrodiert
ist.

http://www.zeit.de/2011/11/Grameen-Bank-Yunus


Liebe Grüße
Rolf
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Re: Fragen zur Finanzierung einer Renovierung

Ungelesener Beitragvon techfreak » 14.11.2016, 22:45

Hi,
mein Ansatz wäre da einganz anderer; Ist es NICHT so ??, das die ERHALTUNG der Wohnung zu den Kosten
der Unterkunft zählt, bzw. gezählt werden kann ??(Urteile ?!)
Dann wäre zumindest ein teil der Kosten abgedeckt. Und natürlich muss man auch schauen, ob Tausch der Küche nicht
Vermietersache wäre, wenn bei (Wohnungs)Anmietung eine Küche mit übergeben wurde.
Oder aber der (Küchen) umbau wird wegen der Gesundheit fällig, etc.-
Ansonsten(bespiel); Für den Tisch im Zimmer, welcher aus geschmacklichen Gründen getauscht wird, gibbet kein Geld vom AMT.
Gruss

techfreak
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Re: Fragen zur Finanzierung einer Renovierung

Ungelesener Beitragvon techfreak » 14.11.2016, 22:51

sallyX hat geschrieben:Ich frage mich wie du an einen Kredit kommen willst?

sallyX

Hi,
..also zumindest ein (teurerer) Überziehungskredit ist "normal". Die Banken schauen sich das sehr genau an, bei zuverlässigkeit
gibbet schon mal MEHR als 1000 Euro.
Einfach so...
Gruss

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Re: Fragen zur Finanzierung einer Renovierung

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 15.11.2016, 04:24

Moin, Moin techfreak,

toller Gedankenansatz, wenn die Renovierungskosten der Wohnung eindeutig dem Vermieter anzulasten wären aber davon
ist in dem Beitrag nicht an einer Stelle die Rede.

Die Renovierungskosten muss der Beitragseinstellende aufwenden und jetzt ist Heinrich mit seinem Spezialwissen gefordert.
Wir Wasserträger kommen an diesem Punkt nicht weiter. Logischerweise ist gerade Heinrichs Überlegung mit dem kosten-
losen Kredit hier besonders gefragt.

LG Rolf

Ps: Wie kommst Du auf 1.000 € Überziehungskredit für Arbeitslose? Glaubst Du das Banker einen im Tee haben? Wie wollten
sie denn im Fall von Zahlungsverzug den kreditierten Betrag einfordern?
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Re: Fragen zur Finanzierung einer Renovierung

Ungelesener Beitragvon techfreak » 15.11.2016, 22:51

HI Cutty,

1.in der AV wohnen steht drinne, ZITAT;

Kosten für notwendige mietvertraglich geschuldete Renovierungen und Schönheitsreparaturen während des Mietverhältnisses können übernommen werden. Bei berechtigter Forderung des Vermieters können die Kosten auch bei Auszug erstattet werden
ZITAT ENDE
Ich bin mir sicher, da gibbet schon Urteile...
2. Ich kenne Leute mit 5000 Euro Kredit(als harzer)
3. WENN der TE laut Mietvertrag eine EBK mitgemietet hat, so ist bei defekt der VERMIETER zuständig
Kommt es aufgrund der VERMIETER-EBK zu schäden, ist der vermieter(oder Versicherung) zuständig.
Gruss

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Re: Fragen zur Finanzierung einer Renovierung

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 16.11.2016, 02:00

Moin, Moin techfreak,

na wenn das so ist............. dann muss Denkverbot ja nur noch das Entsprechende veranlassen und dem Jobcenter die Rechnung
zur Begleichung zuleiten. Die werden das dann umgehend erledigen, wie ich die Jobcenter kenne. Dort arbeitet man ja richtig pro-
fessionell.

Dann hat Denkverbot ja noch die zweite Option der Kredite (rückzahlbar und nicht rückzahlbar) die Heinrich gerade sicherlich aus-
arbeitet, wobei ich persönlich den nicht rückzahlbaren Kredit bevorzugen würde. Interessant wird auch die Heinrichs Argumentati-
onsschiene sein. Bislang wusste ich noch nicht, dass es nicht rückzahlbare Kredite gibt. Da glaubte ich immer in meiner kindlichen
Naivität so etwas wären Zuschüsse, denn warum sollte ich eine Kreditvereinbarung treffen, wenn dieser Kredit eh nicht zurückge-
zahlt wird.

Deine Ausführungen zur Einbauküche kann ich nicht nachvollziehen. Ist die Küche defekt zahlt der Vermieter, wenn der Mieter die-
sen Schaden jedoch verursacht hat, dann haftet dieser. Mal völlig abgesehen von der Klausel Schönheitsreparaturen. Wie sollte es
übrigens zu Schäden durch den Einbau einer Küche kommen, die jahrelang an Ort und Stelle steht? Schäden könnten beim Aufbau
und Anschluss der Küche entstehen, beispielsweise weil der Aufbauende eine Strom- oder Wasserleitung getroffen hat. (Ausnahme
natürlich in Spukschlössern, die sich meistens in Großbritannien befinden)

Und was den Kreditrahmen der Banken für Sozialhilfeempfänger angeht kenne ich niemanden, der diese Kreditrahmen hat. Der
Banksachbearbeiter handelt hier grob fahrlässig.

LG Rolf
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Re: Fragen zur Finanzierung einer Renovierung

Ungelesener Beitragvon techfreak » 16.11.2016, 13:20

Hi,
...ach lieber Cutty....
Ich kann doch nix dafür, wenn in "unserer" AV-wohnen deratiges zum Renovieren drinne steht.
Auch habe ich nie behauptet, das Kredite kostenlos sind, aber es gibt (vermeintlich) bescheuerte Banken, die
bieten Ihren harzer-Kunden einen 4-stelligen Kreditrahmen.
Und bezüglich der Küchenmodernisierung schrieb ich WENN...

KANN ja sein, das der TE seine EIGENE Küche eingebracht hat, dann würde die über den Vermieter natürlich nur
ersetzt, bei Wasserschaden, etc., wo der MIETER da nix für kann.
Gruss


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