Zu geringe Erstausstattungsbewilligung

Hilfen zu Unterkunft und Heizung (§ 29 SGB XII)

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Alexa95
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Zu geringe Erstausstattungsbewilligung

Ungelesener Beitragvon Alexa95 » 25.04.2017, 12:22

Hi,

erstmal find ichs super, dass es ein solches Forum gibt um sich in Fragen der Sozialhilfe austsischen und beraten zu können :) Vielleicht könnt ihr mir ja weiterhelfen?

Ich habe vor 3 Monaten in Frankfurt am Main eine Wohnung bezogen, hole mein Abitur nach und bin derzeit in ALG2 (Vorleistungs-)Bezug. Sprich die Frage vorrangiger Leistungen ist bislang nicht abschließend geklärt, auch wenn nach meinen Mitschülern zu schließen, sich die alleinige Zuständigkeit des Jobcenters bald ergeben wird.
Das halte ich insofern für erwähnenswert, als dass ich trotz regem Kontakt zum Jobcenter lange auf den Erstausstattungsbescheid warten musste.

Für meine 20m² Wohnung mit geteiltem Bad wurde mir nach Begutachtung also folgendes bewilligt:
- Kleiderschrank 2-türig. 53,00
-Nachtschrank. 10,00
-Bettdecke und Kissen. 46,00
-2 Garnituren Bettw. 39,00
-Hausratutensilien. 114,00
-Bügeleisen. 13,00
-Bügelbrett. 17,00
-Spiegel. 7,00
-Wäscheständer. 9,00


Transportpauschale: 35,00


In der Wohnung bereits vorhanden: 1 großer (Handwerks-) Tisch, 1 Stuhl, 1 Deckenlampe, 1 Einzelbett mit defektem Lattenrost und deutlich gebrauchter Matratze, Spüle, Herdplatte, Kühlschrank, mit Unter und kleinem Überschrank, Rollos ( mit Defekt )
Das Bad ist geteilt, allerdings ohne Schränkchen o.ä.
Dieses Interior wird im Mietvertrag als Vollmöbilierung aufgeführt, wenngleich dafür eigentlich wesentliche Teile, wie ein Kleiderschrank fehlen.
Außerdem ist mir zwar bewusst, dass ich keine neuen oder neuwertigen Möbel erwarten darf- doch sind die Stücke hier teilweise kaputt und in wirklich miserablem Zustand, bzw. zu Wohnzwecken kaum brauchbar.

Mein Vormieter, sowie ein befreundeter Nachbar haben für gleiche Wohnung, bei gleichem Hintergrund (beide an meiner Schule) 980 Euro erhalten im letzten Jahr. Wie auch ich sind beide ohne eigenen Hausstand eingezogen.
Auch wenn keine Pauschale besteht- kann ich solche Differenzen irgendwie geltend machen?
Auch für eine Vorlage der Kaufbelege wurde hier eine Jahres- statt Monatsfrist gewährt. Auch wenn mir das nicht wichtig ist- wie kommt es zu so stark ausgeprägten Unterschieden in der Leistungsbewilligung?

So oder so möchte ich jetzt Widerspruch einlegen, nachdem ich morgen früh noch einmal mit meiner Sachbearbeiterin gesprochen habe und bin für jeden Rat sehr dankbar!

Lieben Gruß
Alexa

w12
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Re: Zu geringe Erstausstattungsbewilligung

Ungelesener Beitragvon w12 » 25.04.2017, 12:57

Hallo Alexa95

Ohne genaue Kenntnis der jeweiligen Ausgangssituation, kann man natürlich keinen Vergleich zu deinen Freunden ziehen.

Wenn du für die Möblierung eine entsprechende Miete zahlst, dann ist der Vermieter dafür zuständig.
Dafür gibt es ja auch einen Aufschlag bis zu 20 %.

Das Jobcenter akzeptiert das auch im Rahmen der Angemessenheit, wenn die Wohnung nur so gemietet werden kann.

Wenn ich die Gegenstände übernehme (Liste der Gegenstände), reklamiere ich doch direkt den Zustand und verlange Reparatur oder Ersatz.

Das Jobcenter ist lediglich für die ergänzende Ausstattung zuständig.

Gruß
w12
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