Obdachlose nach Wohnungsrauswurf im Park

§§ 68 ff SGB XII Umfang der Leistungen, Hilfe zur Weiterführung des Haushalts, Altenhilfe, Blindenhilfe, Hilfe in sonstigen Lebenslagen, Bestattungskosten...

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Moin
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Obdachlose nach Wohnungsrauswurf im Park

Ungelesener Beitragvon Moin » 20.03.2016, 10:40

Ich brauche dringend eure Hilfe!
Seit einigen Wochen kampiert eine junge Frau hier im Park, nachdem sie aus ihrer Wohnung entfernt worden ist.
Ab und zu ist sie bei mir, Wäsche waschen, duschen, was auch immer - aber dann geht sie wieder raus, aber gleichzeitig sagt sie, dass sie doch wieder eine Wohnung will.
Was mach ich nun (zumal ich mich hier in dieser Stadt echt nicht auskenne, ich hause hier erst seit 4 Jahren...).
Wo ich bin, herrscht Chaos, aber ich kann ja nicht überall sein :grin:

Heinrich
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Re: Obdachlose nach Wohnungsrauswurf im Park

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 20.03.2016, 10:55

Moin Moin,

:mrgreen:

falls es diese Frau wirklich gibt, würde ick mal nach caritativen Einrichtungen in Deine Stadt guugeln, wa? Wo se eventuell Beratung kricht, wie se wieda uff de Beene kommt.

H.
Ich bin La-la-laie, und meine Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung und/oder Einschätzung zur jeweiligen Situation dar, bzw. schildere ich, was ich selbst in der jeweiligen Situation tun würde.

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Re: Obdachlose nach Wohnungsrauswurf im Park

Ungelesener Beitragvon Angela1968 » 20.03.2016, 11:30

Hallo,

es ist löblich das Du der Obdachlosen es ermöglichst bei Dir zu duschen und ihre Wäsche zu waschen. Ich könnte und wollte das aber nicht. Wie schnell gewöhhnt sich so ein Mensch an eine solche Hilfe und schlesslich ist es Gewohnheit die dann eingefordert wird und bis zum ständigen Einzug der Dame st es dann auch nicht mhr weit und möglichst dann noch kostenfrei. Sie fängt ja offenbar schon an mit der Bettelei wenn sie Dir signaliseirt das sie eine Wohnung will. Im Prinzip meint sie schon damit, lass mich bei Dir wohnen.

Aber Du hast selbst geschrieben dass sie aus ihrer Wohnung entfernt wurde. Dafür muss es schwerweigende Gründe gegeben haben. In Deutschland wird es nämlich Vermietern sehr schwer gemacht Mieter aus der Wohnung zu bekommen. Stichpunkt, Mietnomaden.

Verweise sie an die Gemeinde oder Stadtverwaltung Deines Ortes. Es gibt dot sicherlich eine At Abteilung für Soziales. Sage ihr auch das Du nicht mehr bereit bist ihr zu helfen. Sie muss irgendwann ihr Leben selbst in die Hand nehmen und sich auch selbst helfen wollen

Die einzige Hilfe die ich Ihr an Deiner Stelle noch geben würde, sollte sie unsicher im Umgang mt Behörden sein, sie zu ihrem Behördengang als Beistand begleiten. Aber reden etc. muss sie dort selbst.

Angela
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Re: Obdachlose nach Wohnungsrauswurf im Park

Ungelesener Beitragvon w12 » 20.03.2016, 11:52

Hallo Angela1968

Du musst auch niemanden aufnehmen.
Deine weiteren Ausführungen sind herbeigezogene Vermutungen für die es keine Hinweise gibt.

Hallo Moin

Ich wünsche dir, dass du mit dieser Situation keine negativen Erfahrungen machst.
Leider verliert man im Laufe des Lebens dieses Urvertrauen und diese Bereitschaft so zu helfen.

Wie Heinrich geschrieben hat, wäre der beste Weg in eine Beratungsstelle.
Es gibt z.B. Obdachlosenunterkünfte, die eine Meldeadresse zur Verfügung stellen.
Da, wenn erwerbsfähig, grundsätzlich auch ein Anspruch auf ALG II besteht, kann dadurch ein Antrag gestellt werden.
Teilweise haben die Jobcenter auch spezielle Ansprechpartner für diesen Personenkreis.

Alles Gute für euch zwei.

Gruß
Zuletzt geändert von w12 am 20.03.2016, 12:19, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Rechtschreibfehler berichtigt
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Re: Obdachlose nach Wohnungsrauswurf im Park

Ungelesener Beitragvon Angela1968 » 20.03.2016, 12:19

Hallo w12,

Du widersprichst Dir selbst. Auf der einen Seite meinst Du das ich ja niemanden aufnehmen muss und nichts an den Haaren herbeiziehen soll. Auf der anderen Seite scheinst Du ja ähnliche Bedenken zu haben und schreibst dem TE das er hoffentlich nicht negative Erfahrugen machen muss.

Du kennst mich. Ich würde keine Vermutung bzw. Aussage ohne Beweise aufstellen. Leider war es bei mir bis jetzt so wenn ich Leuten geholfen habe, wurde dies selbstverstänlich angenommen und man forderte immer mehr und zum Schluss bekam ich als Dank einen Tritt in den Allerwertesten. Zur Zeit habe ich wieder einen ähnlch gelagerten Fall wo ich merke das ich schon wieder ausgenutzt werde.

Angela
Zuletzt geändert von Angela1968 am 20.03.2016, 12:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Obdachlose nach Wohnungsrauswurf im Park

Ungelesener Beitragvon w12 » 20.03.2016, 12:31

Hallo Angela1968

Du verwechselt da was.

Durch negative Erfahrungen kann es durchaus zu einer grundsätzlichen negativen Einstellung kommen.
Hier sehe ich keine Gründe, die bei einer objektiven Beurteilung, dazu Anlass geben.

Aber, das ist so wie im wirklichen Leben, man kann auch sterben.

Bei der Beurteilung der Geschwindigkeit mit dem Menschen ihre Wohnung verlieren, sollte man sich nicht an RTL orientieren.
Es geht auch ganz anders.

Gruß
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Re: Obdachlose nach Wohnungsrauswurf im Park

Ungelesener Beitragvon Angela1968 » 20.03.2016, 12:55

Hallo W12,

ich danke Dir für Deine Aufklärung und ich merke das ich Dich falsch verstanden habe.

Warum Du meinst das ich meine Kenntnisse über Mietergesetze aus dem RTL nehme erschliesst sich mir nicht. Meine Kenntnis über so etwas entnehme ich z.B. mit der Unterhaltung unter meinen Kollegen die meist in Mhrfamilienhäusern wohnen und mit Mietparteien Ärger haben. Wenn sie sich dann beim Vermieter beschweren wird ihnen sowohl mündlich als auch schriftlich mitgeteilt das erst schwerwiegende Gründe voliegen müssen um einen Mieter heraszubekommen.

So freute sich meine Kollegin erst neulich das jemand nun endlich nach fast über 1 Jahr dauernder Beschwerden der Mietmieter beim Vermieter der Wohnug verwiesen wurde. Da gab es wohl haufenweise Fälle von Kindesbelästigungen, Alkoholmissbrauch. Lärm etc. Der "Wohnungsverweisung" waren wohl mehrere Klärungsgespäche mit den Mitmietern, schriftliche Aufforderungen des Vermieters und die gerichtiiche Entscheidung vorausgegangen. Ich gehe davn aus das meine Kollegen mich nicht angelogen haben. Welchen Grund sollten sie haben dazu?

Angela
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Re: Obdachlose nach Wohnungsrauswurf im Park

Ungelesener Beitragvon w12 » 20.03.2016, 13:03

Hallo Angela1968

Kann sein, muss nicht sein.

Udo Jürgens - Ein ehrenwertes Haus
Muss der Vermieter kündigen oder nicht?

Gruß
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Re: Obdachlose nach Wohnungsrauswurf im Park

Ungelesener Beitragvon Angela1968 » 20.03.2016, 13:15

Hallo W12,

in dem Falle den ich schilderte hatte der Vermieter wohl auch Eingeninteresse den Mieter loszuwerden. Zu den Beschwerden der Meitmieter kam wohl hinzu das er Mietschulden hatte. Aber selbst da waren wohl wie schon geshrieben dem Vermieter die Hände gebunden. Er musste erst nachweisen das er jenem Mieter ein paar Mal angemahnt hat und trotz Mahnung keine Miete eingegangen ist.

Und ich denke mal wenn ein Mitmieter säuft,ständig die Musik in der Wohnung so laut dreht das jeder Mitmieter seine Musik mithören darf, im Flur seine Exkremente hinterlässt und diese entsprechenden Hinterlassenschaften nicht wegräumt und dann noch Kinder belästigt und nach Aussagen der Kinder wohl auch schon in sexueller Hinsicht den Kindern näher kommen wollte, verstehe ich auch das die Mitmieter ihn nicht mehr im Hause haben wollten. Schon im Interesse der Kinder.

Angela
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