Frührente Sozialhilfe Bitte um Hilfe

Notwendiger Lebensunterhalt, Regelbedarf, Inhalt der Regelsätze (§§ 27, 28 SGB XII)

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fusroda
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Frührente Sozialhilfe Bitte um Hilfe

Ungelesener Beitragvon fusroda » 08.07.2019, 16:32

Liebe Forum-Mitglieder,

danke schon mal für eure Hilfe.

Es handelt sich um folgende Situation:
Aufgrund von Krankheit und Allergie habe ich eine Rente beantragt ( 63(Arbeitsjahre voll) mit Abschläge, habe mit ALG2 Aufstockung gearbeitet, da ich nicht Arbeitslos sein wollte)
Die Rente beträgt nach Berechnungen 464€. Für Wohngeld reicht dies voraussichtlich nicht ( oder doch? da 80% von Regelsatz 424 Euro überschritten).
Ich habe Grundsicherung beantragt, dies geht jedoch wegen Frührente nicht. Jetzt bleibt mir nur noch Sozialhilfe oder Wohngeld.

Das letzte Gehalt kam im Mai. Wohngeld wurde im Juni beantragt, jedoch fehlen noch einige Unterlagen. Sozialhilfe möchte ich jetzt beantragen.
Ich habe schon so viel rum telefoniert und hatte schon so viele Termine dass ich ganz verwirrt mit dem bin.

Welche Hoffnung besteht, was kann ich tun und wie sieht es mit der Bearbeitungszeit und der Überbrückung aus?

Danke für eure Hilfe

Heinrich
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Re: Frührente Sozialhilfe Bitte um Hilfe

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 08.07.2019, 16:50

Hallo,

zunächst mal: die 80% beziehen sich auf den sozialrechtlichen Bedarf.

Der errechnet sich aus 424 € + angemessener Warmmiete.

Wenn man also Einkommen und Wohngeld zusammenrechnet, muß man auf mindestens 80% dieses Bedarfes kommen.

Quelle: https://www.wohngeld.org/wohngeldgesetz ... aph15.html

Das könnte in diesem Fall klappen, muß aber nicht.

Ansonsten könnte Sozialhilfe zum Tragen kommen. Man kann jedoch nicht beide Leistungsarten beziehen.

Ich würde empfehlen, mal online Wohngeld- und Sozialhilferechner auszuprobieren.

Die vom Betrag her höhere Leistungsart hat Vorrang.

Im Übrigen muß meines Wissens nach das Jobcenter solange leisten, bis ein anderer Leistungsträger eintritt (leistet).

H.
Ich bin La-la-laie, und meine Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung und/oder Einschätzung zur jeweiligen Situation dar, bzw. schildere ich, was ich selbst in der jeweiligen Situation tun würde.

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Re: Frührente Sozialhilfe Bitte um Hilfe

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 09.07.2019, 04:42

Moin fusroda,

Grundsicherung ist Sozialhilfe. Antrag stellen, schauen was Du absetzen kannst wie Gewerkschaftsbeiträge, Privathaftpflicht-, Hausratversicherung, Sterbegeldversicherung, schauen was Du an MEB bekommst und fertig.

Käme Wohngeld in Betracht, dann wird das automatisch in die Wege geleitet.

Liebe Grüße
Rolf
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fusroda
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Re: Frührente Sozialhilfe Bitte um Hilfe

Ungelesener Beitragvon fusroda » 10.07.2019, 11:02

Vielen Dank,
hfftl hört sich das jetzt nicht falsch an:
erst wollte ich Grundsicherung beantragen , nachdem ich jedoch gehört habe, dass die Kinder belastet würden, hat mich das etwas zurückgeschreckt.
Gilt dabei das Einkommen des Schwiegersohns auch?
Das Amt für Arbeit und Jobcenter meinen, sie sind wegen Rente nicht mehr für mich verantwortlich. Bis die Anträge durchgehen, habe ich ein großes Finanzloch. :nixweis:
Laut Rechnern, habe beide berechnet würde ich bei Sozialhilfe deutlich mehr bekommen. Wohngeld ist nicht garantiert ( weil kein Einkommen außer Rente.
Der Antrag ist echt ausführlich und viel telefoniert und mich beraten lassen. Vieles hat mich verwirrt und vllt in die falsche Richtung getrieben.
Ok als erstes fülle ich den Sozialhilfenatrag aus, Wohngeld ist schon beantragt, es fehlen jedoch noch Unterlagen, Rentenbescheid steht schon fest ( selbst wenn ich die 3 Jahre weiter arbeiten könnte, macht dies nur ca. 50€ aus. Erwerbsminderungsrente kommt in meinem Fall wohl nicht zum tragen.

Sonst etwas, was ich im Auge behalten sollte oder irgendwelche Tipps? :think:


Vielen Dank :ja:
Zuletzt geändert von fusroda am 10.07.2019, 11:04, insgesamt 1-mal geändert.

CuttySark
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Re: Frührente Sozialhilfe Bitte um Hilfe

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 10.07.2019, 15:33

Moin fusroda,

da stellen wir uns mal ganz dumm und machen Folgendes:

Du trittst sofort in SoVD oder VDK ein. Kosten beide ca. 6 € im Monat. Du suchst den Verein aus, der das am besten für Dich gelegene Büro hat. Die 6 € Mitgliedsbeitrag werden als Ausgabe berechnet und du bekommst Sie in vollem Umfang durch die Sozialhilfe wieder erstattet. Also der Eigenaufwand 0,00 ...€.

Du schließt eine Sterbegeldversicherung unter 5.000 €. Ich habe 4.000 € abgeschlossen und zahle dafür 22,36 € ohne Unfalltod Doppelleistung. Machst Du das vor Beantragung der Sozialhilfe, bekommst Du den Betrag in vollem Umfang gutgeschrieben.

Stelle den Antrag, ein Wahlrecht hättest Du eh nicht. In Anspruch genommen werden muss immer das, wo am meisten gezahlt wird.

Besprich Du da Deine Problematik. Meine Tochter ist Oberstudienrätin und zahlt nichts.

Liebe Grüße
Rolf
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