Höchstgröße von Wohneigentum

Hilfen zu Unterkunft und Heizung (§ 29 SGB XII)

Moderator: Regelteam

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Höchstgröße von Wohneigentum

Ungelesener Beitragvon Diät » 08.08.2019, 13:03

Wie groß darf eine selbstgenutzte Eigentumswohnung bei Grundsicherung wegen voller Erwerbsminderung höchstens sein? Entsprechend möchte ich diese Höchstgröße für ein Haus wissen und das zugehörige Grundstück. Ich habe nur GdB 80 ohne Merkzeichen und bitte um Antwort.

Heinrich
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Re: Höchstgröße von Wohneigentum

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 08.08.2019, 13:16

Hallo "Diät",

schicker Username ;-)

Google verrät Dir die Antwort auf Deine Frage:

"Häuser dürfen in der Regel bis 130 Quadrat­meter groß sein, Wohnungen bis 120 Quadrat­meter."

Quelle: https://www.test.de/Grundsicherung-im-Alter-Wenn-das-Geld-spaeter-nicht-reicht-5153035-0/

Ziemlich unten unter 10.

@w12: Ja, ich mußte wieder googeln ... :-D

H.
Ich bin La-la-laie, und meine Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung und/oder Einschätzung zur jeweiligen Situation dar, bzw. schildere ich, was ich selbst in der jeweiligen Situation tun würde.

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Re: Freund mit Eigentumswohnung ist Sozialhilfeempfänger, pflegebedürftig und soll die Wohnung verkaufen..

Ungelesener Beitragvon Diät » 08.08.2019, 13:30

Hallo Heinrich,
wie sind die obigen Grenzen für das selbstgenutzte Wohneigentum, Wohnraum bzw. Grundstücksgröße bei voller Erwerbsminderung?

Moderation: Dieser Beitrag wurde aus einem anderen Thread verschoben. Eine doppelte Frage zum gleichen Thema ist nicht nur unnötig, sondern kann auch verwirren. FG Uwe Kruppa
Zuletzt geändert von Uwe Kruppa am 08.08.2019, 14:10, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Verschobener Beitrag

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Re: Höchstgröße von Wohneigentum

Ungelesener Beitragvon Diät » 08.08.2019, 13:45

Hallo Heinrich,
zunächst mal vielen Dank. Bis 130 qm bezieht sich auf die Höchstgröße für mehrere Personen. Gem. SGB 2 muss die bei nur einer Person auf 80 qm vermindert werden. Was ist aber bei voller Erwerbsminderung, also nur SGB 12? Wären dann auch noch die 80 qm erlaubt oder nur noch die 50 qm wie beim Mieten? Müsste ein Rentner mit viel Bedarf für aufstockende Grundsicherung wegen Alter, also nicht mehr SGB 2, dann eigentlich sein Haus veräußern?

Mein Username ist, weil ich als Grundsicherungsempfänger nicht wie eine sogenannte "Couchkartoffel" leben möchte.

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Re: Höchstgröße von Wohneigentum

Ungelesener Beitragvon Kolkrabe » 08.08.2019, 14:05

Moin,
nicht nur die Quadratmeter sind entscheidend sondern ob der Wohnraum angemessen ist. Das hat etwas mit dem Wert der Immobilie zu tun. 80m2 sind ok für eine Person, ich hab z.B. auch 65 und kein Problem damit, es ist auch ein sehr einfaches Häuschen und die Nebenkosten sind gering. Härtefallregelung gibt es auch.
Wenn Du GdB 80 hast kannst Du ja nicht in jede Wohnung ziehen vermute ich (Barrierefreiheit?)
http://www.kinder-armut.de/hartz-4-iv-a ... nheim.html
Der Link ist ganz interessant (darf man hier Links einfügen?)
Grüße,
Der Kolkrabe

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Uwe Kruppa
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Re: Höchstgröße von Wohneigentum

Ungelesener Beitragvon Uwe Kruppa » 08.08.2019, 14:21

Hallo "Diät"...

Die Angemessenheit richtet sich in der Regel nach den Flächenangaben in dem 2002 außer Kraft getretenen Zweiten Wohnungsbaugesetz (1); dort war eine Grenze von 130 m2 für eine vierköpfige Familie vorgesehen. Bei einer geringeren Zahl von Haushaltsangehörigen ist diese Grenze um jeweils 20 m2, maximal jedoch um 40 m2 zu vermindern, sodass die Grenze für eine(n) Alleinstehende(n) bei 90 m2 liegt.

(1) Anm.:
Außer Kraft am 1. Januar 2002 durch Artikel 2 des Gesetzes vom 13. September 2001 (BGBl. I S. 2376) . Zur weiteren Anwendung s. Artikel 2 des Gesetzes vom 13. September 2001 (BGBl. I S. 2376) i.V.m. § 48 WoFG.

Gruß
Uwe Kruppa
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Re: Höchstgröße von Wohneigentum

Ungelesener Beitragvon Diät » 08.08.2019, 19:12

Vielen Dank bis jetzt. Gesetze vom SGB 2 sind für mich aber nicht zuständig. Als voll erwerbsgemindert bin ich nur im SGB 12, nicht zu verwechseln mit § 12 SGB 2. Bei mir müsste es der §90 SGB 12 ausschließlich sein. Es geht um die erlaubten Zahlen an qm und Wert des Wohneigentums für den Bezug von Grundsicherung bei voller Erwerbsminderung, also nicht Hartz IV. Bei oberem Link geht es ja schon um die Grundsicherung im Alter, die nicht mehr Hartz IV ist. Da wäre meine Frage, ob jemand im Hartz IV Bezug, der dann aufstockende Grundsicherung im Alter zu größerem Anteil benötigt, das in Hartz IV noch erlaubte Häuschen in obigem Alter veräußern muss. Oder in der Frage der Wohnungsgröße zwischen Grundsicherung im Alter und Grundsicherung wegen voller Erwerbsminderung ein Unterschied gemacht wird. Ich habe in meinem Schwerbehindertenausweis kein Merkzeichen.

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Re: Höchstgröße von Wohneigentum

Ungelesener Beitragvon Diät » 08.08.2019, 19:41

Ich habe in den Ausführungsvorschriften des Senats von Berlin zu §90 Abs.2 Nummer 8 SGB xii unter 20 gelesen, dass obige Verminderung auf 80 qm anstatt auf 50 qm auch SGB 12 ist und nicht nur SGB 2. Die erlaubte Grundstücksgröße bei einem freistehenden Haus ist 500 qm. Es ist immer noch die offene Frage, wieviel das Haus bzw. die Eigentumswohnung wert sein darf. Kann mir da einer Auskunft geben?

Sind solche Ausführungsvorschriften für alle Bundesländer gleich? Ein Prozess, der die 80 qm in Bezug zu §12 SGB 2 gestattete nahm für die bezahlenden Wohnnebenkosten Bezug zu einem Wohnungsförderungsetz in Bayern, wo für eine Person 50 qm als angemessen galten. das ist wohl alles sehr kompliziert.

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Re: Höchstgröße von Wohneigentum

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 09.08.2019, 05:23

Moin Diät,

mach es Dir einfach. Tritt in SoVD oder VDK ein. Der Monatsbeitrag kostet ca. 6 € und kann von Landesverband zu Landesverband leicht variieren. Den Monatsbeitrag setzt Du im Sozialhilfeantrag als Ausgabe ab, die Dir durch Anrechnung voll erstattet wird.

Dort lässt Du Dir die Frage klären.

Liebe Grüße
Rolf

Dein Staat unterstützt nicht nur Unternehmer, wie VW, Porsche, Clemens Tönnies, sondern auch Dich.
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Re: Höchstgröße von Wohneigentum

Ungelesener Beitragvon Diät » 17.08.2019, 08:49

Das Amt für soziale Sicherung schrieb mir, meine Grundsicherung ist kein Einkommen. Insofern kommt keine Erstattung in Frage.


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