Eu Rente Verlängerung,was noch dem Gutachter bzw den Ärtzen erzählen?

Notwendiger Lebensunterhalt, Regelbedarf, Inhalt der Regelsätze (§§ 27, 28 SGB XII)

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Haraldo
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Eu Rente Verlängerung,was noch dem Gutachter bzw den Ärtzen erzählen?

Ungelesener Beitragvon Haraldo » 01.11.2017, 23:21

Hallo liebe Forumgemeinde

Ich weiss nicht,ob ich hier richtig bin,hoffe aber trotzdem hier Menschen zu finden,die sich einigermaßen auskennen oder zumindest etwas Erfahrung in diesem Gebiet haben und mir helfen können.

Meine Diagnosen,die ich über 7-8 Jahren nach einkehr meiner Erkrankungen bekommen und dokumentiert gesammelt habe über die Jahre:

Schwere depressive Episode

Rezidivierende Depressionen

Soziale Phobie

Posttraumatische Belastungsstörung

dazu kamen über die Jahre noch (leider nicht dokumentiert,aber mit meinem letzen Psychologen,dessen Therapie 3-4 Jahre ging intensiv behandelt und besprochen,aber nicht verschwunden)Zwangsstörungen und Essstörungen dazu.

Ich beziehe seit meinem 18ten oder 19ten Lebensjahr (ja ich weiss,ziemlich jung,das durfte ich mir auch immer vom Gutachter anhören,als sei das Alter ein Schutz vor diversen Krankheiten)eine Eu Rente,da es mir mit vorallem meinen chronisch (rezidivierenden) Depressionen unmöglich macht,am Arbeitsleben teilzunehmen und ich gerade so noch mit meinen Erkrankungen meinen Alltag geregelt bekomme,mal mehr mal weniger gut,aber man schafft zumindest gerade noch die Dinge wie einkaufen zu gehen oder die Wohnung aufzuräumen (sogar das duschen ist oft mit Depressionen eine riesen Anstrengung).

Trotz all den Gesprächen mit diversen Psychologen und Ärzten,auch die letzte Therapie,die ganze 3-4 Jahre ging,gehts mir nicht besser,bekomme aber immer wieder diesen "Druck" gemacht,um meine verlängerte Eu Rente kämpfen zu müssen,da ich immer wieder merke,wie mich vor allem der Gutachter,wegen meines jungen Alters wie ein Simulant behandelt und ich mir ziemlich viele dumme Sprüche immer wieder anhören muss,trotz zahlreicher beweisreicher Berichte,über meine Erkrankungen und muss mich deswegen immer wieder neu "rechtfertigen" und ernte doofe Sprüche für Erkrankungen,für die ich überhaupt nichts kann,denn man sucht sich sowas schließlich nicht selbst aus.
Würde jemand mit körperlichen Erkrankungen zu einem Gutachter geschickt werden,müssten diese längst nicht so viele doofe Sprüche und Unverständnis ernten,wie ein Mensch,dessen Erkrankungen man einem nicht sofort ansehen kann (Psychische Erkrankungen).
Nun war ich über die Jahre schon 4 mal beim Gutachter,wegen Verlängerung der Eu Rente und nun steht wieder eine Verlängerung an,da sich meine Depressionen Beispielsweise nicht in Luft auflösen (rezidivierend heisst,immer wieder kommend oder in meinem Fall,chronisch).
Medikamente habe ich ausprobiert,3 oder 4 verschiedene,genau weiss ich das nicht mehr,aber keines habe ich vertragen (Übelkeit,Schwindel,Hautausschlag) und habe es deswegen nach einer gewissen Zeit immer wieder abgesetzt,der Nebenwirkungen wegen und möchte auch nicht dauerhaft unter "Drogen" gesetzt werden,denn diese beseitigen erstens nicht die Erkrankung und zweitens möchte ich nicht unter starken Nebenwirkungen künstlich "funktionsfähig" gemacht werden,nebenbei belasten diese Medikamente auch dauerhaft die Leber.
Stationär war ich einmal untergebracht,wegen eines Suizidversuchs,da ich auch den ganzen Druck meiner "Jobcenterzeit" nicht mehr standhalten konnte ("Wenn sie dies und das nicht machen,Sanktionen hier Sanktionen da",habe schon damals jede Arbeit abgebrochen weil ich mich so schlecht fühlte,entkam aber jedesmal gerade noch so,einer Sanktion) habe mich aber schon da nur in meinem Zimmer verkrochen,da ich mein gewohntes Umfeld brauche und habe mir noch eine Zeit lang die offene Station (Tagesklinik) angeschaut,habe mich aber auch dort nicht wohlgefühlt und hatte keine Kraft das anzugehen mit meiner Antriebslosigkeit und habe es abgebrochen nach einem Gespräch mit dem obersten Arzt und wurde Arbeitsunfähig entlassen.

Mittlerweile war ich auch schon seit meiner letzten sehr langen Therapie,die der Therapeut beendete,da diese ja schon so lange ging(vor 3 Jahren) nicht mehr beim Arzt und weiss nicht mehr so Recht,was ich dort noch erzählen soll,da ich ja immer das selbe erzählen würde und bekomme auch immer nur die selben Ratschläge,die bis heute keine Änderung meiner Erkrankungen ergaben (meine Krankheitsverläufe sind ja mittlerweile mehrfach bekannt und dokumentiert)

Auch mit Sport hatte ich es versucht und hatte mich in einem Fitnesstudio angemeldet,habe es dann aber mit Attest vom Psychologen auflösen müssen,da ich auch dort nicht lange unter Leute konnte und ich zu Antriebslos war.

All das habe ich dem Gutachter mehrmals erzählt,beweise geliefert,meine Kraftlosigkeiten immer wieder glaubhaft gemacht und jetzt steht wiedereinmal demnächst wahrscheinlich der 5 Gutachtertermin an (Verlängerung bei der DRV ist in Bearbeitung) und mittlerweile weiss ich auch dort nicht mehr,was ich noch sagen soll,da mir so langsam die Kraft ausgeht,immer wieder glaubhaft machen zu müssen,dass sich an meinem Gesundheitsstatus nichts geändert hat (die machen es einem echt sehr schwer,wobei man sich mit so manchen Erkrankungen schon genug rumschlägt),aber es geht ja um Geld,weswegen ich immer wieder das Gefühl habe,dass es denen gar nicht interessiert,wie es den Menschen geht,sondern nur dazu beauftragt sind ,dafür zu sorgen,dass Gelder eingespart werden.
Nun ist meine Frage an euch,ist es nicht irgendwie Möglich,dass diese Eu Rente irgendwann aus gesundheitslichen Gründen in eine längerfristige Sache umwandelt wird ,damit man diesen Druck der Glaubwürdigkeitsmachung nicht mehr hat?
Das Problem mit den seelischen Leiden ist ja leider bis heute,dass man diese nur sehr schwer nachweisen kann,da man einem sowas nicht direkt ansehen kann und man muss sich immer wieder dafür rechtfertigen.

Tut mir Leid das der Text so lang geworden ist,hoffe aber trotzdem,dass sich jemand die Zeit nehmen kann und mir bei meinem Problem helfen bzw mir hilfreiche Tipps geben kann

Danke schonmal sehr im Vorraus

Heinrich
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Re: Eu Rente Verlängerung,was noch dem Gutachter bzw den Ärtzen erzählen?

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 02.11.2017, 05:43

Hallo Haraldo,

wenn ich richtig verstanden habe, dann wirst Du von Gutachtern immer "nur" befristet für erwerbsgemindert befunden, willst diesen Zustand jedoch dauerhaft haben.

Was mir auffällt, ist, daß Du den "Druck der Glaubwürdigmachung" bei Dir siehst. Warum ist das so? Wenn Du krank bist, bist Du krank, und ein Gutachter sollte das eigentlich 'merken'.

Von wievielen verschiedenen Gutachtern bist Du denn bis jetzt begutachtet worden? Immer nur vom gleichen?

Ich persönlich würde Dir raten, Dir einen Fachanwalt für Sozialrecht zu nehmen. Soweit ich selbst weiß, kann man zu einem Gutachten ein Gegengutachten fertigen lassen. Wie das genau geht und wer das Gegengutachten zahlt, weiß der Anwalt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Beratungshilfe

Alternativ gibt es Beratungsstellen für Sozialhilfeempfänger wie Caritas, Diakonie, VdK*, SoVD*, und andere.

*kostenpflichtige Mitgliedschaft erforderlich

An eine dieser Stellen wirst Du Dich wenden müssen.

H.
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Re: Eu Rente Verlängerung,was noch dem Gutachter bzw den Ärtzen erzählen?

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 02.11.2017, 15:26

Moin, Moin Heraldo

in der Regel werden EU Renten zuerst auf Zeit bewilligt und im Anschluss daran auf Dauer. Vom Grundsatz her ist diese Entscheidungspraxis auch sinnvoll,
da sich Krankheitsbilder im Laufe der Zeit verändern

Prinzipiell halte ich es für sinnvoll dich von einem Verband vertreten zu lassen. Ich bin beispielsweise im SoVD und fühle mich gut vertreten

Gruß
Rolf
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Heinrich
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Re: Eu Rente Verlängerung,was noch dem Gutachter bzw den Ärtzen erzählen?

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 03.11.2017, 08:12

Hallo Haraldo,

Du hättest Deine Frage in diesen Thread schreiben sollen und nicht in die Bewertung ;)

Die Mitgliedschaft beim VdK kostet lt. dessen Website zwischen 5 und 7 € mtl.,abhängig vom Landesverband (Bundesland). Beim SoVD sind es lt. Site 6 € mtl. bundesweit. In beiden Fällen erfolgt die Abrechnung nach meinem Wissen vierteljährlich.

H.
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