Von ALG2 zu Sozialhilfe

Notwendiger Lebensunterhalt, Regelbedarf, Inhalt der Regelsätze (§§ 27, 28 SGB XII)

Moderator: Regelteam

GregorS
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Von ALG2 zu Sozialhilfe

Ungelesener Beitragvon GregorS » 17.12.2018, 17:43

Hallo,
Ich habe bisher ALG2 bezogen und nachdem ich einen Rentenantrag stellen musste (seitens des Jobcenters) wurde dieser mir jetzt bewilligt.
Ich erhalte Rente wegen voller Erwerbsminderung auf Zeit. Es sind aber gerade mal knapp 150 EUR monatlich.
Das heist wohl, dass das JC nicht mehr für mich zuständig sein wird und ich Sozialhilfe in Anspruch nehmen kann, aber Hilfe zum Lebensunterhalt
und nicht das vom Grundsicherungsamt. Und das bereitet mir jetzt schon Bauchschmerzen, weil die Bestimmungen viel rigider sein sollen. :rolleyes:
Ich bin zwar schon Ende 30 lebe aber noch bei meinen Eltern, die beide Rentner sind. Bisher habe ich meine Eltern mit 100 EUR monatlich unterstützt, sozusagen als Miete für mein Zimmer. Hatte dies aber nie beim Jobcenter geltendgemacht.
jetzt weiß ich nicht ob das Sozialamt auch genaustens wissen will, wieviel Einkommen meine Eltern haben und wieviel sie angespart haben und ob sie auch bei einem erwachsenen Kind, das bei ihnen lebt unterhaltsplflichtig sind. Ich möchte sie eigentlich nicht mitreinziehen in mein Schlamassel.
Worauf muss ich alles achten bei der Beatragung von HzL. Wieviel "Vermögen" darf ich haben und wieviel meine Eltern. Habe bisher unterschiedliche Sachen gelesen, mal 1600 EUR mal 5000 EUR.
Während des ALG2 Bezugs durfte ich mein Auto behalten (kleiner 9 Jahre alter Wagen etwa noch 2000 EUR wert). Geht das auch bei Sozialhilfebezug?
Vielen Dank fürs lesen.

CuttySark
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Re: Von ALG2 zu Sozialhilfe

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 18.12.2018, 00:17

Moin, Moin GregorS,

dann solltest Du Dich informieren, und zwar in neuen Druckstücken zum Thema SGB XII. Dann kommst Du auch aktuelle Daten, was die Fakten angeht.
Erst einmal Bauchschmerzen zu haben bringt Dir welchen Vorteil?

https://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbxii/8.html

Wenn Du die Fakten verinnerlicht hast, dann schreiben wir über die weiteren Dich interessierenden Fragen.

LG Rolf
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Heinrich
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Re: Von ALG2 zu Sozialhilfe

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 18.12.2018, 04:30

Hallo GregorS,

das Schonvermögen bei der HzL beträgt nach meinem Wissen seit einiger Zeit 5.000 €. Ob das Auto da mit drin ist, kann ich Dir nicht genau sagen. Wenn Du jedoch Dein Auto brauchst und das entsprechend begründen kannst, sollte es nach meiner Einschätzung kein so großes Problem darstellen, es behalten zu dürfen.

Natürlich wird das Sozialamt die Einkommens- und Vermögensverhältnisse Deiner Eltern prüfen. Solange diese aber nicht gerade 'reich' sind, würde ich mir auch da keine großen Sorgen machen. Die genauen Betragsgrenzen, ab wann Deine Eltern leistungs- bzw. unterhaltspflichtig sind, kann ich Dir leider nicht sagen.


GregorS hat geschrieben:Bisher habe ich meine Eltern mit 100 EUR monatlich unterstützt, sozusagen als Miete für mein Zimmer. Hatte dies aber nie beim
Jobcenter geltendgemacht.

Das war ausgesprochen dämlich - mit Verlaub. Zudem grenzt es m.M.n an Urkundenfälschung, da diese Angaben in den Anträgen abgefragt werden.

Du solltest mit Deinen Eltern pro forma einen Miet- bzw. Untermietvertrag schließen und beim Antrag auf HzL selbstverständlich wahrheitsgemäße Angaben machen.

H.
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Re: Von ALG2 zu Sozialhilfe

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 18.12.2018, 11:29

Moin, Moin GregorS,

vielleicht gibst Du Heinrich diesen Link, dann weiß auch er Bescheid. Der Artikel erschien im Jahr 2017.

https://sozialberatung-kiel.de/2017/01/ ... nzuwenden/

Lebe Grüße
Rolf
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GregorS
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Re: Von ALG2 zu Sozialhilfe

Ungelesener Beitragvon GregorS » 18.12.2018, 15:32

vielen lieben Dank Rolf und Heinrich für eure Antworten den links.
Werde wohl noch weitere haben und hier im Forum sie stellen.
Sobald ich mehr weiß, berichte ich hier darüber, so dass eventuel andere Betroffene davon profitieren.


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