Haushaltshilfe im SGB XII

§§ 68 ff SGB XII Umfang der Leistungen, Hilfe zur Weiterführung des Haushalts, Altenhilfe, Blindenhilfe, Hilfe in sonstigen Lebenslagen, Bestattungskosten...

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Ralf1960
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Re: Haushaltshilfe im SGB XII

Ungelesener Beitragvon Ralf1960 » 11.07.2014, 01:37

Hallo Rolf,

diese Spielchen kenne ich auch aus dem Bereich der ambulanten Pflegedienste.
Die Diakonie hat den alten Mann vor Jahren regelrecht abgezockt, als wir die raus geschmissen haben kam prompt eine Retoukutsche. Der Mann konnte damals noch im Rollstuhl herumgeistern, die Diakonie hat sich NACH der Kündigung bei der Pflegekasse gemeldet und behauptet er bräuchte keine Pflegestufe 2 mehr, hat sogar telefonisch den Pflegegutachter kontaktiert damit ihm die Pflegestufe aberkannt wird.

Das ist dann auch so geschehen und im Gutachten war auch vermerkt das die Diakonie das eingeleitet hat.

Mein Lieber - da hat es richtig gekracht so bösartig bin ich geworden, schriftlich mit allen Vorwürfen zur Abzocke und das wir die Diakonie regelrecht zwangsentfernt haben und dies ein Racheakt darstellt. Wir konnten auch beweisen das im Monat 62x Mobilisation in der Wohnung abgerechnet wurde bei seiner Frau die fest im Bett lag und nur gewaschen wurde. Tausend Euro jeden Monat mit ein paar anderen "abgehakten" Leistungen, die haben sogar hauswirtschaftliche Versorgung abgerechnet obwohl ich jeden Tag dort war plus zweimal in der Woche privat eine Putzfrau. Ich habe gekocht, gespielt und aufgeräumt.. Die haben mir einmal beim spielen die Buerste abgenommen und mich angegiftet das es IHRE Arbeit waere. Lach, die hab ich gejagt dasse ganz schnell das Haus verlässt.

Ergebnis war eine neue Begutachtung mit Voranmeldung in meiner Anwesenheit, rückwirkend wurde wieder Pflegestufe 2 bewilligt.

Das sind keine Einzelfälle, nur zu oft wurde mir aehnliches berichtet - besonders von unser hier oertlichen Pseudo-kirchlichen Organisation.

Im Nebenoert kenne ich den Laden gleichen Namens, völlig anders und menschenfreundlicher - deswegen darf man das nicht verallgemeinern.

Aber, obwohl im Nachbarort darf der Pflegebeduerftige nicht wählen von wem er gepflegt wird. Alles in Bezirke aufgeteilt die verteidigt werden.

Nun ist es eben ein privater Pflegedienst, der aber auch bald gehen darf weil die Pflege durch angestellte Hilfe erbracht wird und sichergestellt wird. Auch hier wird betrogen, aber wenigstens nur die Pflegekasse die fuer Leistungen zur Kasse gebeten wird die gar nicht erbracht werden.
Die Pflegedokumentation wird nicht herausgegeben und eine Abrechnung gibt es fuer den alten Herrn auch nicht zur Kontrolle.

Nur einmal im Monat darf er einen Zettel unterschreiben mit Namenszeichen und Kuerzeln
die er natürlich nicht pruefen kann mangels Wissen was LK usw bedeutet.

Da jetzt auch auffällig ist das von der Krankenkasse verschiedene Verordnungen abgelehnt wurden weil keine Wundberichte - wie ausdrücklich verlangt - erstellt werden und sich niemand darum kümmert ( wie auch bei Anschluss Verordnungen ) haben die längste Zeit fuer einmal mit dem Waschlappen den Herrn abzuwaschen die längste Zeit kassiert.

Er kann das Pflegegeld besser brauchen um weiterhin die angestellte Hilfe zu bezahlen. Die hat sogar ein Diplom und war in der Pflege lange beschäftigt.

Wenn du heute alleine bist und dich nicht wehren kannst, dann bist du ein ganz armes Schwein und ausgeliefert!

Und so manche " Pflegefachkräfte " in der häuslichen Krankenpflege hat Haare auf den Zaehne....... Bis sie rasiert wird und der Mund offen bleibt wenn sich jemand einmischt der sogar die Vollmacht ausdrücklich besitzt und sich in der Materie auskennt, sogar weis was die einzelnen LK bedeuten und ein geheimes Buechlein existiert in dem jeden Tag Tätigkeit und Zeiten dokumentiert sind.

Schon komisch das immer der volle Betrag von 1100Euro ausgenutzt wird, was man auf Nachfrage mit Vollmacht von der Pflegekasse erfaehrt.

So wie auch die Gruende warum verordnete Behandlungen ( zB Dekubitus Versorgung) mittendrin abgelehnt werden.

Rolf, uns erwartet im fortschreitenden Alter noch einiges, gebe Gott das der Kopf so klar bleibt das wir uns wehren können.

Gruss
Ralf
Ich schreibe über meine eigenen Erfahrungen mit Ämtern , ansonsten bin ich Laie und meine Beiträge und Kommentare stellen keine Rechtsberatung dar.

CuttySark

Re: Haushaltshilfe im SGB XII

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 11.07.2014, 08:59

Hallo Ralf,

wir beiden sollten uns so einen Menschen, wie beispielsweise unseren Tasso, als Motivationstrainer geben lassen, dann haben auch wir beide rosarote Brillen auf, was einem die Sache sicherlich leichter macht durchs Leben zu kommen.
Dazu sollten wir uns eine gute Tageszeitung leisten und nicht unsere Ausgaben vom Regelsatz für die St. Pauli Nachrichten ausgeben. Dadurch lernen wir nichts gutes.

Beispiel von Tasso heute:

http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-07/f ... -bezahlung

Da erkennt man erst, wenn man so informiert wird, wie uns die "blonden Dummchen" an der Nase herumführen. Viele Haben nur den Hauptschulabschluss aber das haben die genial eingefädelt uns zu täuschen. Ich habe das mal durchgerechnet
und dazu Stellung genommen:

Auszug aus dem Artikel

In Thüringen war bis vor zwei Jahren zum Beispiel ein Tarifvertrag in Kraft, der einen Basissatz von 3,82 Euro je Stunde vorsieht. Doch vom Umsatz, der zwölf Euro übersteigt, erhalten die Friseure 30 Prozent.

Hain schätzt, dass eine engagierte Fachkraft auf rund 400 Euro Trinkgeld im Monat kommt.


Rechnen wir einmal nach:

168 Stunden x 3,82 € Stundenlohn = Bruttolohn 641,47 zuzüglich 30% vom Umsatz über 12 €. Engagierte Mitarbeiterinnen erwirtschaften 50 € in der Stunde abzüglich 12 € anrechnungsfreier Lohn = 38 € x 30% = 11,40 € Gewinnbeteiligung x 168 Stunden = 168 Stunden x 11,40 € = 1.915,20 € Gewinnbeteiligung. Dann heißt das für die Mitarbeiterin 641,47 € Garantielohn zuzüglich 1.915,20 € Gewinnbeteiligung = 2.556,67 Gesamtbrutto = 1.643,34 € Nettolohn zuzüglich 400 € Trinkgeld = 2.043,34 € frei verfügbares Geld.

Alle Achtung, da haben uns aber die Friseusen verarscht.

Siehst Du, dass haben wir zwei Deppen nicht erkannt und warum, weil wir keine Bildung haben und unsere Regelleistung sinnlos verprassen für Unsinn.

Ich werde mich nun wirklich bessern. Das habe ich mir vorgenommen. So geht es nicht weiter mit mir.

LG Rolf
Zuletzt geändert von CuttySark am 11.07.2014, 09:01, insgesamt 1-mal geändert.

Ralf1960
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Re: Haushaltshilfe im SGB XII

Ungelesener Beitragvon Ralf1960 » 11.07.2014, 20:30

Tja Rolf,

dazu hab ich nur Erfahrungswerte die nicht mit der Rechnung passen.

Ich war mal mit einer Friseurin verheiratet, schien waere es gewesen wenn die Rechnung stimmen wuerde :-)

Es kommt wohl immer auch auf die Gegend an und wie locker das Geld bei den Leuten sitzt.

Ich mischte aber behaupten das es parallel zur Gastronomie laeuft, Trinkgelder eher ruecklaeufig.

In vielen Bewerben ist es zur Pflicht gemacht das Trinkgelder abzugeben sind und jeder einen Teil bekommt davon. Also vom Tellerwäscher bis zur Raumpflegerin. In der Pflege weis ich das bei der HKP alles abgegeben werden muss - damit werden Feiern finanziert auf die gschissen ist. Zudem nicht kontrollierbar weil die Verwaltung es verwaltet. Wehe es kommt heraus das jemand seinen Euro nicht abgegeben hat!

Gewinnbeteiligung ? Tjaja, was ist Gewinn? Umsatzbeteiligung???? Da wuerde der Laden bankrott gehen.

Es ist nur eine Annahme was da proklamiert wird aufgrund von einzelnen Fallen bei denen das so funktioniert!

Gruss
Ralf

Gruss Ralf
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