Umzug ein Muss.

Hilfen zu Unterkunft und Heizung (§ 29 SGB XII)

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Tessaa
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Umzug ein Muss.

Ungelesener Beitragvon Tessaa » 22.12.2017, 09:27

Hallo zusammen,
Es geht um meine Mutter. Sie ist seit dem Tod meines Vaters auf die Grundsicherung angewiesen.
Sie hat ein Schreiben erhalten in dem es heißt dass ihr eine Wohnung mit 50 qm zusteht weil sie ja jetzt alleine ist und dass die Kosten zu hoch sind.
Meine Frage : könnte sie dennoch in der Wohnung bleiben auch wenn das Amt nur das bezahlt was ihr zusteht.?
Oder muss sie grundsätzlich umziehen? Ich kann ihr das nicht zumuten jetzt eine neue Wohnung zu finden, sie ist voll fertig; zudem wollen die auch zusätzlich Nachweise über eigenbemühungen zwecks Wohnungssuche.
Danke für eure Hilfe.

Heinrich
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Re: Umzug ein Muss.

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 22.12.2017, 09:59

Hallo Tessaa,

Tessaa hat geschrieben:Meine Frage : könnte sie dennoch in der Wohnung bleiben auch wenn das Amt nur das bezahlt was ihr zusteht.?

grundsätzlich kann Deine Mutter versuchen, mit dem Amt zu reden, ob es damit einverstanden ist. Kommt aber natürlich drauf an, wieviel sie dann aus dem Regelsatz dazuzahlen müßte. Der ist ja nicht gerade üppig bemessen.

(Du darfst ihr leider kein Geld dazu tun, da man ihr das als Einkommen anrechnen würde).


Tessaa hat geschrieben:Ich kann ihr das nicht zumuten jetzt eine neue Wohnung zu finden

Wieso kannst Du ihr das "jetzt" nicht zumuten? Ist der Tod Deines Vaters noch nicht so lange her?

Und der Orientierung halber: Wieviel qm bewohnt sie denn jetzt und wieviel zahlt das Amt dafür bis dato?

H.
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Tessaa
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Re: Umzug ein Muss.

Ungelesener Beitragvon Tessaa » 22.12.2017, 10:14

Sie müsste ca 100 Euro zahlen soweit ich das richtig verstehe. Sie hat 67 qm. Die Mietpreise sind total hoch hier in der Gegend und ich möchte nicht dass sie weit weg von mir entfernt wohnt da sie nur mich hat.
Eigentlich müssten die doch damit einverstanden sein wenn sie das mindeste Zahlen und meine Mutter damit klarkommen würde oder? Mein Vater ist vor einem halben Jahr verstorben.

Heinrich
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Re: Umzug ein Muss.

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 22.12.2017, 11:02

Hallo Tessaa,

ich glaube nicht, daß sie damit klarkommen würde, 100 € monatlich von ihrem Regelsatz zur Miete zuzuzahlen. Da bleiben ja nur noch 309 € übrig.

Ein halbes Jahr ist übrigens die meines Wissens nach normale Frist, in der das Amt eine zu hohe Miete noch weiterzahlt. Und diese Frist ist jetzt vorbei.

Ich würde erst einmal versuchen, mit dem Amt eine Lösung bzw. einen Kompromiß zu finden. Wenn das nicht klappt, kann Deine Mutter beim Amtsgericht einen Antrag auf Beratungshilfe stellen und bei Bewilligung einen Anwalt ihrer Wahl aufsuchen. Ich empfehle einen Fachanwalt für Sozialrecht.

Ob der dann etwas für Deine Mutter tun kann, weiß ich nicht, aber beraten lassen sollte sie sich dann m.M.n. auf alle Fälle.

H.
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Re: Umzug ein Muss.

Ungelesener Beitragvon Elfriede » 22.12.2017, 11:42

Hallo Tessa
Ich zahle auch schon immer aus eigener Tasche geld drauf.
Wichtig bei deiner Mutter ist zu beachten.das Beihilfen ihrer Kinder......nun lies mal bei Rolf.....cutty...sarg nach
Nur Bares ist Rares.
Wir müssen uns hier im forum andie Gesetze halten
Und ganz sauber bleiben.
Alles was über die Konten geht.ist kontrollierbar.einkommen wirdabgezogen.
Gruss Elfriede

Heinrich
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Re: Umzug ein Muss.

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 22.12.2017, 12:29

Hallo Elfriede,

das, was Du hier vorschlägst, schwebte mir selber gedanklich auch vor, wird aber m.M.n. dauerhaft nicht funktionieren. Mal ganz abgesehen davon, daß es gegen geltendes Recht verstößt.

Das Amt würde sich dann mit Grund fagen, wie Tessaa's Mutter denn jeden Monat mit 100 € weniger klarkommt. Hieraus kann man nicht gemeldetes Einkommen ableiten.

Der offizielle Weg weg wäre, wenn Tessaa ihre Mutter jeden Monat 333,33 € überweist. 70 % davon werden als Einkommen angerechnet, während die 100 € als 30 % verbleiben. Funktioniert aber m.M.n. auch nicht, da Grundsicherungsempfänger nur bis zur Hälfte des Regelsatzes dazuverdienen dürfen. Wobei ich leider nicht weiß, ob der Gesetzgeber hier zwischen Hinzuverdienst und Schenkung unterscheidet.

Ich bin immer ein Freund des vielleicht nicht ganz so angenehmen, zumindest aber legalen Weges, den ich schon vorgeschlagen habe.

Einzige Alternative dazu wäre vielleicht noch, daß die Mutter sich einen Minijob sucht mit mindestens 333,33 € Entlohnung im Monat. Vorausgesetzt, daß der - ich vermute älteren - Dame das noch zuzumuten ist.

H.
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Re: Umzug ein Muss.

Ungelesener Beitragvon Elfriede » 22.12.2017, 13:00

Lieber Heinrich
Viele leute die vom amt leben !habe ein Auto und zahlen es aus dem Regelsatz,und es geht.gruss elfriede

Elfriede
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Re: Umzug ein Muss.

Ungelesener Beitragvon Elfriede » 22.12.2017, 13:02

Das Amt fragt nicht
Die ziehen nur ab.mein sohn bekommt jeden Monat 80 Euro für 2darlehen abgezogen

w12
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Re: Umzug ein Muss.

Ungelesener Beitragvon w12 » 22.12.2017, 13:04

Hallo

Ist die Wohnung schuldenfrei?

Gruß
w12
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Die von mir gemachten Äusserungen und Kommentare sowie eigene Beiträge spiegeln nur meine pers. Meinung wieder und stellen auch keine Rechtsberatung dar oder ersetzen eine solche.

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Re: Umzug ein Muss.

Ungelesener Beitragvon Elfriede » 22.12.2017, 13:04

Wenn ich gefragt werde woher das geld kommt für unser Auto
So sage ich immer.ich habe da schulden und damit ist es erledigt.
War noch nie anders gewesen.gr.el


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