Genehmigung für den Umzug um der Obdachlosigkeit zu entkommen

Hilfen zu Unterkunft und Heizung (§ 29 SGB XII)

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gotoxy1986
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Genehmigung für den Umzug um der Obdachlosigkeit zu entkommen

Ungelesener Beitragvon gotoxy1986 » 20.06.2019, 23:29

Ich war Student und musste aus finanziellen Gründen exmatrikulieren. Am 1.5 Bezog ich Hartz4 in StadtA und war kein Student mehr.

Daraufhin verlor ich meine Wohnungsberechtigung für des Studentenwohnheim und musste am 1.7 ausziehen. Die Obdachlosigkeit drohte.

Ich fand am 3.6 eine Wohnung in StadtB, Ich hab dieses Formular für angemessene Unterkunftskosten dem JobcenterB eingereicht, danach den Mietvertrag unterschrieben und dort einen weiteren Hartz4-Erstantrag gestellt.

Jetzt heißt es vom JobcenterA ich bräuchte eine Genehmigung für den Umzug. (Ich wäre fast obdachlos geworden, braucht man dafür eine Genehmigung.) Dabei hat man mir gesagt, dass es ohne Probleme ginge.

Welche Konsequenzen habe ich jetzt zu befürchten?

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Re: Genehmigung für den Umzug um der Obdachlosigkeit zu entkommen

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 21.06.2019, 04:55

Moin gotaxi1986,

im Grunde genommen ist es , wie in der Kneipe. Wer die Runde bestellt zahlt. Du hättest den Vorgang schlicht besprechen müssen. Jetzt legt das Kind im Brunnen. Was sollte Dir passieren? Die angemietete Wohnung ist angemessen, was die Größe und Kosten angeht.

Lege Dich entspannt zurück und harre der Dinge, die da kommen. Lass Dir was einfallen um Einnahmen zu generieren. Würde mir eher Gedanken darüber machen, wie Du eine Sommergrippe vermeidest.

Viel Erfolg bei Deinen Bemühungen Arbeit zu finden.

Liebe Grüße
Rolf
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Re: Genehmigung für den Umzug um der Obdachlosigkeit zu entkommen

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 21.06.2019, 06:24

Hallo "gotoxy1986",

das mit der Genehmigung ist grundsätzlich leider richtig.

Du hättest bereits zu dem Zeitpunkt, als Du die Wohnungsberechtigung verlorst, eine Umzugsgenehmigung einholen müssen. Diese hättest Du sehr wahrscheinlich problemlos bekommen.

Mögliche Kosequenzen: da Du ohne Zustimmung des Jobcenters vcon Stadt A umgezogen bist, werden evtl. vorerst keine ALG 2 - Leistungen gezahlt, oder nur ALG 2 ohne Miete oder nur ALG 2 und die Miete in der vorherigen Höhe.

Kann man ganz genau vorher nicht sagen.

Sobald Du vom Jobcenter der Stadt B entsprechende Bescheide vorliegen hast, daß Du gegenwärtig kein ALG 2 und die Miete in aktueller Höhe (sofern angemessen) bekommst, würde ich Dir empfehlen, Dir rechtlichen Rat vor Ort suchen.

Ggf. https://de.wikipedia.org/wiki/Beratungshilfe


gotoxy1986 hat geschrieben:Dabei hat man mir gesagt, dass es ohne Probleme ginge.

Wenn Du noch den Namen der Person hast, die diese Aussage getätigt hat, kann man das vielleicht als Genehmigung werten und damit versuchen, Leistungen für Dich durchzusetzen.

H.
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gotoxy1986
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Re: Genehmigung für den Umzug um der Obdachlosigkeit zu entkommen

Ungelesener Beitragvon gotoxy1986 » 21.06.2019, 06:48

Krass, dann hat man mich richtig versarscht. Dann werde ich wohl doch obdachlos.

Ghostwriter
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Re: Genehmigung für den Umzug um der Obdachlosigkeit zu entkommen

Ungelesener Beitragvon Ghostwriter » 21.06.2019, 06:58

Guten Morgen Gotoxy 1986,

das mit der Genehmigung ist zwar grundsätzlich richtig, aber im Gegensatz zu meinem Vorredner solltest und brauchst du dir keine Gedanken machen.

Mit Zustimmung des JC werden ggf. die Umzugskosten / -nebenkosten / ggf. Kaution etc. übernommen. Ohne Zustimmung nicht. Aber das ist ja nicht deine Frage.

Wenn mit dem Umzug auch ein Wechsel der JC stattfindet, beantragst du ganz normal dein "Hartz IV", reichst die Unterlagen zur Whg. mit ein. Fertig. Vom JC im Wohnort "B" wirst du wie ein neue Kunde behandelt. Also, alles Gut.

Frdl. Grüße vom Ghostwriter

Heinrich
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Re: Genehmigung für den Umzug um der Obdachlosigkeit zu entkommen

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 21.06.2019, 07:06

Hallo "Ghostwriter",

nach meinem Wissen machen die 'empfangenden' JCs durchaus Ärger, wenn vom 'abgebenden' JC keine Umzugsgenehmigung vorliegt.

So locker, wie Du hier die Sache für den Fragesteller darstellst, sehe ich sie nicht unbedingt. Ich habe jedoch auch nichts davon geschrieben, daß er/sie nun vorerst keine Leistungen mehr bekommt, sondern dies lediglich als mögliche Folge angeführt. Und es gibt der Möglichkeiten immer viele ...

"gotoxy1986" sollte m.M.n erstmal abwarten, was das neue JC an Leistungen bewilligt und was nicht. Danach weitersehen ...

H.
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Re: Genehmigung für den Umzug um der Obdachlosigkeit zu entkommen

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 21.06.2019, 07:14

Hallo "gotoxy1986",

gotoxy1986 hat geschrieben:Krass, dann hat man mich richtig versarscht.

sehe ich nicht so. Ich glaube, daß es Dir ein bißchen an Erfahrung mit Behörden fehlt. Bei vorhander Erfahrung hättest Du gewußt, daß mündliche Auskünfte i.d.R. nichtssagend sind. Es zählt nur das, was man schriftlich hat.

Außerdem gibt es in den JC doch so eine Broschüre, in dem alles Wissenswerte für Neu-ALG 2'ler drin steht. Allerdings weiß ich jetzt nicht, inwieweit Umzüge da behandelt werden.


gotoxy1986 hat geschrieben:Dann werde ich wohl doch obdachlos.

Muß nicht dazu kommen. M.M.n. liegt das letzlich an Dir selbst.

Du kannst ja auch noch mal zu Deinem 'alten' JC gehen und versuchen, nachträglich eine schriftliche Umzugserlaubnis zu bekommen. Wenn Du den Verlust Deiner Studentenwohnung nachweisen kannst anhand von Kündigung oder vglb. Papier, geht das vielleicht. Ausprobieren.

Was Du im Falle des Falles tun kannst, habe ich geschrieben.

H.
Zuletzt geändert von Heinrich am 21.06.2019, 07:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Genehmigung für den Umzug um der Obdachlosigkeit zu entkommen

Ungelesener Beitragvon gotoxy1986 » 21.06.2019, 09:01

Ich empfinde es auf keinen Fall so, dass es an mir selbst liegt, man ist total abhängig von denen.

Man hat mir einmal am Telefon und am Schalter gesagt, dass eine Umzugsgenehmigung nicht nötg sei. Aber dann später am Telefon, wo der Vertrag unterzeichnet war, hieß es, sie brauchen eine Genehmigung. Man hat mich da ganz klar ins offene Messer laufen lassen.

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Re: Genehmigung für den Umzug um der Obdachlosigkeit zu entkommen

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 21.06.2019, 09:56

Moin gotoxy1986,

sondern an wem liegt es dann? Wenn der Schuldige gefunden ist, nimmst Du den in Regress, dann hat sich das Problem erledigt. Fragestellung, wie beweist Du die, ich sage bewusst "angebliche Aussage".

Wir brauchen uns aber hier nicht um des Kaisers Bart zu streiten, sondern müssen sehen, wie die Kuh vom Eis zu holen ist. Fest steht, dass >Du nicht mehr berechtigt bist im Studentenwohnheim zu wohnen, eine Wohnung sozialverträglich angemietet hast und es nun um die Bezahlung geht. Es bleibt Dir nichts anderes über als im Jobcenter aufzuschlagen, mit dem Sachbearbeiter reden und das Problem lösen.

Sind wir einer Meinung?

Liebe Grüße
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Re: Genehmigung für den Umzug um der Obdachlosigkeit zu entkommen

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 21.06.2019, 10:30

Hallo "gotoxy1986",

unter diesen Umständen sollte man von einer Fehlberatung des JC ausgehen. Dafür sind die JC allerdings bekannt.

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