Antrag der Hilfe zum Lebensunterhalt

Notwendiger Lebensunterhalt, Regelbedarf, Inhalt der Regelsätze (§§ 27, 28 SGB XII)

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seedevil
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Antrag der Hilfe zum Lebensunterhalt

Ungelesener Beitragvon seedevil » 18.01.2019, 16:52

Hallo...
Vorab meine Situation: Ich bin seit Dezember 2018 Bezieher von voller Erwerbsminderungsrente (befristet) und besitze GdB 50...Nun wurde ich vom Jobcenter an das Zuständige Sozialamt überstellt da meine Rente den Bedarf nicht deckt (Jobcenter wollte erst unbedingt die Zuständigkeit für die Aufstockenden Leistungen übernehmen und verwiesen mich nun doch ans Sozialamt) und die sendeten mir ein Berg von Vordrucken zum Ausfüllen zu (Hilfe zum Lebensunterhalt)...Nun ist ja so das meine Eltern laut BGB zum Unterhalt verpflichtet sind wenn ich die Leistung beantrage... Für mich kamen da Fragen auf...
1.Wie hoch ist überhaupt der Selbstbehalt bei verheiraten Eltern wenn die Behörde auf sie zukommt ???
2.Außerdem sind meine Eltern mir gegenüber auch nicht sehr Auskunftsfreundlich was die aktuelle Adresse angeht (habe nur über Messenger bescheidenen Kontakt seit Jahren)...kann das negativ Auswirkungen haben auf die Bewilligung der Leistungen ??? (auch die Erklärung meiner Situation konnte meine Eltern nicht umstimmen... )

Ich danke vorab für Informationen

w12
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Re: Antrag der Hilfe zum Lebensunterhalt

Ungelesener Beitragvon w12 » 18.01.2019, 17:05

Hallo seedevil
D
as Sozialamt wird sich die notwendigen Auskünfte einholen.

Sollte ein Anspruch bestehen, wird es die Ansprüche auf sich überleiten.

Gruß
w12
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Heinrich
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Re: Antrag der Hilfe zum Lebensunterhalt

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 18.01.2019, 17:11

Hallo seedevil,

seedevil hat geschrieben:2.Außerdem sind meine Eltern mir gegenüber auch nicht sehr Auskunftsfreundlich was die aktuelle Adresse angeht (habe nur über Messenger bescheidenen Kontakt seit Jahren)...kann das negativ Auswirkungen haben auf die Bewilligung der Leistungen ???

aus meiner Sicht ein klares Nein. Wenn das Sozialamt an Deine Eltern herantreten will, dann wird es das von sich aus tun. Da hast Du nicht mit zu schaffen.

Der einzige Wermutstropfen, den ich ggf. sehe - wenn sich Deine Eltern gegenüber dem SozA nicht kooperativ zeigen, kann das ggf. die Bewilligung Deiner Leistungen verzögern. Ich würde das nicht völlig ausschließen.

Die Frage, wieviel Vermögen Deine Eltern besitzen dürfen, ohne für Dich leisten zu müssen, kann ich nicht beantworten.

Aber mach' Dir erstmal kein' Kopp ;-)

H.
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seedevil
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Re: Antrag der Hilfe zum Lebensunterhalt

Ungelesener Beitragvon seedevil » 18.01.2019, 17:29

Heinrich hat geschrieben:Hallo seedevil,

seedevil hat geschrieben:2.Außerdem sind meine Eltern mir gegenüber auch nicht sehr Auskunftsfreundlich was die aktuelle Adresse angeht (habe nur über Messenger bescheidenen Kontakt seit Jahren)...kann das negativ Auswirkungen haben auf die Bewilligung der Leistungen ???

aus meiner Sicht ein klares Nein. Wenn das Sozialamt an Deine Eltern herantreten will, dann wird es das von sich aus tun. Da hast Du nicht mit zu schaffen.


Ja aber da sehe ich das Problem....Das Sozialamt fordert ja von mir Angaben zur Wohnadresse die ich nich beibringen kann damit sie Kontakt aufnehmen können mit meinen Eltern...Naja ich versuche das beste meine Mitwirkungspflicht zu erfüllen...aber ich habe schon bange darum das dies negativ Auswirkungen hat wenn sie die Forderung nicht weiterleiten können ohne Meldeadresse...

Aber danke erstmal

Heinrich
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Re: Antrag der Hilfe zum Lebensunterhalt

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 18.01.2019, 17:59

Hallo seedevil,

seedevil hat geschrieben:Ja aber da sehe ich das Problem....Das Sozialamt fordert ja von mir Angaben zur Wohnadresse die ich nich beibringen kann

dann teile dem SozA das genau so mit! Mehr geht nicht. Die Behörden werden schon ggf. Möglichkeiten haben, wenn sie herausfinden wollen, wo Deine Eltern leben.

Und falls sich deswegen die Bewilligung der Leistungen (zu lange) herauszögern sollte, dann beantrage zunächst ein Darlehen oder einen Vorschuß.

Im schlimmsten Fall mußt Du Dir eine Rechtsberatung vor Ort einholen. Beratungsstelle oder Anwalt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Beratungshilfe

H.
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Re: Antrag der Hilfe zum Lebensunterhalt

Ungelesener Beitragvon Laufschuh » 18.01.2019, 20:46

Hoi seedevil

Um dich nicht zu verunsichern oder zu verängstigen,möchte ich dir folgendes mitteilen.

Als ich zum 01.01.2015 von Alg2 in SGB 12 3.Kap.(zunächst für 3Jahre befristet) wegen voller Erwerbsunfähigkeit gewechselt bin,
bekam meine Mutter auch so einen ominösen Brief vom Soz.Amt,da ich aufstockend HzL (Hilfe zum Lebensunterhalt) beantragen musste.
Allein meine Eu-Rente reichte nicht.Worauf meine Mutter erst mal 2 Jahre lang nicht mehr mit mir redete.

Meine SB vom Soz.-Amt erklärte mir damals,daß,nur wenn meine Mutter mehr wie 100000eu im Jahr an Einkünften hat,
eine Unterhaltspflicht bestehen könnte.Mehr wie Einhundert Tausend Euro.Ob das Brutto oder Netto gemeint war,weiss ich nicht.
Jedenfals sind alle Einkünfte gemeint,auch Mieteinnahmen,im Kalenderjahr.

Nachdem ich zum 01.01.2018 von SGB 12 3.Kap.in SGB 12 4.Kap.(unbefristet) gewechselt bin,bekomme ich jetzt aufstockend Grusi.
Meine Mutter bekam auch keinen neuen Brief mehr.Das mit den 100Kilo steht auch irgendwo im Gesetzestext,sicher,
ich habs schon mal gelesen.
Klar,wenn deine Eltern mehr wie 100Kilo im Jahr haben,wird´s nicht einfach.
Ich unterstelle mal,du kannst beruhigt beantragen,lehn dich zurück.

schönen Abend noch.

MvG Laufschuh

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Re: Antrag der Hilfe zum Lebensunterhalt

Ungelesener Beitragvon Laufschuh » 18.01.2019, 22:35

Hoi seedevil

Ich möchte folgendes noch hinzufügen.
Wenn ich mich jetzt deinetwegen in den Kopf deines zuständigen SB´s beim Soz.Amt transformiere,
so möchte ich aufgrund deines "Gehabe und Getue´s"(Ich kenne die Adresse meiner Eltern nicht !!),
jetzt erst recht wissen,wer deine Eltern sind,und wo sie wohnen.Unabhängig davon,ob sie Unterhaltspflichtig sind.

Für das zuständige Soz.Amt ist es kein Prob.die Adresse zu erfahren.
Ok,als dein SB verstehe ich,das bei dir gewisse Unangenehme Gefühle aufkommen.(Schäm dich) und soo.
(Jetzt ziehst du Uns auch noch mit rein) und so weiter.

Tranformations Ende.
Sollten deine Eltern über ein "grosses Vermögen" verfügen,und dementsprechende Einkünfte haben,finde ich
@Laufschuh es richtig,sie zur Unterhaltspflicht herranzuziehen.

transformelle Grüße

MvG Laufschuh

seedevil
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Re: Antrag der Hilfe zum Lebensunterhalt

Ungelesener Beitragvon seedevil » 19.01.2019, 18:34

Laufschuh hat geschrieben:Hoi seedevil

Ich möchte folgendes noch hinzufügen.
Wenn ich mich jetzt deinetwegen in den Kopf deines zuständigen SB´s beim Soz.Amt transformiere,
so möchte ich aufgrund deines "Gehabe und Getue´s"(Ich kenne die Adresse meiner Eltern nicht !!),
jetzt erst recht wissen,wer deine Eltern sind,und wo sie wohnen.Unabhängig davon,ob sie Unterhaltspflichtig sind.

Für das zuständige Soz.Amt ist es kein Prob.die Adresse zu erfahren.
Ok,als dein SB verstehe ich,das bei dir gewisse Unangenehme Gefühle aufkommen.(Schäm dich) und soo.
(Jetzt ziehst du Uns auch noch mit rein) und so weiter.

Tranformations Ende.
Sollten deine Eltern über ein "grosses Vermögen" verfügen,und dementsprechende Einkünfte haben,finde ich
@Laufschuh es richtig,sie zur Unterhaltspflicht herranzuziehen.

transformelle Grüße

MvG Laufschuh



Danke über deine Erfahrungen...
Nein also das einzige was ich wirklich habe ist die letzte Meldeadresse vor Ihren Umzug...Ich weiß nur das sie noch in der nähe wohnen müssen da meine Mutter meinen Opa pflegt (Einkäufe und bisschen Sauber machen) ....(da ist ist nix mit "ich tue mal unwissend")....Ich gebe auch gerne die alte Meldeadresse dem Amt dann sollen die sich doch mit den Einwohnermeldeamt rum schlagen (ich bekomme da wegen Datenschutz sowieso keine Auskünfte)....Zu der Wirtschaftlichen Situation weiß ich einiges Mehr und daher meine Frage zum Selbstbehalt ...Also meine Mutter ist schwer Herzkrank und Arbeitstechnisch kaum belastbar und Arbeitet nicht und ist auch nicht über das Arbeitsamt gemeldet (sie wurde nun diesen Monat wohl auch Operiert deswegen erfuhr ich beim letzten Kontakt)... Mein Vater hat nen ungefähren Grundlohn von 1250 Euro Netto plus Überstunden und wohl immer zwischen 1400 - 1600 EUR Netto...Aber Sie haben auch die Hucke voll Schulden wo Monatlich über 400 Euro anfallen (und das ist schon gestundet von der Bank weil sie normal um die 600 oder sogar mehr zahlen müssten...Das ist aber der Kenntnisstand von vor 5 Jahren)


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