Wohnungssuche mit negativer Schufa

§§ 68 ff SGB XII Umfang der Leistungen, Hilfe zur Weiterführung des Haushalts, Altenhilfe, Blindenhilfe, Hilfe in sonstigen Lebenslagen, Bestattungskosten...

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wohnungssuche
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Wohnungssuche mit negativer Schufa

Ungelesener Beitragvon wohnungssuche » 14.11.2016, 12:21

Hallo,

ich bin seit kurzem ohne Wohnung, da sie mir wegen Mietschulden (sechs Monate) gekündigt wurde. Durch Kontopfändungen, leider eine zu voreilige eigene Kündigung beim Arbeitgeber und andere Vorkommnisse konnte ich die Miete nicht mehr bezahlen. Zur Zeit schlafe ich auf einer Luftmatratze bei unterschiedlichen Bekannten. Ich weiß nicht wie ich wieder vorran kommen soll, deswegen der Beitrag.

Aktuell bin ich beim Arbeitsamt arbeitssuchend gemeldet, durch zu spätes melden und die eigene Kündigung droht mir eine Sperre. Das eigentliche Problem ist jedoch, dass ich keine eigene Wohnung bekomme, da meine Schufa mit den Einträgen der eidesstattlichen Versicherung und des Haftbefehls so negativ ist, dass ich bislang bei jeglichen Anfragen bzgl einer neuen Wohnung abgelehnt wurde. Ein dauerhaftes Wohnen bei Bekannten ist nicht möglich.

Heute war ich beim Jobcenter und habe meine Situation erklärt, können jedoch nach Aussage der Mitarbeiterin im Empfangsbereich nichts für mich machen. Ist das Jobcenter die falsche Anlaufstelle für mich? Die dortige Mitarbeiterin gab mir keine weiteren Informationen mit der Aussage sie seien keine Wohnungsvermittlung.

Ich versuche, eine Wohnung in einer anderen Stadt zu mieten, da ich dort eine Arbeitsstelle bekommen kann. Ohne Wohnung brauch ich mir über die Stelle aber keine weiteren Gedanken machen, da ich kein Auto besitze und hier das Angebot der öffentlichen Verkehrsmittel sehr bescheiden ist. Zudem muss ich weg aus meinem aktuellen Umfeld und benötige einen Neuanfang, da ich unter einer Suchterkrankung leide, die ich zwar durch eine mehrmonatige stationäre Therapie im Griff habe, aber den kompletten Absprung aus der alten Gegend verpasst habe.

Vielleicht kann mir hier ja jemand hilfreiche Tipps geben und kennt sich mit dem Thema besser aus als ich.

Viele

Heinrich
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Re: Wohnungssuche mit negativer Schufa

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 14.11.2016, 12:37

Hallo wohnungssuche,

wohnungssuche hat geschrieben:Heute war ich beim Jobcenter und habe meine Situation erklärt, können jedoch nach Aussage der Mitarbeiterin im Empfangsbereich nichts für mich machen. Ist das Jobcenter die falsche Anlaufstelle für mich? Die dortige Mitarbeiterin gab mir keine weiteren Informationen mit der Aussage sie seien keine Wohnungsvermittlung.

leider hat die Dame damit Recht. Ich würde Dir dringend empfehlen, Dich an eine Sozialberatungsstelle (Caritas, Diakonie, etc.) vor Ort zu wenden :achtung:

Ich weiß, daß derartige Einrichtungen für Menschen, die sich in Lebenssituationen wie Deiner befinden, vermittelnd tätig werden (können).

(Insobesondere) auch im Bezug auf Wohnungssuche.

H.
Ich bin La-la-laie, und meine Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung und/oder Einschätzung zur jeweiligen Situation dar, bzw. schildere ich, was ich selbst in der jeweiligen Situation tun würde.

CuttySark
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Re: Wohnungssuche mit negativer Schufa

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 14.11.2016, 17:53

Moin, Moin wohnungssuche,

wenn Du gesundheitlich in der Lage bist einen Beruf auszuüben, dann ist das Jobcenter für Dich zuständig.
Ansonsten ist es die Sozialhilfe deren Ansprechpartner Du bei Deiner Gemeinde/Stadtverwaltung findest.

Wie heinrich schon ausführte sind weder Jobcenter noch Sozialhilfe verpflichtet Dir eine Wohnung zu be-
sorgen. Sie können Dir helfen, wenn die Wohnung gefunden ist in dem Sie beispielsweise die Mietzahlung
direkt auf das Konto des Vermieters überweisen.

Obdachlosenunterküfte kannst Du bei Deiner Gemeinde/Stadtverwaltung erfragen.

Mir scheint es aber wichtig zu sein, dass sich jemand um Deine finanziellen Dinge kümmert. Dafür sind die
von heinrich genannten Anlaufstellen Caritas oder Innere Mission sehr gute Ansprechpartner. Ebenso für die
Geldangelegenheiten. Vermutlich musst Du in eine Privatinsolvenz gehen, um wieder auf die Beine zu
kommen. Zögere nicht und handele gleich morgen.

Ich lebe in Schleswig Holstein. Wir haben hier eine Initiative die sich "Brücke" und Menschen mit gesundheit-
lichen Problemen hilft.

http://www.obdachlosenhilfe-die-bruecke.de/
http://www.bruecke-sh.de/

So eine Initiative wird es sicherlich auch in Deinem Bundesland geben.

Liebe Grüße
Rolf
Ich bin Laie.
Die von mir gemachten Äußerungen und Kommentare sowie eigene Beiträge spiegeln nur meine persönliche Meinung wider und stellen auch keine Rechtsberatung dar oder ersetzen eine solche.


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