Pfändungsfreibetrag erhöht - Gilt dies auch als Grenze für den Ger.Vollzieher

§§ 68 ff SGB XII Umfang der Leistungen, Hilfe zur Weiterführung des Haushalts, Altenhilfe, Blindenhilfe, Hilfe in sonstigen Lebenslagen, Bestattungskosten...

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planloser
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Pfändungsfreibetrag erhöht - Gilt dies auch als Grenze für den Ger.Vollzieher

Ungelesener Beitragvon planloser » 03.03.2017, 09:05

Guten Tag,
ich habe eine Frage zum P-Konto / Freigrenze / Vollstreckung durch GV

Es existiert ein P-Konto. Auf Antrag bei der Bank wurde die Freigrenze um 100 Euro erhöht.
Soweit so gut.

Die Frage hierzu: Ist dieser erhöhte Freibetrag auch die Grenze für den Gerichtsvollzieher? Oder
hat er Zugriff auf diesen Betrag?
Die Eingänge auf dem Konto (Rente und Zuverdienst) liegen +/- Centbeträge bei dem erhöhten Freibetrag.

Danke für die Aufmerksamkeit.

Heinrich
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Re: Pfändungsfreibetrag erhöht - Gilt dies auch als Grenze für den Ger.Vollzieher

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 03.03.2017, 10:32

Hallo planloser,

der GV überbringt nach meinem Wissen dem Geldinstitut nur die Pfändung, wenn ein Gläubiger einen enstprechenden Beschluß erwirkt.

Innerhalb Deines individuellen Pfändungsfreibetrags sollte Dir bzw. Deinem Guthaben nichts passieren.

Verbleibendes Restguthaben pro Monat wird je einmalig in den Folgemonat übertragen.

H.
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planloser
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Re: Pfändungsfreibetrag erhöht - Gilt dies auch als Grenze für den Ger.Vollzieher

Ungelesener Beitragvon planloser » 03.03.2017, 11:32

Hallo Heinricht und danke...

ein Beschluss liegt vor. Wenn ich es dann richig sehe, ist der Betrag auf dem Konto sicher, der von der Bank als Freibetrag einegesetzt wurde.
Der Freibetrag gilt übrigens lt. Bank zwei Jahre, dann wird neu überprüft bzw. muss neu beantragt werden.

Dann macht es auch Sinn, das Konto am Monatsende auf Null zu stellen....oder?
Der Plan ist nämlich...etwas anzusparen und dann einen Vergleich/Ausgleich anzustreben.

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Re: Pfändungsfreibetrag erhöht - Gilt dies auch als Grenze für den Ger.Vollzieher

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 03.03.2017, 18:22

Moin, Moin planloser,

wieso beantragt die Bank für Dich einen um 100 € erhöhten Betrag, wenn die Pfändungsfreigrenze von 07/15 bis 07/2017
bei 1.073,88 € liegt?

Es macht als Schuldner immer Sinn Konten auf 0,00 € zu stellen. "NUR BARES IST WAHRES" war schon immer mein Leitmotiv.
Vielleicht lässt Du hier mal richtig das Höschen herunter, dann kann man immer leichter urteilen. Bist Du im Angestellten-
verhältnis oder im Sozialhilfebezug? Wie hoch könnte Dein Nettogehalt sein? Schulden sind in welchem Umfang vorhanden?
Das müsste zuerst einmal geklärt werden. Dann könnte die Empfehlung lauten zur Schuldenberatung zu gehen.

LG Rolf
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Re: Pfändungsfreibetrag erhöht - Gilt dies auch als Grenze für den Ger.Vollzieher

Ungelesener Beitragvon planloser » 03.03.2017, 19:57

Hallo Rolf

nicht die Bank hat beantragt. Die Bank hat genehmigt. Siehe meine Frage.

Zu deinem zweiten Absatz muss ich jetzt nix sagen.
Aber danke für einen Bemühungen.

Heinrich
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Re: Pfändungsfreibetrag erhöht - Gilt dies auch als Grenze für den Ger.Vollzieher

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 04.03.2017, 03:46

Hallo planloser,

das nicht verbrauchte Guthaben aus einem Kalendermonat wird einmalig in den Folgemonat übertragen.

Aber im Prinzip hast Du Recht: Konto zum Monatsende leeren, sofern noch was drauf ist. Das Geld dann in bar anzusparen, ist m.E.n. nicht verboten.

Falls Du bereits eine Kontopfändung hast, würde ich den Job dem Geldistitut überlassen. Die Beträge, die zum Monatsende nicht mehr geschützt sind, werden m.W.n. an den Gläubiger "ausgekehrt".

H.
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Re: Pfändungsfreibetrag erhöht - Gilt dies auch als Grenze für den Ger.Vollzieher

Ungelesener Beitragvon planloser » 04.03.2017, 07:43

Hallo Heinrich,
danke für deinen Beitrag.
Aber eine Frage zu deinem Satz:...."ich soll den Job dem Geldinstitut überlassen". Oder sollte es heißen: "nicht" überlassen.
Denn Ansparen über/bei der Bank kann ja nicht funktionieren, denn dei Bank kehrt ja aus. Also wenn Ansparen, kann es doch nur so gehn,
das restliche Geld quasi zuhause auf die Seite legen, bis ein "verhandlungsfähiger" Geldbetrag zur Verfügung steht.
Wobei mir dabei schon klar ist, dass dieser "Sparstrumpfbetrag" bein einer evtl. Nachfragen vom GV angegeben werden muss.
Also etwas Grauzone. Aber mit der Situation muss jeder individuell klar kommen....denke ich.

planloser

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Re: Pfändungsfreibetrag erhöht - Gilt dies auch als Grenze für den Ger.Vollzieher

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 04.03.2017, 08:09

Hallo planloser,

was ich meinte, ist, daß Du es entweder der Bank überlassen kannst, Restguthaben, die nicht mehr geschützt sind, an den Gläubiger auszukehren und dadurch die Pfändung abzubauen.

Du kannst natürlich auch anders verfahren: einen Betrag in bar ansparen und ihn zu gegebener Zeit dem Gläubiger auf Verhandlungsbasis 'anbieten'.

Wenn das Konto allerdings bereits gepfändet ist, ist die Frage ob der Gläubiger sich darauf noch einläßt. Mußt Du, wenn Du Dich für diese Variante entscheidest, quasi ausprobieren.

Die dritte Variante ist, Pfändung Pfändung sein lassen und innerhalb Deines individuellen monatliches Pfändungsfreibetrags 'normal' leben.

H.
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Re: Pfändungsfreibetrag erhöht - Gilt dies auch als Grenze für den Ger.Vollzieher

Ungelesener Beitragvon planloser » 04.03.2017, 08:31

Hallo Heinrich
also mein Weg ist ganz klar der 2. Sparen, Sparen, Sparen..auch paar Dinge verkaufen um auf einen Betrag zu kommen, den man dann auch als realistische Verhandlungssumme bezeichnen kann.
Mein Plan ist einfach mit einem Verhandlungsbetrag die Schulden zu vergleichen. Ich will ja raus aus der Situation und wieder mal ohne P-Konto "normal" leben.

Hast du Erfahrungswerte...mit welchem %-Satz man Gläubiger ansprechen kann/sollte?
Meine Schulden sind alle durchwegs schon vor mehr als 6 Jahren entstanden.
Es sind auch zum Teil Pfändungen auf dem Konto.
Aus verständlichen Gründen will ich hier nicht Beträge etc. öffentlich schreiben.

Oder gibt es die Möglichkeit einer "sicheren" Kontaktaufnahme?

Aber ein praktischer Erfahrungswert zur Höhe/Anteil/Vergleichsangebot wäre mir schon hilfreich.
Liest man sich durch die div. "G"-Suchen finde ich immer wieder die Information: 10%....scheint wohl praxisüblich zu sein

Gruss planloser

Heinrich
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Re: Pfändungsfreibetrag erhöht - Gilt dies auch als Grenze für den Ger.Vollzieher

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 04.03.2017, 08:35

Hallo planloser,

einen Prozentsatz kann ich Dir nicht nennen. Aber Du kannst den/die Gläubiger anschreiben, Deine Situation schildern und dann schlicht fragen ob man sich auf einen Vergleich einlassen würde. Wenn Ja, wie dieser dann aussehen würde = welchen Betrag man in einer Summe haben wollen würde um die Sache beizulegen.

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