Gerichtsurteile bzw. Klagen gegen Höhe der Grundsicherung

Aufwendungen für Unterkunft und Heizung, Mehrbedarfe entsprechend § 30 SGB XII sowie die einmaligen Bedarfe; Kranken- und Pflegeversicherung,

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Pete123
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Re: Gerichtsurteile bzw. Klagen gegen Höhe der Grundsicherung

Ungelesener Beitragvon Pete123 » 13.08.2019, 17:33

Hallo Rolf,

CuttySark hat geschrieben:Moin Pete123,

wieso kommst Du denn auf das schmale Brett? Du schreibst:

<Wir sind doch nach Grundsicherung beziehende Kinder die zweitärmsten Schweine in dieser reichen Republik, und können nichts dagegen machen.>

Du bist lustig und verkennst schlichtweg die Tatsachen. Natürlich hättest Du etwas dagegen machen können, hast es aber nicht gemacht, denn Sicherheit war Dir nichs wert und jetzt, wo das Kind m Brunnen liegt, heulst Du rum. Das Zauberwort heißt schlichtweg: Erwerbsunfähigketsversicherung und das Thema Grundsicherung hätte Dich nie treffen können.



Ich heul nicht rum, ich benenne einfach nur den bestehenden Zustand. Und genauso wenig wie Grundsicherungskinder etwas an ihrer miesen finanziellen Lage ändern können sieht es bei nicht arbeitsfähigen Grundsicherungsrentnern aus.
Es ist im übrigen völlig abenteuerlich mir und allen Anderen Betroffenen vorzuwerfen wir hätten uns ja gegen die Sozialhilfe mit einer Berufunfähigkeitsversicherung schützen können. Führen wir wieder den Darwinismus ala FDP ein das jeder für sich selber zu sorgen hat und nur die Starken überleben? Und selbst wenn man so eine Versicherung haben möchte, man muss sie überhaupt erstmal bekommen können, und dann muss auch noch genügend Geld da sein sie zu bezahlen.

Und was muss ich dir erläutern das ich gleiche Regelsätze für Alle für falsch und verfassungswidrig halte, es ist doch wohl klar das ein kerngesunder 18jähriger einen anderen Bedarf hat als ein schwerkranker 80jähriger. Anderer Bedarf = Unterschiedliche Zusammensetzung des Regelsatz = Verschiedene Höhe.
Und da red ich noch nicht einmal davon das ich es ungerecht finde das jemand der 20 oder 30 Jahre lang Beiträge bezahlt hat genauso gestellt wird wie jemand der noch nichts geleistet hat.

Im übrigen finde ich deine Haltung das "wir" ja alle selber Schuld haben für völlig falsch. Du erlaubst dir da ein Urteil über Menschen von denen du nichts, aber auch gar nichts weisst. Du kennst nicht die Kranken- oder Lebensgeschichte von einem hier schreibenden Poster, und ich kann mir gut vorstellen das so mancher dem es grade nicht gut geht dein Urteil wie ein Schlag ins Gesicht empfindet. :(
HINWEIS: Wer ein anrechenbares Einkommen (EU-Rente o.ä.) hat und Sozialhilfe oder Grundsicherung bezieht,der kann die Beiträge zum VdK oder SoVD in voller Höhe als Werbungskosten absetzen.Somit kostet die Mitgliedschaft keinen Cent.
Gruß Pete123 :)

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Re: Gerichtsurteile bzw. Klagen gegen Höhe der Grundsicherung

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 14.08.2019, 11:43

Moin Pete123,

in meinen Augen ist es doch ganz einfach. In einer Demokratie entscheiden Mehrheiten, Gehen Minderheiten nicht gegen Mehrheiten auf die Straße und kämpfen unter Zuhilfenahme der Justiz um Ihr vermeintliches recht, dann passiert genau das, was 2005 bis heute mit Bürgern im SGB II und SGB XII gemacht wurde. Beleg ist die von mir eingestellte Rede Gerhard Schröders in Davos.

Deine Argumentation, dass alle Regelsätze falsch sind ist nicht korrekt, denn dann sind auch alle Löhne und Renten falsch. Denn da ist es genauso. Ein junger Mensch hat logischerweise einen anderen Kapitalbedarf als ein älterer Mensch, da der die Anschaffungsprozesse bereits hinter sich hat.

Auch Dein Hinweis auf die Dauer der Beitragszahlung ist fraglich, da ich von vornherein weiß, dass in der Arbeitslosenversicherung nur für 36 Monate AL1 gezahlt wurde. Da hat niemand sich darüber aufgeregt, dass man dann in die Sozialhilfe abrutschte. Auch hier ist niemand auf die Straße gegangen und hat gegen die Kürzung der Genossen rebelliert. Also hat das Volk die Kürzung akzeptiert.

Genauso war es mit der Abschaffung des Sterbegeldes in der Krankenversicherung 2003/2004. Hätte man die Sterbegeldversicherung abschaffen wollen, dann hätte man sagen müssen, dass alle Berufsanfänger 2003 und später eine eigene Sterbegeldversicherung abschließen müssen. Auch diesmal hat das Volk die Schnauze gehalten und diese Praxis damit abgesegnet.

Ein weiteres Beispiel ist die Beitragsbemessungsgrenze, die ich zurückverfolgen konnte seit 1970. Niemand geht gegen diese Ungerechtigkeit seit Bestehen der Grenze vor. Ergo hat das Volk auch sie abgesegnet.

Nimm die Reformen der Rentenversicherung. Gegen die verschiedenen Rentenreformen seit 1966 ist niemand auf die Straße gegangen, die Folgen haben wir jetzt zu tragen.

Komme mir bitte nicht mit dem Argument ICH KANN DARAN NICHTS ÄNDERN.

Liebe Grüße
Rolf
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phakkov
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Re: Gerichtsurteile bzw. Klagen gegen Höhe der Grundsicherung

Ungelesener Beitragvon phakkov » 14.08.2019, 15:04

Ghostwriter hat geschrieben:Hallo Phakkov,

habe gerade auch deine anderen Beiträge gelesen.

Statt immer nur rum zu jammern, solltest du dir vielleicht ein Hobby zulegen oder ehrenamtliche Tätigkeiten suchen.

Von mir gibt es keine Wunschantworten und eine Klage gegen die Höhe der Grundsicherung halte ich für sinnlos, zwecklos und reine Zeitverschwendung. Genau wie ich es schon in der ersten Antwort mitgeteilt habe.

Dabei ist es auch völlig egal, ob man sich nun unfair behandelt fühlt oder nicht. Grundsicherung ist ein Mittel, welches zum Tragen kommt, wenn man zu wenig Rente erhält. Sei doch froh, das es überhaupt eine aufstockende Grundsicherung gibt (gegenüber vielen anderen Ländern sogar unbegrenzt).

Gruß Ghostwriter

Entschuldigung,
Ich glaube ich habe das falsche Forum erwischt. Ich wusste nicht das hier das Grundsicherung ist geil, Sozialstaat ist super, woanders ist es schlimmer und Jammern ist unerwünscht Forum ist. Danke das du mich darauf hingewiesen hast.

Heinrich
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Re: Gerichtsurteile bzw. Klagen gegen Höhe der Grundsicherung

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 14.08.2019, 16:35

Hallo "phakkov",

phakkov hat geschrieben: Entschuldigung,
Ich glaube ich habe das falsche Forum erwischt.

das Forum ist schon richtig. Aber Meinungen gehen bekanntlich auseinander.

Niemand kann jedoch mit Sicherheit sagen, daß Dein Vorhaben nicht zum gewünschten Erfolg führen wird ...

H.
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Re: Gerichtsurteile bzw. Klagen gegen Höhe der Grundsicherung

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 14.08.2019, 16:49

Moin Phakkov,

hier bringt jeder seine eigene Meinung zum Ausdruck und es ist das gute recht Ghostwriters diese Aussage zu treffen. Ich habe auch eine andere Meinung, die ich vertrete. Jammern ist für mich auch keine Ausdrucksmöglichkeit. Ich habe hier immer mein eigenes Ding durchgezogen, hatte immer Patte in der Tasche und nach Lösungen für mich gesucht, wie ich Gesetzeslücken für mich ausnutzen kann.

Wie viel Geld hat Dir Jammern in die Kassen gespült? Vermutlich 0,00 €. Daran erkennst du wie sinnvoll es ist.

Liebe Grüße
Rolf
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phakkov
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Re: Gerichtsurteile bzw. Klagen gegen Höhe der Grundsicherung

Ungelesener Beitragvon phakkov » 15.08.2019, 09:16

Hallo,
Da habe ich anscheinend etwas für Aufruhr gesorgt. Ich war mir nicht bewusst das dieses Forum ein " Juhu uns Armen in Deutschland gehts gut " Forum ist. Ab jetzt also kein Jammern mehr sondern Grüße vom Urlaub auf Bali. Ein dreifaches Hurra auf die Sozialhilfe, Hipp Hipp ...... ( Ihr müßt schon mitmachen, also nochmal Hipp Hipp... ). Zu Cutty Sark möchte ich noch bemerken, du sagst "VW nutzt die bestehende Gesetzgebung und so mache ich das auch für mich. ". Dem kann ich nur zustimmen aber VW beeinflußt auch die Gesetzgebung durch Lobbyismus und vermutlich auch noch anrüchiger Methoden. Gesetze sind von Menschen gemacht und können daher auch von Menschen geändert werden ! Darum geht es mir und wenn man dazu Druck ausüben muss z.B. durch Gerichte, Petitionen oder andere Initiativen dann will ich mich daran beteiligen.
Deshalb noch einmal meine Fragen
1. Wo finde ich einschlägige Klagen bzw. Gerichtsurteile zur Grundsicherung ?
2. Wie kann ich gegebenfalls vor dem Verwaltungs oder Verfassungsgericht klagen ?
3. Gibt es Initiativen die sich speziel mit der Grundsicherung befassen und wenn ja welche ? Bisher hat nur Pete 123 auf diese Fragen konstruktiv reagiert, alle anderen haben ausschlieslich Kommentiert und ihre Meinung gepostet.

Heinrich
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Re: Gerichtsurteile bzw. Klagen gegen Höhe der Grundsicherung

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 15.08.2019, 09:25

Hallo "phakkov",

Du wirst in einem Laien-Forum keine Rechtsberatung bzw. keine rechtssichere Aussage bekommen.

Wenn Du Urteile, etc. suchst, empfehle ich Dir Google und für alle anderen Fragen einen guten Fachanwalt für Sozialrecht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Beratungshilfe

H.
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