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Grundsicherung und Klärung der Leistung

Verfasst: 01.06.2017, 09:22
von Famri3
Hallo zusammen,

habe mich gerade erst angemeldet und hoffe, dass ich im richtigen Forum bin.

Es geht um die Leistungen meines Sohnes (27) und wohnt noch bei uns. Er hat eine Schwerbehinderung von 80 % mit den Merkzeichen G, B und H.
Er geht seit einigen Jahren in eine Werkstatt für psychisch Behinderte und bekommt seit ca. 2 - 3 Jahren Grundsicherung (leider haben wir das zu spät gemerkt, dass er Anspruch darauf hat, da wir nicht darauf hingewiesen wurden).
Nun ist es so, dass eine Bekannte meinte, dass der Verdienst der Werkstatt nicht auf die Grundsicherung berechnet werden darf.
Natürlich war ich jetzt verunsichert und habe mir die Auflistung der Leistungen nochmal angesehen.

Das Einkommen der Werkstatt wird natürlich im Leistungsbescheid immer aufgeführt, dann was davon abgezogen wird (laut Internet hat das wohl seine Richtigkeit): Erzielung des Erwerbseinkommens verb. Ausgaben (5,20 Euro), Arbeitsförderungsgeld (52 Euro) und der Freibetrag (110,56). Dieses Geld wird ja vom Einkommen der Werkstatt abgerechnet und dies wiederum von dem Regelbedarf + Mehrbedarf auch wieder abgezogen, was dann die Grundsicherungsleistung meines Sohnes ergibt.

Was für mich jetzt aber unklar ist und ich da auch eigentlich nichts im Internet zu finden konnte: Nach der Auflistung des Regelbedarfs von 409,00 Euro wird auch immer eine "Kürzung Regelbedarf, indiv. Betrag von 41,00 Euro" abgerechnet. Meine Frage wäre hier, was hat es mit der Kürzung auf sich bzw. worin ist diese Kürzung begründet, da dies ja in jedem Bescheid drin steht ?

Laut Amt für Soziales und Wohnen steht meinem Sohn kein Wohngeld zu (wir hatten beantragt, da er in der oberen Etage (2 Z) alleine bewohnt, haben Maisonette) u. a. da er schon immer bei uns gewohnt hat. Leider wird man auch nicht über alles informiert, welche Ansprüche man ggf. noch hat, so daß ich froh bin, dieses Forum gefunden zu haben.

Viele Grüße
Famri3

Re: Grundsicherung und Klärung der Leistung

Verfasst: 01.06.2017, 10:38
von w12
Hallo Famri3

Dein Sohn bekommt Mittagessen in der Werkstatt.
Dafür wird zunächst ein Betrag in Höhe von 41 Euro abgezogen.
Mit Nachweise der tatsächlich in Anspruch genommen Essen, muss das Amt die konkrete Berechnung nachträglich durchführen.

Ab 01.07.2017 hat dein Sohn - auch ohne Mietvertrag – einen Anspruch auf einen Mietanteil nach der s.g. Differenzmethode.
Angemessen Unterkunftskosten für 3-Personenhaushalt, abzgl. angemessen Miete für einen 2-Personenhaushalt=Anteil Sohn Bruttokalt + anteilige Heizkosten.

Gruß
w12