Sozialhilfe als Darlehen beim Übergang von ALGII in Rente?

Aufwendungen für Unterkunft und Heizung, Mehrbedarfe entsprechend § 30 SGB XII sowie die einmaligen Bedarfe; Kranken- und Pflegeversicherung,

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Gewitterhexe
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Sozialhilfe als Darlehen beim Übergang von ALGII in Rente?

Ungelesener Beitragvon Gewitterhexe » 02.10.2019, 21:07

:suspekt: Hallo Ihr Lieben,
nachdem ich einige Zeitlang ALGII bezogen habe, bin ich seit gestern Altersrentnerin und aufgrund meiner niedrigen Rente auf zusätzliche Leistungen des Sozialamtes angewiesen. Da die Bezüge der Arbeitssuchenden Anfang des Monats gezahlt werden und die der Rentner am Ende des Monats, bin ich diesen Monat also ohne jegliches Einkommen.
Einer Freundin, die kürzlich in der gleichen Situation war, hat das Sozialamt Sozialhilfe als Darlehen zur Überbrückung gewährt. Meiner Ansicht nach ein Unding. Ich denke, wenn man einen Monat lang gar keine Einkünfte hat, muss das Sozialamt Sozialhilfe als Zuschuss zahlen, und bei mir wird das Amt sicher genauso verfahren. Zwar werde ich für den Monat Oktober Rente erhalten, aber eben erst am Ende des Monats.
War jemand von Euch in der gleichen Lage und hat gegen den entsprechenden Bescheid Widerspruch eingelegt?

CuttySark
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Re: Sozialhilfe als Darlehen beim Übergang von ALGII in Rente?

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 03.10.2019, 05:20

Moin Gewitterhexe,

jeder Renteneintritt zieht dies nach sich. War auch in meinem Fall so. Die Umstellung von ALG II auf Grundsicherung in Verbindung mit Rente
klappte einwandfrei.

Wenn Du meinst die Bedingungen so nicht akzeptieren zu können, bleibt nur der Klageweg.

LG Rolf
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Gewitterhexe
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Re: Sozialhilfe als Darlehen beim Übergang von ALGII in Rente?

Ungelesener Beitragvon Gewitterhexe » 03.10.2019, 16:27

Danke für Deine Antwort. Ich rechne tatsächlich damit, klagen zu müssen. Meine Frage war, ob das schon jemand durchgezogen hat.

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Re: Sozialhilfe als Darlehen beim Übergang von ALGII in Rente?

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 03.10.2019, 16:37

Moin Gewitterhexe,

da bist du hier an der falschen Stelle, was die Fragestellung angeht. Ich habe den Sachverhalt als rechtlich
einwandfrei engestuft und nicht geklagt. Ob Mitmenschen sich anders Verhalten haben, werden Dir Anwälte
sagen.

Augen zu und durch.

LG Rolf
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Heinrich
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Re: Sozialhilfe als Darlehen beim Übergang von ALGII in Rente?

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 03.10.2019, 18:05

Hallo "Gewitterhexe",

soweit ich weiß, wird die ergänzende Sozialhilfe auch zum Monatsanfang gezahlt. D.h, sofern sie schon bewilligt wurde, müßte eigentlich bereits Geld auf dem Konto sein.

Die Rente für 10/19 kommt dann erst zum Ende dieses Monats.

Evtl. läßt sich der Fehlbetrag ebenfalls mit einem Darlehen vom Sozialamt überbrücken? Oder mal mit der Hausbnak sprechen? Oder sich anderweitig Geld leihen?

H.
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Gewitterhexe
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Re: Sozialhilfe als Darlehen beim Übergang von ALGII in Rente?

Ungelesener Beitragvon Gewitterhexe » 04.10.2019, 15:30

Meine Bank hat mir das Geld für die üblichen Abbuchungen schon "geliehen" in Form eines ordentlich überzogenen Kontos. Vom Sozialamt kam noch kein Geld, dafür fordern sie alle paar Tage irgendwelche neuen Unterlagen :-(.

Heinrich
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Re: Sozialhilfe als Darlehen beim Übergang von ALGII in Rente?

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 04.10.2019, 16:19

Hallo "Gewitterhexe",

hast Du den Antrag auf SGB XII - Leistungen rechtzeitig (4 - 6 Wochen vor dem 01.10.2019) gestellt?

Hast Du versucht, vom Sozialamt ein Darlehen bzw. einen Vorschuß auf "zu erwartende" Leistungen zu bekommen?

H.
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Gewitterhexe
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Re: Sozialhilfe als Darlehen beim Übergang von ALGII in Rente?

Ungelesener Beitragvon Gewitterhexe » 05.10.2019, 01:02

Ja, den Antrag habe ich lange zuvor gestellt. Aber ein Darlehen bzw. einen Vorschuss habe ich nicht beantrat.
Glücklicherweise bin ich noch in der Gewerkschaft. An die werde ich mich wenden, sobald ich den Bescheid des Sozialamtes habe.

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Re: Sozialhilfe als Darlehen beim Übergang von ALGII in Rente?

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 06.10.2019, 07:04

Moin Gewitterhexe,

dann mach mal schön. Bescheid abwarten, Widerspruch einlegen und dann klagen, wobei ich diese Klage für nicht
erfolgversprechend erachte. Hintergrund ist die Gesetzesänderung wegen vorschüssiger und nachschüssiger Zahlung.
Kläger hätten rund 15 Jahre Zeit gehabt die Bedingungen zu ändern.Ich selbst klagte nur, wenn ich mir sicher war, dass
ich gewinne. Beispielsweise , wie bei meiner letzten Klage, gegen die Kürzung von Regelleistungen wegen der Verpfleg-
ung im Krankenhaus. 3 Jahre hat es gedauert und ich gewann den Prozess, wie vorhergesehen.

Wenn Du Bock auf Bambule hast, dann knüpfe Dir die Höhe der Regelsätze vor. Das ist ein Thema, dass angegangen
werden sollte.

Liebe Grüße
Rolf
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