SGB XII: Warum Meldebescheinigung? Ausweis und Mietvertrag vorgelegt

Notwendiger Lebensunterhalt, Regelbedarf, Inhalt der Regelsätze (§§ 27, 28 SGB XII)

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ohropax
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SGB XII: Warum Meldebescheinigung? Ausweis und Mietvertrag vorgelegt

Ungelesener Beitragvon ohropax » 26.03.2018, 16:10

Hallo,

habe Hilfe zum Lebensunterhalt wegen befristeter voller EM-Rente beantragt. Perso, Mietvertrag, Kontoauszüge etc. bei Antragstellung vorgelegt. Diese erfolgte persönlich. Meine Unterlagen wurden an die Sachbearbeitung weitergeleitet.

Von da erhielt ich ein Schreiben, in dem die SB u.a. eine Meldebescheinigung aller Personen im Haushalt verlangt. Auf Nachfrage bekam ich die Auskunft, dass es egal ist, von wann die Meldebescheinigung ist und ob Leute mit draufstehen, die inzwischen ausgezogen sind.

Mich wundert, wozu sie das in dieser Form brauchen. Könnten doch einfach eine Anfrage ans Einwohnermeldeamt richten oder von mir verlangen, eine aktuelle Meldebescheinigung vorzulegen.

Danke für eure Antworten.
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Re: SGB XII: Warum Meldebescheinigung? Ausweis und Mietvertrag vorgelegt

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 26.03.2018, 17:53

Hallo ohropax,

was bringt es Dir darüber nachzudenken?
Lass Dir eine aktuelle Bescheinigung ausdrucken und fertig.

Gruß
Rolf
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ohropax
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Re: SGB XII: Warum Meldebescheinigung? Ausweis und Mietvertrag vorgelegt

Ungelesener Beitragvon ohropax » 26.03.2018, 20:07

CuttySark hat geschrieben:was bringt es Dir darüber nachzudenken?
Lass Dir eine aktuelle Bescheinigung ausdrucken und fertig.


:rolleyes:
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Heinrich
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Re: SGB XII: Warum Meldebescheinigung? Ausweis und Mietvertrag vorgelegt

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 27.03.2018, 06:02

Hallo ohropax,

ohropax hat geschrieben:Könnten doch einfach eine Anfrage ans Einwohnermeldeamt richten

geht wahrscheinlich aus Datenschutzgründen nicht so einfach. Zudem - wenn man als Privatbürger eine solche Anfrage ans EWA richtet, kostet's Gebühren. Vielleicht würde die eine anfragende Behörde auch zahlen müssen ;)


ohropax hat geschrieben:oder von mir verlangen, eine aktuelle Meldebescheinigung vorzulegen.

Genau das verlangen sie doch von Dir, sofern in dem Brief nichts anderes steht. Die telefonische Auskunft würde ich als bedeutungslos werten. Eine Meldebescheinigung ist nach meinem Kenntnisstand aktuell, wenn sie nicht älter ist als 3 Monate.

H.
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Re: SGB XII: Warum Meldebescheinigung? Ausweis und Mietvertrag vorgelegt

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 27.03.2018, 06:44

Hallo Heinrich,

bitte lies:

Was ist besonders zu beachten?

Die verschiedenen Bescheinigungen enthalten auch verschiedene personenbezogene Daten. Es ist daher sehr wichtig, die richtige Art der Bescheinigung zu wählen, z.B. für eine standesamtliche Trauung = erweiterte Meldebescheinigung; Fahrzeuganmeldung = einfache Meldebescheinigung. Sollten Sie ein Anschreiben erhalten haben, bringen Sie dieses bitte dringend mit. Die Bescheinigungen haben eine begrenzte Gültigkeit, die bitte bei der fordernden Behörde zu erfragen ist. Eine einfache Meldebescheinigung kann unter Vorlage einer Vollmacht einer dritten Person ausgehändigt werden.


Welche Unterlagen werden benötigt?
Personalausweis oder Reisepass





Welche Gebühren sind zu zahlen?
7,50 € einfache Meldeauskunft

9,00 € erweiterte Meldeauskunft

Gruß
Rolf
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Re: SGB XII: Warum Meldebescheinigung? Ausweis und Mietvertrag vorgelegt

Ungelesener Beitragvon Colloredo » 27.03.2018, 08:41

Hallo,
wegen der Kosten: nach 64 SGB X bekommt man für Sozialhilfezwecke u.a. die Meldeauskunft kostenlos.
Wir möchten eine Meldeauskunft zur Prüfung, ob Adresse im Mietvertrag, Ausweis und Meldeauskunft übereinstimmen, zur Vermeidung von Fake- Mietverträgen o.ä.
Gruß

ohropax
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Re: SGB XII: Warum Meldebescheinigung? Ausweis und Mietvertrag vorgelegt

Ungelesener Beitragvon ohropax » 27.03.2018, 15:23

Danke für eure Antworten.
Zuerst dachte ich ja auch, ich soll eine aktuelle Meldebescheinigung besorgen.
Hatte den zuständigen SB persönlich am Telefon und die Auskunft war: "irgendeine Meldebescheinigung, egal von wann und ob noch andere Personen draufstehen, die mittlerweile ausgezogen sind". Deshalb wundere ich mich.

Ich frage mich, ob es vielleicht damit zu tun hat, dass ich vom Namen her nicht eindeutig als in Deutschland geboren oder als deutsche Staatsbürgerin zu erkennen bin. Vielleicht verläuft die Bearbeitung sehr hektisch und der SB hatte keine Gelegenheit, sich die Angaben zur Person richtig anzusehen. Denn wie gesagt, ich war persönlich dort und habe den Perso vorgelegt, der besagt, dass ich eine geborene Kartoffel bin.
Zuletzt geändert von ohropax am 27.03.2018, 15:26, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: SGB XII: Warum Meldebescheinigung? Ausweis und Mietvertrag vorgelegt

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 27.03.2018, 16:35

Hallo Colloredo,

das ist eine klare Ansage. Danke!

Gruß
Rolf
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Re: SGB XII: Warum Meldebescheinigung? Ausweis und Mietvertrag vorgelegt

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 28.03.2018, 06:38

Hallo orhopax,

ohropax hat geschrieben:Hatte den zuständigen SB persönlich am Telefon und die Auskunft war: "irgendeine Meldebescheinigung, egal von wann und ob noch andere Personen draufstehen, die mittlerweile ausgezogen sind". Deshalb wundere ich mich.

Grundsätzliches im Umgang mit (deutschen) Behörden: es zählt nur, was Dir schiftlich vorliegt! Fernmündliche Auskünfte sind bedeutungslos.

Also leg' denen doch einfach vor, was lt. Zuschrift gefordert wird. Fertig.

H.
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Re: SGB XII: Warum Meldebescheinigung? Ausweis und Mietvertrag vorgelegt

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 28.03.2018, 20:00

Hallo Heinrich,

bitte was soll dieser Blödsinn? Eine Meldebescheinigung kostet 7,50 €. Colloredo schrieb dazu folgendes:

nach 64 SGB X bekommt man für Sozialhilfezwecke u.a. die Meldeauskunft kostenlos.

Bitte informiere Dich doch bevor Du falsche Auskünfte gibst.

Gruß
Rolf
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