Wohnung und Vermieter

Hilfen zu Unterkunft und Heizung (§ 29 SGB XII)

Moderator: Regelteam

hexle63
Aktiver Nutzer
Aktiver Nutzer
Beiträge: 2
Registriert: 30.03.2017, 15:30
Bewertung: 0
Bist du mit den Regeln des Forums einverstanden?: Ja
Wohnort: Asperg

Wohnung und Vermieter

Ungelesener Beitragvon hexle63 » 30.03.2017, 15:40

Hallo zusammen,

muss ich dem Vermieter überhaupt sagen, dass ich Sozialhilfe bekomme? Ich kann doch die Miete direkt von meinem Konto abbuchen lassen. Es ist in BW eh sehr schwer eine Wohnung zu finden, auf eine Wohnung ca. 200 Bewerber, wenn dann jemand kommt der Sozialhilfe empfängt hat er eh verloren. Es steht doch alles im Mietvertrag drin, warum dann noch diese dusselige Bescheinigung vom Vermieter?

Angela1968
Aktiver Nutzer
Aktiver Nutzer
Beiträge: 2210
Registriert: 18.04.2010, 21:31
Bewertung: 3
Bist du mit den Regeln des Forums einverstanden?: Ja
Wohnort: Hennickendorf
Kontaktdaten:

Re: Wohnung und Vermieter

Ungelesener Beitragvon Angela1968 » 30.03.2017, 16:21

Hallo Hexle,

sagen musst Du dem Vermieter nur das was er wissen möchte. Wenn er nunmal aber Wert auf Auskunft Deiner Einkünfe haben möchte um einschätzen zu können wie solvent Du bist und Du möchtest unbedingt diese Wohnung haben, wirst Du nicht umhin kommen Dich zu "outen". Zumal ich mtbekommen habe das der Wohnunsmarkt wohl hart umkämpft st und es auf eine Wohnung viele Bewerber gibt.

Angela
Wer etwas möchte - sucht Wege
Wer etwas nicht möchte - sucht Gründe

w12
Administrator
Administrator
Beiträge: 8920
Registriert: 08.09.2004, 16:08
Bewertung: 30
Bist du mit den Regeln des Forums einverstanden?: Ja

Re: Wohnung und Vermieter

Ungelesener Beitragvon w12 » 30.03.2017, 16:55

Hallo hexle63

Leider interessieren die Ämter oft die Rechte ihrer Kunden nicht.

Grundsätzlich bist du verpflichtet, deinen Bedarf an KDU durch geeignete Unterlagen nachzuweisen.
Das geschieht in der Regel durch Vorlage des Mietvertrages.

Sollte das Amt darüber hinaus Angaben benötigen, könnte wiederum eine Vermieterbescheinigung (gemeint ist natürlich nicht die jetzt wieder eingeführte Einzugsbescheinigung) erforderlich sein.

Beim Wohngeld wird eine solche Bescheinigung auch gefordert.

Aber, trotz Urteil unseres LSG, wird diese bei uns gefordert, muss aber nicht gegeben werden.
Klare Nachfrage, warum die Daten des Mietvertrags nicht ausreichen, beenden in der Regel das Geplänkel.
Allerdings SB: Die Kunden lassen diese gerne ausfüllen (Klar, König und Untertan).
Verweigerung kann also Probleme bringen und muss ggf. erst gerichtlich geklärt werden.

Wenn du die Einkommensverhältnisse auf Nachfrage des Vermieters nicht wahrheitsgemäß angibst, dann kann die Kündigung drohen.

Gruß
w12
Ich bin Laie.
Die von mir gemachten Äusserungen und Kommentare sowie eigene Beiträge spiegeln nur meine pers. Meinung wieder und stellen auch keine Rechtsberatung dar oder ersetzen eine solche.

hexle63
Aktiver Nutzer
Aktiver Nutzer
Beiträge: 2
Registriert: 30.03.2017, 15:30
Bewertung: 0
Bist du mit den Regeln des Forums einverstanden?: Ja
Wohnort: Asperg

Re: Wohnung und Vermieter

Ungelesener Beitragvon hexle63 » 03.04.2017, 07:50

ich Danke euch :-)

w12
Administrator
Administrator
Beiträge: 8920
Registriert: 08.09.2004, 16:08
Bewertung: 30
Bist du mit den Regeln des Forums einverstanden?: Ja

Re: Wohnung und Vermieter

Ungelesener Beitragvon w12 » 03.04.2017, 15:03

Hallo hexle63

Auch die Nichtvorlage einer durch den Vermieter ausgefüllten Mietbescheinigung berechtigt die Antragsgegnerin nicht zur Leistungsentziehung. Der Antragsteller hatte bereits im Rahmen der Leistungsbeantragung mit Schreiben vom 20. Juni 2007 den Hauptmietvertrag mit Herrn L. vom 21. März 2007 vorgelegt. Da weder vorgetragen noch ansonsten ersichtlich ist, dass zur Prüfung der Leistung Angaben erforderlich sind, die diesem Vertrag nicht entnommen werden können, hat der Antragsteller seine Mitwirkungspflicht insoweit erfüllt.


https://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/es ... b&id=75408

Ich würde zunächst abfragen, warum die Bescheinigung notwendig ist, wenn die Daten auch aus den laufenden Unterlagen ersichtlich sind.

Gruß
w12
Ich bin Laie.

Die von mir gemachten Äusserungen und Kommentare sowie eigene Beiträge spiegeln nur meine pers. Meinung wieder und stellen auch keine Rechtsberatung dar oder ersetzen eine solche.


Zurück zu „Wohnen mit Sozialhilfe“