Raus aus Grundsicherung

Aufwendungen für Unterkunft und Heizung, Mehrbedarfe entsprechend § 30 SGB XII sowie die einmaligen Bedarfe; Kranken- und Pflegeversicherung,

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Kai
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Raus aus Grundsicherung

Ungelesener Beitragvon Kai » 05.01.2018, 19:39

Hallo,

ich gelte seit April 2014 als dauernd voll Erwerbsgemindert aufgrund eines Gutachtens der Rentenversicherung.
Bis zum 31.08.2017 war ich im Arbeitsbereich der hiesigen Werkstatt für behinderte Menschen beschäftigt. Aus persönlichen Gründen beendete ich
das Beschäftigungsverhältnis. Als staatliche Sozialleistung erhalte ich Grundsicherung bei Erwerbsminderung nach SGB XII und habe keinen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente. Vor 2014 war ich auf dem ersten Arbeitsmarkt insgesamt etwa 20 Jahre als Produktionshelfer bei Zeitarbeitsfirmen tätig.
Ich bin ungelernt und ohne Führerschein.
Nun aber möchte ich wieder auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß fassen und mich von der sozialen Fürsorge unabhängig machen, denn arbeiten kann ich meiner Meinung nach, auch ohne Probleme Vollzeit.
Ich habe dazu folgende Fragen: Ist es möglich, ein neues Gutachten bei der Rentenversicherung durchzusetzen?
Im Falle, das ich zur Zeit keine Arbeit finde, kann mir das Arbeitsamt dabei helfen, eine Arbeit zu finden?
Gibt es Möglichkeiten, das das Sozialamt mich bei der Arbeitsplatzsuche unterstützt?
Sind Weiterbildungsmöglichkeiten für meinen Personenkreis überhaupt existent?
Ist es sinnvoll, das ich mich arbeitssuchend melde?
Ich habe einen Grad der Behinderung von 50 aufgrund einer psychischen Erkrankung, die aber seit längerem keine Symptome aufweist.

Vielen Dank für die freundliche Hilfe

MfG
Kai
Zuletzt geändert von Kai am 05.01.2018, 19:39, insgesamt 1-mal geändert.

Angela1968
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Re: Raus aus Grundsicherung

Ungelesener Beitragvon Angela1968 » 05.01.2018, 22:05

Hallo Kai,

ich finde es löblich das Du ohne staatliche Hilfe von Deiner Hände Arbeit leben möchtest.

Nur von einer Bekannten weis ich wie schwer es heutzutage ist als voll Erwerbsgemindert zu gelten. Du hast selbst geschriebeb das Du aus psychischen Gründen erwerbsgemindert bist.

Könnte es sein, weil bei Dir der Druck raus ist wegen Arbeit und so das Du das Gefühl hast sogar wieder Vollzeit arbeiten zu können? Ich würde sagen, such Dir erst mal ne ehrenamtliche Tätigkeit bei der Du ausproberen kannst inwiefern Du wieder belastbar bist.

Ich habe jetzt schon mehrere Beispiele wo sich Menschen mit psychischer und geistiger Behinderung wieder eine normale Arbeit zugetraut haben. Das Ende vom Lied wr das ihr Gesundheizszustand nach einer Arbeitsaufnahme sehr viel schlimmer war als zuvor. Es dauerte dann wieder einige Zeit ehe sie wieder einigermaßeb gesundheitlich hergestellt waren.

Also ich an Deiner Stelle würde mir entweder erst mal einen 450 Euro Job bzw. ehrenamtliche Tätigkeit suchen um zu sehen wie Dir das Arbeiten bekommt.

Ich kenn das selber. Bei mir hat man sogar begutachtet das ich trotz verschiedenster Erkrankungen Vollzeit arbeitsfähig bin. Ich selbst arbeite jetzt 25 Stunden in der Woche. Ab und an überlege ich auch meine Wochenstundenzahl erhöhen zu lassen. Aber fallen dann mal einige Tage hintereinander Überstunden an merke ich doch das ich nicht mehr Stunden auf Dauer arbeiten sollte.

Angela
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Heinrich
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Re: Raus aus Grundsicherung

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 06.01.2018, 07:59

Hallo Kai,

Kai hat geschrieben:Als staatliche Sozialleistung erhalte ich Grundsicherung bei Erwerbsminderung nach SGB XII und habe keinen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente. Vor 2014 war ich auf dem ersten Arbeitsmarkt insgesamt etwa 20 Jahre als Produktionshelfer bei Zeitarbeitsfirmen tätig.

wieso bekommst Du nach 20 Beitragsjahren keine Erwerbsminderungsrente? Hast Du 20 Jahre lang nicht (genug) in die Rentenkasse eingezahlt?


Kai hat geschrieben:Ich habe dazu folgende Fragen: Ist es möglich, ein neues Gutachten bei der Rentenversicherung durchzusetzen?

Kann ich so nicht sagen. Ist ein bißchen so als möchte sich jemand, der (regulär) krankgeschrieben ist, sich gesundschreiben lassen. So etwas gibt m.W.n. nicht. Ich verstehe aber, daß Du über ein neues Gutachten der Rentenversicherung quasi rehabilitiert werden möchtest.

Vorschlag: sprich mit der Rentenversicherung bzw. hol' Dir evtl. rechtliche Rat vor Ort ob Du vom Status des Erwerbsgeminderten in den Status des Erwerbsfähigen wechseln kannst.


Kai hat geschrieben:Im Falle, das ich zur Zeit keine Arbeit finde, kann mir das Arbeitsamt dabei helfen, eine Arbeit zu finden?

Können wird es das sicherlich. Dazu solltest Du jedoch m.M.n. nicht als erwerbsgemindert gelten.


Kai hat geschrieben:Gibt es Möglichkeiten, das das Sozialamt mich bei der Arbeitsplatzsuche unterstützt?

Nein, da das Sozialamt nur für diejenigen zuständig ist, die nicht arbeiten können.


Kai hat geschrieben:Sind Weiterbildungsmöglichkeiten für meinen Personenkreis überhaupt existent?

Weiterbildungsmöglichkeiten für Erwerbsgeminderte stelle ich mir schwierig vor. Allerdings würde ich mal nach hiernach googeln.


Kai hat geschrieben:Ist es sinnvoll, das ich mich arbeitssuchend melde?

Denke ich gegenwärtig nicht, da Du m.M.n. erstmal Deinen Status klären solltest.

H.
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Re: Raus aus Grundsicherung

Ungelesener Beitragvon Angela1968 » 06.01.2018, 12:48

Hallo Heinrich,

nach dem ich mir Deinen Beitrag durchgelesen habe überlegte ich mir ob Kai sich das, wenn er für sich wirklich nach reiflicher Überprüfung seinerseits festgestellt hat wieder tauglich für den ersten Arbeitsmarkt ust, nicht einfacher machen sollte/könnte.

Jetzt hat er die Sicherheut noch der GRUSI. Keiner wird sich berschweren wenn er sich nebenher bewirbt und erst mal keine Arbeit findet, Gilt er als erwerbsfähig wird das JC ihm aber Druck machen wenn er keine findet. Wenn er dann eine Arbeit gefunden hat, kann er sich doch von der GRUSI-Stelle abmelden wegen seines Einkommens und der Arbeit und dem Rentenversicherungsträger sollte natürlich auch informiert werden. Dann wird er es doch automatisch schriftlich erhalten das er weder von GRUSI abhängig ist und die EU_Rente wird ihm dann auch mit Aufnahme einer Vollzeittätigkeit aberkannt,

Habs ja ähnlich gemacht. Während das JC im Jahre 2006 noch feststelte das ich durchaus in der Lage bin Vollzeit zu arbeiten, wurde am Ende meiner Kur im März 2010 festgestellt das ich nicht arbeitsfähig bin.

Zu der Zeit hatte ich aber ein Teilzeit - Arbeitsangebot was ich trotz der beiden Gutachten annahm. Heutzutage arbeite ich nun schon seit April 2010 in einer Pflegefirma und das mit 25 Wochenstunden. Beide Stellen die jeweils die Gutachten erstellten wurden selbstverständlich von meiner Arbeitsaufnahme informiert. Keine der Stellen hat sich darüber beschwert das ich im Prinzip entgegen Iher Gutachten arbeite.

Warum konnte ich mir das so einfach machen oder ist Kai ´s und meine Situation evtl. nicht so richtig vergleichbar? Muss es deshalb bei ihm so kompliziert laufen?

Angela
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Re: Raus aus Grundsicherung

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 06.01.2018, 13:25

Hallo Kai,

bei Deiner beruflichen Karriere hast Du bis jetzt anscheinend mit gebremsten Schaum gearbeitet, wenn Du 20 Jahre als Hilfsarbeiter beschäftigt warst.
Das impliziert mir, dass Du aller Voraussicht nach kein Abitur und Studienabschluss geschweige denn eine abgeschlossene Ausbildung hast.

Wenn es Dir Freude bereitet, dann mache einen ordentlichen Schulabschluss nach, um anschließend zu entscheiden, wie es in Deinem Leben weitergehen soll. Begleitend machst Du einen Führerschein, denn der ist zwingend nötig, um heute im Berufsleben zu bestehen. Hast Du beides in der Tasche überlegst Du, wie es weitergehen soll.

Zwischen Gefühlen und Sachverhalten ist ein gewaltiger Unterschied.

Gruß
Rolf
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Kai
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Re: Raus aus Grundsicherung

Ungelesener Beitragvon Kai » 06.01.2018, 19:08

Hallo,

also als Schulabschluss habe ich 10.Klasse POS, welcher als Mittlere Reife gilt. Eine Ausbildung habe ich tatsächlich nicht, jedenfalls keine
abgeschlossene. Habe aus jugendlicher Blödheit eine Ausbildung zum Konstruktionsmechaniker abgebrochen, das es reiner Dummsinn war, merke
ich heute noch und mein restliches Leben auch.
Der Führerschein Klasse B kostet 1500-2000 Euro, da muss ich noch reichlich sparen, bei rund 700 Euro Grusi.

Eine EU-Rente kriege ich nicht, weil in den letzten 5 Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung nur 35 Monate statt 36 Monate Rentenversicherungsbeiträge gezählt wurden( Gericht sah es auch so wie DRV), meine persönliche Rechnung ergab 58 Monate.

Mit fast 43 Jahren noch eine Ausbildung wird sicherlich fast unmöglich sein.

Aber, ich versuche mal auf einen Gabelstaplerschein zu sparen, das wären 300 Euro, da ich ja keinen Anspruch auf irgendeine Förderung habe.

Wie ich im Weltnetz herausgelesen habe, müsste ich, um Förderungswürdig zu sein, mindestens 15 Stunden die Woche erwerbstätig sein, dies
würde die Regelung mit den unter 3 Stunden am Tag erwerbstätig sein, überschreiten und ich wäre damit eingeschränkt erwerbsfähig.
Wäre dies die Voraussetzung für einen Anspruch auf Hartz4-Aufstockung?

Wegen der Möglichkeit eines neuen Gutachtens zu meiner Erwerbsfähigkeit habe ich eine elektronische Anfrage an die DRV KBS gestellt, bei
denen habe ich auch meine Erstbegutachtung 2015 erhalten.

Das mit dem Ehrenamt ist auch eine interessante Idee, wie ich herauslas, sind bei dieser Art von Engagement bis zu 200 Euro anrechenfrei.
Wiedergewöhnung an die Bedingungen des Erwerbsarbeitsleben in kleineren Schritten, das überlege ich mir mal. Caritas oder Rotes Kreuz usw, mal sehen.

Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben sind bei voll erwerbsgeminderten Menschen nur in Form der Werkstatt für behinderte Menschen
möglich und dies schließe ich wegen sehr negativen Erfahrungswerten kategorisch aus.

Der Bundesfreiwilligendienst, wäre das vielleicht eine Möglichkeit, denn so wie ich es wieder herauslas, gilt dieser irgendwie mit einer
Ausbildung als vergleichbar, jedenfalls Sozialversicherungs- und Rentenrechtlich. Wie ist es damit, geht das?

Ich denke, es wird auch Möglichkeiten für mich geben, um aus der Hilfebedürftigkeit wieder herauszukommen, wobei ich natürlich auf meine
psychische Gesundheit achten werde. Es muss doch im Interesse des Staates sein, das die Menschen wieder durch eigener Hände Arbeit ihr Geld
verdienen und so Steuern und Sozialabgaben entrichten, und auf die Weise den Sozialhilfe-Haushalt entlasten, in dem keine Hilfe mehr gezahlt
werden muss.

Als Altersrentner werde ich wieder Grundsicherung im Alter benötigen, da meine Altersrente nicht hoch sein wird, aber jetzt brauch ich doch dem
Staat und damit dem Steuerzahler nicht auf der Tasche liegen und das noch 24 Jahre bis zur Alterrente.

Nun, mal sehen, was 2018 wird.

MlG
Kai

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Re: Raus aus Grundsicherung

Ungelesener Beitragvon Angela1968 » 06.01.2018, 19:30

Hallo Kai,

Dir hat man bescheinigt das Du nicht mehr erwerbsfähig bist. Also hast Du für den Staat nachvollziebare Gründe nicht Vollzeit arbeiten zu gehen und GRUSI zu beziehen.Du brauchst kein schlechtes Gewissen deshalb zu haben. Hätte man Zweifel an Deinem derzeitigen Gesundheitszustand wärest Du schon längst neu begutachtet worden.

Sieh Dir einen meiner Brüder an. Er bezog mit seiner Frau ALG II. Also galten er und seine Frau als erwerbsfähig. Für beide war die Arbeitssuche kein Thema, sie waren angeblich zu krank um zu arbeiten. Damit hatte sich für sie das Thema Arbeitssuche erledigt. Mich belächelte man, weil ich trotz mehrerer Erkrankungen wenigstens Teilzeit arbeiten gehe.

Dann starben die Schwiegereltern meines Bruders und man bekam kein ALG II mehr. Heutzutage arbeitet mein Bruder als Busfahrer im Schichtsystem und seine Frau hat auch eine kleine Arbeit angenommen für die sie sich zu ALG II Zeiten zu schade war. Als ich fragte wie es käme das man nun
doch arbeiten würde und könnte hiess es "na es muss doch Geld in die Kasse kommen"

Solche Fälle wie meinen Bruder und seine Frau wird es einige ähnliche geben. Die haben kein schlechtes Gewissen trotz Erwerbsfähigkeit Sozialleistungen zu beziehen. Und solange Erwerbsfähige kein schlechtes Gewissen habe Sozialleistungen empfangen zu müssen, brauchst DU als Erwerbsunfähiger erst recht kein schlechtes Gewissen zu haben.

Angela
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Re: Raus aus Grundsicherung

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 07.01.2018, 08:10

Guten Morgen Kai,

danke für Deine Erklärungen. Ich verstehe, dass Du gern etwas tun möchtest und nicht den Eindruck hinterlassen willst Dich in der sozialen Hängematte auszuruhen. Bislang habe ich noch nie von Gutachtern gehört, die zu Begutachtende leichtfertig "ausgemustert" haben. Eher ist das Gegenteil der Fall. Kranke kämpfen verzweifelt gegen die Ablehnung. Nimm Deinen Fall als Chance.

Physikalisch gesehen ist Schlaf Arbeit. Mach Dein Abitur nach, suche Dir einen Job in dem Du eine Aufgabe hast, die Dich mit Freude erfüllt, verzichte auf Lohn und lass Dir den Führerschein bezahlen. Dann hättest Du 2 ganz wichtige Dinge in Deinem Leben geschafft. Natürlich ist es Normalität, dass Ausbildungen in jungen Jahren gemacht werden. Ich denke gerade an eine Freundin von mir, die mit 43 Jahren eine neue Ausbildung als Altenpflegerin gemacht hat und zum 1. Juli 2018 in die Altersrente geht. Sie ist noch heute glücklich diesen Schritt gegangen zu sein.

So denke ich, könntest Du die Zukunft sicher angehen und Dir dann überlegen, was Du eigentlich willst. Ich wünsche Dir viel Kraft für den weiteren Lebensweg.

Liebe Grüße
Rolf

Einen Satz möchte ich noch nachschieben. Angie könnte mit dem Einwand der Überforderung einen wichtigen Hinweis gegeben haben, den Du bedenken solltest.

Gruß
Rolf
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Re: Raus aus Grundsicherung

Ungelesener Beitragvon Pete123 » 07.01.2018, 15:21

Hallo Kai,

bedenke bitte das du wieder allen Sanktionen ausgesetzt bist wenn das Jobcenter wieder für dich zuständig ist,sollte es mit der Arbeitsaufnahme nicht klappen.Arbeitsstellen aus persönlichen Gründen aufgeben oder ausschlagen bedeutet dann womöglich Sanktionen.

Ich würde es mir an deiner Stelle sehr gut überlegen den Weg des "gesundschreibend" zu gehen,und erstmal selber versuchen eine mehr oder weniger umfangreiche Arbeitsstelle zu finden.
Gruß Pete123 :)

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Re: Raus aus Grundsicherung

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 07.01.2018, 18:33

Hallo Pete123,

vor welchen Sanktionen sollte sich Kai denn fürchten? Die grundsätzliche Frage wäre, ob eine Sanktionierung überhaupt möglich ist. Die geringste Sanktionierung senkt das Einkommen unter das Existenzminimum.

http://www.hartziv.org/hartz-iv-sanktionen.html

Lies Dir die Gründe für eine Sanktionierung durch. Von ca. 1.000.000 Sanktionierungen entfallen rund 700.000 auf Meldeversäumnisse. Diese Zahl ist besonders bedauerlich, da die Jobcenter eh keine Stellenangebote haben und Sanktionierungen medienwirksam nachteilig für die Leistungsbezieher sind.

Bewerbungen speicherst Du auf Deinem Briefbogen ab, änderst nur im Bedarfsfall Empfängeradresse, Datum sowie Betreff, fügst die Nachricht ein. Bei Interesse an meiner Person bitte ich um Nachricht, welche Unterlagen ich Ihnen zusätzlich schicken soll. Ich bitte um Beachtung, dass ich trockener Alkoholiker bin und im Jahr 2018 3 Maßnahmen mit mir durchgeführt werden. Ärztliches Attest anbei.

Ich freue mich auf eine positive Stellungnahme von Ihnen.

Ich habe Pete123 abgeraten, ohne Prüfung seiner Leistungsfähigkeit in den Job zu gehen.

Gruß
Rolf
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